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THEMA:   Limericks

 34 Antwort(en).

Rosmarie Vancura begann die Diskussion am 12.08.01 (19:09) mit folgendem Beitrag:

ch liebe Limeriks und sammle sie. Hat noch irgendjemand ähnliche Vorlieben?

z.B.
Ein dreistes Weibsbild aus Sarnen
tut ehrbare Männer umgarnen
sie tut's mit Behagen
an nebligen Tagen
und ohne sie vorher zu warnen.

Oder:

Da gab's einen Menschen in Caux
der schlief nicht gerne im Stroh
er fuhr nach Auteuil
dort schlief er im Heu
doch ach, seither plagt ihn ein Floh


Georg Segessenmann antwortete am 12.08.01 (19:27):

Da stand eine Meldung am schwarzen Brett
mit einem Aufruf aus dem Internet.
Es sollten nur Helden
beim ST sich melden.
Das fand der Schorsch aber gar nicht nett!

Schorsch

PS. Ich habe eine ganze Palette davon aus eigener Feder. Aber nicht alle würde ich ins ST stellen(;--)))))


Gila antwortete am 12.08.01 (21:15):

Ein Pärchen munterer Greise
holt nach die Hochzeitsreise.
Er will ins Warme,
hat stets kalte Arme.
Sein Weib denkt: Er kann mich kreuzweise.

Das Pärchen munterer Greise
löst das Problem auf die Weise:
Sie nehmen ein Schiff,
er zum Korallenriff,
und sie zu 'ner Schottlandreise.

Gila


Ruth L. antwortete am 14.09.01 (13:02):

Auch ich werde älter - drum eben
will ich doch noch vieles erleben!
Ich ging zum Friseur,
das war ein Malheur:
Die Schönheit ging restlos daneben!


G. Segessenmann, alias Georg von Signau antwortete am 15.09.01 (12:30):

Liebe Ruth

Sollt es denn besser mir gehen?
Wind tat die Frisur mir verwehen.
Dass ich sie schütze
trag ich nun ne Mütze.
Kann aber nun nichts mehr sehen!

Schorsch


Ruth antwortete am 15.09.01 (13:46):

Lieber Schorsch,

Bei all den entsetzlichen Sachen
tat's gut mir, von Herzen zu lachen.
Lass auf Deine Mütze,
auch wenn eine Pfütze
die Füsse sollt dreckig Dir machen!

Ruth


Gila antwortete am 20.09.01 (00:23):

Ihn plagten dereinst Hassgefühle,
weil seine Frau war so kühle.
Sie schlug ihn fünf Mal,
ihm war’s eine Qual,
doch sie spielt unheimlich gern Mühle.

Gila


G. Segessenmann, alias Georg von Signau antwortete am 20.09.01 (14:35):

Wenn alle, die hier Limeriks schreiben,
eine Weile noch im Forum wollen bleiben,
dann werden bestimmt
ein paar verstimmt,
die ihre Zeit anders möchten vertreiben!

Schorsch


Ruth L antwortete am 20.09.01 (16:37):

Es war eine Hündin aus Spanien,
die pinkelte in die Geranien.
Sie war maliziös,
ich wurde nervös
und nenne die Blumen "Uranien".


Rosmarie S antwortete am 20.09.01 (18:09):

Wie muss ich doch jedesmal lachen,
erzählt ihr mir Limerick-Sachen!
Ach, tut das gut,
macht neuen Mut,
im Alltag noch weiter zu machen!


G. Segessenmann, alias Georg von Signau antwortete am 21.09.01 (08:55):

Dann pinkelte die Hündin in die Linsen
und verdückte sich dann in die Binsen;
Linsensuppe vergessen;
hab nichts nun zu essen.
Liebe Ruth, da gibts nix zu grinsen!

Schorsch


G. Segessenmann, alias Georg von Signau antwortete am 21.09.01 (15:14):

Gewiss gibt es hier im Forum Menschen, die Freude an Limeriks haben und auch solche machen möchten. Sie seien aufgemuntert, es doch einfach mal zu probieren.
Hier ein paar Regeln, wie ein Limerik sein sollte:

1.) Ein Limerik besteht aus 5 Zeilen. Die ersten zwei und die fünfte reimen sich und sollten alle etwa gleich lang sein.

2.) Die zweite und die dritte Zeile reimen sich miteinander und sind kürzer als Zeilen 1, 2, 5.

3.) Ein guter Limerik ist im "3/4-Takt" geschrieben. Hier ein Muster für die Zeilen 1, 2, 5:

"da-da-da--da-da-da--da-da-da".

Also dreimal eine Dreiergruppe an Silben.

Ein Muster für die Zeilen 2 und 3:

"da-da-da--da-daaa". Oder : "da-da-da--da-da-da".

