THEMA: Ärzte - wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing?.
Bisher 19 Antworten.
Mitternacht
begann die Diskussion am 31.01.07 (12:56) :
Meine Erfahrungs-Meinung ist mittlerweile: Gute Ärzte sind so selten zu finden, wie eine Perle in der Auster. Dabei fällt auf: Korrekte Diagnostik: mangelhaft! Wenn im Wartezimmer mehr Pharmareferenten sitzen, als Patienten, wenn Ärzte bestimmte Medikamente verschreiben, ohne weitere Nachfragen, wenn sie sich neue "Zielgruppen" erschließen, sinnlose Therapieen verordnen - dann muss man sich wohl fragen, wie die Interessen gelagert sind. Und all dies sage ich nicht aus dem Blauen heraus, sondern aufgrund von eigenen Erfahrungen.
Gerdi
antwortete am 31.01.07 (13:49):
Na, dann gehst Du mit Deiner Meinung ja in die Richtung von A_G.
Geht es Dir noch gut? Und wie käme das?
Schreib' doch einmal etwas über Deine vielen schlechten Erfahrungen mit Ärzten und über das Zahlenverhältnis Patienten : Pharma-Vertreter in den Wartezimmern, in denen Du Dich aufgehalten hast.
Kenny
antwortete am 31.01.07 (13:51):
wes Brot ich eß', des' Lied ich sing?
Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen!
Wie du rufest in den Wald, so es wieder zurück schallt!
Das sind meine Erfahrungen. Als Privat- und auch als TK-Patient.
uki
antwortete am 31.01.07 (16:19):
Ich habe keine wirklich schlechten Erfahrungen mit Ärzten. Gehe aber auch kaum hin. Die meisten Arztbesuche spielen sich beim Zahnarzt ab. Alle ungefähr 7 bis 9 Monate. Dann darf er die Zähne reinigen. Ansonsten schon seit ein paar Jahren, nur einmal im Jahr ein tel. bestelltes Rezept beim Hausarzt. toi, toi, toi Hoffentlich bleibt´s noch lange so.
Tabaiba
antwortete am 31.01.07 (17:47):
Es gibt solche und solche und wenn ich mich bei dem einen Arzt nicht gut aufgehoben fühle, dann wechsel ich eben, es können schließlich nicht alle Ärzte schlecht sein. Habe das Glück, dass ich inzwischen einen sehr guten Hausarzt habe, dem ich vertraue und auch die übrigen Ärzte, die ich ab und an in Anspruch nehmen muss, verdienen mein Vertrauen. Das war nicht immer so, aber schließlich habe ich die freie Arztwahl und wenn meine Unzufriedenheit zu groß ist, wechsel ich auch mitten im Quartal wenn es ein muß, was allerdings eher die Ausnahme ist.
Mitternacht
antwortete am 31.01.07 (21:05):
Zitat: "wenn ich mich bei dem einen Arzt nicht gut aufgehoben fühle, dann wechsel ich eben"
Wenn man nicht mit dem Geld rechnen muss, kann man das. Jeder neu konsultierte Arzt kostet erstmal 10 Euro Praxisgebühr. Bis ich meinen jetzigen Zahnarzt gefunden hatte, war ich 50 Euro los und es war noch nix passiert. Würde ich jetzt noch zum Hausarzt gehen wieder 10 €, zur Frauenärztin wieder 10 €, zum Augenarzt wieder 10 €.... Medikamente kaufe ich sowieso selber (wenn es keine verschreibungspflichtigen sind), da ich hauptsächlich Naturheilmittel und Homöopathie benutze.
Von wegen freie Arztwahl....
Tabaiba
antwortete am 01.02.07 (08:04):
@Mitternacht
Jeder neu konsultierte Arzt kostet erstmal 10 Euro Praxisgebühr. Bis ich meinen jetzigen Zahnarzt gefunden hatte, war ich 50 Euro los und es war noch nix passiert. Würde ich jetzt noch zum Hausarzt gehen wieder 10 €, zur Frauenärztin wieder 10 €, zum Augenarzt wieder 10 €....
