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Kunst, Literatur & Kultur
THEMA: Ein Buch geht auf Reisen.
Bisher 40 Antworten.
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eleonore
begann die Diskussion am 21.03.07 (06:11) :
Diese Idee kam mir, als ich Fotos aus meinem Globetrotter zeiten sortiert habe. Immer wieder bin ich mal aus den Alltag ein wenig ausgebrochen, mal mit mein Kind, mal ohne. In Rucksäcke passen Bücher nicht so richtig gut rein, neben all die Überlebens wichtigen. Also gibt man Bücher weiter an andere, wenn man eins dabei hat. Ich habe es auch gemacht.
Und so kam mir der Gedanke, wir schreiben eine Geschichte, über ein Buch, die immer weitergegeben wird, und so um die Welt reist. Wenn ihr erlaubt, mache ich ein Anfang. __________________________________________________________ Nassau, Bahamas
Ankunft in Flughafen. Endlich ein paar Tage für mich, dank Papa. Kind beim Oma und Opa abgeliefert, alles bestens. Ein freundliche Beamter macht ein wunderschöne Stempel in mein pass, und wünscht mir happy hollydays Es ist Abend in Nassau, 22 Uhr. Zuhause machen die alle grade Feierabend. Atemberaubende Luft, man riecht den See. Die Kulisse ist nicht minder berauschend. Bald ist Weihnachten, und in Palmen hängen bunte lichter, vor diverse Häuser sind aus der USA importierte Kitsch-Nikoläuse und Rudolph Rednoses aufgebaut.
Der Taxifahrer grinst, und fragt nach einem Hotel. Es ist ein kleines Hotel, wird von einer Österreicherin geführt, wo ich hinwill. Diese Adresse kursierte unter Rucksacktouristen, der Laden ist sauber und günstig, die Dame dick und freundlich. Es kann passieren, dass man Zimmer teilt, mit jemand. So geschah es auch. Ich teilte mein Zimmer mit einer jungen Amerikanerin, aus Chicago, Joyce. Sie sprach sogar holperig deutsch, was Wunder. Wir haben unsere beginnende Freundschaft in ein Bar gefeiert, mit viel Limbo, kunterbunte Cocktails, und anschließende Kater. Nächste tag zogen wir zusammen los. Einfach schön.......an eine Kreuzung steht ein Polizist auf ein Podest, winkt die Autos durch, ein Tohuwabohu an Straßenverkehr, mit abenteuerliche Fahrstil mitunter, erschwerend für mich durch linksfahren. Aber der Ordnungshüter war absolut korrekt gekleidet, mit ein gestärkte, weiße, kurzärmelige Hemd, Bermuda shorts, und weiße Handschuhe. Ich musste ihn sofort knipsen. Der Markt in Nassau.........Früchte über Früchte,duftend,strohhüte, Friseur, alles zu finden. Der ehemalige Gouverneurs Palast in zuckerbäckerrosa gestrichen damals. Ich hatte natürlich ein Buch mit. Norman Mailers "Die Nackten und die Toten" in deutsche Übersetzung. Nicht grade eine Urlaubslektüre, ein dicke Wälzer als Taschenbuch, aber ich wollte es lesen. Joyce hat es sich angesehen, und sich gewundert, wieso ich so was lese. Aus Neugier?
Wir sind zusammengeblieben die Tage, und haben ein paar Abstecher gemacht auf verschiedene Inseln, wie Eleuthera, mit der atemberaubende , rosafarbene Sandstrand, Andros mit sein Blue-holes, die mit Ebbe und Flut sinken und steigen. Mein Buch brav immer dabei, und so manche stunden las ich unter eine Palme. Leider gingen die tage, wie in Flug vorbei, Joyce wollte Island hopping machen ihr nächstes ziel war Jamaika. Ich wollte mit der Wasserflugzeug noch für 3-4 tage nach Florida, vor meinen Heimflug. Wir machten noch einen letzten Zug durch Nassau.
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eleonore
antwortete am 21.03.07 (06:13):
Am Morgen vor unserem Abschied, fragte sie mich, ob sie mein Buch haben durfte. Ich war ein wenig verwundert, weil es doch in Deutsch ist. Sie meinte nur grinsend, sie versteht mehr, als sie sprechen kann, und sie kann in Deutsch auch lesen. Ihr Papa war Offizier in Germany, daher. Also ich gab ihr mein Buch, und wir tauschten unsere Adressen aus, was bei Amerikaner nichts heißt.
Ein halbes Jahr später bekam ich einen Brief. Von Joyce. Sie hat ihr Island hopping beendet, allerdings hat sie mein buch und Adresse, an ein junge Australierin weitergegeben auf Haiti. Diese junge Dame, oh wunder, studiert in Melbourne Germanistik, so was gibt es auch.
Jetzt seid ihr dran, schickt das Buch weiter auf reisen. Auch wenn es nur in Phantasie reist. Ob Melbourne,Sierksdorf oder Rio...ich warte neugierig auf die nächste Novelle.
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Gerdi
antwortete am 21.03.07 (09:14):
Man erfuhr, daß Joyce später auf einer Europa-Reise einen Abstecher gemacht hatte. In Berlin suchte sie einen Wissenschaftler für amerikanisch-deutsche Übersetzungen auf und diskutierte mit ihm, ob es berechtigt sei, den Titel von Norman Mailor „The Naked and the Death“ zu übersetzen - wie es Walter Kahnert tat - mit „Die Nackten und die Toten“. Joyce sagte, es würde für sie eine ganz andere Bedeutung haben: „der Tod“ oder „die Toten“. Denn um Tote geht es ja vorrangig gar nicht in diesem literarischen Werk ..., nein, es handelt im Gegenteil von sehr lebendigen Menschen und wie sie mit dem Tod umgehen.
Joyce wurde nicht ganz ernst genommen: natürlich sei alles mögliche kritisierbar. Ebensogut könne man sagen, daß im Text ja wenig von „Nacktheit“ im eigentlichen Sinne stehe und somit der erste Teil des Titels keine Berechtigung habe. Aber Joyce gab nicht auf: das sei symbolisch gemeint für „hilflos ausgesetzt sein“ und habe keine Relevanz zu ihrer Kritik an der Übersetzung.
