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Politik & Gesellschaft
THEMA: Koran höherwertig als das Grundgesetz?.
Bisher 81 Antworten.
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Mulde
begann die Diskussion am 23.03.07 (08:09) :
In Frankfurt/Main hat eine, in deutschen Recht ausgebildete, Richterin einer Klägerin(Marokanerin) die sich wegen erhaltener Prügel in ihrer Ehe. Die Scheidung veragt,mit der Begründung der "Koran" erlaube die Züchtigung der Ehefrau! sie hat also nicht nach deutschen Recht und Gesetz geurteilt sondern eine religöse Festlegung benutzt, die in Deutschland keine noch so irgendwelche Auslegeung als Gesetzlichkeit zulässt! Nun ist Sie aber auch bei ihrem Dienstantritt auf das Grundgesetz vereidigt worden? Durfte sie den Koran überhaupt anwenden? Oder ist sie nur eine unter meheren Justizleuten die sich ungenügend in der Gesetzlichkeit auskennen?
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eleonore
antwortete am 23.03.07 (09:02):
mit verlaub.............dieses thema geistert hier schon in diverse diskussionen.
ich denke, es gibt wichtigeres, als es 123 mal durchzukauen.
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schorsch
antwortete am 23.03.07 (09:13):
....darum mulde: Nicht nur schreiben, sondern zwischendurch auch mal das lesen, was andere schreiben (;-)
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BarbaraH
antwortete am 23.03.07 (09:29):
Ein guter Artikel zur Wissenserweiterung ist heute im Hamburger Abendblatt erschienen:
Scheidung - nicht immer gilt in Deutschland deutsches Recht
Von Maike Röttger
http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/23/711790.html
Internet-Tipp: http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/23/711790.html
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mart
antwortete am 23.03.07 (09:37):
DAS habe ich bereits früher ausführlich abgehandelt - man hörte wohl, doch fehlte der Glaube:-))
Nur hat das überhaupt nichts mit diesem Fall zu tun.
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mart
antwortete am 23.03.07 (09:41):
Angesichts der hier häufig geäußerten seltsamen und seltsamsten Ansichten über Grundlagen der Rechtssprechung finde ich eleonores Meinung, daß etwas 123 mal Durchgezutzeltes ausgezutzelt wäre, etwas überheblich - mit Verlaub.
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kreuzkampus
antwortete am 23.03.07 (09:42):
@eleonore: Unter welcher Überschrift wird das denn noch dikutiert ??
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simba
antwortete am 23.03.07 (10:14):
Über sooo ein Thema regt man sich hier doch nicht auf - und wenn mans tut,dann ists einfach Muslim-Bashing!!!!
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mart
antwortete am 23.03.07 (10:32):
Aber offensichtlich hat diese unglückselige Richterin eines bewirkt:
Der Koran ist doch interpretierbar - Ehefrauen dürfen nicht geschlagen werden, heißt es nun ausdrücklich seitens der Moslemsvertreter, die sich dafür zuständig halten.
Also diese Sure(n) des Schrift gewordenen Gotteswortes sind doch interpretierbar - ist doch ein guter Anfang.
Die in Websites hinten verborgenen, deutschsprachigen Seiten, die als Fernziel die Übereinstimmung von Sharia und weltlicher Rechtssprechung angeben, sind inzwischen verschwunden - auch gut so.
Jetzt warte nur noch darauf, daß die Ehrverletzung eines islamisch erzogenen Mannes durch die westliche Lebensart der Ehefrau, die die Richterin in der Beantwortung des Befangenheitsantrags angab, ebenfalls lauthals als nicht zutreffend bezeichnet wird.
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Marina
antwortete am 23.03.07 (11:25):
"Der Koran ist doch interpretierbar."
Meine Rede schon immer gewesen. Aber mir glaubt ja keiner. :-)
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Arno_Gebauer
antwortete am 23.03.07 (11:27):
Hallo, Mulde,
wird denn in anderen Fällen an deutschen Gerichten nach dem katholischen Kirchenrecht geurteilt?
Gruß Arno
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Mulde
antwortete am 23.03.07 (11:58):
Mit Verlaub "eleonore und Schorsch"
Er geht oder ging nicht um das in grauer Vorzeit durchgekaute! Es ging und geht um den jetzt augenblicklichen Skandal in Frankfurt/ Main! Ob das mit dem Grundgesetz überhaupt vereinbar ist! Darauf solltet ihr antworten und nicht das was eleonore Anno dunnemals geschrieben hat! Oder eleonore warst Du schon damals hellseherisch und hast diesen speziellen Fall - an einem deutschen Gericht vorausgesehen? Wenn ja dann bitte schreibe wo man das nachlesen kann! Die Antwort zu dieser Frankfurter Geschichte hast Du ja ganz vornehm ausgelassen... Eleonore du bist dran! Bitte wenn - dann nur zu diesem Frankfurter Problem!
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Medea.
antwortete am 23.03.07 (12:11):
"Das deutsche Recht geht aber ohnehin jeder ausländischen Rechtsordnung vor, wenn dieses massiv gegen die Grundlagen deutscher Rechtsordnung verstößt."
Da bleibt nur noch laut zu singen:
Wacht auf, Verdammte dieser Erde ... ;-))
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mart
antwortete am 23.03.07 (12:17):
Marina,
Weder du noch ich sind in dieser Frage kompetent. Vielleicht sind wir kompetent, vielleicht sogar kompetenter als andere, aber wir sind Dhimmi.
Deshalb finde ich es sehr begrüßenswert, daß nun diese öffentliche Klarstellung für Deutschland (in Österreich schon länger) erfolgte.
Deshalb würde ich auch gerne diejenigen Richtungen des Islams von offiziellen Moslemvertreter als falsche Exegese verurteilt sehen, die noch heute auf englischsprachigen Moslemwebsites untermalt von sehr viel Koranversen die Göttlichkeit der Worte preisen, womit die Steigung von Ehebrechern, bzw. die Zahl der Stockschläge für eine Vergewaltigte richtiggestellt wird (wenn ich es richtig im Kopf habe, seien es nicht 80 sondern 90). Ebenfalls wird dort betont, wie geschlechterneutral diese göttlichen Worte angelegt seien, da auch dem männlichen Ehebrecher dieselbe Strafe zuteil werden sollte. (In diesem Zusammenhang wurde allerdings nichts über die doch nicht gerade geschlechtsneutrale Bezeugung dieser Untaten berichtet).
Wenn also auf offiziellen,deutschsprachigen Moslemseiten mehr Wert auf eine Exegese gelegt wird, würde ich meinen, daß der Islam in Europa nach Hause angekommen wäre.
Um den fast sicher kommenden Einwand über das alte Testament als grausame Grundlage christlicher Religionen zu begegnen, möchte ich auf die kath. Bibelkomission verweisen, die meiner Meinung nach ziemlich geschickt mit dieser Frage umgeht.
Alle anderen Religionen und Sekten, die sich auf geoffenbarten, unveränderlichen Worten berufen und daraus Grausamkeiten ableiten und rechtfertigen, begegne ich zumindest ebenso kritisch wie denjenigen, die dasselbe mit dem Koran tun.
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eleonore
antwortete am 23.03.07 (12:21):
wir empören uns. eine deutsche richterin, und dann sowas. es fliesst in allmögliche themenbereiche rein, ob es um ehre geht, oder gesteinigte damen, parallelgesellschaften. wir kehren gerne vor muslemische türen. vor unseren tür türmt sich allmögliche müll. dieses wird mitunter schöngeredet. empören tun wir uns, wenn es um unsere portmanie geht. sicher, die richterin hat ein fehler gemacht. jetzt kommen alle aus ihren löcher, politiker, demagogen, und urteilen. endlich etwas, was von der alltägliche übel ablenkt. demokratie.
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mart
antwortete am 23.03.07 (12:31):
Ja, dann brauchen wir eben eine Diktatur, damit solche dich empörenden Diskussionen nicht mehr stattfinden können.
Ich stelle mir vor, eine Richterin hätte in dem Antrag, der ihre Befangenheit zum Thema hätte, mit Worten aus der Bibel geantwortet und angekündigt, die Verfahrenshilfe für die klagende Ehefrau zu streichen, wenn diese doch eine vorzeitige Scheidung beantrage.
Ja, ja -- dann komm doch aus d e i n e m Loch und eröffne die Themen, von denen hier deiner Meinung nach abgelenkt werden sollte.
Und noch ein guter Rat: Verwende nicht mehr das vereinnahmende WIR, das disqualifiziert dich und deine Meinung.
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pilli
antwortete am 23.03.07 (12:45):
"dunnemals" Mulde
war in diesem falle doch erst gestern und vorgestern; hast du wirklich die themen nicht gelesen? brauchst du einen linkhinweis zu den aktuellen diskussionen oder magst du selbst nachlesen?
