THEMA: Geben und Nehmen ist meistens im Ungleichgewicht!.
Bisher 27 Antworten.
Arno_Gebauer
begann die Diskussion am 30.01.07 (09:17) :
Hallo, ST- Beteiligte,
es ist ärgerlich, wenn in Beziehungen jemand ausgenutzt wird. Das soll sehr oft vorkommen und ist meistens Grund für Dissonanzen. Könnt Ihr Beispiele anführen und berichten, wie Ihr die Übervorteilung beseitigt habt?
Viele Grüße und vielen Dank Arno
Karl
antwortete am 30.01.07 (09:24):
Hallo Arno,
fangen die Probleme nicht mit dem Aufrechnen an?
Ich habe die Erfahrung gemacht, in einer guten Beziehung wird nicht aufgerechnet, sondern zu einer Zeit profitiert der eine, zu einer anderen Zeit der andere vielleicht etwas mehr, aber immer profitieren beide.
Du schreibst, wie es sein sollte und wie es in guten Beziehungen ist. Aufrechnen halte ich nicht für den Anfang der Probleme, sondern für eine "Standortbestimmung". Die Probleme hat man schon viel früher.
Viele Grüße Arno
nasti
antwortete am 30.01.07 (09:59):
Ob sich Prinz Charles ausgenützt fühlt mit seiner „schönen“ Kamilla? Er verschenkte auch für Ihre beide Kinder par Millionchen.
tigrablue
antwortete am 30.01.07 (10:19):
guten morgen,
es gibt geber und nehmer. eine dreieinhalbjährige beziehung mit einem nehmer endete für mich damit, daß ich sowohl physisch als auch psychisch völlig fertig war und über ein jahr brauchte, bis ich mich erholt hatte. meine erfahrung ist, daß man einen menschen, der nur nimmt und nichts zurückgibt, nicht ändern kann, nicht mit worten, nicht mit "vorleben". er kennt nur sich, liebt nur sich und sonst niemanden. falco hat es in seinem lied "egoist" treffend erfaßt.
liebe grüße aus dem naßgrauen norden tigrablue
nasti
antwortete am 30.01.07 (10:39):
Gerade bekam ich eine Nachricht über eine wunderschöne Frau, das Sie gestorben ist. Bin tief betroffen, Sie gehörte zum meine gute Bekante. War ich mit Ihrer Schönheit begeistert, so ende 50, mit strahlender Haut, groß und schlank und einem süßen Gesicht. Sie opferte sich für Karriere Ihres Mannes, Ihr Leben war Ihr Man, und gar nichts mehr. Denke ich momentan nach darüber, warum gerade die gutmutige Wesen sterben ganz früh, warum einige gar keinen Egozentrismus in Knochen haben, und brauchen Koabhängikeit. Und warum gerade die Aggressiven und so gesagten „schlechtmutige“ Personen leben lange? Macht auch die Krankheit eine Kurve um einen aggressiven Menschen? Können die aggressiven die Krankheit wegjagen? Diese seltsam schöne Frau hat sich so finanziell, wie psychisch geopfert.
nasti
antwortete am 30.01.07 (11:13):
Hi Tigrablue,
ich war mit einem "Egozentriker" 4 Jahre lang verheiratet. Das komische daran war, das ich auch angeblich eine "Egozentrikerin" bin, was ich lehne ab, ich kann mich wohl sehr lange Zeit opfern, achte nur darauf, das meine eigene Selbstverwirklichung mit die Opfern Gaben nicht eine Ende nehmen. Unsere zusammenleben damals ähnelte eine Tragikomödie, wir beide demolierten unsere Wohnung in Budapest fast wöchentlich zum belustigen der neugierige Nachbarschaft. Mein ebenfalls stark egozentrisch veranlagter Schwiegervater fragte mich leise, ob ich kein Opfer für seinen alkoholisierten Sohn bringen kann? Meine Antwort: „Ja, genauso wie Ihre früh verstorbene Frau könnte ich das tun, aber ich möchte eher in leben bleiben.“ Mein ehemaliger Man ist voriges Jahr verstorben ganz alleine und vereinsamt, er war genauso alt wie ich. Der Alkohol war Schuld. Ob er ohne Alkohol Sucht auch ein Egozentriker wäre?
nasti
antwortete am 30.01.07 (11:32):
Hi Arno Gebauer
wenn die Probleme nicht mit Aufrechnung stehen, wie dann mit Standortbestimmung? Leider verstehe ich nicht. Geht um den Ort, wo man leben sollte? Oder um verschiedene Lebens Qualitäten, das einer gönnt sich gar nichts und der andere mehr?