Nun wird natürlich niemand etwas umschreiben, nur weil eine „Joyce“ es gern hätte. Sie verließ also das Institut mit dem Vorsatz, sich auf die Soldaten des Inhalts und auf den Krieg im Text zu konzentrieren, was „Tote“ gegebenermaßen einbezieht. „The Naked and the Death“. Eleonores ins Deutsche übersetzte Taschenbuch “Die Nackten und die Toten“ verlöre durch eine zweifelhafte Übersetzung des Titels aus dem Amerikanischen ja nicht seinen literarischen Wert. Ein gekonnt beschriebener Spot aus einem verdammten großen Krieg, enstanden 1948, als die Welt in Trümmern lag. Lange später nimmt jemand das Buch mit auf die Bahamas. Warum gerade dieses Buch?
Ich werde Eleonore fragen -, denkt Joyce -, wenn ich sie wiedersehe.
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eleonore
antwortete am 21.03.07 (10:17):
@gerdi,
lass joyce dass buch weitergeben.
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Gemella
antwortete am 21.03.07 (13:17):
Gestern sind wir angekommen in Melbourne. Lange war es unser Traum Australien zu bereisen. Nun können wir es verwirklichen. Reiseroute liegt fest. Campingbus ist gemietet und wir sind voller Nuegier auf Australien.
An Büchern "genehmigte" mir mein Mann nur einen Reiseführer, sowie eine orthografische Karte. Für mich als Leseratte ein Problem. Aber naja, ich werde soviele Eindrücke sammeln können in dieser Zeit, also werde ich auf Literatur verzichten.
Abends im Hotel lernte ich Studentin kennen, die an der Rezeption, als Aushilfe arbeitet. Sie hatte ein Buch von Norman Mailer mit dem Titel; Die Nackten und die Toten vor sich liegen. Als ich ihr sagte, dieses Buch hätte ich noch nicht gelesen drückte sie es mir in die Hand und sagte: nehmen Sie es und viel Lesespass damit. Erfreut nahm ich es, hatte ich jetzt doch meine Reiselektüre
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Enigma
antwortete am 21.03.07 (13:41):
:-) Wunderbar, Gemella! Und jetzt von Australien nach Deutschland:
Oh Schreck! Joyce hat das Buch bei Ihrer Europa-Tour vergessen, einfach vergessen - und weiß nicht mehr wo... Sie ist etwas traurig, weil sie gerne weitere Geschichten gelesen hätte, findet sich dann aber damit ab, dass sie sich in ihrer Zerstreutheit selbst um diesen Genuss gebracht hat.
Aber dann - eines Tages - erreicht sie ein überraschendes Päckchen.... Ein Päckchen aus Bodenwerder...... “Bodenwerder - nie gehört..” denkt Joyce. Und erinnert sich überhaupt nicht, an diesem Ort gewesen zu sein. Neugierig geworden, öffnet sie nun das Päckchen. Und hält ihr lange vermisstes Buch wieder in Händen. Und dazu einen Brief eines Herrn Hanno von Münchhausen, der ihr folgendes schreibt:
“Verehrte Joyce! Ihr faszinierendes Buch hat mich auf Umwegen erreicht, über Verwandte, die ihren Wohnsitz in Riga haben. Normalerweise haben wir keinen Kontakt mehr, aber “Die Nackten und die Toten” haben uns wieder zusammengebracht und ein neues Kapitel in der Geschichte “Derer von Münchhausen “ geschrieben: Ich möchte mir erlauben, Ihrem Buch ein neues Kapitel hinzuzufügen und damit allen Lügengeschichten, die über meinen Ur-Ur-Ur-Großvater Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen in Umlauf sind, durch die Schilderung der einzigen Wahrheit eine neue Dimension zu geben.”
Mit ergebenen Grüßen Ihr Hanno vom Münchhausen
PS Um mich den Lesergewohnheiten der heutigen Zeit anzupassen, werde ich heute nur ein Kapitel zur Verfügung stellen, ein Kapitel eines Fortsetzungsromans..... Weitere Kapitel sowie Sie interessierende Fragen können Sie im Forum des Seniorentreffs gegebenenfalls gegen geringe Gebühr (in Form von Tauschgeschichten) oder beim Expertenchat des ST erfragen.
Fortsetzung!
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Enigma
antwortete am 21.03.07 (13:45):
Fortsetzung!
Kapitel 1
Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit über Hieronymus von Münchhausen
In jedem Lebenslauf meines berühmten Vorfahren steht, dass aus seiner langjährigen Ehe (der ersten, versteht sich) kein Nachkomme hervorgegangen ist. Und aus der zweiten Ehe mit einem unglückseligen Verlauf konnte man natürlich überhaupt nicht mit solch einem Geschenk rechnen.
Aber - was bis heute nur absolut Eingeweihten bekannt ist - diese Informationen stimmen nicht. Hieronymus von M. war immer ein Mensch, der seiner Zeit voraus war. Ganz im Geheimen beschlossen er und seine Gattin Jacobine darum, eine künstliche Befruchtung in die Wege zu leiten... Ja, die gab es damals schon. Aber es gab eben auch damals schon einen hervorragenden Verfassungsschutz, nur nannte er sich anders. Und der unterband die Informationen über diese Möglichkeit kurzerhand. Mein Ur-Ur-Ur-Großvater hatte jedoch so seine Verbindungen. Da er durch diverse Ritte auf der berühmten Kanonenkugel einen gewissen Vorstoß ins All gemacht und dort auch mit Aliens Kontakt aufgenommen hatte, erfuhr er natürlich auch von dieser neuartigen Methode, dem Nachwuchs eine Chance zu geben. Diese Chance ergriff dann mein Ur-Ur-Großvater und erblickte gesund und munter das Licht der Welt. Er war der absolute (wenn auch absolut geheime) Stolz seiner Eltern und blieb dies bis zu deren Tode. Unnötig zu erwähnen, wie genau er es auch mit der Wahrheit hielt. Die absolut wahre Geschichte vom Bahama-Viereck stammt aus seiner Feder und begeisterte viele Leser zu seiner Zeit. Was soll ich Euch sagen?