:-)
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Medea.
antwortete am 23.03.07 (13:16):
Ganz sachlich noch einmal zur Erinnerung. Zu seinen politischen Forderungen vom 28.2.2007 schreibt der Zentralrat der Exmuslime u.a. folgendes:
Der Zentralrat der Ex-Muslime betrachtet es mit großer Sorge, daß die deutsche Justiz und Politik in zunehmenden Fällen den Schutz der Grundrechte in sein Gegenteil verkehren. Wir stellen fest: Da der Islam in seiner konsequenten Form mit diversen Artikeln des Grundgesetzes kollidiert, kann er nicht den vollen Schutz des Grundgesetzes für sich in Anspruch nehmen! Daher rufen wir die demokratische Öffentlichkeit dazu auf, die Errungenschaften der Moderne zu verteidigen und der Islamisierungsstrategie auf allen Ebenen offensiv entgegenzutreten!"
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Olive
antwortete am 23.03.07 (14:07):
@Eleonore
ja, ich finde, da müssen wir uns empören! Es geht doch hier nicht darum, dass es auch bei uns viel zu kehren gibt, sondern dass wir , wie Medea sagt(zitiert):
"Daher rufen wir die demokratische Öffentlichkeit dazu auf, die Errungenschaften der Moderne zu verteidigen und der Islamisierungsstrategie auf allen Ebenen offensiv entgegenzutreten!"
Empfehlenswerte Lektüre zu diesem und ähnlichen Themen:
"ich klage an" und die "Biographie" von Aayaan Hirsi Ali. Da spricht eine aus dem Inneren des Hurrikans und versucht mit aller Kraft, das Recht zur freien Meinungsäusserung, Gleichberechtigung der Frau (d.h. das Recht, Mensch genannt zu werden)usw. zu verteidigen. Der Koran ist interpretierbar-eben! Aber er soll nicht Einfluss auf unsere Gesetze haben!
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eleonore
antwortete am 23.03.07 (14:19):
ich empöre mich über.........dass in reiche europa kinderarmut gibt.......dass justizia zweierlei recht spricht......dass leute in dumpfheit versinken, mangels arbeit.......dass wir eine liberalismus praktizieren, die uns regelmässig um die ohren fliegt.........dass irgenwelche sauertöpfe immer alles besser wissen, und massregeln.........dass krankheit bald luxus wird.......dass es in einen land wie deutschland immer noch analphabeten gibt.......dass man angst haben muss, wie man den alltag als alter mensch meistern wird.......genügt es als erste?
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mart
antwortete am 23.03.07 (14:26):
In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen sehr interessanten Artikel im Perlentaucher hinweisen:
Bassam Tibi: Der Euro-Islam als Brücke zwischen Islam und Europa 20.03.2007
....."Nun ist es als positiv einzuschätzen, dass heutige Europäer sich vom bisherigen Eurozentrismus abwenden, jedoch leider nicht immer zum Besseren, denn viele von ihnen verleugnen heute die Geltung der europäischen Werte. Die Debatte im Perlentaucher, bei der eine Verfemung der Aufklärung als Fundamentalismus zu beobachten ist, zeigt nicht nur eine geistige Verwirrung, sondern auch eine Orientierungslosigkeit. Ein postmoderner Werterelativismus ist nicht die Öffnung, die Europa benötigt. Die Vision eines Euro-Islam steht im Kontrast zum Werte-Relativismus der heutigen Europäer: Erstens, auf Ebene der EU als Wertegemeinschaft. Dies unterstellt eine Verbindlichkeit für die Geltung europäischer Werte, die vom Islamismus nicht geteilt werden. Der gemäßigte Islamist Hasan Hanafi hat auf einem Europa-Treffen in Madrid richtig erkannt, dass Europa in einer Krise sei und unter Orientierungslosigkeit leide. Er schlug den Islam als Lösung für Europa vor! Ist das die Lösung, die Europäer und Muslime verbinden kann? Ich fürchte nein!...."
Es ist eigentlich alles in diesem Artikel wert zitiert zu werden.
(Ali Hirsi kritisiert er allerdings ebenso wie Ramadan scharf.)
Internet-Tipp: http://www.perlentaucher.de/artikel/3764.html
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mart
antwortete am 23.03.07 (14:31):
eleonore, Fast alle Themen, die du hier stichwortartig aufgezählt hast, wurden wiederholt in sehr vielen Threads nicht nur angerissen, sondern auch besprochen. Die Qualität eines Threads kann allerdings nicht besser sein als die Qualität der Schreiber. Ich hoffe, daß du dich bei denjenigen Themen, die dich interessieren, einbringst.
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mart
antwortete am 23.03.07 (15:02):
Noch etwas fällt mir zu deinem oben geäußerten Stoßseufzer "demokratie" ein.
Auch eine Demokratie kann nicht viel besser sein als die Menschen, die in dieser Demokratie leben und die die nicht so zu verachtenden Vorteile einer Demokratie genießen.
"Wir sollten Frieden und Demokratie nie als etwas Selbstverständliches abhaken,....." "Deutschland habe keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und sozialer Marktwirtschaft für alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen wir auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten.“ (OT Merkel)
....Es ist nicht verboten an Verbesserungen dieser Demokratie mitzuarbeiten!
Ein erster Schritt dazu, das Aufzeigen von Mißständen, wird auch hier mehr oder weniger gut getan, aber niemand hindert dich auch mehr dazu beizutragen.
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Olive
antwortete am 23.03.07 (15:06):
@eleonore
ja, das genügt, wir brauchen nicht noch mehr!
Zum Artikel im Perlentaucher:
ich habe gerade eben die Biographie von A. Hirsi Ali zu Ende gelesen. Sie sagt nicht, der Koran sei eine Fiktion und sie beschäftigt sich sehr respektvoll mit der Thematik, allein deshalb, weil sie aus diesem Kulturkreis stammt und sie ihre Wurzeln dort hat.
Was sie allerdings getan hat: sie hat begonnen, intensiv nachzudenken. Sie hat im Zuge ihres Studiums der Politwissenschaften in Holland zwangsläufig die Unterschiede zwischen den Systemen erkannt und sich überlegt, wieso die Menschen in einem "ungläubigen Staat" soviel besser leben (nicht pefekt, Menschen sind immer Menschen und somit fehlerhaft ) als in den muslimischen Ländern, die sie kennt und in denen sie gelebt hat. Und sie hat sich die Frage gestellt, die ich mir vor Jahren im Bezug auf die Bibel gestellt habe: Was, wenn der Koran nur ein von Menschen geschriebenes Geschichtsbuch ist? Sie hat sich auch mit Mohammed intensiv beschäftigt und sagt, er sei ein machtgieriger Tyrann gewesen, der immer dann göttliche Eingebungen hatte, wenn sie ihm persönlich sehr zupass kamen, z.B. Gott gebe ihm ein minderjähriges Mädchen zur Frau. Dass eine Frau, die solche Dinge sagtund solche Zweifel äussert, eine Beleidigung für Muslime und Muslimgelehrte sein kann, ist schon klar, mehr noch, sie ist eine Bedrohung. Entsprechend bekam sie auch postwendend viele Morddrohungen und musste geschützt werden.
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dutchweepee
antwortete am 23.03.07 (16:46):
@olive
das hast du sehr gut formuliert! ...bin mit dir einer meinung.
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kreuzkampus
antwortete am 23.03.07 (17:08):
Ich halte mich in der Bewertung noch zurück. Ich habe bisher nur verstanden, dass die Richterin ein HÄRTEFALLSCHEIDUNG abgelehnt hat. Und in der Tat weiss eine Frau, die einen Tunesier (?) heiratet, dass die Züchtigung nach muslimischem Recht (leider!) erlaubt ist; es trifft sie, wenn es denn geschieht, nicht aus heiterem Himmel. Dieselbe Richterin wird einen "normalen" Scheidungsantrag gewiss sofort entgegennehmen und die Ehe nach einem Trennungsjahr auch anstandslos scheiden. Interessant wäre es, zu erfahren, ob diese Ehe wirklich in einem Jahr geschieden wird oder ob sich die Eheleute bis dahin wieder versöhnt haben; denn Sinn und Zweck unseres "Trennungsjahres" ist ja genau diese "Bedenkzeit". Was glaubt Ihr, wieviele deutsche Eheleute innerhalb dieses Trennungsjahres sich wieder versöhnt haben, obwohl der Mann die Frau (oder umgekehrt!) geschlagen hat?
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hugo1
antwortete am 23.03.07 (17:42):
Mulde, höherwertig oder minderwertig oder tauglicher oder untauglicher hängt immer vom Betrachterstandpunkt ab.
Die orientalischen Geistlichen und Nutznießer des Koran lassen absichtlich keine Zweifel an Ihrem "Lieblingsbuch" zu, manche deutsche Politiker vergreifen sich immer öfter am Grundgesetz und hätten es gerne geändert.
Was wir und die Muselmanen am wenigsten andenken (und was vermutlich am wirkungsvollsten wäre) sind solche Vorstellungen aus beiden Kulturkreisen, das jeweils für die Masse der Menschen (und nicht für die jeweils Herrschenden) Günstige und Beste herauszusuchen zu übernehmen und zu verallgemeinern.
