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THEMA:   Lästiges Ohrenschmalz !.

 Bisher 8 Antworten.

Arno_Gebauer begann die Diskussion am 02.02.07 (08:20) :

Hallo, ST-Beteiligte,

Ohrenschmalz verstopft nicht nur die Ohren, sondern auch
die Hörgeräte! Ich benutze ca. einmal in der Woche
Wattestäbchen, um das Ohrenschmalz zu entfernen.

Habt Ihr Tipps dazu?

Viele Grüße
Arno


Vorlesefunktion  schorsch antwortete am 02.02.07 (09:23):

Schon mal hier geschrieben: Ich habe mir im Bahnhof von Freiburg im Breisgau ein Gerätchen zu 1 € gekauft. Das sieht so aus: Kurzes, etwa 1 cm dickes Griffchen; darin eingesteckt ein Draht aus rostfreiem Stahl, beide Enden wie die Beine eines U im Griff eingesteckt, Schlinge etwa 3 cm lang, vorne etwa 1 cm leicht abgebogen. Ich fahre beim Duschen vorsichtig in die Ohren und drehe die Drahtschlinge. So wird das Ohr nicht verstopft wie bei Wattestäbchen & Co.


Vorlesefunktion  Medea. antwortete am 02.02.07 (10:35):

Lieber Arno,
meine HNO-Ärztin kann fuchsteufelswild werden wenn sie bemerkt und auch nachfragt, ob zur Entfernung von Ohrenschmalz Wattestäbchen verwandt werden.
Damit werde nur regelmäßig das Innenohr verschmiert und winzigkleine Fasern des Stäbchens setzen sich zu kleinen Klumpen fest - seitdem gehe ich, wenn ich meine es tut not, zu ihr zu einer kleinen Ohrspülung. Ich habe kein Problem mehr.


Vorlesefunktion  navallo antwortete am 02.02.07 (15:09):

Ohrenschmalz wird von Drüsen erzeugt, die sich nur in der Haut des Gehörgangs finden. Diese sind eine Sonderform der Schweißdrüsen. So wie es Menschen mit unterschiedlicher Schweißproduktion gibt, ist auch die Produktion von Ohrenschmalz individuell verschieden. Das Ohrschmalz lagert sich als dünne Schicht an der Oberfläche des Gehörgangs ab. Durch die zum äußeren Ohr hin gerichtete Hauterneuerung – die oberste Hautschicht (Hornschicht, abgestorbene Hautzellen) schiebt sich dabei langsam auswärts - bewegt das Ohrschmalz sich auf der Oberfläche allmählich mit und erscheint nach einiger Zeit am Gehörgangseingang, wo es sich mit dem Zipfel des Waschlappens wegwischen läßt. Es besteht also normalerweise eine Selbstreinigung, die andere Säuberungsbemühungen überflüssig macht.

Diese Selbstsäuberung kann gestört sein. Eine Ursache hierfür ist, wenn zum Beispiel mit Wattestäbchen oder anderen mechanischen Instrumenten das sich fortwährend neu bildende Ohrenschmalz immer wieder nach hinten geschoben wird. Dabei wird jeweils nur das schon in Eingangsnähe liegende Ohrenschmalz entfernt, während das dahinter liegende regelmäßig nach innen in Richtung Trommelfell zurückgeschoben wird, dort liegen bleibt und schließlich einen Propf bildet. Wenn dieser den Gehörgang verschließt kommt es zur Schwerhörigkeit, die sich durch eine Spülung vom Arzt schlagartig beheben läßt. Besteht der Zustand länger, so siedeln sich am Ohrschmalzpfropf Bakterien an, die zu einer Infektion des Gehörgangs und schließlich auch des Mittelohres mit weiter reichenden Folgen führen können. Die Infektion wird durch Einmassieren mit Wattestäbchen gefördert. Auch Trommelfellverletzungen mit Wattestäbchen sind nicht allzu selten. Der Gehörgang ist etwas kürzer als eine Streichholzlänge.
Die normale Selbstreinigung des Gehörgangs kann durch häufiges Manipulatieren auf sehr lange Zeit lahmgelegt bleiben. Besonders junge Mütter tendieren dazu, mit Wattestäbchen in sämtlichen Körperöffnungen ihrer Kleinen herumzufuhrwerken.

Wer glaubt, nicht ohne zusätzliche Reinigungsmaßnahmen auszukommen, kann sich gelegentlich die Ohren mit einem Ohrspülballon selbst spülen, am günstigsten beim Duschen oder in der Wanne, Wassertemperatur körperwarm (sonst Schwindligwerden), keine übermäßige Druckanwendung. Voraussetzung: keine vorliegenden Ohrerkrankungen oder stattgehabten Ohroperationen - ggf. vorher HNO-Arzt befragen. Richtig gehandhabte Reinigungsinstrumente mit einer kleinen Drahtschlinge dürften den bei Wattestäbchen geschilderten Effekt zwar nicht ganz so drastisch provozieren, bergen aber eine zusätzliche Verletzungsgefahr mit nachfolgender Infektion.

Bei Hörgeräteträgern erklärt sich aus oben Geschildertem, daß auch sie vermehrt unter Ohrschmalzpföpfen leiden können. Sie sollten daher ihr Hörgerät nur dann tragen, wenn sie es wirklich benötigen. Bei Selbstspülung darauf achten, die Geräte erst nach Abtrocknen der Gehörgänge wieder einzusetzen (sonst feuchte Kammer = Brutschrank für Bakterien).


Vorlesefunktion  hapsch antwortete am 02.02.07 (21:50):

Schorsch,

Dein Gerätchen nenne ich Ohrenschmalz-Löffel. Ich bin auch sehr zufrieden damit. Ein Bekannter empfahl mir, das Löffelchen hie und da in eine Flasche mit Olivenöl zu tauchen und auf diese Weise etwas Öl ins Ohr zu bringen. Das Schmalz dort wird weich und lässt sich noch besser entfernen. Außerdem juckt das Ohr nicht mehr als Folge von hart gewordenem Schmalz.


Vorlesefunktion  rolf antwortete am 03.02.07 (11:13):

Ich habe meinen immer erst heiß abgespült und dann ohne abzutrocknen benutz.
Irgendwann habe ich ihn dann verbummelt.


Vorlesefunktion  schorsch antwortete am 03.02.07 (12:10):

haps, ein Löffelchen ist meins bestimmt nicht, da ja aus einer Drahtschlinge bestehend.

Natürlich nützt auch diese nur, wenn man nicht wartet, bis sich ein Pfropfen gebildet hat. Denn ein solcher wird von jedem Ding, mit dem man stochert, weiter ins Innere gestossen.


Vorlesefunktion  uki antwortete am 03.02.07 (17:17):

Ich kann mich an eine Reklame von Audispray erinnern.
Hat es noch keiner ausprobiert?
Gibt es wohl in der Apotheke.


Vorlesefunktion  Bolle antwortete am 28.02.07 (11:41):

Hallo Arno,
bitte nicht mit Q-Tipps in die Ohren. Zu uki kann ich folgendes beitragen.Mein Mann litt auch zuviel Ohrenschmalz und mit der Zeit an Ohrenjucken. Ich habe dann aus der Aptheke Audyspray gekauft ( ca.11.--€) hat fast sofort geholfen. Das Spray ist ganz einfach zu benutzen, Beipackzettel, und hat bei meinem Mann fast 1 Jahr gereicht. Vielleicht ist das was für Dich.



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