Aus der überaus glücklichen Ehe mit einer Alpha-Alien-Dame stammt mein Ur-Großvater. Die Alien-Dame hatte im Hinblick auf die Fortpflanzung ihr eigenes Rezept, das aber nach uraltem Alien-Brauch nicht verraten werden durfte. Auch mein Großvater und mein Vater führten glückliche Ehen, Weltall-orientiert, aber den irdischen Genüssen gegenüber aufgeschlossen....
Und so erblickte ich auch das Licht der Welt und eine solide eingerichtete Wohnung eines zu Wohlstand gelangten Ehepaares.... Und diesem Umstand verdanke ich es , dass ich heute das erste Kpitel dieser Wahren Geschichte im Ansatz erzählen kann........ Meine Geschichte wird bei Euch in guten Händen sein und sie wird eine angemessene Fortsetzung finden, wenn auch die Orte des Geschehens und die Personen sich ändern werden..... Aber Veränderung ist ja bekanntlich das einzig Sichere im Leben......
Also: Bitte das Buch weitergeben!!!!!
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Medea.
antwortete am 21.03.07 (14:00):
"Ein Buch, ein Buch, ein Königreich für ein Buch" - dieser Satz kam mir in den Sinn, als ich feststellte, daß ich ausgerechnet unter dem Sitz im Flugzeug meinen so sorgsam eingekauften Lesestoff habe stehen lassen. Es war eine lange Reise gewesen bis Melbourne, ich habe mir zwei Tage Aufenthalt in dieser Stadt "verordnet" und werde dann den Flieger nach Tasmanien nehmen, wo ich bereits erwartet werde. In der Hotelhalle, wohin mich das Flughafenshuttle brachte, stand ein Ehepaar und beratschlagte die weitere Reiseroute in das Innere des Kontinents. "Aber Gemella, meine Hübsche" hörte ich, "du wirst bestimmt nicht eine Minute Zeit finden, in dem dir soeben geschenkten Buch "Die Nackten und die Toten" zu schmökern, das kannst du dann auch wieder tun, wenn wir in Deutschland sind. Jetzt ist es nur zusätzlicher Ballast - der Inhalt kann gar nicht so interessant sein wie die schönen Plätze, die wir besuchen werden. Gib dir einen Stoß und verschenke es weiter. Vielleicht an diese Dame da?" und er blickte in meine Richtung. Die Dame mit dem Namen Gemella schien zu überlegen, plötzlich lachte sie, sagte zu ihrem Mann "hast ja recht, was soll ich mit Nackten und Toten" und reichte mir ein Buch herüber. "Wenn Sie es möchten, schenke ich es Ihnen, Sie sehen so lesehungig aus". Verblüfft nahm ich dieses plötzliche Geschenk entgegen und nun werde ich auf dem Flug von Melbourne nach Hobart/Tasmanien mit einem Buch reisen, das ich vor mindestens vierzig Jahren zum ersten Mal gelesen habe.
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Medea.
antwortete am 21.03.07 (14:03):
Hallo Enigma, tut mir leid, wir haben zur gleichen Zeit geschrieben.....
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Enigma
antwortete am 21.03.07 (14:19):
Hallo Medea,
macht doch nix. Irgendjemand nimmt es schon an, das Buch... ;-))
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wanda
antwortete am 21.03.07 (15:11):
Es war der Sommer 88 – eine Gluthitze in Irkutsk - wir saßen in der Rubelbar, Werner und ich. Gerade erst vier Tage kannten wir uns und das hatten wir einer Stalingrader Ingenieurin zu verdanken, die fuhr auch mit der Transsib – weil sie, wie sie uns erzählte, sich für vier Jahre nach Sibirien verpflichtet hatte. Als Preis dafür winkte eine 4-Raum-Wohnung in Petersburg. Diese Frau konnte ein paar Brocken Deutsch und benutzte die Fahrt zur sprachlichen Auffrischung. Werner und ich taten dasselbe, nur in umgekehrter Weise. Wir hatten beide unabhängig voneinander etwas russisch gelernt, weil man ja nie weiß, was so auf einen zukommen kann, noch dazu, wenn man als Mann allein fährt. Und jetzt saßen wir in der Rubelbar – mitten unter Einheimischen, nicht so wie die anderen Touristen, die wenig Schneid hatten und sich lieber in der Devisenbar aufhielten. Wir steckten voller Rubel und mussten das Zeugs irgendwie loswerden. Werner schmiss eine Runde und dann noch eine, ich bin heute genau fünfzig, brodelte es plötzlich aus ihm heraus, da kann ich mir was leisten. Was, sagte ich, schon fünfzig – danach siehste gar nicht aus; innerlich dachte ich – schöne Scheiße, am fünfzigsten ganz allein und auf Tour. Also nahm ich ihn ganz fest in den Arm und sagte – herzlichen Glückwunsch. Irgend jemand muss das verstanden haben, vielleicht hatten sie meinen ungeschickten Geburtstagskuss auch so gedeutet – wenn Männer sich gegenseitig gratulieren wirkt das immer irgendwie linkisch - also auf jeden Fall war klar, hier hatte jemand Geburtstag. Einer gab den Ton an und dann sangen alle. Ich verstand nichts und trotzdem standen mir die Tränen in den Augen. Wunderbare Stimmen trafen sich zu einer ganz besonderen Melodie, einer Melodie, wie man sie so nur in Sibirien hören kann. Werner schluckte auffallend und wir schlugen uns gegenseitig auf die Schulter, ganz Mann, ganz Held. Der einzige, der verlegen war, war der Barmensch – von keeper kann man hier nicht sprechen. Also der Barmensch murmelte ebenfalls einen Glückwunsch und dann zog er ganz verschämt unter der Theke ein Buch hervor. Es ist nicht neu, aber es ist deutsch – strahlte er, hat mal jemand hier liegen lassen, schon lange her.... Ich las – die Nackten und die Toten – genau das hatte uns noch gefehlt. Am letzten Tag verschenkten wir die ganzen Rubelchen und auch das Buch, eine Studentin aus der Mongolei packte es in ihren Rucksack.....
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Enigma
antwortete am 21.03.07 (16:52):
Mord auf dem Weg in die Mongolei Ein Mini-Krimi
Tausche „Die Geheime Geschichte der Mongolei“ gegen „Die Nackten und die Toten“
Mit diesem Inserat fing alles an.....
