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Politik & Gesellschaft
THEMA: Grenzen des Wachstums. Das 30-Jahre-Update.
Bisher 19 Antworten.
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Wolfgang
begann die Diskussion am 06.04.07 (10:10) :
Beruehmt-beruechtigt ist das Buch "Grenzen des Wachstums", das 1972 veroeffentlicht wurde. Seitdem vergangen sind 35 Jahre, die, was den Umbau der Weltwirtschaft hin zu einer nachhaltigen Veranstaltung betrifft, weitgehend vertane Jahre waren.
Jetzt gibt es eine Neuauflage - ein Update - der "Grenzen des Wachstums". Hier geht's weiter im Text... http://ecofreak.myblog.de/ecofreak/art/134274524/
Internet-Tipp: http://ecofreak.myblog.de/ecofreak/art/134274524/
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Peter101
antwortete am 07.04.07 (11:00):
„Der Klimawandel hat Fahrt aufgenommen und beschert uns einen neuen Rekord nach dem anderen.“ Verkündete letztens ein Meteorologie. Was soll denn daran negativ klingen frage ich mich? Die Wirtschaft nimmt ja auch laufend Fahrt auf und beschert uns einen Rekord nach dem anderen und ein gutes Geschäfts - klima. ;-)
"Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland im Juli 2006
Nachdem die deutsche Volkswirtschaft im ersten Quartal 2006 Fahrt aufgenommen hat, dürften sich die wirtschaftlichen Aktivitäten im Verlauf des zweiten Quartals beschleunigt und dabei auch an Breite gewonnen haben. Hierfür spricht das gute Geschäftsklima der Wirtschaft, insbesondere die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage."
Aus: http://www.stellenboersen.de/aktuelles/bund/bmwi/
http://derstandard.at/?url=/?id=2819360
„Jeden Tag verschwinden Wälder, die zweimal so groß wie Paris sind. Da kann es gar nicht schaden, ein Apfelbäumchen zu pflanzen.“ Aus: http://www.swr3.de/info/magazin/klimawandel/stopp.html#3
http://www.naturschatz.org/kanada/evolution.htm http://www.saegewerk-schloemer.de/
Think big, grow fast, the winner takes it all. Siehe unten + Gruss!:
Internet-Tipp: http://www.amazon.de/krankt-Moderne-Mythen-gef%C3%A4hrden-Zukunft/dp/3570500225
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Wolfgang
antwortete am 07.04.07 (11:35):
Keine Frage: Der Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Wachstum (ein Essential im Rahmen der Industriegesellschaft) und Umweltzerstoerung wird zwar weitgehend geleugnet, ist aber offensichtlich. Trotzdem heisst die Devise "weiter so und durch". Denn vor einem haben die meisten Menschen (vor allem die in den sogenannten 'entwickelten' Laendern) noch mehr Angst als vor ihrem Untergang: Vor der Aenderung ihrer Art und Weise zu produzieren und zu konsumieren. Deshalb wollen sie vom 'american way of life' nicht runter. Koste es, was es wolle. Das vernuenftige Wesen graebt sich sein Grab - immer fleissiger, immer effizienter, unter immer mehr Naturverbrauch.
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Peter101
antwortete am 07.04.07 (12:33):
„Der Glaube an den "Einen Gott" habe einen Bildersturz ausgelöst und eine große Leere über die Welt gebracht. Was in der Wüste geboren wurde, hat die Erde zur Wüste gemacht.“ Aus: http://www.zeit.de/2002/30/200230_handke_houellebe_xml
„Macht Euch die Erde Untertan“ steht ja in der göttlichen Anleitung zur Benutzung der Erde. Da aber offensichtlich in der Hin – Sicht noch nicht genug getan wurde, gibt es nur ein Mittel: Mehr Desselben um mehr des selben Elends zu erreichen. Georg W. hat das klar erkannt: http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=454&sid=95#
„Kurzbeschreibung Paul Watzlawick, der Meister des "Unglücklichseins", führt mit vielen wunderbaren Beispielen vor, wie wir, ferngelenkt von der finsteren Schicksalsgöttin Hekate, unermüdlich den scheinbar hundertprozentigen Lösungen aufsitzen, weil ein ehrbares Prinzip oder das Streben nach Sicherheit und Glück übersehen lassen, daß die Lösung eines Problems oft nur ein Trugschluß ist.“ Aus:
Internet-Tipp: http://www.amazon.de/Schlechten-Guten-oder-Hekates-L%C3%B6sungen/dp/3492243177
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hema
antwortete am 08.04.07 (09:45):
@ Peter 101
...„Jeden Tag verschwinden Wälder, die zweimal so groß wie Paris sind. Da kann es gar nicht schaden, ein Apfelbäumchen zu pflanzen.“
Das kann wirklich nicht schaden. Aber in unseren Alpen wächst durch Samenflug sofort Wald nach, wenn eine Alm nicht mehr bewirtschaftet wird, oder eine größere Wiese nicht gemäht wird. Trotz Abholzungen wächst bei uns der Waldbestand.