Mitternacht
antwortete am 30.01.07 (12:12):
Arno schreibt: "wenn in Beziehungen jemand ausgenutzt wird"
Dazu gehören immer zwei. Einer, der seinen Vorteil sucht und einer, der das Spiel mitmacht (und das kann seeehr viele verschiedene Motivationen haben). In meiner ersten Ehe war das auch so. Er hat getan, was er wollte und ich war das arme Opfer... Von Außen hat das so ausgesehen, (fast) jeder hätte das so gesehen und auch ich habe das geglaubt. Erst nach langer Zeit und nach tiefer Reflektion habe ich das erkannt und gesagt: "STOP". Dann hat das Spiel nicht mehr funktioniert. Ich hatte da was verwechselt. Am Anfang warer wir sehr verliebt. Aber Liebe und eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist etwas anderes. Es gab von den Menschen darumherum Mitgefühl, Aufmerksamkeit und Symathie. Also auf einer bestimmten Ebene HATTE ich etwas davon. Es ist nicht so einfach, sich selbst das einzugestehen. Gerade Frauen fehlt es oft an Selbstvertrauen - es gibt aber auch den umgekehrten Fall, doch ich denke, das ist seltener.
Man muss die Verantwortung für sich selbst übernehmen. Und wenn ich bei jemanden bleibe, der mich schlecht behandelt, ist das MEINE Entscheidung. Man sollte sich auch von der Illusion befreien, jemand anderen ändern zu können, man sollte sein Helfersyndrom aufgeben und das damit hervorgerufene Selbstmitleid. Jeder Mensch kann nur sich selbst ändern, aus eigener Einsicht.
tigrablue
antwortete am 30.01.07 (12:13):
hi, nasti,
ich habe gelernt, daß übersteigerter egoismus, egozentrik, rücksichtslosigkeit usw. zum krankheitsbild des alkoholsüchtigen gehört. auch die beziehung, von der ich sprach, war mit einem alkoholiker. vielleicht habe ich es deshalb so lange mitgemacht, weil ich nicht wahrhaben wollte, daß ich den kampf gegen den alkohol schon verloren hatte, als ich anfing zu kämpfen. was ich im kopf schon immer wußte, daß man nämlich niemandem helfen kann, der sich nicht helfen lassen will, brauchte diese dreieinhalb jahre, bis es endlich auch in meinem gefühl angekommen war.
aber arno meinte wohl nicht die speziellen fälle, von denen du und ich gerade sprechen, sondern das geben und nehmen in beziehungen generell.
liebe grüße - tigrablue
tigrablue
antwortete am 30.01.07 (12:20):
hallo, mitternacht,
manchmal aber braucht es eben jahre, bis man sich nicht nur die fakten, sondern auch die eigenen motive (= helfen wollen und mitnichten liebe) selbst eingesteht. ich glaube, es gibt viele menschen, die helfenwollen mit liebe verwechseln, zumal der grat sehr schmal ist. "man sollte sein Helfersyndrom aufgeben und das damit hervorgerufene Selbstmitleid" schreibst du. mir ist noch niemand begegnet, bei dem helfenwollen und selbstmitleid zusammentrafen. das selbstmitleid liegt eher bei denen, denen man zu helfen versucht (hier in bezug auf suchtkranke gemeint).
wünsche einen angenehmen nachmittag tigrablue
nasti
antwortete am 30.01.07 (12:38):
Wie wahr, wie wahr
tigrablue,
diese stark „nehmende“ Typen leiden meistens an Selbstmitleid, besitzen gar keine Selbstkritik, sogar oft weinen, so sich selber bemitleiden. Bei mir steht das ganz fest. Wer ewige Tränen in Augen hat und spielt ein Martyrium, mit so einem möchte ich gar nix zu tun haben. Die sind wie ein offenen Sack, du kannst reinschmeißen alles, werden nie satt. Also typisch kranke Narzissen.
