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THEMA:   Rentensteuer.

 Bisher 8 Antworten.

petergroetz begann die Diskussion am 17.03.07 (18:02) :

Ich soll meine freiwillige Rente bei der BfA zu 50% versteuern. Habe ausserdem in eine berufständische
Altersversorgung bezahlt. Die Beiträge in die BfA
wurden mit bereits versteuertem Geld und ohne Arbeitgeberanteil entrichtet.Es ist eine Unverschämtheit
wie in diesem Staat ein Rentner der für sein Alter vor-
sorgen wollte steuerlich behandelt wird.


Vorlesefunktion  hugo1 antwortete am 17.03.07 (19:30):

peter, hast Du schon den Bescheid auf Deine Steuererklärung bekommen?

Warte den erst mal ab, sieh nach, ob auch sämtliche Freibeträge berücksichtigt wurden und dann reg dich auf oder ab.

Steuerfrei bleibt auf jeden Fall eine Bruttorente von bis zu 1.550 Euro im Monat bei Singles (18.000 Euro im Jahr) und 3.100 Euro im Monat bei Verheirateten (37.200 Euro).
Wenn Du darüber kommst, musst Du mit einem geringen Steueranteil rechnen, aber verhungern solltest Du dabei nicht.

Ich kenne hier ne Unmenge Menschen, die würden liebend gerne mit jemandem tauschen der in diese Kategorie "steurveranlagter Rentner" vom Finanzamt eingestuft wird. *g*


Vorlesefunktion  maggy antwortete am 18.03.07 (12:13):

hugo1
...wo du recht hast :-)


Vorlesefunktion  hugo1 antwortete am 18.03.07 (17:18):

naja, maggy das ist von Fall zu Fall verschieden und sehr relativ.
Ob Jemand der Meinung ist das er unverschämt wenig, oder wenig , normal, viel oder unverschämt viel Rente bekommt.

Hatte ich die letzten Monate das zweifelhafte Vergnügen mit 450 € Sozialhilfe auskommen zu müssen und nun hab ich das Rentenalter erreicht und bekomme 1250 € Rente dann kann das sehr "erhebend" sein.

Bekam ich vorher 75.000 € Einkommen und von einem Tag auf den anderen "nur" noch 25.000€ Rente pro Jahr, dann bin ich fast der Meinung, nun am Hungertuch nagen zu müssen.

Das sind dann schon Härten, wenn man sich vom Rennpferd, dem Oldtimer, einigen gewöhnten Schiffsreisen usw. vielleicht trennen muss.

Aber, wie gesagt, das empfindet Jeder relativ anders.
Wir beide werden vielleicht denken das 38000 € im Jahr sooo viel Geld sind und ins Schwärmen geraten würden,.

Sobald wir es bekommen würden und uns dran gewöhnt hätten und dann plötzlich einen Pflegeplatz bezahlen sollten bei dem uns monatlich 3500 € abgezockt würden,,und wir den fehlenden Rest von unseren Kindern einfordern müssten (lt Gesetz) dann würden sogar auch wir über diese "Kleinigkeit und Geringfügigkeit dieser dann sogar steuerpflichtigen Rente meckern,,,*g*


Vorlesefunktion  petergroetz antwortete am 19.03.07 (10:24):

Lieber Hugo,leider hast Du Deine Email-Adresse nicht angegeben, sodass ich Dir dierekt antworten könnte.Entweder Du bist ein Beamter, der nie etwas für seine Altersversorgung tun musste,oder sonst einer von der linken Richtung.Wer in seinem Leben gearbeitet und etwas geleistet hat,hat Anspruch auf die ihm zustehende Rente.Die Beiträge für meine freiwillige Rente wurden mit versteuertem Geld und ohne Arbeitgeberanteil entrichtet,und ich sehe nicht ein dass ich sie nun zum zweiten mal versteuere,von Ertragsanteil abgesehen.Deine Ansicht solltest Du mal Deinen linken Bundestagsabgeordneten beibringen, die nach wenigen Jahren fette Renten beziehen.Mein Steuerbescheid habe ich für 2005 und auch schon für 2006 erhalten, ich weiss was ich beanstande.Merke Dir,Deine Ansicht der Gleichmacherei ist das Ende der Freiheit.


Vorlesefunktion  hugo1 antwortete am 19.03.07 (12:03):

danke für die Antwort, petergroetz.

