Arno_Gebauer
begann die Diskussion am 01.02.07 (22:40) :
Hallo, ST-Beteiligte,
ich weiß nicht, ob es Euch auch so geht: Ich kann mich sehr schlecht von Dingen trennen. Mein Kleiderschrank ist propenvoll. Alte Pullover, Strickjacken, Oberhemden, Anzüge aus meiner aktiven Zeit, sowie jede Menge Schlipse usw. lassen eigentlich keinen Neukauf mehr zu. Ein großer Teil der alten Bekleidung paßt mir auch nicht mehr. Kurz: Ich muß mich von diesen Sachen trennen! Könnt Ihr mir einige Tips für mein Vorhaben geben?
Viele Grüße und vielen Dank Arno
Felix
antwortete am 02.02.07 (00:38):
Bist du .... oder tust du nur so hilflos?
nasti
antwortete am 02.02.07 (01:19):
Das Tote Kreuz anrufen, und die holen das ab, verkaufen an Flohmärkte, oder verschenken Sie für die bedürtfigen.
nasti
antwortete am 02.02.07 (01:20):
Pardon,
Rote Kreuz. :O)))
pilli
antwortete am 02.02.07 (01:53):
egal ob rot oder tot, nasti :-)
das "Rote Kreuz" verschenkt nix, die liefern die gesammelten sachen palettenweise an aufkäufer, die wiederum datt zeuch weiterverkaufen.
:-)
tigrablue
antwortete am 02.02.07 (02:10):
pilli, entweder das oder das zeug kommt in den reißwolf oder die damen und herren beim DRK bedienen sich selbst oder auch - ganz überraschend - sie geben es an bedürftige ab ;-)
Es gibt Stellen, an denen psychisch Kranke betreut werden. Diese Klienten haben meist wenig Geld und freuen sich über Spenden aller Art.
Also, Arno, falls Du eine dieser Betreuungs-Institutionen mit Weiter-Vermittlung von Kleidung, Möbeln, Hausrat aller Art kennenlernen möchtest: ich habe da eine Adresse in Hamburg.
schorsch
antwortete am 02.02.07 (09:57):
Nicht nur das Rote Kreuz sammelt. Ich kenne eine Frau, die in der Brockenstube der Heilsarmee arbeitete und die Aufgabe hatte, noch verwendbare Ware von Schrott zu trennen. Sie sagte mir, dass die beste Ware gar nie in die Regale komme, sondern von Angestellten für sich, Familie und Freunde weg genommen werde.
P.S. Dass ich von dies als wahr einstufe, beruht auf der Tatsache, dass sie auch mich gerne mit fast neuen Kleidern eindeckte....
mea
antwortete am 02.02.07 (12:49):
Arno , geht es darum , wohin mit den Sachen ?
Oder gehts darum , erst mal sich zu entscheiden , was geb ich weg und was behalte ich ?? , wenn der Schrank voll ist .
Was nicht mehr passt und mir nicht mehr gefällt , klar weg ...der Traum , ich könnte ja abnehmem bleibt meist ein solcher ....( bei mir )
Und Kleidung , die ich die letzten Jahre nicht an hatte , auch weg ....gleich in den Plastiksack der Sammler die das bald abholen !!!....sonst besteht die Gefahr , das man wieder was rausholt , wie es die Nachbarin manchmal macht .....
Diese Prozedur mach ich rigoros , bevor ich Neues kaufen geh .... Und es funktioniert bei mir nur so ...spontan und wild enschlossen dazu , es j e t z t zu machen (;-))).......
Tabaiba
antwortete am 02.02.07 (13:59):
@pilli
das "Rote Kreuz" verschenkt nix, die liefern die gesammelten sachen palettenweise an aufkäufer, die wiederum datt zeuch weiterverkaufen.
Das stimmt leider Pilli oder es kommt in den Reißwolf bzw. wird als Putzlappen verkauft.
Um die Sachen loszuwerden gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei uns kann man die Kleidung in einem second hand Laden des Kinderschutzbundes abgeben, der von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen geführt wird und der Erlös der Organisation zugute kommt oder, wenn es das in Deinem Wohnort gibt, ein Sozialkaufhaus freut sich auch über Kleider - und Sachspenden. Auch die von Gerdi angeregte Möglichkeit finde ich bedeutend sinnvoller als die Sachen dem Roten Kreuz oder anderen Kleidersammlern zu geben.