Das erste "da" in jeder Zeile kommt auf den "Schlag 3" im Dreiertakt, musikalisch betrachtet. ist also eigentlich ein Auftakt. Dafür fällt dann der letzte Schlag der letzten Silbenfolge aus.

Alles (un-)klar? Probiers doch mal!

Herzliche Grüsse

Schorsch


Gila antwortete am 21.09.01 (16:25):

Pfeif doch mal die Melodie dazu!

;-))) Gila


Rosmarie S antwortete am 21.09.01 (17:49):

Lieber Schorsch,
deine Erklärung ist prima, nur was mache ich bei mangelndem Reim-Talent? :-))
Herzliche Grüße
Rosmarie


Der Schorsch reimt im 3/4-Takt.
Das ist für mich ja sehr vertrackt.
Denn bei mir
reimt sich hier
auf "Takt", "vertrackt" nur "nackt"!?


Gila antwortete am 21.09.01 (17:50):

Der Georg, der hüpfte im Dreiertakt,
Was hat er mir damit nur aufgepackt!
dadadada-
dadadada-
Jetzt hab ich den Rhythmus total zerhackt.


Was ist das doch nur für ein Wetter!
Bald brauche ich Wasserski-Bretter,
stöhnte der Floh
mit nassem Po.
Ich hoff', im Oktober wird’s netter.


Ruth L. antwortete am 22.09.01 (16:33):

Im Garten läuft stolz ein Geflügel,
erobert die grünenden Hügel.
Ein Fuchs kam gerannt -
was ich dann noch fand,
taugt nicht zum Klavierspiel - der Flügel.


G. Segessenmann, alias Georg von Signau antwortete am 23.09.01 (10:27):

Gegen euch bin ich ne lahme Ente;
Schorsch geht wohl bald in Rente.
Vielleicht dann gar nackt?
Nicht in Ruhm gepackt?
Kompliment an all unsre Talente!

Schorsch


Gila antwortete am 24.09.01 (01:25):

Die Nachricht, der Schorsch wär' in Rente,
hielt' ich ganz bestimmt für 'ne Ente.
Das wäre fatal
und keinem egal.
Wer macht uns denn dann Komplimente?

Gila ;-)))


G. Segessenmann, alias Georg von Signau antwortete am 24.09.01 (09:59):

Um zu entfliehen dem Klatsch und dem Tratsch,
ging ich gestern auf den Gletscher Morteratsch.
Doch umsonst war die Reise,
denn dort im Ewigen Eise
hockt der Ötzi und quatscht den letzten Klatsch!

Schorsch


Ruth L. antwortete am 24.09.01 (12:43):


Der Schorsch bleibt uns sicher erhalten,
wird weiter in Limericks walten!
Ihm war nur zu heiss,
drum tobt' er im Eis
und jetzt kann sein Hirn wieder schalten.

Es geht gar nicht anders - ganz klar:
wir brauchen ihn hier, das ist wahr.
Wir wollen doch weiter
besinnlich und heiter
die Freude erhalten - die rar!

Ruth


Georg Segessenmann antwortete am 24.09.01 (22:28):

Soll ich noch länger hier weilen,
dann muss ich mich aber beeilen.
Denn das ist gewiss,
einem Kritikverriss
würde schnellstens ich enteilen.

Schorsch


Gila antwortete am 24.09.01 (23:46):

Wer regte uns an zu den Limericks?
Die Rosmarie Vau, doch jetzt hört man nix
mehr von ihr.
Schäme dir!
Oder schreibst du jetzt unter anderen Nicks?

;-))) Gila


G. Segessenmann, alias Georg von Signau antwortete am 25.09.01 (09:04):

Manchmal gehört zu Frau`s Launen
Schweigen, da kann ich nur staunen.
Ich bewundere sie,
doch würde ich nie
dies laut sagen, höchstens raunen!

Schorsch


Georg Segessenmann antwortete am 25.09.01 (09:07):

Da sass mal auf einem Mäuerchen
ein niedliches kleines Säuerchen.
Es sass ganz gemütlich
und tat sich gütlich
an seines Schwesterchens Bäuerchen!

Schorsch


Rosmarie Vancura antwortete am 25.09.01 (19:51):

So ne Familie

Mein Onkel war da aus Sardinien,
der ass Kartoffeln mit Pinien
er war dann ganz krank
und futtert sich schlank
mit roten Blättern von Zinien

Die Frau meines Onkels ist dick
doch sie ist sein bestes Stück
am wogenden Busen
da kann er gut pfusen
auf ab und hin und zurück

Katrin ist schlank wie ne Zeder
Ihr Gewicht leicht wie ne Feder
Ihr freund ist ne Flunder
und gibt ihr oft Zunder
und das bewundert ein jeder.