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mart
antwortete am 23.03.07 (20:15):
Vergleichen kann man wohl nur Dinge und Angelegenheiten, die sich auf der gleichen Ebene befinden.
Deshalb könnte Muldes Überschrift wohl besser umformuliert werden in den weitaus längeren, aber eindeutigeren Satz:
Sind die Gesetzesregel, die sich aus dem Koran und der Sunna herleiten, höherwertig als das Grundgesetz?
Da gibt es diejenigen, die sagen, jawohl, - es ist das direkte, unveränderlich Wort eines Gottes .... so wird das in der Islamischen Menschenrechtskonvention eindeutig ausgedrückt. Das führt aber zu einem politischen Islam, den ich zumindest für ein Übel halte.
Und es gibt andere, die meinen, lassen wir die oft widersprechenden und oft unmenschlichen Wortes eines Gottes außer acht und setzen das, was die Vernunft als grundlegende Regeln für das Zusammenleben aller Menschen als das Beste erkennt, als Fundament, auf dem die versch. Gesetze in versch. Ländern aufbauen sollen/müssen.
Falls aber der Koran "nur" als Grundlage einer Religion angesehen wird und mit der Bibel, der Thora, den Büchern der Zeugen Jehovas, der Mormonen, ..... verglichen wird, überlasse ich die Beurteilung gerne anderen. Ich betrachte den Islam als christliche Sekte, so wie die christl. Religion als Sekte der jüdischen Religion entstanden ist. In einem Spiegelartikel wurde erst vor kurzem spekuliert, daß religionsgeschichtlich der Weg noch weiter zurück zu dem Eingottglauben eines Echnatons geführt werden kann, der aus machtpolitischen Gründen Interesse daran gehabt hat, die vielen Götter zu enthronen und nur einem die "Lebensberechtigung" zuzugestehen.
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mart
antwortete am 23.03.07 (21:11):
kreuzkrampus, Hier ist die Presseinformation des Amtsgerichtes:
Internet-Tipp: http://kurzlink.seniorentreff.de/1872nIOnn
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BarbaraH
antwortete am 23.03.07 (21:14):
Vom taz-Hausjuristen Jony Eisenberg ist heute ein Artikel erschienen, der auch meine hier in verschiedenen Threads geschriebene Meinung wiedergibt:
Die Frau war geschützt! Jony Eisenbergs juristische Betrachtungen: Warum die Kritik am Frankfurter "Koranurteil" völlig daneben ist taz vom 23.03.07
Internet-Tipp: http://www.taz.de/pt/2007/03/23/a0140.1/text
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Medea.
antwortete am 23.03.07 (22:10):
Die Vernunft, liebe Mart, wird leider viel zu häufig strapaziert - und manchmal bleibt sie bedauerlichweise ganz auf der Strecke. Der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen? Zweifel daran dürfen geäußert werden.
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hugo1
antwortete am 23.03.07 (22:45):
ich bin davon überzeugt das wir hier mit "Vernunft" allein nicht weiterkommen.
So, wie mich die Wessis wegen meiner "verschrobenen Ansichten" oft als unvernünftig, uneinsichtig, ideologisch manipuliert, nicht belehrbar usw. einstufen,,,
So wie ich, bestimmte -dem Glauben verfallene Menschen- als für die moderne, fortschrittliche Zeit als verloren und bremsend einstufe,,
So wie Busch und Co sich willkürlich und unvernünftiger Weise Staaten ausgucken und Sie als Terrorstaaten des Bösen usw. einstufen weil Sie sich nicht spontan fügen wollen
Genauso werden europäische Gesetzeshüter unsere muselmanischen Mitbürger nicht durch einen Aufruf zur Vernunft von ihrem -unserem GG widersprechendem- Denken, Glauben, Wollen und Tun abhalten können.
das muss geschehen mittels einer Mischung aus Vorbildwirkung, Disziplinforderung, begrenzter Toleranz, ,,
Erst wenn diese Menschen sich dem Einfluss ihrer bisherigen geistlichen (Ver)Führer entziehen, weil sie von unserer vorteilhafteren Lebensweise überzeugt sind, haben wir gewonnen. Erst dann kann und wird allein die Vernunft wirken können, vorher muss auch sanfter bis derber Druck ausgeübt werden ansonsten werden wir uns alle auch selber großen Schaden zufügen.
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mart
antwortete am 23.03.07 (23:01):
Ich denke die (doch vom Gott geschenkte?) Vernunft kann ebenso wie die Muskeln trainiert werden - je mehr sie eingesetzt wird, desto mächtiger, vielfältiger und verzahnter wird sie - je weniger man/frau sich ihrer bedient, desto stärker verkümmert sie ähnlich den Beinmuskeln, die im Korsett eines Gipses rasch abbauen.
Und außerdem - Ist es nicht eine Sünde, Geschenke eines Gottes an den Menschen, der nach seinem Vorbild erschaffen wurde, zu mißachten und brachliegenzulassen? Welcher Gott wäre das, der erzürnt über diese Gehversuche seiner Geschöpfe wäre? Würde ein liebender Gott nicht mit einem lachenden und einem weinenden Auge einer guten Mutter gleich diese überwachen und ein folgenschweres Stolpern schon im Vorfeld erkennen und abwenden?
Deshalb sollten wir, Gläubige und Ungläubige, der Vernunft vertrauen.
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hugo1
antwortete am 23.03.07 (23:25):
mart, na dann sag doch mal diesem Gott, er soll das auch den Muselmanen sagen und dem Busch, die sollen endlich Vernunft annehmen,,,,findeste nicht auch das das Quatsch ist ??
Mit solchen Vorstellungen bringste doch einen prügelnden, besoffenen Ehemann nicht zur Räson und formst nicht millionen Muselmanen und Christen zu Demokraten nach heutigen Vorstellungen. *g*
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mart
antwortete am 24.03.07 (00:23):
Du wirst hier recht haben, ein Quatsch - aber irgendeinen Glauben muß Mensch doch haben.
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mart
antwortete am 24.03.07 (02:11):
Ich habe nachgelesen, was diese "Vernunftsdiskussion" ausgelöst hat. Das waren diese meine Sätze:
<<Und es gibt andere, die meinen, lassen wir die oft widersprechenden und oft unmenschlichen Wortes eines Gottes außer acht und setzen das, was die Vernunft als grundlegende Regeln für das Zusammenleben aller Menschen als das Beste erkennt, als Fundament, auf dem die versch. Gesetze in versch. Ländern aufbauen sollen/müssen.<<
Darauf erwiderst du, Hugo, folgendes:
<<Genauso werden europäische Gesetzeshüter unsere muselmanischen Mitbürger nicht durch einen Aufruf zur Vernunft von ihrem -unserem GG widersprechendem- Denken, Glauben, Wollen und Tun abhalten können.<<
Für mich ist der Ausdruck "Muselmane" freundlich herablassend - mir würde nie einfallen diesen zu verwenden. Dann meine ich, daß es nicht die Aufgabe von "Gesetzeshüter" sei, Aufrufe zur Vernunft in die Gegend schallen zu lassen. Das habe ich auch niemals vorgeschlagen (siehe oben). Drittens frage ich mich, ob du so genau weißt, was du da geschrieben hast <<Genauso werden europäische Gesetzeshüter unsere muselmanischen Mitbürger nicht durch einen Aufruf zur Vernunft von ihrem -unserem GG widersprechendem- Denken, Glauben, Wollen und Tun abhalten können.<< Ein bißchen zu verallgemeinernd, meine ich, ein bißchen gar zu sehr aufgetragen, ein wenig rassistisch wäre ich fast versucht zu sagen und sage es auch.
Die Diskussion aber, ob göttliches Recht über dem deutschen, französischen, österreichischem Recht steht, ist notwendig, kann aber ganz pragmatisch beantwortet werden.
Nein! - Und wer hier lebt und die überwiegende Zahl der hier lebenden Menschen tut das freiwillig, hat sich damit abzufinden. Der allergrößte Teil von ihnen findet sich aber nicht nur ab, sondern ist froh, nicht nur den wirtschaftlichen, sondern auch den rechtlichen Verhältnissen in den Herkunftsländern entkommen zu sein. (Dabei vertrete ich die Meinung, daß wirtschaftliche und rechtliche Verhältnisse Hand in Hand gehen.)
Wer aber die Trennung von Staat und Religion und die Tatsache, daß Religion die Privatsache des einzelnen ist, nicht akzeptieren mag, kann den Weg beschreiten auf demokratischen Weg eine Änderung herbeizuführen oder er kann dorthin gehen, wo es eine Gesetzgebung gibt, die ihm besser behagt. Sonderkonditionen für diese und jene Gruppierung gibt es nicht und das sollte eindeutigst klargestellt werden. Die Bestrebungen, solche zu erreichen sollten entsprechend öffentlich gemacht werden.
Äußerungen, die gegen das Grundgesetz sind, dürfen, sollen und müssen als das bezeichnet werden, was sie sind - gleich, welche Gruppierungen betroffen sind - und das ohne Rücksichten auf vermeintlich oder wirklich verletzte Gefühle.