Im Amazonasgebiet mag das anders sein, weil Bauern kurzfristig diesen gerodeten Waldboden bearbeiten, er aber für diesen Zweck zu wenig Kraft in sich hat.
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hema
antwortete am 08.04.07 (09:49):
Du meinst hier das Wirtschaftswachstum.
Solange in Afrika ein Mensch in einem Negerkral leben muß, und solange Menschen verhungern, hat die Wirtschaft ein Wachstum vor sich.
Auch diesen Menschen muß eine Zukunft und ein menschenwürdiges Dasein mit den Grundrechten jedes Menschen auf Nahrung, Wohnung, Kleidung gegeben werden.
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Wolfgang
antwortete am 08.04.07 (10:34):
Die Weltwirtschaft waechst derzeit wie wild. Es bilde sich aber niemand ein, dass davon die Armen in den sogenannten 'nicht- oder unterentwickelten' Laendern profitieren wuerden. Deren Lage hat sich ueber die Jahrzehnte des Wirtschaftswachstums sogar relativ verschlechtert. Den Reibach machen die Erstweltler; Drittweltler schauen mehrheitlich in die Roehre.
Industrielles Wachstum und dadurch induzierter Wohlstand (das meinen die Oekonomen der Herrschenden regelmaessig, wenn sie von Wachstum und Wohlstand sprechen) geht an der Masse der Menschen vorbei. Dazu kommt, dass solches Wachstum und solcher Wohlstand nur per Zerstoerung von Mensch und Umwelt des Menschen moeglich ist.
Solch eine Wachstums- und Wohlstandsordnung (besser: Unordnung) ist nicht nachhaltig, sondern zerstoert seine eigenen Grundlagen. Wir werden gerade Augenzeugen dieses Dramas, das, wenn nichts Gegenteiliges geschieht, das System ueberschiessen laesst und grosse Verheerungen mit sich bringt.
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Wolfgang
antwortete am 08.04.07 (10:39):
"Wenn man von der Annahme ausgeht, Bevoelkerungswachstum und Kapital duerfen nicht beschraenkt werden und sollten sich selbst einpegeln, ist es einfach unmoeglich, irgendwelche Massnahmen zu finden, die dieses Ueberschiessen von Grenzen verhindern koennen" (Meadows 1990, S.129).
"1. Wenn die gegenwaertige Zunahme der Weltbevoelkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natuerlichen Rohstoffen unveraendert anhaelt, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der naechsten hundert Jahre erreicht. [...]
2. Es erscheint moeglich, die Wachstumsgrenzen zu aendern und einen oekologischen und wirtschaftlichen Gleichgewichtszustand herbeizufuehren, der auch in weiterer Zukunft aufrechterhalten werden kann. [...]
3. Je eher die Menschheit sich entschliesst, diesen Gleichgewichtszustand herzustellen, und je rascher sie damit beginnt, um so groesser sind die Chancen, dass die ihn auch erreicht." (Meadows 1990, S.17).
Quelle der beiden Zitate... Dennis L. Meadows: Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit. 15. Auflage; Deutsche Verlags-Anstalt: Stuttgart 1990 (Erstausgabe 1972)
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hugo1
antwortete am 09.04.07 (09:42):
ich sehe das Problem Weltbevölkerung nicht so dramatisch wie es oft dargestellt wird.
