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Politik & Gesellschaft
THEMA: 50 Jahre EU - NEIN zum Europa des Kapitals!.
Bisher 15 Antworten.
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Wolfgang
begann die Diskussion am 25.03.07 (11:02) :
Fuer ein Europa der Reichen? Fuer ein Europa des Lohndumpings? Fuer ein Europa der Kriegstreiber? - Heute, am 25. Maerz, kommen die Chefs der EU-Laender in Berlin zusammen. Sie wollen den Beginn des gemeinsamen europaeischen Marktes vor 50 Jahren feiern. Damals begann die Zentralisierung wirtschaftlicher und politischer europaeischer Macht. Lohnraub und Rentenklau und Abbau von Buergerrechten wurden Programm. Und Kriegfuehren wurde wieder schick. Ein neuer imperialistischer Global Player wurde getauft.
Ohne diese EU koennten wir gut auskommen, meine ich. Mein Europa jedenfalls schaut anders aus.
http://www.anti-eu.info/
Internet-Tipp: http://www.anti-eu.info/
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hugo1
antwortete am 25.03.07 (11:39):
Fuer ein Europa der Reichen? Fuer ein Europa des Lohndumpings? Fuer ein Europa der Kriegstreiber?
nee wolfgang dafür wirste wohl keine Mitstreiter bekommen, eben sowenige wie für: Ein Europa der Armen, für die Spitzenverdiener und die Pazifisten,,,
Aber ein Europa, weit weg von der Kleinstaaterei, der tausenden Zollstationen der dutzenden Währungen, der unterschiedlichsten Normen, des Einflusses des Klerus, der Minderwertigkeitsduselei(sprich Amerika Hörigkeit), der Reisebeschränkungen usw.,,,, das gefällt mir sehr und dafür nehme ich auch gerne noch einige derzeitige Übergangsprobleme und Nicklichkeiten in kauf. Nicht mäkeln, verurteilen, ablehnen ist angesagt, sondern besser und richtig machen ,,*g*
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BarbaraH
antwortete am 25.03.07 (11:41):
In diesem Zusammenhang möchte ich auf folgenden Artikel aufmerksam machen:
Kritische Glückwünsche zum 50. Geburtstag der EU
Wissenschaftlicher Attac-Beirat gegen Marktradikalität und Militarismus
Internet-Tipp: http://www.attac.de/aktuell/presse/presse_ausgabe.php?id=674
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Wolfgang
antwortete am 25.03.07 (11:52):
"Fuer ein Europa der Reichen? Fuer ein Europa des Lohndumpings? Fuer ein Europa der Kriegstreiber? - nee wolfgang dafuer wirste wohl keine Mitstreiter bekommen [...]." (Hugo) - Ich sicher nicht, denn ich mache mich ja fuer das Gegenteil stark. Aber fuer genau das Europa der Reichen, des Lohndumpings, der Kriegstreiber gibt es eine Mehrheit hierzulande. Die 'Lemminge' wollen es so. Sicher, sie noelen ein bisschen hier und da und ab und zu kommt etwas Kapitalismuskritik auf. Aber eigentlich sind sie doch ganz zufrieden, wenn ihnen das Fell ueber die Ohren gezogen wird. Merke: Die Verkaufe funktioniert.
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NIL
antwortete am 25.03.07 (12:25):
Wolfgang, welch interessante Betrachtungsweise, die ja auch sein darf. Aber heute nicht, freu dich doch mal auch über was. Oder möchtest du ein Europa der Zerstrittenheit, der Dominanz der Religionen, der Versklavung, des Rassismus, der geschlossenen Grenzen, der Zölle, der Angst?
Möchtest du gar die flächendeckendste Katastrophe, die die Menschheit je erlebt hat, den kommunistischen Faschismus? Ne, nich.
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Wolfgang
antwortete am 25.03.07 (13:00):
Einen kommunistischen Faschismus kenne ich nicht. Ich kenne nur einen deutsch-oesterreichischen Faschismus (und ein paar andere auch noch), der hervorragend auf kapitalistischer Grundlage funktioniert hat und wo u.a. Kommunisten in grosser Zahl gemeuchelt wurden.
Und was das Freuen anbetrifft... Da brauche ich nun wirklicch keine EU-PR-Veranstaltung. Die wuerde mich total runterbringen. Mir reicht der Fruehlingstag mit viel Sonne. Und die Aussicht auf ein leckeres Mittagsmahl. ;-)
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klaus
antwortete am 25.03.07 (13:08):
@Wolfgang, "Fuer ein Europa der Reichen? Fuer ein Europa des Lohndumpings? Fuer ein Europa der Kriegstreiber? - nee wolfgang dafuer wirste wohl keine Mitstreiter bekommen [...]." (Hugo) - Ich sicher nicht, denn ich mache mich ja fuer das Gegenteil stark. Du bist ein Heuchler !! Ich erinnere mich sehr gut, dass du gerade erst gefordert hast, starke Einschnitte vornehmen zu müssen, um den Klimawandel aufzuhalten und bereit warst, zu akzeptieren, dass davon besonders - aber eigentlich NUR - die Armen betroffen wären. Populismus ganz nach Kassenlage. Auf dich können die Armen verzichten - hoffentlich merken die das.
