Wer hat Erfahrung mit einer Personenrufanlage? Zum Hintergrund dieses Thema's: Mein Spezl ist um ein paar Jährchen älter und lebt seit einiger Zeit alleine in einer Wohnung in unserer Wohnanlage. Animiert durch einen dragischen Fall eines anderen Spezl, sprachen wir über die Möglichkeiten der Hilfe im Fall des Falles ... Jetzt suchen wir eine Personenrufanlage, womit er über Funk bei mir einen optischen und akustischen Alarm einschalten kann, der bestehen bleibt, bis ich ihn zurück stelle. Kennt ihr so etwas, wo erhält man eine solche Anlage?
Gerdi
antwortete am 14.01.07 (12:57):
Ich habe so eine Anlage (s. Link) -, vor einiger Zeit gekauft in einem Fachgeschäft für Schlüssel und Sicherheits-Anlagen aller Art.
Das gibt's doch auch z.B. bei den Johannitern.....Das hatte eine Nachbarin in Form einer Armbanduhr. Ich find's toll! Neulich aber ich mal einen kleinen Johanniter-PKW mit Blaulicht gesehen und (messerscharf) geschlossen, dass er zu einem solchen Einsatz fährt. Wenn die dieses Recht jetzt haben, finde ich das System noch besser.
Gerdi
antwortete am 14.01.07 (14:46):
Ja, bei den Johannitern. Und bei der Arbeiterwohlfahrt. Und und.
Die Armbänder sind die Ruf-Auslöse-Knöpfe. Gibt's auch zum Umhängen. Die Hauptgeräte sind mittelgroß. Die monatlichen Mieten sind hoch. Gerufen wird lediglich die jeweilige Institution.
Nach einiger Zeit kommt dann ein Mitarbeiter von denen, der von Dir zu Hause aus den Notarzt ruft, weil er selbst nicht helfen kann. Den hättest Du schneller selbst rufen können.
Alles bei einer Nachbarin erlebt.
------------------------ Ins "Sinotel" aber, das einem selbst gehört, kann man mehrere Nummern einspeichern, die im Notfall reihum so lange angewählt werden, bis sich jemand meldet. Also z.B. Hausarzt, Nachbar, Angehöriger. Zusätzlich kann man einen Kontakt zu einer Institution - wie oben genannt - einrichten. Auch Armband. Zum Sprechen mit dem, der sich meldet, muß man nicht aufstehen, falls man sich beim Fallen etwas gebrochen hat.
Hat man mit jemandem ein regelmäßiges Lebenszeichen vereinbart und gibt man das nicht ab, kann sich der andere einschalten, hören, was in der Wohnung los ist, und ggfs. Hilfe hinschicken.
Und noch anderes mehr, man kann das unter obigem Link nachlesen.
------------------------------------------------------------ Für kurze Entfernungen gibt es außerdem eine Vielzahl kostengünstiger Geräte wie walky-talkys, Ruf-Sprech-Anlagen etc.
schorsch
antwortete am 14.01.07 (16:08):
Notfalls dient auch eine Funk-Türklingel, wie sie z.B. gerade von Tchibo in der Schweiz angeboten wird: Reichweite max 100 Meter. Man kann die Lautstärke in 3 Stufen regeln, klingeln oder/und blinken einstellen.
hugo1
antwortete am 14.01.07 (17:13):
ich hab wuli anders verstanden. Also nicht diese teure Anlage mit dem Service einer rund um die Uhr tätigen Organisation ist gefragt, sondern eine handliche Technik ala Babysitterüberwachung oder ein Dingsadarmband mit Notfallkknopf damit wuli über Ton oder/und Optik oder/und Vibration informiert wird um helfen zu können. oder?
wuli
antwortete am 14.01.07 (18:30):
Hier schon mal ein Dankeschön für eure Antworten, doch hugo hat Recht! Nix teure Anlage mit Service, auch nicht mal Handy ist erwünscht, sondern einfach nur ein Knöpfel womit er bei mir einen Alarm "stehen" lassen kann. Bin ja nicht immer gleich daheim. Andereseits ist es mir schon so ergangen, daß ich mir unbegründet Sorgen machte, weil ich ihm längere Zeit nicht gesehen hatte, das hoffe ich damit auszuschließen. Die Funktürklingel ist auch nicht das richtige, sie klingelt ja nur wenn gedrückt wird. Der Alarm bleibt also nicht "stehen".