Taten, die einen Strafbestand erfüllen, sind zu ahnden.
Denken und Glauben aber sind nach dem Grundgesetz erlaubt:-)
Ich hoffe dir ist klar, daß ich hier nicht nur religiöse, sondern auch jede andere politische Gruppierung meine, die meint, ein Büchel, ein Pamphlet, ein Manifest stünde über den Grundgesetzen.
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Medea.
antwortete am 24.03.07 (07:30):
"Äußerungen, die gegen das Grundgesetz sind, dürfen, sollen und müssen als das bezeichnet werden, was sie sind - gleich, welche Gruppierungen betroffen sind - und das ohne Rücksichten auf vermeintlich oder wirklich verletzte Gefühle." (Mart)
Unser säkularer Rechtsstaat ist nicht verhandelbar, das kann gar nicht genug betont werden - welcher "Kulturkreis" da auch immer meint, unser Grundgesetz hier und da aushebeln zu wollen und zu können - das haben für mich die deutlichen und einhelligen Empörungen aus politischen und gesellschaftlichen Kreisen gezeigt. Längst war eine solche Reaktion überfällig, denn seit vielen Jahren ist m.M.n. eine schleichende Entwicklung zur Unterwanderung unseres Wertesystems zu beobachten. Wer das sah und dazu seinen Mund nicht hielt, wurde zum Rassisten und/oder Muslimbusher erklärt mit dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit. Es bleibt zu hoffen, daß dieser "Skandal" wieder daran erinnert, ein wenig mehr an Achtsamkeit unseren westlichen zu schützenden Kulturgütern zu widmen.
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Peter101
antwortete am 24.03.07 (07:47):
Wer Öl hat ist ganz Böse.
Internet-Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=piSPQPiReI4
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hugo1
antwortete am 24.03.07 (08:52):
peter, und wer Öl ins Feuer gießt auch,,,, und noch dazu ist er ein Umweltsünder,,*g*
mart, um mich nicht in die Details islamischer und ähnlicher Religionen einlesen zu müssen (das fällt mir nicht mal bei jüdischen, christlichen, orthodoxen oder sonstigen Bräuchen ein) und nicht pingelig immerzu zwischen Muslimen, Muslima Musliminninnen Moslems, Islamistinnen, Mohammedanerinnen usw unterscheiden zu müssen, mach ich es mir einfach und nehme den (etwas verballhornenden Begriff) Muselmanen und jeder weiß bescheid.
Da ich gegen jegliche Ausnutzung und Ausbeutung (um nicht noch etwas viel passenderes -Verblö,,,-zu sagen) Gläubiger in jeder Form und jeder Richtung bin und dazu alle Religionen weltweit einschließe und dabei keine Ausnahme mache ob der Gläubige männlich oder schwarz, dünn oder Fleischesser, blond oder berufslos, polyglott oder unbewaffnet oder wie auch immer ist, prallen an mir sämtliche "Ansprüche" wie Rassist oder ähnliches glatt ab. Nur Rassisten nennen mich Rassist, so meine Definition.
Dann plötzlich schreibst Du genau das was andere hier auch schreiben: " Und wer hier lebt und die überwiegende Zahl der hier lebenden Menschen tut das freiwillig, hat sich damit abzufinden,,,," Medea schreibt inhaltlich genau das Gleiche: "Unser säkularer Rechtsstaat ist nicht verhandelbar,"
Und hugo schreibt auch das Gleiche: ",,muss auch sanfter bis derber Druck ausgeübt werden,,"
Und die allermeisten haben so ähnliche Gedanken hier niedergeschrieben. Also, wer weicht denn nun von unserem gemeinsamen Konzept ab?
Doch wieder nur wir selber im Detail,,, Noch hat keiner die Frage von Mulde mit Ja beantwortet. *g*
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Mulde
antwortete am 24.03.07 (10:43):
Hugo Danke, Du hast dich bemüht das Thema wieder auf die Grundfrage mit Deinem Schlusssatz zurück zuführen! Ist es nicht eigenartig was alles zu so zur allgemeinen Problematik des Islam an Kenntnissen und Nichtkentnissen Hier vorgebracht wurde. Nur zur eigentlichen Fragestellung will keiner so rechtwas sagen- hat nun die Richterin den Koran über das Grundgesetz gestellt ja oder nein- zugeben einigs haben es angeschnitten mehr oder weniger verklausiliert nur konkret bleibt ein Wischi-waschi. Also nochmal im Klartext : Darf eine Richterin die ihren Amtseid auf das GG abgelegt hat - dieses ignoriern und in Deutschland gültige Ehe den Koran als verbindliche Gesetzgebung über das Grundgesetz stellen ja oder nein! Nur mal zum Andenken das Land Hessen erwägt Anklage wegen Rechtsbeugung - gegen diese Richterin zu stellen. Somit hat das Land sich offener als einige der Discutanten zu diesem Problem gestellt.
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mart
antwortete am 24.03.07 (11:35):
Mulde,
<<Also nochmal im Klartext : Darf eine Richterin die ihren Amtseid auf das GG abgelegt hat - dieses ignoriern und in Deutschland gültige Ehe den Koran als verbindliche Gesetzgebung über das Grundgesetz stellen ja oder nein!<<
Das hat diese Richterin eindeutigst nicht gemacht, siehe Link. Sie wollte nur Verständnis für andere Kulturkreise demonstrieren und das ist in die Hose gegangen.
In dieser Hinsicht ist deine Fragestellung falsch.
Über die allgemeine Problematik wurde hier sehr eindeutig und klar gesprochen, keine wischiwaschi.
Bei der Besprechung eines Einzelfalles ist es nicht verfehlt, auch über eine grundsätzliche Problematik zu sprechen.
Internet-Tipp: http://kurzlink.seniorentreff.de/1872nIOnn
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Peter101
antwortete am 24.03.07 (11:58):
Um was geht es denn eigentlich? Ich habe nur gelesen: Koran höherwertig als das Grundgesetz? Allein die Fragestellung, kann schon zur Verzweifelung führen. ;-)
Internet-Tipp: http://www.amazon.de/Halbg%C3%B6tter-Schwarz-Deutschlands-Justiz-Pranger/dp/3442153891
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BarbaraH
antwortete am 24.03.07 (12:08):
@ Mulde
Ich frage mich, was Du eigentlich möchtest. In diversen Threads wurde hier der Sachverhalt wiedergegeben. Du ignorierst jedoch die Tatsachen und unterstellst der Richterin, sie hätte nach dem Koran geurteilt. Das ist eindeutig Unsinn.
Den von mir gestern hier um 21.14 Uhr eingestellten taz-Artikel hast Du offenbar nicht gelesen. Daher zum -zigten Male kurz die wesentlichen Punkte:
- Eine Frau reicht die Scheidung ein. Ihr Mann hat sie mehrfach geschlagen.
- Die Frau stellt einen Antrag auf Gewaltschutz, dem von der Richterin stattgegeben wird, d.h. der Mann musste aus der Familienwohnung ausziehen und durfte sich ihr nicht mehr nähern. Dieser Gewaltschutz wurde nach einem halben Jahr verlängert.
- In Deutschland steht die Ehe unter einem besonderen Schutz. Wer sich scheiden lassen will, muss vor dem endgültigen Vollzug der Scheidung ein Jahr lang getrennt vom Partner gelebt haben.
- Das Trennungsjahr läuft in diesem Fall im Mai d.Jrs. ab. Die Frau stellt einen Antrag, die Scheidung früher zu vollziehen. Sie plädiert auf einen besonderen Härtefall.
- Die Richterin lehnt eine vorzeitige Scheidung ab, da sie keinen besonderen Härtefall erkennt. Die Frau habe bei Eheschließung den kulturellen Hintergrund des Mannes gekannt und sei gegenwärtig vor weiteren Misshandlungen auch ohne vorzeitige Scheidung geschützt.
Es wäre schön, Mulde, wenn auch Du diesen Sachverhalt zur Kenntnis nehmen würdest. Anderenfalls könnte man vermuten, Du möchtest hier unbegründete Ängste schüren, was ich Dir nicht unterstellen möchte.
Internet-Tipp: http://www.taz.de/pt/2007/03/23/a0140.1/text
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eko
antwortete am 24.03.07 (12:31):
Na also!!
BarbaraH hat den den Vorgang klar und für jeden gut verständlich dargelegt. (:-)
Wenn zu diesem Vorgang weitere grundsätzliche Diskussionen hier abgelaufen sind, so finde ich das gut, da sie größtenteils auch sachlich und fundiert dargelegt wurden.
Alles Weitere sind Interpretationen, Verdächtigungen und Spekulationen, die unnötig sind.
Das ist meine unmassgebliche Meinung.
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mart
antwortete am 24.03.07 (12:35):
Nun, das ist die Frage ob es wirklich so gänzlich unbegründete Ängste sind.