Seit ich zurückdenken kann, wollte ich wissen, was es mit „Der Geheimen Geschichte der Mongolei“ auf sich hat. Einmal nur in dieses Buch sehen, ihm das Geheimnis entlocken, das sich über so viele Jahre, Jahrhundert, in ihm verborgen hat. Ich kann nicht anders, ich antworte auf die Anzeige und warte ungeduldig auf die Antwort. Die kommt, in einem unauffälligen Umschlag, der lediglich ein Flugticket enthält zum Chinggis Khaan Flughafen von Ulaanbaatar und die Information, dass eine Studentin aus der Mongolei mich vom deutschen Flughafen aus begleiten und den Tausch arrangieren wird. Sie wird das Buch in ihrem Handgepäck verstauen, aber ich werde neben ihr sitzen, kann alles beobachten. Ich sage zu, erkläre mich einverstanden. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich packe meinen Rucksack, packe nur das Nötigste ein, frage mich nicht mehr, wieso Irgendjemand bereit ist, für „Die Nackten und die Toten“ ein derartiges Kleinod wie die „Geheime Geschichte....“ einzutauschen. Die Würfel sind gefallen, ich werde fliegen. Nach einer unruhigen Nacht mache ich mich auf zum Flughafen! Das Handgepäck, noch in meinem Besitz, geht anstandslos durch die Kontrolle. Mein Buch interessiert nicht, ist ja nur bedrucktes Papier. Aber ich gebe meinen kostbaren Besitz nicht aus der Hand, halte die Tasche immer eng bei mir, bis die Studentin „übernimmt“. Irgendwann muss ich dann eingeschlafen sein... Ich erwache mit einem unguten Gefühl. Irgendetwas stimmt nicht, stimmt ganz und gar nicht. Und dann der Schock: Meine Tasche ist fort. Ich gerate in Panik, fixiere meine Sitz-Nachbarin, die Studentin. Und jetzt ist der Schock perfekt: Sie ist tot, ist unübersehbar tot. Ich schnappe nach Luft, eine unkontrollierte Angst überkommt mich....
Da klingelt der Wecker und erlöst mich, gibt mir Sicherheit... „Die Nackten und die Toten“ liegt auf dem Nachttisch, gelesen....
Und nun gebe ich es frei für eine große Reise, eine Reise nach Grönland zum Beispiel...... Also, wer will nach Grönland, mit Buch?? Umbuchen auf ein anderes Ziel geht aber auch, habe ich mir sagen lassen. ;-))
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Gemella
antwortete am 21.03.07 (18:05):
Ich bin auf dem Weg zu Enigma. Sie ist eine gute Freundin und leidet sehr unter Albträumen.Sie bat mich, ein paar Tage bei ihr zu bleiben.
Sie träumt von einem geheimen Buch und sie weiss, wenn sie das Buch lesen kann, werden die Albträume vorbei sein. Eine lange Autofahrt liegt hinter mir. Aus meinem schönen Oberbayern komme ich eine triste Gegend. Kaminschlote, Neonlichter. Kein Wunder,in dieser Gegend muss man Albträume bekommen. Ich werde Egnima mitnehmen. Bei uns in den Bergen wird es ihr sicher besser gehen.
Ich komme spät an, Egmina sieht nicht gut aus und wir beschliessen, alle Gespräche auf den nächsten Tag zu verschieben. Ich schlafe in ihren Zimmer und zu meiner Verwunderung liegt am Nachtkastl das Buch von Norman Mailer; die Nackten und die Toten. Das hatte ich doch in Melbourne schon in der Hand und hatte ich es nicht weiterverschenkt? Nun ja, ich werde Egnima bitten, mir das Buch zu geben und ich werde es in Ruhe auf unserer Almhütte lesen
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Medea.
antwortete am 21.03.07 (19:15):
"Das hatte ich doch in Melbourne schon in der Hand und hatte ich es nicht weiterverschenkt? Nun ja, ich werde Enigma bitten, mir das Buch zu geben und ich werde es in Ruhe auf unserer Almhütte lesen." (Gemella)
So dachte Gemella, doch es kam ganz anders ....
Mitten in der Nacht bricht ein Sturm los, der sich bald zum Orkan steigert, es heult und faucht nur so um Enignas Haus, die alten Bäume ächtzen und stöhnen und biegen sich unter den Naturgewalten, dazu Donner und Blitzen, als wäre Wotan persönlich mit seinem wilden Heer in der Luft. Und dann geschieht es, die große Pappel hat der Sturm in seinen Fängen, er rüttelt an ihr und ihrem Wurzelwerk, lockert es und mit Donnergetöse kracht der schöne Baum auf das Dach. Zutiefst erschrocken springen die beiden Frauen aus ihren Betten, draußen tobt das Inferno. Ob das Telefon noch geht? So schnell es nur will rein in die Kleidung, da hören sie bereits die Feuerwehrsirene. Die Männer eilen zu den beiden und bringen sie in Decken gehüllt aus dem Gefahrenfeld. Wer weiß, wie lange das Dach noch standhält? Einer der Helfer sieht ein Buch auf dem Nachttisch, warum er es an sich nimmt, weiß er später auch nicht zu sagen. Er steckt es ein - nach weiterem aufregenden Einsatz wieder zu Hause, legt er es auf den Küchentisch. Er liest den Titel "Die Nackten und die Toten" - und wundert sich. Wie leicht hätte es in dieser Nacht zu Toten kommen können - alle haben großes Glück gehabt.
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Enigma
antwortete am 21.03.07 (19:46):
Hallo Gemella,
datt hasse aber wirklich so richtich erkannt mitt meine Albträume. Gezz frag ich mich abba, ob datt nich Alp-Träume sind?? Meinzze, datt ich mich da erholen könnte?? In Eure Ecke da? Wenn datt nich ma zu idüllisch für mich iss? Abba könn`wir ja mal probiern, wennze schon bei mir mal übernachtet hass? Und aussehen tu` ich ja nie gut! Datt Problem is auch am nächsten Morgen noch da!
Na dann, wenn et sich lohnt, die lange Fahrt von wo Du herkomms! Ich nehm`Dich auf, na klar
Mannomann, wo soll ich denn datt Buch gezz hintun?? Sucht Euch datt doch aus... jawoll!
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Enigma
antwortete am 21.03.07 (20:10):
Mensch medea,
die Pappel hat was gekostet! Was uns da noch bevorsteht? Rein wettertechnisch?