Es kostet nur dann 10 €, wenn man im selben Quartal den Arzt wechselt, d. h. wenn dieser die gleiche Fachrichtung hat wie der behandelnde, ansonsten kann man sich von diesem eine Überweisung zum jeweiligen Facharzt geben lassen. Die Ausnahme ist der Zahnarzt, da muss man nochmal gesondert 10 € berappen. Dann müßtest Du ja insgesamt 5 x während des Quartals den Zahnarzt gewechselt haben, um den richtigen zu finden, ist schon eine reife Leistung.
Fazit: Man zahlt einmal im Quartal 10 € und läßt sich ansonsten eine Überweisung geben.
Was Du privat an nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten kaufst, ist Deine Sache. Ich habe auch schon etliches privat bezahlt, wenn es meiner Gesundheit zugute kommt und von der Kasse nicht übernommen wird, aber das liegt im eigenen Ermessen.
Mitternacht
antwortete am 01.02.07 (11:03):
"Dann müßtest Du ja insgesamt 5 x während des Quartals den Zahnarzt gewechselt haben, um den richtigen zu finden, ist schon eine reife Leistung."
Danke für die Polemik, aber genau so war es. Mein alter Zahnarzt hat seine Praxis geschlossen. Und bis dann ein Ersatz gefunden war, hat es einige Versuche gebraucht. Und eben jedesmal wieder Praxisgebühr gekostet. Und deshalb ist die freie Arztwahl nur eine Theorie und hängt letztlich davon ab, ob man es sich leisten kann.
Und für die verschriebenen Medikamente muss man auf jeden Fall zuzahlen. Für viele Medikamente bekommt man sowieso nur ein Privatrezept, die man aus eigener Tasche bezahlen muss.
Tabaia, Du scheinst halt genug in der Hinterhand zu haben, dass das alles kein Problem ist. Aber für viele Millionen Menschen in diesem Land sieht die Sache anders aus.
Gerdi
antwortete am 01.02.07 (12:15):
"Tabaia, Du scheinst halt genug in der Hinterhand zu haben"
Wußte ich gar nicht bis jetzt, Tabaiba, daß Du ein Pferd bist ... :-))
Du mußt also immer zum Tierarzt. Ist das auch so problematisch wie der Gang zum Humanmediziner? Und wie ist es damit: "wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing"? -------------------
Sorry ..., aber zwei---deutig macht ja nicht nur mir Spaß (s. weiter hinten in den Foren).
tigrablue
antwortete am 01.02.07 (13:02):
wenn man sich an dem "hausarzt-modell" beteiligt, braucht man keine praxisgebühr zu zahlen, weder beim allgemeinmediziner noch beim augenarzt oder beim gynäkologen. auch braucht man keine überweisung mehr vom hausarzt zu den genannten fachmedizinern, sondern legt einfach seine befreiungskarte vor. hoffentlich gilt diese befreiung auch bald für andere fachmediziner und nicht nur für diese drei genannten.
Tabaiba
antwortete am 01.02.07 (20:18):
@Mitternacht
Tabaia, Du scheinst halt genug in der Hinterhand zu haben, dass das alles kein Problem ist. Aber für viele Millionen Menschen in diesem Land sieht die Sache anders aus.
Du irrst Mitternacht, auch ich habe das Geld nicht auf der Straße gefunden, nur Dein Vorschlag mit dem Hausarztmodell hat einen Haken. Mein Hausarzt akzeptiert dieses Modell zwar bei der BEK, aber nicht bei meiner Krankenkasse, der GEK, da er mit deren Bedingungen nicht einverstanden ist. Es ist trotzdem für mich kein Grund zu wechseln. Da ich laufend Medikamente benötige, zahle ich auch brav in jedem Quartal meine 10 €, aber um auf 50 € nur für Quartalsgebühren beim Zahnarzt zu kommen, das erscheint mir nach wie vor schleierhaft. Außerdem steht es jedem frei, die Rezeptgebühren zu halbieren, wenn man seinen Medikamentenbedarf vorhersehen kann und diesen dann bei Doc Morris deckt, wie ich es tue. Wie Du siehst Mitternacht, habe auch ich nichts zu verschenken.