Ja Du hast Recht, ich bin zwar kein Beamter aber ein -in dieser Beziehung- links Denkender, was immer Du darunter verstehen möchtest.
Ich hab ja so ein Luxus-Problem nicht und all die Menschen in meiner Nachbarschaft z.Z. auch nicht.
Deshalb verzeih mir Bitte, das ich mich auch nicht 100% ig in Deine Situation hineinversetzen möchte. *g*

Dein Denkansatz: Versteuerte Beiträge nicht nochmal unter die gleiche Steuer fallen zu lassen, ist wohl für arm und reich, links und rechts gleichermaßen richtig.

Der Ansatz des Staates, sich soviel wie nur irgend möglich von Zahlungen zu trennen und Einnahmen zu generieren ist für mich auch verständlich.

Dazwischen liegen die Befindlichkeiten und Bedürfnisse seiner Bürger.

Nun ist es ja nicht ganz so, das von einem Tag auf den Anderen neue Gesetze in dieser Hinsicht greifen. Es gibt eine Übergangsphase. So werden erst in vielen Jahren die angedachten Zustände erreicht.

Es wird also gegenwärtig schrittweise die einkommenssteuerrechtliche Behandlung der Alterseinkünfte in eine nachgelagerte Besteuerung umgewandelt.

Du musst also nicht damit rechnen das all deine Renten nun plötzlich 100% steuerlich neu berechnet und veranlagt werden.

Aber so pö a pö ist das nach dem neuem Alterseinkünftegesetz vorgesehen und beginnt sich auch schon bei den Einzahlern (Arbeiter die weniger Steuern auf Rentenbeiträe zahlen brauchen ) aber auch bei einigen Rentnern ( die jetzt Steuern zahlen müssen) auszuwirken.

Da es sich bei Dir zu lohnen scheint -und ich bin der Letzte der jemandem keine hohe Rente gönnt-(wenn sichs nicht gerade um Millionenabfindungen wie für Ackermann und Co handelt)-solltest Du Dir doch einen gewieften Steuerberater anlachen und die Posten mal durchgehen. Sicher wird es einige Möglichkeiten geben die sich steuerminderend auswirken.
Hier haben wir diese Probleme nicht und sie wird es wohl auch niemals geben, da die Angleichung der Entgeldpunkte Ost-West noch nicht vorgesehen ist und die danach anhaltenden Auswirkungen jeweils mindestens 45 Jahre andauern.
Ich will nicht lügen ,,bei Auszahlungen von Betriebsrente,(besonders bei der üblichen Einmalausschüttung) welche es in geringem Umfang auch hier im Osten gibt, tritt dieses Problem tatsächlich auch auf, aber nur in sehr abgemilderter Form. (kenne ich aus eigener Erfahrung)

Das Thema Rente (gerecht, ungerecht, angemessen usw.) ist ein weites Feld und wird uns Ollen noch öfter mal in den nächste Jahren mehr als nur tangieren. *g*



Vorlesefunktion  heinzdieter antwortete am 21.03.07 (12:05):

Fakt ist doch,dass der Staat der Nutznieser dieser Aktion von 2004 und ab 2005 zum Einsatz kommend ist.
Diese Umstellung schafft Arbeitsplätze: haupsächlich Steuerberater und Finanzbeamte.


Vorlesefunktion  maggy antwortete am 21.03.07 (12:39):

Ich beziehe noch keine Rente. Was mir aber sehr mißfällt ist folgendes:
Die Renter haben (glaube ich) bereits die dritte Nullrunde hinnehmen müssen, während sich die Politiker mal wieder erhöhte Diäten zugestehen!


Vorlesefunktion  hugo1 antwortete am 21.03.07 (17:05):

maggy, sei froh das Du noch soo blutjung bist und nicht unter die Rentenbezieher fällst.
So Pauschal solltest Du die Politiker nicht werten. Dafür gibts doch viele und schnelle Infoquellen.

Ich stell Dir mal einen Link ein. Da outet sich ein gläserner Abgeordneter (das machen mehrere) und ich vermute, der unterschlägt hier keine Informationen.
Der bekommt schon seit Jahren fast unverändert mit knapp 90.000 €

Das ist vielleicht für uns beide unvorstellbar viel, für Ihn aber dürfte es viel zu wenig sein.

ich bin auch überzeugt davon das durch einige Nullrunden über 90 % aller Rentner keine Stulle weniger zu Essen hatten, sondern eben etwas weniger Geld am Monatsende übrig war.

Fragt sich nur wie lange kann das gut gehen. Nicht die mangelnde Zunahme der Renten ist das Problem, sondern die gestiegenen Ausgaben.
Die jetzige Rente und die Preise und Kosten von 1995,,,und Viele wären glücklich,,

Internet-Tipp: http://www.ulrich-kelber.de/glaesernermdb/entwicklung/index.html



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