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THEMA:   Alltagsvielosophie für Leihen .

 Bisher 2 Antworten.

emilwachkopp begann die Diskussion am 06.04.07 (18:41) :

Ich dachte, jetzt um Ostern rum, da wir uns alle in einem Zustand überirdischer Verklärung und metaphysischer Empfänglichkeit befinden, ist es der richtige Zeitpunkt für Emil, seine schon lange geplanten Vorlesungen über Alltagsvielosophie für Leihen einzuleiten. Heute, liebe Zuhörer, will Emil den Unterschied zwischen Mensch und Tier ins theoretische Visier nehmen.

Mein Hund, was der Paracelsus ist, käme niemals auf die Idee, Kaninchen zu züchten, um immer – und gerade in mageren Jahren – einen Nahrungsvorrat zu haben. Emil hingegen hat schon in jungen Jahren Kaninchen gezüchtet. Zwar sind die alle an Altersschwäche gestorben, weil ich es einfach nicht übers Herz brachte sie zu schlachten. Aber das zeugt nur von einem weiteren Unterschied zwischen Mensch und Tier, denn mein herzloser Köter hätte die armen wehrlosen Viecher bedenkenlos und ohne die geringsten Gewissensbisse verschlungen.
Das sind die wesentlichsten Unterschiede zwischen Mensch und Tier.


Vorlesefunktion  kropka antwortete am 06.04.07 (20:25):

Emil, ich bin sehr froh, dass du ein Mensch bist.. und dass ich dich lesen darf! Und kann...
;-))

Der (un)feine Unterschied

"Schau Mama! Die Katze dort ißt die Maus auf!"
"Kind! Das heißt 'fressen'. Tiere fressen, weil sie unter uns Menschen stehen und deswegen keine Manieren haben. Das ist der feine Unterschied"


"Schau, Mama! Die Menschen essen gerade zu Abend!"
"Kind! Das heißt 'fressen'. Die Menschen fressen, weil es ihre Manier ist, mehr zu sich zu nehmen als sie Hunger haben. Das ist der unfeine Unterschied"


Vorlesefunktion  emilwachkopp antwortete am 06.04.07 (22:12):

Du hast ja völlig Recht, Kropka.
Ich bin - in meiner Eigenschaft als ehemaliger Landadelsmann - altmodisch erzogen worden und glaubte lange, wir wären von oben her konstruiert worden. Erst jetzt weiss ich, dass wir eigentlich nur Affen ohne Fell sind. Wer hätte das gedacht? Da macht das ja gar keine richtige Laune mehr Aristokrat zu sein, wenn vielleicht ein Gorilla mein Stammvater ist. So einen Stammbaum kann man doch keinem zeigen.



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