Mitternacht
antwortete am 30.01.07 (12:43):
Hallo tigrablue,
ich sprach nicht von Beziehungen mit Suchtkranken. Obwohl Süchte nicht unbedingt nur Alkohol oder Drogen betreffen. Manche sind süchtig nach Chips, ihrem Hobby, nach Marathonlaufen, nach Karriere, nach Anerkennung... Ich hatte selbst ein starkes Helfersyndrom, drum weiss ich, wovon ich rede. Doch, doch - Selbstmitleid.... Denn ich wollte ja meinem Gegenüber helfen, habe alles getan, jedes Opfer gebracht usw. Aber es hat nicht das Resultat gebracht, das ich mir vorgestellt habe. Und dann könnte ich mir leid tun/habe ich mir leid getan. Alle Bemühungen waren vergebens... Der Fehler liegt darin, dass man dabei immer auf den ANDEREN fixiert ist. Auf dessen vermeintliche Fehler. Fakt ist aber, dass ICH bestimmte Vorstellungen hege, wie der andere zu sein hat und alles daran setze, diese Vorstellungen umzusetzen. Wenn jemand trinkt, hat das Gründe. Wie jede Sucht ihre Ursache hat. (Ausschweifung am Rande: Vielleicht hat jeder Mensch eine Sucht, nur wird sie nicht als solche tituliert. Auch ein Asket kann süchtig nach seiner asketischen Praxis sein.)
serra
antwortete am 30.01.07 (15:16):
In der Ehe pflegt gewöhnlich immer einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten : das kann mitunter gut gehn. Kurt Tucholsky
eleisa
antwortete am 30.01.07 (15:38):
In meiner langjährigen Ehe, war das gegenseitige geben und nehmen eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehört m.E. nach auch das respektieren und tolerieren des Partners. Aber es gibt in meinem Bekannten Kreis auch das krasse Gegenteil, da teilt einer nur aus und der andere steckt ein. Auf Grund des „ Alters“ und anderer Umstände gibt es für die beiden keine Lösung.
Das Thema, Arno, hat mich angesprochen, da es mich zur Zeit „ gedanklich“ sehr beschäftigt.
Lissi
antwortete am 30.01.07 (17:20):
Ich ging auch schon manchmal in die Falle des Selbstmitleids, es waren zuvor Situationen mit Angehörigen, die nicht so springen wollten wie ich es mir vorstellte.
hugo1
antwortete am 30.01.07 (17:48):
Als selbst Betroffener sieht man dieses Spiel wohl weniger klar als von Außen. Ich stell mir immer mal vor was doch die Frauen im Mittelalter gelitten haben müssen, die völlig rechtlos einem überheblichem Egozentriker ausgeliefert waren.
Von Gott und der weltlichen Obrigkeit verlassen, hatten sie zu dienen, zu folgen, zu gehorchen, Demut zu zeigen,,,furchtbar.
Ok diese Zeiten könnten vorüber sein und Trotzdem gehen viele Frauen eine solche Verbindung noch heute ein Schlimm,,,und noch schlimmer das viele Frauen trotz der Möglichkeit sich solchem Stress und Undank zu entziehen viel zu oft und viel zu lange festkleben am unpassendem Partner.