Wer war denn da noch in meinem Haus? Egal, alle sind ja gerettet!
Haben wir das mit dem Buch schon richtig geregelt?
Na ja, warten wir mal ab, wohin es das Buch so treibt??
Tschüss, bis morgen....
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lobelia
antwortete am 21.03.07 (22:56):
Ich habe einen Resthof in Niedersachsen und einige Zimmer als Gästezimmer. Im Sommer gibt es immerwieder Studenten und Arbeiter aus Polen oder Russland. Das ist die Zeit in der ich auch Gäste habe. Im letzten Sommer kam ein sehr junger Mann "Soslan" Er kam von sehr weit , Kirgisien, wenn ich das richtig verstandn habe. Er war nett, tagsüber arbeitete er auf dm Feld und abends saßen wir manchmal beieinander und tranken ein Glas Wein. Anfangs hatte er Wodka, aus seiner Heimat. Aber das mochte ich nicht, bald wollte er auch gerne ein Glas Wein. Er sprach ziemlich viel Deutsch .Er erzählte mir von seiner alten Lehrerin, sie sei Deutsche gewesen und in sein Heimatdorf verschlagen. Sie hat ihm Deutschunterricht gegeben und er hat gerne gelernt. Sie war immer alleine, aber vor zwei Sommern kam eine junge Frau aus Deutschland und besuchte die alte Maria. Sie blieb einige Wochen und man hörte die beiden Frauen singen wenn sie abends im Garten saßen. Soslan hockte dann hinter der Hecke und hörte zu . Diese Lieder haben ihn so sehr angerührt, er wollte sie alle lernen. Als dann die junge Frau eine Morgens wieder wegging war Maria so sehr alleine wie sie es vorher niegewesen war. Um sie zu trösten summte Soslan die Melodien die er sich gemerkt hatte . Maria lächelte und war wieder froh.Aber Soslan konnte die Melodien nicht vergessen und machte sich im nächsten Somer auf und fuhr nach Deutschland . Zum Abschied gab ihm Maria ein Buch. "Die Nakten und die Toten" Das hatte die Junge Frau damals vergessen und Soslan sollte versuchen es ihr wiederzubringen.
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pilli
antwortete am 21.03.07 (23:14):
da sitzt er, Norman Mailer himself, am tisch des Hotels Dragon Fly von Lorelai Gilmore und wird von seinem sohn Stephen Mailer interviewt, derweil er Sooki, die beste freundin von Lorelai und kreative küchenchefin des Dragon Fly, mit seinen ständigen wünschen, nur eistee zu trinken und jede ihrer aufgeregt vorgetragenen speisevorschläge genervt ablehnt, zur verzweiflung bringt.
und da liegt es, gleich neben dem eistee-glas, das buch von Mailer, in dessen besitz ich jetzt gerne wäre; lese ich doch zeitgleich das thema von eleonore ...
ein griff nur in den tv-bildschirm, auf dem ich gerade die gestern abend aufgenommene folge "Tanz der Hormone" der Gilmore-Girls serie anschaue, und es wäre mein!
so nah sind sie mir beide, autor und das buch und doch liegen fernsehwelten zwischen der fiktiven kleinstadt Stars Hollow/Connecticut den Gilmore Girls, Norman Mailer und mir; es bleibt nur, den nächsten sturm abzuwarten und die hoffnung, dem feuerwehrmann zu begegnen, ihm das buch abschwatzen zu können.
:-)
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nasti
antwortete am 22.03.07 (00:42):
Ich möchte schwimmen. Meine kleinen Jungs möchten schwimmen. Die Sonne scheint, es ist ein klarer Tag, herrlich warm, das Schwarzer Meer in Bulgarien ist böse, wirft große Wellen, und ist ein Schwimm Verbot verordnet. Das hindert uns nicht in Wasser planschen und große Portionen von Pizza und Eis verdrücken, lachen und lachen und die ganze Meeres Ufer kund machen. Wir schauen uns um, mein kleiner Junge fragt, ob die Menschen welcher so diszipliniert setzen ohne Bewegungen sind aus Plastik? Und wirklich, nebenan sitz ein älteres Ehepaar, Sie gucken in die Sonne ohne Bewegung, weiter Ehepaar mit Sohn, alle drei zeigen gar keinen Spur von leben. Plötzlich bewegte sich einer von der Rechte Seite, und kam direkt zu uns. Er spricht tschechisch, entschuldigte sich tausendmal, aber er muss uns fragen woher wir kommen, wer sind wir, so lachend und lebendig. Mit gute Manieren erzählte er ernst, das er schon lange lebt in De, zeigte uns die deutsche Frau welcher er geheiratet hatte, Sie ließ bewegungslos ein Buch. Nachdem ich erzählte wir wohnen in Privat Wohnung, haben wir wenige Devisen bei uns, so einfach ist das bei uns nicht mit Devisen, er antwortete und zeigte uns das Hotel gegenüber, wo er wohnt, und ganz verbittert sagte. Ihm wäre lieber Pizza essen und so frei einkaufen wie in Hotel immer das gleiche und langweilige speisen ganztägig. Danach sagte uns, er kann sich keine Kinder erlauben wegen Geldmangel, wie ist das möglich das ich 2 Kinder ernähre in CSSR? War noch viel gesprochen, am ende sagte er: „Und die Sonne scheint für alle hier, auch wenn Sie nicht in Hotel wohnen.“ Dabei machte er Gesichter als wäre er vor der Galgen, seine Frau kam zu uns , sagte etwas in deutsch was ich damals nicht verstand, und drückten mir in Hand ein Buch als Souvenir "Die nackten und die Toten."
Habe mich bedankt und zugefügt, das ich spreche überhaupt nicht deutsch. "Vielicht werden sie noch einmal lernen" sagte der Tscheche, und er hatte Recht.
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nasti
antwortete am 22.03.07 (01:04):
Fast vergessen, das Buch habe ich sofort für die Privat Wohnung Chefin verschenkt.