Wenn ich ständig von einer zunehmenden Überalterung lese und höre, dann macht das auch Hoffnung.
Diese Überalterung wird bald auch die Länder erreichen, die gegenwärtig noch eine hohe Geburtenzahl aufweisen.
Aber was passiert dann ??
Gegenwärtig sterben weltweit ca 80 Millionen im Jahr. Auch diese Zahl wird drastisch steigen (trotz zunehmender Lebenserwartung)
Die Geburtenrate (gegenwärtig ca 140 Millionen im Jahr) wird kaum noch erheblich steigen, zumal seit ca 10 Jahren schon ein weltweit abnehmender Trend (bezüglich der Zunahme) zu erkennen ist.
Gegenwärtig nimmt in Deutschland die Überalterung zu und die Geburtenrate ab bzw bleibt relativ niedrig konstant. Was soll uns davon abhalten anzunehmen, das dieser Trend sich nicht weltweit -wenn auch mit Verzögerung- auch durchsetzt?
Ich habe vor Jahren schon geschrieben das die Erde locker 10 Milliarden Menschen ernähren kann. Das mit den gegenwärtig erzeugten Produkten -bei entsprechendem Willen und guter Logistik- kein Mensch mehr hungern müßte.
ps (vielleicht sollten weltweit die Menschenmassen soo gut ernährt werden wie wir Deutschen, dann würden sie genauso fett und träge und zum Kindererziehen zu faul,,,mit den entsprechenden erhofften guten Konsequenzen für unsere Umwelt, nämlich einer abnehmenden Weltbevöljkrung) *gg*
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BarbaraH
antwortete am 09.04.07 (10:44):
>>Ich habe vor Jahren schon geschrieben das die Erde locker 10 Milliarden Menschen ernähren kann. Das mit den gegenwärtig erzeugten Produkten -bei entsprechendem Willen und guter Logistik- kein Mensch mehr hungern müßte.<< (hugo)
Welche Auswirkungen hätte denn "eine gute Logistik", die jeden Hungernden der Welt mit Nahrungsmitteln versorgen würde?
Siehst Du wirklich die Lösung in einer gigantischen Produktion, die dann mit noch gigantischerer "Logistik" (LKW's, Schiffe, Flugzeuge, Straßen, Naturverbrauch) verteilt wird?
Muss nicht gerade dieser gigantische Transport zurück gefahren werden, müssen nicht Menschen wieder lernen, mit den vor Ort gegebenen Voraussetzungen überleben zu können?
Wie überleben Naturvölker? Könnten nicht ihre Erfahrungen mehr zum Überleben beitragen als ein weiterer Ausbau von Transportwegen und Transportmitteln? Denkst Du auch an die globalen Auswirkungen dieser Giganterie auf unser Weltklima?
Internet-Tipp: http://ecofreak.myblog.de/ecofreak/art/134274524/
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Karl
antwortete am 09.04.07 (11:17):
Hallo Barbara,
du darfst dabei nur nicht übersehen, dass die gleichen Ländereien, die früher vielleicht Hunderttausende ernährt haben, nun viele Millionen ernähren müssen. Dies kann nicht einfach ausgeblendet werden und diejenigen, die das tun, kann ich nicht ernst nehmen.
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klaus
antwortete am 09.04.07 (11:28):
@BarbaraH, "Wie überleben Naturvölker? Könnten nicht ihre Erfahrungen mehr zum Überleben beitragen als ein weiterer Ausbau von Transportwegen und Transportmitteln?" Bist du denn auf die Überlebensstrategie der "Naturvölker" schon umgestiegen? An welche anwendbare Strategien hast du denn speziell z.B. für dich gedacht. Es gibt ja noch einige Beispiele für "Naturvölker"- (ein übrigens recht kritikwürdiger und meist von Rassisten ausgenutzter Begriff-), wie z.B. in Savannen Afrikas oder im Regenwald Südamerikas. Die Nutzung der Erfahrungen wird sich besonders gut in Ballungsgebieten realsieren lassen.