Tabaiba
antwortete am 01.02.07 (20:20):
@gerdi
Wußte ich gar nicht bis jetzt, Tabaiba, daß Du ein Pferd bist ... :-))
Auch wenn ich in jungen Jahren Reitsport betrieben habe, ist es mir neu, dass man dadurch zum Pferd mutiert :-))))
Gerdi
antwortete am 01.02.07 (21:30):
Tabaiba, wenn einer schreibt, daß jemand Geld in der "Hinterhand" hat, muß derjenige ein Pferd sein. Wie allerdings das Geld in dessen (= des Pferdes) "Hinterhand" kommt, weiß ich auch nicht.
Ziemlich sicher ist aber wohl, daß ein Pferd, in dessen "Hinterhand" sich Geld befindet, stark lahmt. :-))
Sorry :-)))
Tabaiba
antwortete am 01.02.07 (21:42):
@gerdi
Ziemlich sicher ist aber wohl, daß ein Pferd, in dessen "Hinterhand" sich Geld befindet, stark lahmt. :-))
Das ist wohl wahr, Gerdi, vielleicht hat Mitternacht ja recht, ich lahme tatsächlich z. Z., aber eher wegen meines Hüftgelenkes als wegen des Geldes ;-))), bin ich deshalb jetzt ein Pferd???? :-)))
Gerdi
antwortete am 02.02.07 (07:39):
Ach, Tabaiba, nur keine Sorge! Ein Pferd bist Du bestimmt nicht -, weil Du eben keine "Hinterhand" hast, sondern ein "Bein".
Allerdings wäre es wohl ebenso bedenklich, wenn jemand statt eines Sparstrumpfes sein Bein verwendet, weil er es mit der "Hinterhand" eines Pferdes verwechselt.
:-))) "Ich glaub', mich tritt ein Pferd ..." :-)))
Kenny
antwortete am 02.02.07 (08:40):
"aus der Hinterhand" ist eine Redewendung - also muß sie bei Gebrauch in Anführungs-Striche gesetzt werden. Ich frage mich, weshalb ihr so sehr auf der "Hinterhand" rumreitet.
Gerdi
antwortete am 02.02.07 (13:04):
"Ich frage mich, weshalb ihr so sehr auf der "Hinterhand" rumreitet." (Kenny)
Das würde ein Pferd auch fragen, wenn Du ihm den Sattel auf die Kruppe schnallst -, vielleicht in der falschen Vorstellung, daß es dann besser untertritt.
pilli
antwortete am 02.02.07 (13:29):
lach...Kenny :-)
es wird wohl noch bissi dauern und es werden wohl noch zig-erklärungen nachgeschoben werden, bis datt mit der
"Hinterhand"
von einigen so verstanden wird, wie der umgangssprachliche gebrauch dieses wortbegriffes es vielfältig erlaubt.:-)
nur ein beispiel: ein begriff beim kartenspiel: einen Joker in der "Hinterhand" haben. :-)
ein joke war es allemal zu lesen, wie aus wenig viel entstehen kann!
:-)
Kenny
antwortete am 02.02.07 (13:40):
joke hin joke her! Ist doch schön, dass alle berufsuntätigen soooo viel Zeit für soooolche Späße haben, und ich bin heilfroh, dass ich dazugehören darf!
Doch vom Thema sind wir "Gott sei's gedankt" wieder mal total abgekommen.
Tabaiba
antwortete am 02.02.07 (13:49):
@Kenny
Ist doch schön, dass alle berufsuntätigen soooo viel Zeit für soooolche Späße haben, und ich bin heilfroh, dass ich dazugehören darf!
Berufstätig ja, leider z. Z. aber krank geschrieben, wegen meiner lahmen "Hinterhand" und bevorstehender OP, deshalb auch soviel Zeit, im ST meine Meinung kund zu tun. Mache 3 Kreuze, wenn ich nicht mehr "lahme" und dann weniger Zeit für den ST aufbringen kann, was keine negative Beurteilung des ST sein soll, sondern nur eine Erklärung für meine viele Freizeit.