Wenn ich mir die Bemühungen von einzelnen Gruppierungen ansehe, in Kanada, in Australien und neuestens in Schweden Sharia-Privatrecht einzuführen, denke ich, daß es sträflich wäre nicht zwischen Gläubigen und Gläubigen, dieser und jener Gruppierung und Grüppchen zu differenzieren. Mein türkischer Verwandte würde sich schön bedanken, wenn du ihn und diese seltsame Gruppe, die die Steinigung von Ehebrechern im Internet lobpreist auf dieselbe Stufe stellst und den Drüberbegriff "Muselmane" verwendest.
Als Beispiel, daß es eine persönlich, der Öffentlichkeit, mündigen Menschen und den Medien wert sein muß, sich und andere zu informieren, möchte ich anführen, daß ein sehr bekannter, sehr einflußreicher, sehr mächtiger österreichischer Industrieller ein Scientologe ist - es sollte dann schon interessieren, welche (Sekten)Gemeinschaft das ist und welche Ziele auf welche Weise verfolgt werden.
<<Nur Rassisten nennen mich Rassist, so meine Definition<< sagst du, Hugo. Dieser Sager könnte von mir sein *gg*, aber wir sind uns doch wohl einig, daß da einiger Hochmut mitschwingt.-)))
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Peter101
antwortete am 24.03.07 (12:52):
Danke für die Info´s!
Internet-Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=piSPQPiReI4
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mart
antwortete am 24.03.07 (12:54):
Nun, eko, ich würde hier aus der Stellungsnahme des Gerichtes zitieren, die sicherlich nach allen Seiten und in alle Richtungen wohlabgewogen und abgesichert wurde.
..."Für das Verfahren auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für den Antrag auf Ehescheidung kommt es darauf an, ob die Voraussetzungen für eine Ehescheidung gegeben sind. Die Voraussetzungen, unter denen eine Ehe geschieden werden kann, richten sich nach § 1565 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Danach kann eine Ehe geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Eine Ehe ist gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und nicht erwartet werden kann, dass die Ehegatten sie wiederherstellen. Ein Scheitern der Ehe wird nach dem Gesetz vermutet, wenn die Eheleute ein Jahr lang getrennt gelebt haben. Für den Fall, dass die Ehegatten noch nicht ein Jahr getrennt leben, kann die Ehe nur geschieden werden, „wenn die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellt“.
An die unzumutbare Härte, die eine Ehescheidung schon vor Ablauf eines Trennungsjahres ermöglicht, sind dabei nach allgemeiner Auffassung strenge Anforderungen zu stellen. Einem Antragsteller bzw. einer Antragstellerin darf nicht zuzumuten sein, mit der Scheidung, also der Aufhebung des formalen Ehebandes, bis zum Ablauf des Trennungsjahres zu warten. Es muss sich um eine Ausnahmesituation gegenüber einem bloßen Scheitern einer Ehe handeln.
Mit Schreiben vom 12.01.2007 hat die zuständige Richterin zu dem Prozesskostenhilfeantrag für den Scheidungsantrag vor Ablauf des Trennungsjahres darauf hingewiesen, dass nach ihrer Bewertung die Voraussetzungen für eine Härtefallentscheidung nicht vorliegen. Sie hat dabei darauf Bezug genommen, dass die Parteien aus dem marokkanischen Kulturkreis stammen, für den es nicht unüblich sei, dass der Mann gegenüber der Frau ein Züchtigungsrecht ausübe. Sie hat vorgeschlagen, das Verfahren bis zum Ablauf des Trennungsjahres ruhen zu lassen, da sie andernfalls den Antrag auf Prozesskostenhilfe zurückweisen müsse. Auf diesen Verfahrensvorschlag hat die Antragstellerin die Richterin mit Antrag vom 24.01.2007 wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt. Für die Entscheidung über diesen Antrag ist ein anderer Richter des Amtsgerichts Frankfurt am Main zuständig. In ihrer dienstlichen Erklärung zu dem Ablehnungsgesuch hat die abgelehnte Richterin ihre rechtliche Einschätzung, dass keine unzumutbare Härte im Sinne von § 1565 Abs. 2 BGB vorliege, unter Bezugnahme auf eine konkrete Koranstelle verdeutlicht..."
Die einzige Frage, die zu klären gewesen ist, war, ob das wiederholte Bedrohen der Frau nach dem richterlichen Wegweisen, dem Tatbestand der unzumutbaren Härte lt.§1565, Abs.2 BGB, darstellt oder nicht. - (Wobei gegenüber dem Schläger ein Strafverfahren läuft, so wird es von einigen Quellen berichtet.)
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schorsch
antwortete am 24.03.07 (13:07):
mart, in der Bibel steht, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geformt hat. Es steht aber auch darin, dass man sich von Gott kein Bild machen solle. Was gilt denn nun?
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Medea.
antwortete am 24.03.07 (13:48):
Lieber Schorsch,
als "Mann des Wortes", nämlich als Schriftsteller müßte dir doch selbst eine schlüssige Antwort dazu einfallen. Das Bild Gottes dürfte bei jedem Menschen anders aussehen - ich denke, daß du ihn als Kind in die Nähe deines unbarmherzigen Vaters gerückt hast und dieses sich inzwischen längst manifestierte Bild läßt dich nicht los.
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schorsch
antwortete am 24.03.07 (16:23):
medea, da du dich nie getraust, auch nur den kleinsten Zweifel an dem Bild zuzulassen, das du von Gott hast, muss ich annehmen, dass du vor ihm mehr Furcht hast als ich.....
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Ursula
antwortete am 24.03.07 (17:57):
"Die einzige Frage, die zu klären gewesen ist, war, ob das wiederholte Bedrohen der Frau nach dem richterlichen Wegweisen, dem Tatbestand der unzumutbaren Härte lt.§1565, Abs.2 BGB, darstellt oder nicht." (mart)
... und genau deshalb ist es für mich völlig unbegreiflich, dass die Richterin zur Erläuterung ihrer (ja korrekten!)Entscheidung ausgerechnet besagte Koranstelle heranzieht. Es musste ihr doch klar sein, dass sie damit den Eindruck erwecken würde, sie billige Gewalt in der Ehe.
Ein Mensch mit so wenig Sensibilität ist nach meiner Ansicht für das Richteramt ungeeignet!
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Mulde
antwortete am 24.03.07 (18:30):
Ursula@ Danke! Du hast als einzige in verständlicher Form Die Frage zum Thema beantwortet! Danke sage ich -- und das war der eigentliche Hintergrund meiner Frage!
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hema
antwortete am 24.03.07 (18:33):
Meine klare Antwort auf diese Frage ist NEIN - die Richterin hatte nicht das Recht sich auf den Koran zu beziehen. Ich kenne zwar das deutsche GG zu wenig, aber ich nehme an, dass Prügeln nicht ausdrücklich erlaubt ist.
Der erste Satz unserer Österr. Verfassung beinhaltet die Gleichheit aller vor dem Gesetz.
***************************************************
Außerdem bin ich noch immer der Meinung, dass ein Mann nicht das Recht hat seine Frau zu schlagen, wenn sie sich nicht nach seinen Vorstellungen benimmt. Hier irrt der Koran!
Die Kräfte zwischen Mann und Frau sind nicht gleich verteilt. Diese Ungleichheit benachteiligt die Frauen Auch Männer handeln nicht immer richtig und nach dem Gesetz! Die Frauen haben aber sehr selten die Möglichkeit ihn zu prügeln.
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eko
antwortete am 25.03.07 (00:31):
@ mart:
Du hast mich in Deinem Beitrag von (12.54) direkt angesprochen. Nachdem ich meine Meinung heute vormittag dargelegt hatte, habe ich später im Video-Text des ZDF gelesen, dass sich da einige Leute ganz schon aufgeregt haben und sogar gegen die Richterin vorgehen wollen. Da habe ich gemerkt, dass ich wohl doch nicht ganz richtig liege mit meiner Auffassung. Insofern möchte ich meine Aussage etwas abschwächen.
Ich möchte aber noch gerne etwas Anderes sagen:
Immer wieder erlebe ich, dass Ehen, bei denen eine europäische Frau einen Mann aus einem anderen Kulturkreis heiratet, irgendwann scheitern. Einfach, weil die Gegensätze zu groß sind. Die jungen Frauen machen sich nicht bewusst, was sie da für ein Risiko eingehen.
Eine Kollegenfreundin meiner Frau hatte vor vielen Jahren sich in einem Ägypter "sterblich" verliebt, es war ihre große Liebe. Dann reiste sie einmal zu den Verwandten ihres Verlobten nach Ägypten......und als sie zurückkam, löste sie die Verlobung wieder, obwohl ihr dabei "schier das Herz brach". Heute ist sie heilfroh, diese Verbindung trotz allen Schmerzes gelöst zu haben.
Möglicherweise wird man mir jetzt "Rassismus" anhängen, aber ich würde niemals einer Europäerin zu einer Ehe mit einem Mann raten, der aus einem anderen Kulturkreis kommt. Die Gegensätze sind einfach zu groß und man sieht ja nun mal wieder an dem Thema, das hier gerade behandelt wird, welche Probleme dabei entstehen.