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Enigma
antwortete am 22.03.07 (08:01):
Hallo nasti, Das Buch, das Du Deiner Nachbarin geschenkt hast, muss eine Kopie sein. Was mit dem Original passiert ist, erzähle ich Euch jetzt:
Na, heute bin ich aber wie gerädert. Ich hab`nämlich mit dem Buch unter dem Kopfkissen geschlafen. Kennt Ihr den Trick auch? Hat meine Mutter immer gesagt, wenn ich früher nicht lernen wollte, für die Schule. “Leg`mal Dein Buch unter das Kopfkissen, dann kennst Du morgen früh den ganzen Inhalt.” Die Frau war ja wirklich schlau, denn wer schläft schon mit dem harten Buch unter dem Kopfkissen? Und dann las man ja doch darin....... Aber inzwischen hab`ich mich daran gewöhnt, so mit dem Buch unter dem Kopfkissen. Und bei mir empfiehlt sich das auch, denn bei mir Zuhause gibt es ein Geheimnis, das ich Euch noch nicht verraten habe. Aber jetzt erzähle ich Euch das mal, dann ist es ja kein Geheimnis mehr. Und vielleicht wisst Ihr ja auch Rat! Ja, stellt Euch mal vor, ich habe einen Kobold in meiner Wohnung. Ich habe schon viel probiert, um das Kerlchen loszuwerden, aber der bleibt! .Und ich habe mal irgendwo gelesen, dass Kobolde ein Leben lang in der Wohnung bleiben, in der sie sich einmal eingenistet haben. Und mein Jockl (ja, so heißt der) ist ein nachtaktiver Kobold. Der treibt seinen Schabernack auch nachts. Da muss ich alles in Sicherheit bringen, was er nicht verstecken soll. Aber er ist ein guter Finder, und inzwischen weiß er auch, wie er in alle Schränke kommt. Da passiert das schon mal, dass ich morgens einen Pullover anziehen will und Jockl hat den mit lauter schwarz-rot-goldenen Schleifchen verziert, denn die Farben liebt er besonders.... Während der Fußball-WM hätte ich ja noch so gehen können.... Aber jetzt....? Meine Frühstückstasse ist morgens auch meist benutzt, daraus hat er Milch geschleckt, wenn ihn nachts der große Durst überkommt. Ich habe ihm eine eigene Tasse gekauft, noch kleiner als so ein Espresso-Tässchen. Aber das nimmt er nie....immer muss er meine nehmen. Ja, jetzt wisst Ihr Bescheid.
Fortsetzung!
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Enigma
antwortete am 22.03.07 (08:06):
Fortsetzung!
Und heute Nacht, als ich so richtig im Tiefschlaf lag, hat er das Buch unter meinem Kopfkissen hervorgezogen und stiebitzt. Und als ich mal kurz wach war, hörte ich ihn lachen - hihihi! Aber er hat auch wütende, kleine, spitze Schreie ausgestoßen... Was der da wohl gerade gelesen hat?
Morgens habe ich den Jockl erst mal zur Rede gestellt, aber der tat, wie immer, ganz unschuldig, Ja, er habe das Buch zwar genommen, aber nur, um es zu reparieren, denn es sei ja doch schon ganz schön zerfleddert gewesen. Zum Beweis zeigte er mir das Buch. Dem hatte er zwar einen nagelneuen Schutzumschlag fabriziert, aber einige Kapitel fehlten. Die wären nicht mehr zu retten gewesen, behauptete er. Und ich würde mich ja stundenlang nicht um ihn kümmern, sondern im ST rummachen mit Leuten, die er nicht mal kennen würde. Und die könnten ruhig mal ein paar neue Kapitel schreiben, wenn er sich schon nachts mit dem Einband rumgequält hätte. Und wenn ich jetzt noch rummeckern und mit ihm schimpfen würde, dann könnte es sein, dass er nachts mal den ST besucht und da liest ... und ein paar Texte könnte er auch viel besser mal umschreiben. Da würden wir uns dann am nächsten Morgen wundern....
Also, um das zu verhindern, musste ich ihm versprechen, dass er Euch mal kennerlernt. Und jetzt will er unbedingt mit zu Gemella auf die Almhütte. Aber mit Alben hätte er nix am Hut. Das seien ja keine richtigen Kobolde. Und vorher will er noch wissen, ob es da auch noch richtige Kühe mit richtigen Kuhglocken gibt, denn daran hätte er immer schon Spaß gehabt, mal nachts zu üben und die zum Klingen zu bringen. Ja, jetzt seht Ihr, was ich da habe mit dem Jockl..... Ich leihe ihn auch gerne mal aus, wenn Ihr wollt!
Aber vielleicht darf ich ihn ja mitbringen, zur Erholung auf der Almhütte?
Und jetzt schreibt, bitte, bitte, die fehlenden Kapitel, damit das Buch wieder komplett wird.
Jockl lässt übrigens grüßen.........und überläßt Euch gnädig das Buch!
Und da er gerade Englisch lernt, fügte er großmütig hinzu: “to all whom it may concern”...
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pilli
antwortete am 22.03.07 (09:18):
auch ich hatte heute nachtaktiven besuch; pünktlich um 03.00uhr, zur gewohnten zeit :-)setzte sie sich aufrecht, drehte das friseurfrischfrisierte köpfchen erst zum schreibtisch und dann zur küche hin, wohl mich zu suchen, um dann, als ich von der terrasse ins zimmer kam, mit entwaffnendem lächeln: "hallo oma" zu säuseln, dem ein bestimmendes "oma tomm; heia machen!" folgte.
"gleich Sophie", lautete meine antwort; "ich hole nur fix dein bilder- und mein lesebuch und dann werden wir es uns gemütlich machen im bett; oki?"
eng aneinandergekuschelt begann unser nächtliches lesevergnügen, ein seit einigen wochen erfolgreicher versuch, dass Sophie nach kurzer zeit, eneut müde geworden, einschläft und das dann bis zum morgen!
nur heute nacht hat sie wohl die spielregeln geändert, die regie in unserem spiel für kurze zeit übernommen und, während ich eingenickt bin, mein buch genommen und an einer sicheren stelle versteckt...
bis jetzt habe ich es noch nicht gefunden und so werde ich auf die "Nackten und die Toten" vorerst verzichten müssen zumindest solange, bis gleich die mama von Sophie escheint und wir drei gemeinsam ein neues spiel einführen werden:
"möbelrücken"!
wenn es gefunden wird, werde ich weiter berichten und ich bin guter hoffnung, wir werden es finden; haben wir doch gemeinsam vieles wiedegefunden, das Sophie an möglichen und unmöglichen stellen versteckt hat.