@Nil, was Wolfgang verunsichert,kann ich dir sagen, es IST die Tatsache, dass Europa erstmals seit tausend Jahren NICHT durch Kriegsangst, Versklavung, geschlossenen Grenzen... gekennzeichnet ist, sondern trotz aller Schwierigkeiten, die ein so riesiges Bündnis mitbringt, ein Vorbild für die Welt ist. Leute wie Wolfgang brauchen eine Welt mit Schwierigkeiten, um sich als "Retter" und "Heilsbringer" aufspielen zu können. Dabei wird alles, was nicht in die eigene Ideologie passt, in den Dreck getreten - egal, worum es sich handelt.
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NIL
antwortete am 25.03.07 (14:15):
Da ich oft weg bin, kann ich klausens Äusserungen nicht näher bewerten.
Freu mich aber, dass Wolfgang sehr wohl Dinge hat, auf die er sich zu freuen vermag.
Für mich persönlich gibt es nicht so viel Tatsachen im politischen Bereich, die man in eine schwarze oder weisse Schublade hineindenken kann.
Extreme Dinge wie Hass oder Gewalt natürlich schon.
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Karl
antwortete am 25.03.07 (16:04):
Es gibt auch bei der Politik der EU Vieles, was bemängelt werden muss. Kontrastiert man die 50 Jahre seit der Unterzeichnung der römischen Verträge aber mit den Zeiten davor (und das können 50, 500 oder 5000 Jahre sein), dann erkennt man vielleicht doch, dass diese 50 Jahre für Europa eine Blütezeit dargestellt haben. Ich kann nur hoffen, dass dieses Werk nicht zerbröselt, sondern weiter entwickelt wird.
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Wolfgang
antwortete am 25.03.07 (19:45):
Spiegel Online - 25.03.2007 EINE DEMO GAB ES AUCH: "Scheiss' auf Euer Europa!" Ganz Berlin feierte die EU, den kleinen Knut oder einfach nur die Sonne. Ganz Berlin? Nein. Ein kleines Haeuflein (eigentlich sollten es zehntausend sein) stemmte sich tapfer gegen den Gute-Laune-Tag. Von Reinhard Mohr http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,473791,00.html
Internet-Tipp: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,473791,00.html
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hema
antwortete am 25.03.07 (21:17):
Aus der heutigen Kronenzeitung:
In den Wind gereimt ... von Wolf Martin
Geburtstag feiert die ER. Verdient sie aber das Getu? Sie ist den wenigsten sympatisch, weil sie mitnichten demokratisch. Es mögen sie in allen Staaten nur Spesenritter, Bürokraten, Politiker im Bonzenmiefe und noch vielleicht ein paar Naive. Sie war geplant von klugen Köpfen, doch diese wichen eitlen Tröpfen.
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hema
antwortete am 25.03.07 (21:24):
Und aus einem Leserbrief der Kronenzeitung (Otto Hepfel, Theras) zitiere ich.
Was Österreich in der EU verloren hat: Seine Identität, seine Eigenständigkeit, innere und äußere Sicherheit, eine intakte Umwelt, unverseuchtes Saatgut und vieles mehr haben wir verloren.
**********************************************************+
Und wir dürfen unsere nicht willkommenen Eurofighter nicht einmal starten, weil die Ami die Genehmigung dafür geben müssen und die haben wir noch nicht !!!!
Und wir wollen uns von den USA über die EU auch nicht genverseuchtes Saatgut aufzwingen lassen!
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mart
antwortete am 25.03.07 (21:33):
hema,
Verschone die Welt mit Wolf Martin, den Versschmid der Kronenzeitung (zur Informatin = Bildzeitungniveau).
.."Das tägliche Gedicht, dieser Leitartikel in Poesiealbumformat, dient einem anderen Zweck: Es soll die kalten Themen aus Geschichte und Politik in kleine, liebe Sprüche verwandeln, in Familienwitzchen, die nur missverstehen kann, wer sie missverstehen will. Wie ernst die Fragen, wie mies die Unterstellungen dieser Lyrik auch sein mögen – kaum schlägt Wolf Martin die Leier, sieht sich der Leser in eine Kinderwelt versetzt, die bevölkert ist von Regierungerln, Kriegerln und Inflationerln – und einer Tageszeitung, die ihm die große weite Welt aufs Schema von Gut und Böse zurechtfabuliert: „Im Zweifelsfalle sicherlich / bin für die USA auch ich. / Denn besser noch von Bush beengt / als von den Mullahs aufgehängt. / Und lieber noch konzerngepeinigt / als von den Taliban gesteinigt.“ ...."
Internet-Tipp: http://www.zeit.de/2003/25/Kronenzeitung
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Silhouette
antwortete am 25.03.07 (22:24):
Danke, Wolfgang, für den link, der feine Spott der Spiegels ist immer wieder ein Genuss.
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NIL
antwortete am 26.03.07 (10:01):
Was wieder zeigt, das Ja und Nein, stellt auch bei diesem thread sich ein. Nicht einer ist umstimmbar wie immer, doch war es diesmal noch schlimmer,
weil man ja zwei threads dazu gebar, jeder nun überflüssig war.
Wo sind die differenzierten Stimmen anstelle Spott wie von Sinnen? Könnt Vor- und Nachteil ja mal wiegen, um mehr Meinungen hier zu kriegen.
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Claude
antwortete am 26.03.07 (10:24):
Nun Karl wir sind nicht oft einer Meinung, befürchte ich fast!! :-)) Aber deinen Beitrag vom 25.03.07 (16:04): kann ich voll unterschreiben. Gruß Claude
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