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BarbaraH
antwortete am 25.03.07 (10:50):
Tja, so kann es einem ergehen, wenn man sich "sterblich" verliebt. Hätte sie sich "unsterblich" verliebt, wäre das wohl nicht passiert. :-)
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Wolfgang
antwortete am 25.03.07 (11:10):
"[...] aber ich wuerde niemals einer Europäerin zu einer Ehe mit einem Mann raten, der aus einem anderen Kulturkreis kommt." (eko) - So hoert sich das an, wenn Menschen selektiert werden in 'die' und 'wir'. Rassismus? Selbstverstaendlich ist das Rassismus! Der alltaegliche Rassismus. Von den Politikern gesaet und von den Adressaten, den Spiessern, eifrig aufgenommen und gepflegt. Koennen so Bruecken gebaut werden zwischen den Kulturen?
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Medea.
antwortete am 25.03.07 (12:26):
Weder ab- noch zuraten, das muß jede/r selbst entscheiden. Hinweis u.U. geben auf die mannigfaltige Literatur zu der Problematik, alsda sind "Sand in der Seele", 1001 Geschichte.de etc., Informationen über Bezness-Opfer einholen ......, viel Leid könnte vermieden, wenn nicht gar zu blauäugig in eine Partnerschaft geschlittert würde. Ehen sind fast immer ziemlichen Belastungen ausgesetzt, das potenziert sich in der Regel dann noch mit einem Partner aus einem anderen Kulturkreis.
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klaus
antwortete am 25.03.07 (13:39):
@Wolfgang, "So hoert sich das an, wenn Menschen selektiert werden in 'die' und 'wir'. Rassismus? Selbstverstaendlich ist das Rassismus!"
Eko sagt :"...aber ich wuerde niemals einer Europäerin zu einer Ehe mit einem Mann raten, der aus einem anderen Kulturkreis kommt." Wenn es Rassismus ist, jemandem abzuraten eine Ehe einzugehen mit einem Partner aus einem anderen Kulturkreis- und mehr hat "Eko" nicht getan, dann sind 3/4 der Menschen auf der Erde Rassisten. In Wirklichkeit hat "Eko" hier nur darauf hingewiesen, welche Schwierigkeiten es geben kann bei Ehen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise. Und das es sie gibt, ist bekannt. Du bringst solche Meinungen automatisch in Verbindung mit echtem Rassismus, wie wir ihn im Faschismus kennengelernt haben und unterstreichst das mit Worten, wie "selektieren". Das ist unredlich und gefährlich und jeder Diskussionskultur abträglich, wenn nicht beleidigend. Aber ich glaube, dass du genau das willst. Du willst trennen("selektieren"), du willst Diskutanten in's Abseits stellen, indem du in Meinungen Dinge oktroyierst, die überhaupt nicht gesagt wurden. Das passt zu dir.
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mart
antwortete am 25.03.07 (13:42):
Blind (verliebt) zu heiraten und zu im Sinne des "positiven Denkens" zu hoffen, es wird schon gut gehen - bei uns kann es soetwas gar nicht geben - ist in jedem Fall schlecht.
So wie ein Ehevertrag auch bei inländischen Paaren in manchen Fällen unbedingt geschlossen werden muß, in vielen Fällen sich aber als sehr nützlich und klärend herausstellen kann, ist ein Ehevertrag zwischen verschieden staatlichen Paaren auf j e d e n Fall unbedingt zu empfehlen. Im islamischen Recht ist ein Ehevertrag durchaus etwas Normales, kann aber im Gegensatz zu deutschem Recht nicht mehr während der Ehe errichtet werden, sondern muß vorher abgeschlossen werden.
Daher vorher prüfen bevor man sich (ewig) bzw. mit nicht durchdachten Folgen bindet. Wenn der Partner hier aussteigt und beleidigt reagiert, meine ich, daß von dieser Verbindung abzuraten sei.
Im Link wird darauf relativ ausführlich eingegangen, nicht nur über das komplizierte Prozedere der Eheschließung zw. versch.staatlichen und ausländischen Partnern, sondern gegen Ende auch über spezielle Regelungen des islamischen Ehevertrags.
Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Buch Binationaler Alltag in Deutschland. Ratgeber für Ausländerrecht, Familienrecht und interkulturelles Zusammenleben. Hrsg. Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Verlag Brandes & Apsel
Internet-Tipp: http://www.verband-binationaler.de/eheschliessung/druckversion.htm
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mart
antwortete am 25.03.07 (13:48):
<<Das ist unredlich und gefährlich und jeder Diskussionskultur abträglich<< sagt Klaus über Wolfgangs Strategie Diskussionen abzuwürgen und auf seine Lieblingsschiene "Rassismus" hinzubiegen.
Ich sage weiters, es ist nicht nur der Diskussionskultur abträglich, sondern züchtet geradezu "Rassisten" und Neonazis.
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eleonore
antwortete am 25.03.07 (13:52):
ich verweise auf die neue spiegel, bzw.an dessen titel geschichte.
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kreuzkampus
antwortete am 25.03.07 (14:05):
Fortsetzung meiner Meinung am 23.3.,17.08 Uhr: In der offiziellen Stellungnahme der vorgesetzten Behörde steht: "Die Antragstellerin, deutsche Staatsangehörige marokkanischer Herkunft, hat im Jahre 2001 in Marokko den Antragsgegner, einen marokkanischen Staatsangehörigen, „gemäß den Vorschriften des Korans“ geheiratet. Die Eheleute leben seit Mitte Mai 2006 voneinander getrennt. In einem Verfahren nach dem Gewaltschutzgesetz hat das Familiengericht im Juni 2006 die Ehewohnung der Antragstellerin zur alleinigen Nutzung zugewiesen. Es hat ferner dem Ehemann untersagt, die Wohnung der Antragstellerin zu betreten und sich der Wohnung bis auf eine Entfernung von 50 m zu nähern. Diese zunächst bis zum 20.12.2006 befristete Anordnung hat das Gericht mit Beschluss vom 12.01.2007 bis zum 20.06.2007 verlängert." Das kann doch wohl nicht wahr sein! Die Frau lebt seit Mai 2006 getrennt, hat allen Schutz, den die deutsch Justiz gewähren kann und kommt jetzt auf den Gedanken, sich vor Ablauf des Trennungsjahres scheiden zu lassen. Wenn ihr das wichtig gewesen wäre, hätte sie es sofort beantragen müssen. so, und nicht anders, ist unser Scheidungsrecht gemeint. Ihr könnt Euch also noch so sehr aufregen: Dies hier ist keine Fall, über den man sich in Deutschland erregen müßte. Da ist alles nach Recht und Gesetz-nicht aber nach Bauchgefühl- verlaufen. Und das, was ich hier gelesen habe (nicht alles, weil ich die Zeit nicht habe) ist mehr "Bauch" als deutsches Recht. Ach ja-was mir dazu noch einfällt: Ob man sich in Marokko im vergleichbaren Fall auch solche Gedanken auch machen würde? :o))) Ich, für mein TEil, lasse die Kirche hier lieber im Dorf.
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mart
antwortete am 25.03.07 (16:44):
Nun, der Antrag auf vorzeitige Scheidung wurde bereits voriges Jahr eingebracht und im Jänner negativ beschieden.
lt.Spiegel
..."Trotz räumlicher Trennung ließ ihr Mann ihr keine Ruhe. Monatelang belästigte er sie über das Telefon, drohte, sie umzubringen und die Kinder zu entführen. Nur ein radikaler Bruch, eine sofortige Scheidung würde ihr jetzt noch ausreichend physischen Schutz und psychischen Halt geben können, hat sie damals gedacht."...
Ich denke natürlich, daß es naiv war zu glauben, der Mann würde bei einer vorzeitigen Scheidung nun plötzlich von seinem vermeintlichen Eigentum lassen! Aber diese Einstellung haben wohl auch noch einige andere "europäische" Männer.
Was ich in dieser u. anderen Diskussionen wirklich vermisse, ist die Erwähnung des vorbildlichen und vorbildhaften Familienrechts in Marokko. Es wurde 2004 reformiert. Gewalt ist in der Ehe in Marokko strafbar. Das Heiratsalter der Frauen wurde auf 18 Jahre angehoben. Frauen haben ein Recht auf Scheidung, auf das Sorgerecht für die Kinder und auf Unterhalt.
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hugo1
antwortete am 25.03.07 (18:06):
ob ich als aufgeklärte deutsche Frau, mir nun einen fleißigen Slawen, einen temperamentvollen Latino, einen reichen Asiaten, einen sportlichen Skandinavier oder einen saufenden Europäer anlache, sollte meiner freien Entscheidung vorbehalten sein.
Der deutsche Bürokratismus sorgt da eh schon genug für Probleme. Da brauch ich nicht noch zusätzliche Hinweise auf die gescheiterten Ehen. Davon gibt es in unserem Kultur-Dunstkreis auch schon reichlich.