:-)
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pilli
antwortete am 22.03.07 (09:21):
lach...Enigma
tausche das "buch" gegen fernbedienung des TV und du hast "meine" reale geschichte von heute nacht miterlebt; "stibitzt" wird oft zeitgleich an manchem ort!
:-)
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Gemella
antwortete am 22.03.07 (11:15):
Und wer hat jetzt das Buch?
Es wird doch um Gotteswillen zu finden sein. Strengt euch an und sucht. @egnima, natürlich nehmen wir den Jockl mit. Ich werde ihm dann den Berggeist zeigen, da wird er Respekt bekommen.
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nasti
antwortete am 22.03.07 (11:23):
Heute Nacht, eher früh morgens las ich von Dorothy Parker „New Yorker Geschichte“, sie stürzte sich sehr gerne in Unglück, ist ja das für ein Schriftstellern interessanter zu beschreiben. Es auch zu leben, ist eine andere Sache, und man sagt von dieser blitzgescheiten, schlagfertigen, hocheleganten, nur 150 cm Meter kleinen Person, dass sie austeilen konnte wie keine zweite und dass sie selbst wie eine rohe Ei behandelt werden vollte. Ihre Worte: „Ich erfuhr aus der Bibel, dass einer, der mal schafft, ein guter Mensch zu werden, prompt gekreuzigt wird.“ Eine Literaturkritikerin, Satirikerin, Zynikerin, Kettenraucherin und Säuferin, doch lebte immer in Hotel und das 73 Jahre lang. Selber Hemingway war froh, wenn Sie über Ihm schrieb. Könnte ich nicht widerstehen von Thema weg kommen, hätte ich eine Kopie, dann schenke ich für alle.
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pilli
antwortete am 22.03.07 (11:27):
gemella :-)
wenn du nur ahnen könntest, wie ich suche!
*zwinker*
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Medea.
antwortete am 22.03.07 (11:38):
Hallo Enigma, da Du nun Dein Geheimnis gelüftet und uns mit Jockl bekanntgemacht hast, werde ich Euch "Esmeralda" vorstellen, die kleine Koboldin, die mir meine Mam vererbt hat. Bisher habe ich das niemandem verraten, gelte ich doch in bestimmten Kreisen bereits als "Spökenkiekerin" und nun auch noch eine lütte Albin als Hausgenossin. In meiner Familie gilt ebenfalls 'wir suchen nicht, wir finden' wenn etwas verlorengegangen scheint, das war schon der Wahlspruch meiner Mutter. Wir wurden immer zum Finden, nie zum Suchen geschickt.
Nun zu Esmeralda, der Koboldin, die ganz selbstverständlich zu mir übergesiedelt ist, hochwillkommen bei Tine-Thai, der kleinen Siamesin, die beiden haben sich wahrlich auch "gefunden", nämlich in einem der vielen Körbchen Thaichens, welches die Albin für sich okkupierte. Verstehen sich und "arbeiten Hand in Hand" wie ich immer wieder feststelle. Vorhin las ich den beiden Enigmas Jokl-Geschichte vor und dessen Vorschlag, einige Seiten in "den Nackten und den Toten" neuzuschreiben und erzählte, daß ich diesen Norman Mailer Roman eigentlich ganz trostlos fände. Da eilte Esmeralda zur Bücherwand und setze sich auf einen Band, Tine-Thai flitzte hinterher und schob und zerrte mit ihren Pfoten solange daran herum, bis das Buch herunterpurzelte. Siehe da, eines meiner Lieblingsbücher von Gabriel Garcia Marquez "Hundert Jahre Einsamkeit". Wenn das kein Zeichen war: weg von den Nackten und den Toten, hin zu den hundert Jahren. Ein Buch, das einen selten zu Atem kommen läßt - ich möchte es weiterreichen. Und schenke es dem, der weiter an unserem "Ein Buch geht auf Reisen" schreibt.
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nasti
antwortete am 22.03.07 (11:49):
Ich stehe immer noch auf meinem Kabel, was ist das Kopie eines Buches???
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wanda
antwortete am 23.03.07 (09:18):
Nasti's Kopie
Vor zwei Monaten, an einem dieser warmen Januartage ging ich auf den Friedhof, um die roten ausgebrannten Lämpchen, die wir Heilig Abend immer am Grab der Eltern und des Onkels hinstellen, wegzunehmen. Ich zupfte am Buchsbaum, der hin und wieder gelbe Blätter hat, räumte welkes Laub zur Seite und war ziemlich in Gedanken, als ich beim Hinausgehen auf einer Bank eine sehr alte Dame lesen sah. Beim Näherkommen sah ich, dass ich mich nicht getäuscht hatte, sie war wirklich sehr alt, über neunzig bestimmt, wenn nicht an die Hundert. Sie trug eine Bifocalbrille mit moderner Fassung, die in krassem Gegensatz stand zu der Mütze auf dem Kopf. Weinrot, aus dicker Wolle gehäkelt, eventuell gestrickt, nach oben sich verjüngend glich diese Mütze einem Kaffeewärmer aus grauer Vorzeit. Da die Dame zart und gebrechlich wirkte und ganz offensichtlich in ihren Roman eingetaucht war, wagte ich nur leise zu grüßen, was zur Folge hatte, dass sie mich weder hörte noch wahrnahm. Sie nahm mich aber durch ihre außerordentliche Erscheinung und auch durch die ungewöhnliche Situation – man stelle sich vor, eine uralte Dame, allein auf einer Bank, lesend zwischen Gräbern und das im Januar, so gefangen, dass ich nicht umhin konnte, in ihr Buch zu sehen. Das Buch lag aufgeschlagen auf ihren Knien, diente aber nur als Unterlage für ein Sudoko, herausgerissen aus einer Zeitung. Während ich noch gebannt hinsah, klappte sie die linke Seite etwas in die Höhe und ich las in großen Buchstaben Nasti's Kopie. Nasti - dacht ich, die kenne ich doch aus dem Seniorentreff oder sollte es sich um diese Nasti aus der Lindenstraße handeln. Nachdenklich verließ ich den Friedhof und dann hatte mich das Leben da draußen wieder, Autos hupten, Schulkinder liefen bei rot über die Straße usw. Jetzt plötzlich stoße ich hier wieder auf Nasti's Kopie, es muss ein Buch sein mit Seltenheitswert, ein Buch, was nicht jeder haben kann, ein Buch, nach dem ich mich sehne und dass ich solange suchen werde, bis ich es habe.....