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BarbaraH
antwortete am 09.04.07 (13:19):
klaus,
lies doch erst einmal, worauf ich mich bezogen habe. Es ging um Menschen, die bisher hungern und mittels "guter Logistik" versorgt werden sollen.
Ich hunger (bisher) nicht. In meinem Umfeld (Großgebiet Hamburger Hafen) werden seit Jahren Obstbauern enteignet und vertrieben, auf deren ehemaligem Grundbesitz Umgehungsstraßen gebaut, auf denen Container mit Äpfeln aus Australien und Südamerika transportiert werden. Äpfel, die vorher dort angepflanzt wurden und die gesamte Region versorgten.
Wer den Wahnsinn nicht erkennt, muss total blind sein.
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klaus
antwortete am 09.04.07 (15:56):
@BarbaraH, "Es ging um Menschen, die bisher hungern und mittels "guter Logistik" versorgt werden sollen." Mal so nebenbei- zu einer "guten Logistik" gehört natürlich auch eine gute Infrastruktur- also auch Verbindungs- und Versorgungswege. Du allerdings hast eindeutig in völlig sinnloser Weise über "Naturvölker" und deren Erfahrungen beim Überleben geschrieben. Mal abgesehen, dass du sicher ganz bestimmte ethnische Gruppen meinst, die naturverbunden leben und möglichst ohne größere äußere Einflüsse existieren können. Dabei hast du allerdings übersehen, dass solche Gruppen vergleichsweise große Areale zur Verfügung haben, die überhaupt nicht vergleichbar sind mit z.B. europäischen Strukturen.
Du vergleichst überhaupt nicht vergleichbare Dinge. Auf der einen Seite schreibst du darüber, dass "die Erde locker 10 Milliarden Menschen ernähren kann", was sicher stimmt- auf der anderen Seite willst du diese Menschen mit den Erfahrungen der "Naturvölker" ernähren.
Ob es sinnvoll war und ist, Obstbauern im Raum Hamburg zu "enteignen", um Straßen zu bauen, kann ich im speziellen Fall nicht beurteilen. Eines ist allerdings sicher- oft werden durch staatliche Maßnahmen Veränderungen eingeleitet, die die Struktur einer ganzen Region verändern. So sind z.B. in großem Umfang Getreidefelder in der Lausitz verschwunden, weil für den Anbau von Ölfrüchten( Thema- Biokraftstoffe-) große Subventionen gezahlt wurden. Diejenigen, die sich jetzt starkmachen für die Veränderung der Art und Weise zu produzieren und konsumieren, waren die "Einpeitscher" des z.T. sinnlosen Anbaus von Ölfrüchten auf möglichst allen landw. Flächen- koste es was es wolle.
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BarbaraH
antwortete am 09.04.07 (19:37):
Würde die Erste Welt nicht in ihrer Gier nach Rohstoffen die Natur der sogenannten Dritten Welt zerstören, könnten die Menschen dort nach dem Vorbild ihrer Vorfahren im Einklang mit der Natur leben.
@ klaus
Noch einmal an Dich die Bitte, richtig zu lesen. Folgendes habe ich nicht geschrieben:
>>Auf der einen Seite schreibst du darüber, dass "die Erde locker 10 Milliarden Menschen ernähren kann"....<<
Internet-Tipp: http://www.attac.de/themen/globalisierung/Wertungsliste1980-2000.php
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klaus
antwortete am 10.04.07 (09:16):
@BarbaraH, es ist doch egal, ob du das "erfunden" oder nur zitiert hast. Es ist schließlich eine Tatsache, dass in wenigen Jahren die 10Mrd.-Grenze erreicht werden kann und deshalb sinnlos, daran vorbeizudiskutieren. NUR - mit deiner Diskussion um die Fähigkeiten der "Naturvölker" und einer "Besinnung" darauf, kommen wir ganz sicher nicht weiter. Ebenso ist es sinnlos, sich in Schuldzuweisungen in alle Richtungen zu ergehen, so lange noch die Mehrheit der Menschen nicht willens ist, den eigenen Lebensstil auch nur wenig zu verändern. Meine Erfahrungen zeigen sogar ziemlich eindeutig, dass die, die darüber besonders viel reden, sehr wenig selbst beherzigen.