angelottchen
antwortete am 14.01.07 (22:51):
Ich kann die schlechten Erfahrungen mit Johannitern usw nicht teilen, im Gegenteil. Meine Mutter hatte so ein Gerät und die Zentrale meldete sich täglich 2x von sich aus um zu fragen, ob alles ok sei. Ich drückte auch den Notrufknopf, als meine Mutter im Sterben lag und bin dem Mann am anderen Ende noch heute dankbar dafür, dass er mir sehr besonnen Anweisungen für die Mund-zu-Mund Beatmung gab und mich beruhigte, bis der Notarzt da war. Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt eine sterbenskranke Frau und ich wusste, dass sie stirbt, hatte aber den Eindruck, doch nicht einfach so daneben stehen zu können. Ohne diese Stimme am anderen Ende wäre ich ungleich verzweifelter gewesen. Ausserdem war das auch gar nicht teuer.
Gerdi
antwortete am 15.01.07 (04:49):
Zur Kostenfrage:
1 Jahr Miete für das Gerät bei den Johannitern entspricht dem Anschaffungspreis des o.g. SINOTEL, über das man z.B. mit seinem Hausarzt und eben noch mit weiteren Personen (ich glaube, auch Polizei -, müßte nachsehen) verbunden werden kann.
Man stelle sich vor, wieviele Miet-Kosten man aufbringen muß, wenn man jahrelang ein Gerät der Johanniter bei sich stehen hat und dabei die Hilfe vielleicht gar nicht einmal benötigt. Unter diesem Aspekt hatte ich mich bei den Johannitern jedenfalls wieder abgemeldet.
wuli
antwortete am 16.01.07 (17:54):
Bin enttäuscht, hier in unserem "älteren Forum" nix dazu zu erfahren! Wird die Hilfe unter uns Älteren so wenig praktiziert? Werde mich wohl mal hinsetzen und mir selber so ein Ding ausdenken und bauen. Schade ...
angelottchen
antwortete am 16.01.07 (18:36):
wuli - dann kauf doch ein kinderhandy und stell es so ein, dass es automatisch nur bei dir klingelt, egal auf welche taste der spezi drückt. das kann man übrigens auch bei vielen telefonen so einstellen...
wuli
antwortete am 16.01.07 (21:33):
...ja aber gerade das genügt uns nicht. Wir möchten, daß der Ruf zwingend stehen bleibt und wir, auch wenn wir gerade mal abwesend sind, bei unserer Rückehr den Hilferuf immer noch sehen können. Werde mir noch mal die Zeit nehmen, um im Internet danach zu forschen. Kann mir nicht vorstellen, daß es so was nicht gibt!
angelottchen
antwortete am 16.01.07 (21:57):
NA ABER DEIN HANDY KANNST DU DOCH DANN IMMER MITNEHMEN UND ES GIBT DIE FUNKTION, DASS DU SOFORT EIN SIGNAL BEKOMMST ODER EINE SMS, WENN DER RUF EINGEHT UND DAS GERÄT AUSGESCHALTET SEIN SOLLTE.
angelottchen
antwortete am 16.01.07 (22:17):
sorry, Grossschreibtaste war festgestellt. Sehe das jetzt erst.
Gerdi
antwortete am 17.01.07 (06:56):
Jede Nachricht auf einem AB bleibt doch auch "zwingend stehen" ...
"wuli antwortete am 16.01.07 (17:54): Bin enttäuscht, hier in unserem "älteren Forum" nix dazu zu erfahren! Wird die Hilfe unter uns Älteren so wenig praktiziert? Werde mich wohl mal hinsetzen und mir selber so ein Ding ausdenken und bauen. Schade ..."
Das hier ist jedenfalls eine höchst unfreundliche Bemerkung nach all den oben gegebenen Tipps :-(
angelottchen
antwortete am 17.01.07 (09:37):
vielleicht versucht ihr es mal mit den 2 Konservendosen an einer langen Schnur? :-)
hugo1
antwortete am 17.01.07 (10:16):
angelottchen, und wenn an der Strippe gezogen wird, fällt die Blechdose vom Schrank und der Andere weiß, er wird gebraucht. Man kann die Dose hören beim Fall, oder unten liegen sehen wenn man gerade weg war. Ok Spaß beiseite, hier gehts ja um ein ernsthaftes Problem. Obwohl diese Idee vom Ergebnis her, ja so angelegt sein sollte, aber mit elektronischen, zeitgemäßen Mitteln.
