8 Hochschulen dürfen sich Hoffnung machen, diesen Herbst in den Kreis der "Elite"-Universitäten vorzustoßen. 19 Mitbewerber sind vorläufig aus dem Rennen.
"An der Gipfelbesteigung dürfen sich versuchen: aus Berlin die Freie und die Humboldt-Universität, aus Niedersachsen die Uni Göttingen. Aus Baden-Württemberg gleich ein Dreigestirn mit Freiburg, Heidelberg und Konstanz. Aus Nordrhein-Westfalen die RWTH Aachen und - eine große Überraschung - die Ruhr-Universität Bochum. Im Oktober wird endgültig klar sein, wer sich in der dünnen Luft behauptet hat und in den kleinen Kreis der lorbeerbekränzten Unis aufgenommen wird."
von der Förderung bestimmter Universitäten halte ich nicht viel! Besser wäre es, wenn alle Universitäten gefördert werden würden. Jetzt wird ein System einer Zwei-Klassen -Universität etabliert: Eliteuniversität und Massenuniversität. Dabei ist nicht sicher, ob die Eliteuniversität auch Eliten produzieren wird. Sicher ist aber, daß die Absolventen der Elite-Universitäten nicht besser als andere Menschen sind, aber daß sie deutlich reicher als andere Menschen sein werden!
Viele Grüße Arno
Gerdi
antwortete am 13.01.07 (05:54):
Arno, ich finde Deinen Text unlogisch. "Dabei ist nicht sicher, ob die Eliteuniversität auch Eliten produzieren wird."
Hätten sich bestimmte Universitäten im "Produzieren" nicht besonders hervorgetan, würden sie nicht zu "Elite-Universitäten" nominiert werden.
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"Sicher ist aber, daß die Absolventen der Elite-Universitäten nicht besser als andere Menschen sind, aber daß sie deutlich reicher als andere Menschen sein werden!"
Als Menschen mögen sie nicht besser als andere Menschen sein. Aber "deutlich reicher" ist totaler Quatsch. Die Absolventen dieser Unis werden später genau so um einen Arbeitsplatz ringen müssen wie die der nicht finanziell geförderten Universitäten. Im Gegenteil: sie laufen auch noch Gefahr, bei Bewerbungen als "überqualifiziert" abgelehnt zu werden (so erging es einem jungen Freund unserer Familie, der von der Freiburger Uni kam).
Die jetzt belobigten Universitäten wie München, Göttingen, Berlin waren schon immer Universitäten mit einem Ruf, der die angehenden Studenten anzog. Bereits zur Zeit meines Abiturs 1954 in Bayern gingen unsere Intelligenten nach München, die Doofen (dem Notendurchschnitt nach) trauten sich lediglich nach Erlangen. Es gab da schon in München so eine Art universitäts-internen numerus clausus.
Und glaube mir: die Studenten an den Elite-Universitäten müssen auch "elitär" und hart arbeiten, weil sie in vielen Fächern die Schüler "elitärer" Professoren werden/sind, welche immer wieder überlegen, ob sie einem Ruf an eine andere Uni auf einen höher dotierten Posten folgen oder lieber bei ihrer "Elite"-Uni bleiben wollen.
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Ich finde es gut, daß sich auch junge Universitäten derart bewährt haben und für ihr Lehr-Angebot finanziell etwas besser ausgestattet werden.
pilli
antwortete am 13.01.07 (09:03):
na und Arno?
das beginnt doch schon bei der auswahl der schulen; nicht jede hätte ich gewählt für den schulbesuch meiner tochter...selbst ein monatliches schulgeld von 150 DM hat mich seinerzeit auch als alleinerziehende nicht abschrecken können.
entweder...oder!?
es hat arbeitgeber, die besucher bestimmter schulen bevorzugt einstellen und das ist auch gut so!
da sind doch Elite-Universitäten nur eine logische folge?
geht es bei der Eliten - Förderung nicht hauptsächlich um die Forschungs-Förderung?