Der Gedankensprung von Kulturkreis zu "Kulturraum", zu "Lebensraum", "Volksgruppe" und "Volksgemeinschaft", "Brauchtum", "Gesittung" und "Überfremdung" ist dann gar nicht mehr so weit,,,
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klaus
antwortete am 25.03.07 (19:21):
@hugo, es mag ja sein, dass für dich der Begriff Kulturraum schon in die Richtung Überfremdung weist. Für mich und sicher auch die große Mehrheit der Deutschen ist das nicht mehr so. Das hängt sicher damit zusammen, dass du noch sehr an alten Begriffen hängst, die auch in der DDR eine große Rolle spielten, aber von der Mehrheit- besonders der Jugend- nicht mehr benutzt werden. Dein Vorschreiber-"Wolfgang" wird dich sicher dafür loben.
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BarbaraH
antwortete am 25.03.07 (23:02):
>>Die bizarre Episode bietet ihnen (Alice Schwarzer, Henryk M. Broder und Edmund Stoiber, Anm. abh) einmal mehr einen willkommenen Anlass, vor "islamistischer Unterwanderung" zu warnen und ihren antimuslimischen Ressentiments freien Lauf zu lassen. Indem sie den Sinn von Liberalität und Religionsfreiheit anzweifeln, kommen sie rechtsextremen Volksverhetzern bedenklich nahe.
Auch die Bild-Zeitung und der Spiegel nutzen den Fall, um Überfremdungsängste zu schüren.(...)
Diese geballte Empörung lässt jedes Maß vermissen. Wie schon bei der Absetzung der "Idomeneo"-Oper in Berlin, handelt es sich dabei um einen deutschen Selbstverständigungsdiskurs über die "Wehrhaftigkeit" unserer Demokratie, der - und das ist das Irritierende - völlig ohne jeden Anlass von muslimischer Seite auskommt.
Die Folgen solcher Hysterie aber müssen vor allem Muslime tragen. Am vergangenen Mittwoch gab es in Berlin auch einen Brandanschlag auf die Baustelle einer Moschee. Die Empörung darüber fiel im Vergleich eher dürftig aus.<<
Quelle: taz vom 26.03.07 DIE REAKTIONEN AUF DIE "KORAN-RICHTERIN" ZEUGEN VON HYSTERIE Die Islamisierung in den Köpfen von CHRISTIAN RATH
Internet-Tipp: http://www.taz.de/pt/2007/03/26/a0177.1/text
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dutchweepee
antwortete am 26.03.07 (03:09):
in deutschland gilt deutsches gesetz und in marokko marokkanisches - worüber diskutiert ihr eigentlich gerade?
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hugo1
antwortete am 26.03.07 (08:47):
dutch, worüber??? Na, es geht um den von eko angesprochenen Kulturkreis und das er es immer wieder erlebt: "dass Ehen, bei denen eine europäische Frau einen Mann aus einem anderen Kulturkreis heiratet, irgendwann scheitern. Einfach, weil die Gegensätze zu groß sind."
,,und hier in meiner Stadt werden fast nur deutsche-deutsche Ehen geschieden und das recht reichlich,,,
solange wir Alten den Jungen auch noch einreden wie gefährlich, wie unpassend, wie unnormal usw solch eine Beziehung sei und Ihnen das Scheitern einreden und Voraussagen usw. desto mehr zeigen wir wie altmodisch, zurückgeblieben, unpassend und unnormal wir schon sind.
Die Zeit ist nicht aufzuhalten und die Zukunft liegt in der Beendigung solch hinterwäldlerischer altmodischer Vorstellungen.
Ich hab mir schon in den frühen Sechzigern sogar ein Sorbin ausgesucht und,,,,die regiert mich heute noch mit großem Vergnügen,,*g*
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Olive
antwortete am 26.03.07 (08:54):
"und das ist das Irritierende - völlig ohne jeden Anlass von muslimischer Seite auskommt."(BarbaraH)
Wenn man auf Internetseiten von z.B. Muslimmarkt ein wenig stöbert, die Ereignisse auf der Welt verfolgt, oder auch nur im täglichen Leben zuhört, kann man schon zu einer anderen Ansicht kommen. Wir müssen benennen dürfen, was passiert und was wir wollen, ohne gleich in die Rassistenecke gestellt oder Muslimbasher genannt zu werden.
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schorsch
antwortete am 26.03.07 (09:46):
Ich denke, man muss unterscheiden können zwischen "Integration der Ausländer" und "Generelle Abscheu vor Ausländern anderer Kultur". Gleich woher die Ausländer kommen: die einen wollen/können sich an die Gegebenheiten des Gastlandes anpassen. Andere aber wollen so leben, wie sie es in ihren Heimatländern gewohnt waren: Ich bin der Mann = mir haben sich Frau und Kinder unterzuordnen. Wer nicht pariert wird mit Schlägen überzeugt!
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mart
antwortete am 27.03.07 (00:10):
@dutchweepee
<< Und in deutschland gilt deutsches gesetz und in marokko marokkanisches - worüber diskutiert ihr eigentlich gerade?<<
Es kann dir doch nicht entgangen sein, daß sich die Richterin auf Kulturkreis, Marokko u. ähnl. bezogen hat.
Du weißt, daß unter Umständen auch in Deutschland an einem deutschen Gerichtshof nach dem marokanischen Recht entschieden werden muß.
In diesem Zusammenhang fand und finde ich es erwähnenswert, daß es in Marokko ein Familienrecht gibt, da durchaus hiesigem Standard entspricht (Wie genau und wo Unterschiede sind, weiß ich aber nicht). Ich hoffe, daß diese Richterin, wenn sie tatsächlich dieses Recht einmal in ihrer weiteren Berufstätigkeit anwenden müßte, dieses zuerst studiert, bevor sie den Mund aufmacht.
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BarbaraH
antwortete am 27.03.07 (10:44):
@ Olive
Wenn Du schon zitierst, dann bitte im Zusammenhang und nicht sinnverfälschend etwas herausgreifen. Der Text stammt übrigens nicht von mir, sondern von Christian Rath und erschien in der taz. Hier noch einmal das Zitat im Zusammenhang:
>>Auch die Bild-Zeitung und der Spiegel nutzen den Fall, um Überfremdungsängste zu schüren.(...)
Diese geballte Empörung lässt jedes Maß vermissen. Wie schon bei der Absetzung der "Idomeneo"-Oper in Berlin, handelt es sich dabei um einen deutschen Selbstverständigungsdiskurs über die "Wehrhaftigkeit" unserer Demokratie, der - und das ist das Irritierende - völlig ohne jeden Anlass von muslimischer Seite auskommt.
Die Folgen solcher Hysterie aber müssen vor allem Muslime tragen. Am vergangenen Mittwoch gab es in Berlin auch einen Brandanschlag auf die Baustelle einer Moschee. Die Empörung darüber fiel im Vergleich eher dürftig aus.<<
Hier wird auf eine Tatsache hingewiesen, an der es nichts zu beschönigen gibt.
Quelle des Zitats: taz vom 26.03.07 DIE REAKTIONEN AUF DIE "KORAN-RICHTERIN" ZEUGEN VON HYSTERIE Die Islamisierung in den Köpfen von CHRISTIAN RATH
Internet-Tipp: http://www.taz.de/pt/2007/03/26/a0177.1/text
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eko
antwortete am 27.03.07 (15:41):
am 25.3. habe ich folgenden Satz geschrieben:
"Möglicherweise wird man mir jetzt "Rassismus" anhängen, aber ich würde niemals einer Europäerin zu einer Ehe mit einem Mann raten, der aus einem anderen Kulturkreis kommt."
Es war ja zu erwarten, dass sich da wieder einmal einige mit ganz besonderem Eifer draufstürzen, um mir klar zu machen, was ich da doch für einen Unsinn schreibe.
Gewiss, mit einer entsprechenden Menge an negativer Energie kann man alles verdrehen und anders interpretieren, als es gemeint war.
In meinem Freundeskreis hat eine Tochter einen Tunesier geheiratet. Da war erst mal riesige Freude und alles in wunderbare Harmonie getaucht. Der Mann ist Immobilienhändler und arbeitet in München, wo er gut verdient. Das erlaubt es ihm, Dinge zu tun, die einem Normalverdiener eben nicht möglich sind. Er surft sehr gerne und am Liebsten irgendwo in der Südsee. Würde er dazu seine Frau mitnehmen, wäre ja alles OK. Aber das tut er nicht. Er fährt alleine.........und die Frau sitzt zu Hause. Geht er abends aus, dann immer alleine.
Inzwischen hat sich die Frau von ihm getrennt, weil sie seine Lebensart nicht mehr ertragen wollte. Natürlich kann man mir jetzt wieder kontern und sagen, das würde es unter deutschen Ehepartnern auch geben. Doch da ist es wohl die Ausnahme, währenddessen es in Ländern wie Marokko, Tunesien, Ägypten, Türkei ganz allgemein üblich ist, dass die Männer für sich leben und die Frauen über den Stand einer Edeldienstmagd so gut wie nie hinauskommen. Das ist in diesen Ländern Standard und etwas völlig Selbstverständliches. Und darin liegt der große Unterschied zu Mitteleuropa.