Ein Signal, eine Information, ein Hilferuf an wuli, müsste -falls sie abwesend ist- erhalten bleiben, oder -noch-besser- in einer Art Rufumleitung, auf ihr Handy leiten und sich zumindest auch bei Ihr (egal wo sie ist) bemerkbar machen.
Gerdi
antwortete am 17.01.07 (10:50):
"Ein Signal, eine Information, ein Hilferuf an wuli, müsste -falls sie abwesend ist- erhalten bleiben, oder -noch-besser- in einer Art Rufumleitung, auf ihr Handy leiten und sich zumindest auch bei Ihr (egal wo sie ist) bemerkbar machen."
Ach ja???
Stell' Dir vor, hugo, weder angelottchen noch ich haben das bisher begriffen :-(((
hugo1
antwortete am 17.01.07 (11:14):
ach nein?? Gerdi, und ich dachte, Ihr habt das begriffen und ich bräuchte es für Euch nicht extra nochmal übersetzen, aber wenn Du das möchtest, werde ich mir besondere Mühe geben.
pilli
antwortete am 17.01.07 (11:49):
dann berücksichtige bei deiner erklärung vielleicht hugo :-)
wuli ist ein mann und es hat männer, die sich nicht technikverständig zeigen könnten...
auch wenn sie motorrad fahren.
:-)
wuli
antwortete am 17.01.07 (12:40):
LIEBE Gerdi, ich wähle ausdrücklich diese Anrede, ich hab es mit meinem Komentar doch nicht persönlich gemeint! Schon garnicht möchte ich hier Jemand zu nahe treten, dafür sind mir hier alle viel zu wertvoll!!! Wirklich! Zurück zum Thema, ich hätte gedacht, daß ein Gerät wie wir uns das vorstellen, allgemein üblich ist, deshalb die Enttäuschung. Ansonsten die Vorschläge hier schön und gut, doch einerseits die Kosten und andererseits die Technik? Ich möchte bestimmt nicht immer deshalb das Handy mit mir herum schleppen, abgesehen davon, die aufmersame pilli hats richtig erkannt, beim Motorrad fahren gehts sowieso nich. Also sollte ich noch anderweilig fündig werden, dann lass ich hier von mir hören (lesen). Mir liegt damit schon viel am Herzen, wenn ihr wisst was ich meine.
Gerdi
antwortete am 17.01.07 (14:02):
wuli, Hilfe!!! Wo hattest Du denn geschrieben, daß Du Motorrad fährst?? Kann es leider nicht finden :-(
pilli
antwortete am 17.01.07 (14:37):
gelesenes Gerdi,
das leutz betrifft, mit denen ich im forum kommuniziere, mal zu erinnern, kann ich dir nur in gleicher weise empfehlen :-)
es erleichtert das verstehen und ist die basis, missverständnisse nicht am laufenden forenband zu produzieren!
:-)))
sammy07
antwortete am 17.01.07 (16:19):
Hallo Wuli, schaue dir mal das Angebot unter dem unten angegebenen Link an,vielleicht kommt das der Sache schon etwas näher.
der Tipp von angelotchen mit dem "Kinderhandy" für Deinen Spezl, auf welchem fest Deine Nummer hinterlegt ist, ist gar nicht so schlecht.
Wenn Du selbst ein Handy oder ein ISDN-Telefon hast, hast Du doch auch eine Anzeige "Anrufe in Abwesenheit". Du siehst dann genau, ob und sogar wann Dein Spezl versucht hat Dich zu erreichen.
Handys und Karten gibt's inzwischen ja für wenig Geld ohne monatliche Gebühren (Tchibo, Aldi)... Und ein Handy zu haben ist ja schon alleine wegen dem fast immer funktionierenden Notruf 112 (auch ohne Guthaben, oft auch, wenn im eigenen Netz kein Empfang möglich ist) sinnvoll.