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THEMA:   Geschlechtstest bei Föten = "Hintertür zur Selektion"?.

 Bisher 7 Antworten.

Arno_Gebauer begann die Diskussion am 24.03.07 (21:42) :

Hallo, St-Beteiligte,

das Kölner Unternehmen Plasmagen bietet einen Bluttest an,
der bereits in der achten Schwangerschaftswoche Auskunft
über das Geschlecht des ungeborenen Kindes geben kann.
Wird dieser Test die Anzahl der Abtreibungen aufgrund des
Geschlechts ungeborener Kinder erhöhen?

Viele Grüße
Arno

Internet-Tipp: http://kurzlink.seniorentreff.de/88BVvaFyY


Vorlesefunktion  dutchweepee antwortete am 24.03.07 (22:24):

blödsinn! ...sorry ARNO, aber das ist ein null-thema. wir leben ja nicht in china und mir wäre ein mädel genauso lieb gewesen, wie ein sohn.


Vorlesefunktion  eleonore antwortete am 25.03.07 (07:43):

@arno,

wie dutchie es schon erwähnte, sowas ist in china, und auch in indien schon gang und gebe.
in indien ist es zwar offiziell verboten, wir aber trotzdem gemacht.


Vorlesefunktion  hema antwortete am 25.03.07 (10:39):

Und jetzt schon jammern in China und Indien die Mütter und Väter, weil ihre ach so geliebten Söhne keine Frauen bekommen, weil man diese nicht leben lassen wollte.


Vorlesefunktion  dutchweepee antwortete am 25.03.07 (17:42):

übrigens:

gibt es in meiner familie nur söhne - wahrscheinlich ein dominantes y-chromosom. ich habe nur brüder und wir haben alle nur nen haufen söhne gezeugt - nur ein neffe von mir ist schwul. *lach*


Vorlesefunktion  schorsch antwortete am 25.03.07 (18:37):

@ dutchweepee: "... nur ein neffe von mir ist schwul..."

Immerhin ein Anfang (;-)


Vorlesefunktion  Marina antwortete am 25.03.07 (22:54):

Ich bin erstaunt darüber, mit welcher Selbstverständlichkeit hier einige zu wissen glauben, dass in Deutschland so eine Selektion nicht möglich ist. Es gibt immer noch viele (vor allem) Väter, denen ein „Stammhalter“ wichtig ist. Warum sollte jemand überhaupt so früh das Geschlecht wissen wollen, wenn es nicht dem Zweck dient, im Falle eines unerwünschten Geschlechts abtreiben zu können? In einem späteren Stadium kann man sowieso mit Ultraschall das Geschlecht feststellen. Dann ist es allerdings zu spät für eine Abtreibung. Den von Arno eingestellten Artikel hat offensichtlich niemand gelesen. Der ist aber sehr interessant.

Auszug:
„Dennoch warnt die GfH: ,,Das Angebot kann eine Hintertür zur blutigen pränatalen Geschlechtsselektion in Deutschland darstellen.‘‘ Ihr Vorsitzender, der Bonner Humangenetiker Peter Propping, hält das Missbrauchsrisiko in Deutschland zwar für nicht sehr groß ,,aber im Einzelfall kann man das nicht wissen“.
[. . . ]
Walter Jonat, Präsident der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, wird noch deutlicher: ,,Ich halte es für das falsche Signal.‘‘ Der Test gebe der Mutter die Möglichkeit, aufgrund des Geschlechts über eine Abtreibung zu entscheiden. ,,Welche Bedeutung sollte es sonst haben, das Geschlecht so früh bestimmen zu wollen?‘‘
Wenn das Ergebnis vor Ende der zwölften Woche feststehe, ,,wird man auch irgendwie daran kommen‘‘, so Jonat. Solchem Missbrauch könnten, ,,wie Erfahrungen auf anderen Gebieten der Medizin immer wieder gezeigt haben, auch Verpflichtungserklärungen und Arztvorbehalte nicht hinreichend entgegenwirken‘‘, schreibt die GfH dazu in einer Stellungnahme.
Sie lehnt jede vorgeburtliche Geschlechtsbestimmung ohne medizinischen Hintergrund rundweg ab und rügt, dass pränatalmedizinisch tätige Ärzte zu Werbezwecken kontaktiert wurden und für die Durchführung des Testes bei ihren Patientinnen eine Vergütung durch das Labor in Aussicht gestellt wird.“

Internet-Tipp: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/208/107101/


Vorlesefunktion  Senhora antwortete am 26.03.07 (07:15):

Welchen Zweck soll der frühe Bluttest sonst haben? Das Geschlecht erkennt man später auch durch Ultraschall, die Eltern können es vor der Geburt also erfahren. Und was möglich ist, wird früher oder später auch genutzt. Leider.



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