Und eben aus diesem Grund und weil die Schwiegertöchter in orientalischen Familien absolut keinerlei Rechte haben und oft genug der Willkür der eifersüchtigen Schwiegermütter ausgesetzt sind, würde ich jeder Europäerin davon abraten, einen Mann aus so einem völlig anderen Kulturkreis zu heiraten.
Das hat nichts, aber auch schon gar nichts mit Rassismus und ähnlichem Schwachsinn zu tun, sondern einzig, allein und ausschließlich mit Vernunft.
Das möchte ich noch einmal ganz deutlich zum Ausdruck bringen.
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klaus
antwortete am 27.03.07 (17:18):
@eko, du beschreibst hier Schwierigkeiten, die für die beschriebenen Konstellation sehr oft typisch sind und eben keine Ausnahme. Natürlich gehen viele solcher Verbindungen auch gut. Einerseits, weil die Männer sich den Gegebenheiten des "Gastlandes" anzupassen vermögen(nicht immer ganz einfach) oder die Frauen sich dem unterwerfen. Darauf hinzuweisen halte ich für richtig und das hat natürlich auch nichts mit Rassismus zu tun. Für einige ist das aber eine reine politische Frage. Da spielen dann die Vernunftsmomente keine Rolle mehr. Wer den ganzen Tag mit Begriffen, wie Muslime-Basher herumwirft, dem geht es überhaupt nicht mehr um das spezielle Problem, sondern nur noch darum, zu beweisen, wie rassistisch die Deutschen sind und wie SIE zu den wenigen gehören, die das begriffen haben.Das ist wahrscheinlich so eine Art "Messiasgefühl". Ich finde es in Ordnung, dass du noch 1X darauf hinweist- es wird dir aber nichts nützen, da solche "Messiasse" meinen, unter allen Umständen das Recht zu haben, andere zu beleidigen, zu bevormunden und wissentlich falsch zu zitieren, wenn es ihrer Sache dient.
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Olive
antwortete am 27.03.07 (18:37):
Auch interessant in diesem Zusammenhang: "Während Fundamentalismus, Aberglaube, Unwissenheit, verletzte Menschenrechte, Verstümmelung weiblicher Genitalien, zwangsweise Absonderung von Frauen im Haus oder unter dem Schleier, religiöser Extremismus, Bombenattentate durch Selbstmordkommandos und islamischer Terrorismus weiterhin die Markenzeichen muslimischer Staaten und Gesellschaften bleiben, die unter dem Einfluß des Saudi-islamischen geistlichen Reiches der Petro-Dollars oder der iranischen schiitischen Einflußzone des schiitischen Ölgeldes stehen, ist es höchste Zeit für die zivilisierte Welt, zu erwachen und sich aus der Starre des Multi-Kulturalismus und der blinden Toleranz gegen organisierte Intoleranz zu lösen, denn das Übel läuft darin bereits über. Viele der Akte islamischer Staaten und Gesellschaften, Organisationen und Individuen sind barbarisch und mittelalterlich. Köpfen unschuldiger Geiseln, Todesstrafe und Mord aus religiösen Gründen, Abschlagen von Händen und Füßen, Zu-Tode-Steinigen von Frauen, weil sie vergewaltigt wurden oder weil sie natürlicher sexueller Beziehungen angeklagt sind, Morde zur "Ehrenrettung" aufgrund bloßer Verdächtigungen, Attentate von Selbstmordkommandos und terroristische Akte - all dies sind Anzeichen einer tiefsitzenden Krankheit.. Mord im Namen eines barmherzigen Allah ist pure Heuchelei. "
Internet-Tipp: http://www.rationalistinternational.net/article/20041120_de.html
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Medea.
antwortete am 27.03.07 (20:01):
Ein bewegender Artikel, der es verdient, in seiner ganzen Länge gelesen zu werden. Dieser Mann, Dr. Younus Shaikh, Pakistani, Gründerpräsident der Rationalistenorganisation "Die Aufklärung" berichtet schonungslos über "Der Islam und die Frauen" und schließt mit einem Appell an die westlichen Gesellschaften.
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mart
antwortete am 28.03.07 (09:31):
170 islamische Frauenrechtlerinnen
..."Die aus Ägypten stammende Niederländerin Nahed Selim, Autorin des Buches "Nehmt den Männern den Koran!", plädierte demgegenüber dafür, Frauen benachteiligende Passagen im Koran einfach außer Acht zu lassen. So hätten schließlich alle islamisch geprägten Staaten mittlerweile die Sklaverei abgeschafft, obwohl im heiligen Buch der Muslime durchaus noch von Sklaven die Rede sei. "Dasselbe sollte für frauenfeindliche Verse gelten", forderte Selim. Die Menschen bräuchten ein ethisch-religiöses Konzept, das ihnen Orientierung gebe, und keine wörtlich zu nehmenden Schriften, die sie einengten. Eine Position, die allerdings manchen dann doch zu weit ging.
Nach 1.400 Jahren männlicher Dominanz im Islam stünde die feministische Bewegung in der muslimischen Welt erst am Anfang, räumte Akgün an. "Wir brauchen gut ausgebildete Frauen, die die Vereinbarkeit von Demokratie, Frauenrechte und Islam vorleben", forderte sie. Die "unglaubliche Fülle" an Projekten hätten ihr dabei Hoffnung gemacht. Die Veranstaltung sei als Auftakt zu einer verstärkten Vernetzung, kündigte sie an. "Diese junge feministische islamische Bewegung braucht und verdient jede Unterstützung."
PASCAL BEUCKER in der taz "Ansätze eines muslimischen Feminismus"
Internet-Tipp: http://www.taz.de/pt/2007/03/10/a0110.1/text
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Wolfgang
antwortete am 28.03.07 (10:01):
Michaela Schlagenwerth stellt zwei muslimische Frauen vor und die Website, die sie betreiben:
"Betül Yilmaz trägt Kopftuch, Clemence Delmas trägt keines. Sie selbst haben damit nicht das geringste Problem. Betül ist 21 und studiert Islamwissenschaft, Clemence, 28 Jahre, ist Politologin und arbeitet an ihrer Doktorarbeit über islamischen Feminismus. Beide wohnen in Berlin. Als nach dem Mord am niederländischen Filmemacher Theo van Gogh die Debatten über den Islam die Medien beherrschten, fanden sie: 'Es wurde sehr viel über Muslime geredet, nur die Muslime selbst kamen wenig zu Wort.' Weil sie dem nicht länger zuschauen wollten, beschlossen sie, ein eigenes Forum zu schaffen. Seit eineinhalb Jahren betreiben sie die Website www.Muslimische-Stimmen.de ."
Quelle des Zitats...
Berliner Zeitung, 28.03.2007 Wer weiß schon, was muslimisch ist? Nachrichten aus einer Parallelwelt: Zwei Frauen zeigen auf ihrer Website die islamische Vielfalt Von Michaela Schlagenwerth
Internet-Tipp: http://www.muslimische-stimmen.de/
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mart
antwortete am 28.03.07 (10:44):
Diese Site, die seit 1 1/2 Jahren betrieben wird und die die einzige deutschsprachige ist, hinter der kein islamischer Verband steht, ist es wert, beworben zu werben.
Hier der Link zur Berlinger Zeitung, "Wer weiß schon, was muslimisch ist? Nachrichten aus einer Parallelwelt: Zwei Frauen zeigen auf ihrer Website die islamische Vielfalt" von Michaela Schlagenwerth Berliner Zeitung, 28.03.2007
Internet-Tipp: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/feuilleton/640762.html
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mart
antwortete am 28.03.07 (10:46):
Damit für Interessierte es kein Geheimnis bleibt, wo man ein guten Überblick über das, was in diversen Zeitungen geschrieben wird, bekommt, möchte ich wieder einmal auf den "perlentaucher" verweisen. siehe Link
Internet-Tipp: http://www.perlentaucher.de/
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mart
antwortete am 28.03.07 (10:54):
Eine ebenfalls sehr gute Übersicht mit Linkangeboten bietet "signandsight.com, let´s talk Europaen" ein englischsprachiges Angebot von Perlentaucher.de,
Internet-Tipp: http://www.signandsight.com/
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abdu
antwortete am 06.05.07 (22:37):
vielleicht soellte ich das von MART gebrauchte wort erklaeren. DHIMMI..:ehrenhafter mensch. abstammung:DHIMMA[ehre]. wer sein wort haelt und gewissen hat ist ein DHIMMI. beim aufgang der islamischen sonne wurde das adjektiv dann nur fuer JUDEN und CHRISTEN(von den arabern des 7. und 8. jh)benutzt um diese monothisten von den heidnischen des orients zu unterscheiden. heute ist das wort DHIMMI im nahen osten sehr selten in gebrauch. ob moslem,christ oder jude..wer ist HEUTE noch ein DHIMMI!.
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