Arno_Gebauer
begann die Diskussion am 01.02.07 (14:00) :
Hallo, ST-Beteiligte,
ich komme gerade von einem Krankenbesuch im Krankenhaus. Bei der Verabschiedung drückte mir meine Bekannte (81Jahre) eine Plastiktüte in die Hand mit der Bitte, diese möglichst nicht auf dem Krankenhausgebiet zu entsorgen. Im Fahrstuhl schaute ich in die Plastiktüte und sah eine Unmenge an bunten Tabletten. Ich habe sofort die Stationsschwester darüber verständigt, die sich bei mir bedankte, weil jetzt der unverändert schlechte Zustand erklärt werden könne. Die Pillentüte hat sie an sich genommen und mir versprochen, meiner Bekannten nichts zu sagen.
Habt Ihr auch schon mal so etwas erlebt?
Viele Grüße Arno
Kenny
antwortete am 01.02.07 (14:55):
Hallo Arno_Gebauer, hättest du die Angelegenheit nicht besser mit der Bekannten vorher besprechen sollen, anstatt sie bei der Stations-Schwester anzuSCHWÄRZEN? Das ist doch ein großer Vertrauens-Missbrauch gegenüber eines befreundeten Menschen. Ich bin gespannt, was die anderen dazu schreiben!
schorsch
antwortete am 01.02.07 (15:31):
Ich denke auch, dass, wenn die Bekannte schon keine Medikamente mehr nehmen will, hat sie das Recht dazu. Muss sie denn, wenn sie keine künstliche Verlängerung ihres Lebens will, darin sabotiert werden?
Ursula
antwortete am 01.02.07 (16:32):
Hallo Arno, Du hast es gut gemeint, nach meiner Ansicht aber nicht gut gemacht!
Du hättest die Angelegenheit unbedingt zuerst mit Deiner Bekannten besprechen und mit ihr zusammen nach einer Alternative suchen müssen! Oder ist die Frau in einer so schlechten geistigen Verfassung, dass man mit ihr nicht reden kann? Aber auch dann hätte ich nicht gleich die Schwester informiert, sondern (falls vorhanden) Angehörige!
ich denke, daß ich richtig gehandelt habe. Die Ärzte bemühen sich, die Stoffwechselwerte zu stabilisieren und die Patientin arbeitet dagegen. Meine Bekannte verhält sich falsch. Wenn sie Bedenken gegen die Einnahme der Tabletten hat, kann sie doch dies dem Stationsarzt mitteilen. Was spricht dagegen? Bei einem solchen kontraproduktiven Verhalten frage ich mich, warum sie sich nicht aus dem Krankenhaus entlassen läßt?
Viele Grüße Arno
Gerdi
antwortete am 02.02.07 (07:34):
"Bei einem solchen kontraproduktiven Verhalten frage ich mich, warum sie sich nicht aus dem Krankenhaus entlassen läßt?" (A_G)
D a s habe ich mich gestern beim Lesen des Eingangs-Beitrags auch schon gefragt.
schorsch
antwortete am 02.02.07 (09:31):
Bitte nicht vergessen: Es gibt solche und solche Ärzte. Die einen lassen mit sich reden - die anderen sind beleidigt, wenn Patient Nowbody etwas sagen oder fragen möchte.
mea
antwortete am 02.02.07 (11:01):
Ist denn die Bekannte von Dir , Arno , zu Hause einsam und allein ? Im Krankenhaus wird sie umsorgt und weiss genau , nimmt sie die Pillen , wird sie bald entlassen und ist wieder allein ?
die Bekannte wohnt alleine in einem für sie viel zu großen Haus. Sie wird aber täglich von Ihren Kindern besucht. Warum sie sich so verhalten hat, weiß ich noch nicht. Ich werde sie aber übernächste Woche danach fragen.
Viele Grüße Arno
Kenny
antwortete am 16.02.07 (23:16):
Hallo Arno, kannst du uns Neues von deiner Bekannten mitteilen?