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BarbaraH
antwortete am 10.04.07 (10:12):
Dr. Klaus Töpfer, bis 2006 Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Nairobi und Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP):
>>Während es in Westafrika oder in Äthiopien nur noch kleine Reste der einst ausgedehnten Urwälder gibt, schreitet besonders im Herzen des Kontinents, in den Regenwäldern des Kongobeckens, die Vernichtung eines der wertvollsten Schätze Afrikas ungebremst voran – jedes Jahr gehen mehr als 50.000 Quadratkilometer Wald verloren. Ein großer Teil des Kahlschlags geht aufs Konto europäischer Firmen. Mit der Zerstörung der natürlichen Lebensräume verschwinden tagtäglich Tier- und Pflanzenarten für immer – und oft auch menschliche Kulturen.
So geht auch jahrtausendealtes Wissen verloren. Traditionell wird der Erfahrungsschatz Afrikas von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Doch weil immer mehr Sprachen sterben, wird das Wissen über eine schonende Nutzung der Natur nicht mehr vermittelt. (...)
Oft sind westliche Konzerne an der Zerstörung unmittelbar beteiligt, doch auch indirekt haben die Industrieländer an Afrikas Umweltkrise eine Mitschuld. Die globale Erwärmung beschleunigt die Wüstenbildung, deren Folgen nirgends dramatischer sind als in Afrika.<<
Quelle: greenpeace-magazin 4/02
Ich bleibe dabei: die armen Länder brauchen nicht mehr Einmischung und "technischen Sachverstand" der Industrieländer sondern weniger.
Internet-Tipp: http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/reportage.php?repid=1812
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BarbaraH
antwortete am 10.04.07 (22:59):
Wir werden die "Unterentwickelten" schon entwickeln :-(
taz vom 11.4.2007:
Bei den Edelholzfällern aus Deutschland: "Wir sind die Besten"
Siforco, eine Tochterfirma der deutschen Unternehmensgruppe Danzer, ist Kongos größter holzverarbeitender Betrieb und Deutschlands größte Investition in dem instabilen Land von DOMINIC JOHNSON
Internet-Tipp: http://www.taz.de/pt/2007/04/11/a0111.1/text
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BarbaraH
antwortete am 11.04.07 (11:52):
>>Zola Mubiala* fühlt sich betrogen. Einen halben Kasten Bier, fünf Kilo Zucker, sechs Packungen Seife und eine Packung Salz hat er für die Nutzungsrechte an seinem Land bekommen. Die Waren gingen dann noch durch zwei, um einen Mitbesitzer auszuzahlen. Dafür hat Mubiala, der den wahren Wert seines Grund und Bodens gar nicht kennt, der Holzfirma Sodefor erlaubt, die Urwaldriesen auf seinem früheren Besitz nahe Tolo in der Provinz Bandundu einzuschlagen.
Von dem Unternehmen, das zu einem Firmenkonsortium mit Sitz in Liechtenstein gehört, fühlt er sich überrumpelt. (...) Sein Nachbar ist noch schlechter dran: Der weißhaarige alte Mann, der nur das im Kongo verbreitete Lingala spricht, hat einen Vertrag auf Französisch unterschrieben, den er gar nicht lesen kann - Geschäftspraktiken, die an den Glasperlenhandel zu Hochzeiten des Imperalismus erinnert und die gerade im Kongo eine unselige Tradition haben.<<
Quelle: Frankfurter Rundschau online vom 11.04.2007 Angriff auf das grüne Herz Afrikas
Der Artikel nimmt Bezug auf: Kongo-Report: Das grüne Herz Afrikas ist bedroht Auf breiten Schneisen zum Klima-Ruin veröffentlicht von Sigrid Totz http://www.greenpeace.de/themen/waelder/urwaelder_afrikas/ artikel/kongo_report_das_gruene_herz_afrikas_ist_bedroht/
Internet-Tipp: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/dokumentation/?em_cnt=1112351
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hema
antwortete am 11.04.07 (12:17):
Sehr traurig ist das und keiner gebietet ihnen Einhalt !
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