Ist es nicht so, wie die Bundeskanzlerin A. Merkel in ihrer Antrittsrede sagte, daß sich das Wissen der Menschheit heute alle 4 Jahre verdoppelt?
Müssen heute nicht auch Spitzenkräfte nach ca. 12 Jahren Berufserfahrung erneut studieren, um noch mithalten zu können?
Eine Putzfrau mit Abitur, oder sogar mit einer Hochschul- ausbildung ist für mich ein Zeichen, daß da etwas faul in der Finanzierung der Ausbildung ist!
Sicherlich ersparen dem Unternehmer überqualifizierte Mitarbeiter viel Geld, weil sie universell einsetzbar sind. Solche Mitarbeiter werden verheizt und sind mit 50 Jahren ein Wrack.
Viele Grüße Arno
hugo1
antwortete am 13.01.07 (11:08):
ich denke schon, das jemand der die geistigen UND finanziellen Voraussetzungen für eine weltweit anerkannte Eliteschule mitbringt, sich deren Anforderungen gewachsen zeigt und einen guten Abschluss erreicht, doch schon die mit Abstand besseren Angebote bekommt. Ein Mittelmäßiger Abschluss an einer mittelmäßigen Uni berechtigt zu gar nix. Da muss man sich oft ganz schön strecken und mit Forderungen sparsam umgehen, um überhaupt etwas Brauchbares zu finden.
da die Arbeitsplätze selbst für Spitzen-Leute nicht so herumliegen, nehmen diese sehr oft Stellen an, wo sie dann nur mittelmäßige Leistung erbringen - aber zu höchstem Gehalt. Die Kollegen und Mitarbeiter bekommen die Mittelmäßigkeit sehr schnell mit. Was dann folgt, hat wohl jeder ST- Beteiligte auf seiner Arbeitsstelle beobachten können.
Viele Grüße Arno
Gerdi
antwortete am 14.01.07 (06:43):
"wo sie dann nur mittelmäßige Leistung erbringen - aber zu höchstem Gehalt."
koppschüttel ...
Alle ohne nachweisbare eigene Erfahrungen sollten so eine - Diskussion - alles Theorie! - nicht führen.
schorsch
antwortete am 14.01.07 (09:40):
Arno, auch wenn jemand 20 Jahre studiert hat und dann, mangels kastengerechter Auswahl, einen Job als Fensterputzer annimmt, wird er kaum über eine mittelmässige Leistung kommen. So lange er aber nicht dem Wahn verfällt, als Fensterputzer das Gehalt eines Uniprofessors zu verlangen, habe ich Achtung vor ihm.
hugo1
antwortete am 14.01.07 (10:49):
arno schon 2003 war es normal das ein Absolvent einer Uni einen Job bekam. Heutzutage sind sie noch mehr gefragt und die von Eliteunis bekommen fast zu 100% ein Angebot.
So waren 2003 in Ostdeutschland nur 3,9 Prozent aller arbeitslosen Akademiker frischgebackene Hochschulabsolventen. Im Westen hatten die Job-Starter einen Anteil von 6,4 Prozent – so klein war er nie zuvor. Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln Oder: IUB, die International University Bremen. Bisher kamen alle Absolventen gut unter, in der Industrie oder an so renommierten Institutionen wie Cambridge, Yale oder Oxford.
die Einstellung von Jungakademikern unterliegt großen Schwankungen. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo zehntausende von Pädagogen nicht in den Schulbetrieb aufgenommen wurden und , weil sie kein Arbeitslosengeld bekamen, sich mit allen möglichen Jobs durchschlagen mußten. Wegen der anziehenden Wirtschaftskonjunktur haben die Jungakademiker zur Zeit weniger Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden. Das Blatt wird sich aber in ein paar Jahren wieder wenden.