Frau Meier ist ne Bauernfrau
die kennt im Stalle jede Sau
die tun im Stalle grunzen
und hie und da auch brunzen
und das mal heiss mal lau.


Rosmarie S antwortete am 25.09.01 (21:55):

Liebe Rosmarie,

du hast mich sehr zum Lachen gebracht
mit deiner besond´ren Familienpracht.
Wer sowas hat,
der liegt doch platt,
weil er sich krumm und bucklig lacht.


G. Segessenmann, alias Georg von Signau antwortete am 26.09.01 (10:03):

Ich möchte hier auch noch was kritzeln:
Mein Drang ist zu kitzeln und witzeln.
Doch mein` ich bescheiden:
Ich könnt` all dies meiden;
und red` lieber von Pommes und Schnitzeln!

Schorsch


Rosmarie Vancura antwortete am 26.09.01 (21:43):

Wieder Familiäres....

Die Tante Susi aus Heiden
die wollte immer vermeiden
die Liebe im Bett
denn dieses Duett
das tat ihr schon lange verleiden.


Onkel Oskar der aus Saas Fee
dem tut seit Tagen der Hinter weh
weil er nur sass
soff und frass,
jetzt taucht er ihn ein in den See

Kusine Ruth, im Hochzeitskleide
steht heulend auf der Weide
Ihr Mann melkt mit Mühe,
die sieben Kühe
nichts ist mit turteln für beide.

Hansjakob aus Mittelfranken
tut jeden Tag dem Hergott danken
er hat die Babett
die ist zwar nicht nett
hat aber Millionen von Franken.

Ich streichle das Pferd an den Nüstgern
Im Chatt soll man ja nicht flüstern
ich tue es trotzdem
sag aber nicht mit wem
das würde die andern gelüste(r)n

Franz wohnet seinem Weibe bei
der aber ist es einerlei
sie sagt, ach du mon cheri
du lernst es doch nie
Dass Beischlaf nicht so fade sei

Alle schreiben Limericks
ich bekomm davon den Hicks
diese Sachen machen grinsen
wie die Sache mit den Linsen
und erkläre lauter nix


Gila antwortete am 26.09.01 (22:33):

Aus dem Dornröschenschlaf erwachte,
mit köstlichen Versen uns bedachte
die Rosmarie,
fleißig wie nie.
Zum schallenden Lachen mich brachte.


Gila antwortete am 26.09.01 (22:48):

Limerick für einen "gelöschten" Stänkerer:

Es war mal ein kleiner Banaus’,
dem lief über die Leber ′ne Laus.
Bei so viel Neid
und Humorlosigkeit,
EGAL, da packt mich ein Graus.


Rosmarie Vancura antwortete am 28.09.01 (20:09):

Wieder die liebe Verwandtschaft
__________________________________


Tante Adele lebt gänzlich alleine,
sitzt abends beim Bier und beim Weine.
sie ist ganz bedrückt
und auch was entrückt
will dass Die Lust ihr mal scheine.

Onkel Ludwig, der bekannte,
der sich auch Ludovig nannte
er blies durch die Nüstern
und konne nur flüstern
da ihm der Hosenlatz brannte.

Onkel Ludwig siehe Limerik oben
den konnten die Damen nur loben
er ass sehr viel Wurst
das erhöhte die Lust
des kennt ihr alle mir globen!


Rosmarie Vancura antwortete am 09.10.01 (17:00):

Friede meiner Asche
bin ne echte Flasche
halb voll und halb leer
was will ich denn mehr
jetzt verschwinde ich rasche


Gila antwortete am 15.12.01 (18:02):

Weihnachtslimericks

Langsam wurde es auch Zeit,
endlich hat es heut geschneit.
Ohne Schnee,
ach nee,
wär kein Weihnachten, ihr Leut.

*******************************

Heiligabend, Mama rennt,
Papa schreit, Mariechen flennt,
Hal-le-lu-ja,
Bescherung da!
Der Weihnachtsbaum, der brennt.

******************************

Maria und Josef, das Jesuskind,
Esel, Kamel, oder war's ein Rind?
Dazu ein Schaf,
dumm und brav,
das Kind in der Krippe zu gähnen beginnt.


Schorsch antwortete am 16.12.01 (12:42):

Es zittern vor Kälte auf dem Feld die Schafe;
es zittert vor Kälte der Hirt gar, der brave.
Ich zittere nicht gern,
drum bitt ich von fern,
dass Herr Winter mich mit Kälte nicht strafe!

Schorsch


Ruth antwortete am 20.12.01 (16:52):

Es weihnachtet sehr

Im Stadtpark stand ein Tannenbaum,
das war vom Stadtrat Max der Traum.
Er fühlte sich sehr locker,
hieb früh den Baum vom Hocker.

Jetzt hat er für die Kugeln Raum,
denn Nadeln hat der Baum noch kaum.