Nur, weil der Neue sie nicht schlägt und nicht so oft besoffen ist wie der vorherige, muss SIE doch nicht an dieser Gemeinschaft festhalten,,,,aber, solche Fälle gibt es,,
plumpudding
antwortete am 30.01.07 (18:33):
leider zu viele hugo1. aber es gibt leider immer noch zu viele leutchen, die sich lieber verleugnen als die verantwortung für sich zu übernehmen. es ist doch ach so bequem nicht selbst denken zu müssen.
schorsch
antwortete am 30.01.07 (19:06):
Leider geben Ausnutzer vor der Ehe kaum ihrer/ihrem Partner bekannt, dass sie ein solcher sind. Das kommt erst im Laufe der Jahre so richtig zum Vorschein. Am Anfang denkt dann der/die Ausgenutzte, das werde sich schon noch legen, oder man könne das durch Liebe und Geduld ändern. Wenn aber das Ausgenutztwerden sich über Jahre hinzieht, fehlt plötzlich die Kraft, noch etwas ändern zu können/wollen; der/die Ausgenutzte macht schlapp, betäubt sich mit Alkohol oder Medikamenten oder nimmt sich vielleicht gar das Leben.
Ich selber bin so ein Ausgenutzter. Ich habe mich aber glücklicherweise nach einem Dutzend Jahren selber noch an den Haaren aus dem Sumpf ziehen können....
serra
antwortete am 30.01.07 (19:53):
@hugo1 Was heisst hier Mittelalter? Die Frauen waren bis weit ins 19. Jahrhundert ihren Männern auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Vielleicht kennst du das Buch "Der Traum von Troja". Da wird u.a. auch die Kindheit von Heinrich Schliemann beschrieben. Was seine Mutter da erdulden musste!
hugo1
antwortete am 30.01.07 (21:29):
ok serra, wir können -ohne lange suchen zu müssen- auch heutzutage noch (und nicht nur 1000 Meilen von Deutschland entfernt) reichlich unrühmliche Beispiele finden. Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer. Nicht zuletzt durch die Kriegsereignisse wurden die Frauen mächtig aufgewertet. Sie wurden gebraucht in der Industrie, sie mussten die Landwirtschaft ohne Männer bewerkstelligen, sie zogen allein die Kinder auf, sie kümmerten sich umfangreich und wurden somit zwangsläufig selbständiger als sie jemals zuvor waren.
Ich kenne von Kindheit an nichts Anderes als die Totale Gleichberechtigung in meiner Familie, auch in der DDR (mag sie auch noch so mangelbehaftet gewesen sein) wurden die Frauen einmalig in der Geschichte aufgewertet und (außer in den höchsten politischen und industriellen Ämtern) den Männern mindestens gleichgestellt.
nasti
antwortete am 30.01.07 (22:45):
Hi Mitternacht,
„Der Fehler liegt darin, dass man dabei immer auf den ANDEREN fixiert ist.“ Schreibst du. Ich kenne Menschen, welcher sind nur auf sich selber fixiert. Eine meine Bekannte Frau ist auch eine davon. Sie hat sich scheiden lassen von viele Jahren, seitdem macht Sie gar nichts anderes, nur Tag und Nacht sucht nach Mitteln, wie könnte für Ihr Körper besser gehen. Ein Freund oder Man kömmt nicht in Frage, ewige Therapeutische Behandlungen begleiten Ihre Leben. Bei jedem neuen Therapeut blüht sie auf, obwohl Sie keine Krankheiten hat. Geplante Spaziergänge, geplante Ruhe, haargenau geplante Altersruhe, wenn ich mit Sie eine Cafe trinke, plant auch die Zeit dabei, sogar auch für mich versucht einen Plan machen, was ich sofort lehne ab. Die Frau ist vollkommen glücklich, Sie spricht pausenlos über Ihren Körper, wie spricht man manchmal über Erfolge seiner Kinder. Ich muss immer staunen, über Ihre Tochter höre ich nicht einmal etwas. Sie ist verliebt an sich selber, und das unsterblich
tigrablue
antwortete am 30.01.07 (22:47):
n'abend, mitternacht,
"Der Fehler liegt darin, dass man dabei immer auf den ANDEREN fixiert ist," genau: co-abhängigkeit :-( - bis zur totalen selbstaufgabe. wiedergefunden habe ich mich in deinem satz "Ich hatte selbst ein starkes Helfersyndrom", meine betonung auf 'hatte', wobei ich 'syndrom' kritisch gegenüberstehe. "Der Begriff Helfersyndrom ist wissenschaftlich zweifelhaft, zumindest umstritten. Wahrscheinlich wäre es besser, von einem 'Syndrom des falschen Helfens' zu sprechen [...] Bei einer überstarken Ausprägung des Helfersyndroms (wenn also das Wohlergehen des oder der Klienten grundsätzlich als wichtiger eingestuft wird als die eigene Befindlichkeit des Helfers) kann es zu schweren Depressionen oder zum Burn-out-Syndrom kommen" (http://de.wikipedia.org/wiki/Helfersyndrom).