Und dann werde ich es Nasti widmen.
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nasti
antwortete am 23.03.07 (11:43):
Hi Wanda, du Visionärin!
Die alte Dame könnte ich sein, ich die „morbide Optimistin“ habe die Gewohnheit ewig auf Friedhofe bummeln, und fühle mich dort wie in Paradies. Jetzt habe ich endlich kapiert was eine Kopie des Buches ist, so etwas wie Expose beim Drehbuch, welche ich auch schon 2 mal ausprobiert hatte, nur keinem gezeigt zum Glück. Deswegen habe ich das nicht verstanden , weil ich selber meine „Schmierereien“ keinem aufzwinge. Könnte ich nur ¼ so gut schreiben wie du, vielleicht nehme ich wirklich auf eine reise mal eine Expose.
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wanda
antwortete am 24.03.07 (10:00):
nasti, ich möchte, dass Du wirklich Bescheid weißt. Wenn ein Buch noch im Rohzustand ist, also noch nicht gedruckt, nennt man es Manuskript, beim Drehbuch - also einer Vorlage für einen Film spricht man von Skript. Ein Buch, welches veröffentlicht ist, also gedruckt und gebunden hat ganz viele Bücher neben sich - alle von einer Sorte, nehmen wir an die Erstausgabe wurde 10.000 mal gedruckt. Also sind dann 10.000 Bücher auf dem Markt. Keins der Bücher ist eine Kopie, alle sind gleich viel wert. Wie Du weißt, bin ich nur noch ganz selten hier, deshalb mag ich mir auch nicht anmaßen, dass ich alles richtig sehe. Aber hier hatte ich den Eindruck, dass man Dir die Kopie zuschrieb, um selber mit dem Original weiter schreiben zu können. Wenn dem nicht so ist, bitte ich um Entschuldigung, mir hat es sich so dargestellt. Und da ich Dich Nasti, sehr schätze, wollte ich etwas schreiben, was Dich ganz besonders hervorhebt und nicht in den Schatten stellt. Das wars dann. Schönes Wochenende...
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pilli
antwortete am 24.03.07 (10:11):
na dann...
nachdem es einigen gelungen ist, Enigma aus dem Seniorentreff zu vertreiben, wünschte ich mir sehr viel mehr friedhöfe, unvervesserliche olle dort auf bänken anstatt in foren zu begegnen; dort könnten sie Kopien verschenken oder mit farbbeuteln Gotcha spielen...
manno können manche ollen bösartig sein!
:-(
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pilli
antwortete am 24.03.07 (10:13):
"unverbesserliche" sollte da stehen.
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Marina
antwortete am 24.03.07 (11:41):
Wanda, du hast offensichtlich nicht die geringste Menschenkenntnis. Gerade Enigma ist diejenige, die sich immer um Ausgleich bemüht und ganz bestimmt nicht irgend etwas schreibt, um ihre Person zu erhöhen. Im übrigen empfehle ich dir die Seite vom Deppenapostroph. In deinem Beitrag vom 23.03.07 (09:18) wimmelt es davon. So, das musste jetzt auch mal sein. Wenn du versuchst, Enigma ans Bein zu pinkeln, erlaube ich mir auch mal, dich auf etwas hinzuweisen, was dir nicht gefällt.
Internet-Tipp: http://www.deppenapostroph.de
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nasti
antwortete am 24.03.07 (17:48):
Hi Wanda,
wenn du mal gelegentlich hier reingucken solltest, danke für die Erklärungen, wüsste ich das schon Bescheid was ein Manuskript ist. Nur mit meine visuelle Denkerei ist schwer das verstehen, wie ein Mensch ein dickes Manuskript jemandem in Urlaub zumuten kann. Eine meine gute Bekannte als Touristin in Mexiko wegen Tornado müsste paar Tage mit hunderte Leute in einem Raum aushalten. Kann ich mir gut vorstellen das ich auch da war mit meinem Manuskript /Buch Kopie/, und Ihr das anbiete zum lesen. Die Frau zerschlägt das Buch Kopie auf meinem Kopf. In NY ein schwarzer Taxifahrer schenkte mir sein wirklich gedrucktes Gedicht Büchlein. Ich sagte: ..“no englisch“, er lachte, machte Ihm das gar nix aus, so geht es noch.
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pilli
antwortete am 24.03.07 (17:55):
na bitte :-)
wußte ich doch:
nasti versteht gut...aber nur, wann und wie es will...:-) lach ... wanda, die menschen sind halt menschen; so wenig du datt auch bemerken möchtest! *fg*
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nasti
antwortete am 24.03.07 (18:21):
Hi Pilli!
Wie ich sage, mit meinem visuellen denken pur habe mir das „Buchkopie“ so vorgestellt. Ein gedrucktes Buch ist kopiert /warum, keine Ahnung/, und geht an die Reise. War ich nicht die einzige, welcher das nicht verstand. Aber ich schätze deine Bemühungen über eine Freundschaft sehr hoch, auch wenn raubt deine Zeit, bist du von deiner eigentlichen Talent „satirisch“ schreiben abgelehnt damit. Schade.
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pilli
antwortete am 24.03.07 (18:59):
nö nasti :-)
wie so oft irrst du dich; ich schreibe im meinem blog im neuen seniorentreff und erkunde mit zeit und lust die neuen foren-wege...
guck doch mal rein? bissel watt habe ich schon als test eingesetzt. aber nicht nur ich; auch andere werkeln dort fleissig und datt ist juutt!
:-)
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nasti
antwortete am 24.03.07 (20:42):
Wie finde ich dein Blog Pilli?
Über meine Erlebnisse in offentlichen Chat habe ich schon geschrieben, liess bitte durch, wahrscheinlich wird gelöscht in Allgemienen Themen.
So primitiv ist das Chat geworden!!!!
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pilli
antwortete am 24.03.07 (21:40):
no comment mehr nasti!
:-(
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