vermutlich können wir beide, du und ich, froh sein, daß wir es überwunden haben (oder zu haben glauben?). ich reiche dir die hand.
viele grüße tigrablue
tigrablue
antwortete am 30.01.07 (22:49):
hi, schorsch, alle achtung, nur: wie hast du das geschafft? *fragende* grüße :-) tigrablue
Tabaiba
antwortete am 31.01.07 (03:04):
@plumpudding aber es gibt leider immer noch zu viele leutchen, die sich lieber verleugnen als die verantwortung für sich zu übernehmen. es ist doch ach so bequem nicht selbst denken zu müssen.
Hallo plumpudding,
es ist nicht immer die Bequemlichkeit für sich selber die Verantwortung zu übernehmen, sondern auch das mangelnde Selbstbewußtsein, dass durch den Partner bzw. dessen Verhalten gefördert wird, indem einem immer vorgehalten wird wie unfähig man ist, alleine zurecht zu kommen. Trotz Beruf und eigenem Einkommen habe ich 14 Jahre gebraucht, mich davon frei zu machen. Habe es aus eigener Kraft ohne fremde Hilfe geschafft im Leben klar zu kommen und auch mein Selbstbewußtsein wieder aufpoliert, aber das ist nicht jedem gegeben.
Bin inzwischen wieder 17 Jahre glücklich verheiratet und meine Partnerschaft besteht aus geben und nehmen, wi ergänzeen uns und das halte ich für sehr wichtig.
Es ist auch ein Generationenproblem, früher galt die Frau doch mehr als Heimchen am Herd, der "Herr" des Hauses war der Ernährer und sein Weibchen daheim hatte es ihm gefälligst recht zu machen.
Oft mangelt es den Menschen, die ihren Partner unterbuttern, selber um Personen mit schwach ausgeprägtem Selbstbewußtsein, die sich durch ihr Verhalten aufwerten wollen.
Senhora
antwortete am 31.01.07 (11:06):
Eine ausgewogene Partnerschaft ist der Idealzustand, nur ist der nicht immer zu erreichen. Ein allgemein gültiges Rezept für eine funktionierende langjährige (oder gar lebenslange)Beziehung gibt es ja leider nicht. Darum wohl auch die vielen Lebensabschnitts-Beziehungen.
Mitternacht
antwortete am 31.01.07 (12:16):
@tigrablue: Mag sein, dass das Wort "Helfersyndrom" nicht so klar umrissen ist, aber es wird doch im Allgemeinen verstanden, was damit gemeint ist. Und "Syndrom" steht ja nur für ein ganzes Bündel, eine ganze Anzahl verschiedener Symptome, Verhaltensweisen...
@senhora: Vielleicht liegt es an der gewachsenen Anspruchshaltung der Leute? Vielleicht ist man heute nicht mehr so ohne weiteres bereit, sich mit den Macken des Partners zu arrangieren? Man ist nicht mehr so sehr aufeinander angewiesen, wie in früheren Zeiten. Und entsprechend ist man auch schneller dabei, sich zu trennen.
nasti
antwortete am 31.01.07 (23:48):
Tigrablue,
ein Man welcher sich scheiden ließt wird nie in leben zugeben das die 2-te, oder 3-te Ehefrau ist noch schlimmer wie die ernste. Er muss damit leben, das heißt, er arrangiert sich weil er das muss tun, es ist wie eine Pille mit Placebo Effekt. Für mein zweiten Man war ich die dritte Ehefrau. Und ich war die beste, sagte immer. Ob das die Wahrheit war?