Komme persönlich nicht in die Verlegenheit, da sich für meine Sachen bisher immer Abnehmer gefunden haben. Eine Kollegin sagte mal scherzhaft zu mir: "Wenn Du stirbst, kannst Du mir ja Deinen Kleiderschrank vererben" :-))))
pilli
antwortete am 02.02.07 (15:02):
wenn es denn nur das "Verkaufen" wäre und der verbleibende gewinn für gute zwecke verwandt würde...
da werden die klamotten quer über den erdball transportiert und den *dritte welt ländern* bleiben auch dadurch wenig chancen, eigene produktstätten zu eröffnen. "unsere" hilfe als konkurrenz zu den verzweifelten versuchen, eigenes im jeweiligen land zu entwickeln, meine ich mal...
ist falsch verstandene hilfe!
ich möchte aber die erklärung des DRK zum "Verkauf" und der gefährdung von arbeitsplätzen in der dritten welt fairerweise zur eigenen überlegung anbieten, die ich im link angebe.
gebrauchte und gut erhaltene kleidung, bettdecken oder anderes, stecken wir in müllsäcke, beschriften die mit "mann", "frau" oder "decken" und fahren bei gelegenheit zu den treffpunkten der obdachlosen; eine angelegenheit von wenigen minuten, auszusteigen und fragen:
da werden die klamotten quer über den erdball transportiert und den *dritte welt ländern* bleiben auch dadurch wenig chancen, eigene produktstätten zu eröffnen. "unsere" hilfe als konkurrenz zu den verzweifelten versuchen, eigenes im jeweiligen land zu entwickeln, meine ich mal...
ist falsch verstandene hilfe!
Darüber habe ich auch schon einen Bericht im TV gesehen pilli.
Finde die Idee gut, die nicht mehr benötigten Sachen an Obdachlose zu geben, die haben es bestimmt nötiger, egal aus welchem Grund sie auf der Straße gelandet sind.
nasti
antwortete am 03.02.07 (11:40):
Einige meine Kunstmaler KollegenInnen laufen in schmutzige und ausgenützte Klamotten, voll Löcher. Wenn ich helfen möchte, dann greifen Sie mich böse an, und titulieren mich als eine Spießbürgerin. :O)))), denn ich liege mal ein bisschen Werte auf aufsehen. Diejenige meinen, das macht einem Künstler Künstler, aber ein Erfolg habe ich noch nicht gesehen. In Gegenteil, die „Spießbürgerliche“ Besucher der Vernissagen kaufen nicht mal ein Bild ab, sind empört. Ein wirklich begnadete Talent, ein jüngere Herr lauft schon Jahre lang in schmutzigen Anorak gelbe Farbe und ausgenützte schmutzige Sportschuhen. Wenn ich Ihm ein Rat gebe und sage das Die Besucher sind empört, dann bekommt er hysterische Anfälle. Er ist ein verarmter Aristokrat, seine Vorfahren stammen von Sissi ab. Entschuldigung das ich wieder von der eigentliche Thema weg bin
eko
antwortete am 04.02.07 (00:48):
Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen einen Bericht zu dem Thema "Altkleider" gesehen.
Da hat sich ein ganzer Industriezweig gebildet, der sich mit dem Absatz von Altkleidern befasst. Es wurde gezeigt, wie die Kleider in großen Ballen oder Paletten hauptsächlich nach Schwarz-Afrika verfrachtet werden und wie sie dort auf unterschiedliche Weise weitergegeben werden. Meistens werden sie von Händlern, die die Waren am Hafen "in Empfang" nehmen, weiterverkauft. Ballenweise! Die Leute bedienen sich daraus , manche Frauen haben sich auch darauf spezialisiert, Kleider und Stoffe umzuarbeiten, womit sie einen kleinen Nebenverdienst haben.
Einesteils ist dies positiv zu betrachten, weil dadurch wenigstens ein paar Menschen sich ihren Unterhalt sichern können.
Andrerseits entsteht daraus auch eine Abhängigkeit, die die dortigen Menschen davon abhält, selbst eine entsprechende Industrie aufzubauen. Sie machen sich vom Nachschub aus dem reichen Europa abhängig.
Die Vorstellung, wonach Altkleider hier bei uns an Bedürftige gehen sollten, ist nicht realistisch. Dazu sind die Ansprüche solcher Bedürftigen zu hoch. Ich finde auch nichts Ehrenrühriges dabei, wenn sich Mitarbeiter des Roten Kreuzes (oder wer auch immer) sich der besten Stücke bedienen.
Wenn diese Altkleider nicht mehr nach Afrika verschifft werden würden, würden wir wahrscheinlich sehr bald unter einem Kleiderberg ersticken.
Was pilli macht, nämlich zu den Obdachlosen hinzugehen und ihnen was geben, ist zwar auch gut, kann aber meiner Meinung nach nicht allgemein zur Nachahmung empfohlen werden. Wenn nur eine pilli kommt, mag das ja angehen, aber wenn sich hundert pillis aufmachen würden, was dann?
Ach ja, auch ich tu mich schwer damit, Bekleidung wegzugeben. Irgendwie kann ich mich nur sehr schwer davon trennen, auch wenn ich die Hose, das Hemd, den Pullover nie mehr anziehe. Irgendwie ist es doch auch ein Stück von mir.Komisch, was?
Kenny
antwortete am 04.02.07 (12:58):
Hallo Arno_Gebauer,
wenn du nichts wegtun magst, und dagegen sprechen doch auch die oben aufgezählten Gründe, dann kaufe dir einen neuen Kleiderschrank und erfreue dich weiter an den alten, aber nicht mehr tragbaren - weil aus der Mode oder nicht mehr passenden Klamotten.
Du kannst dir ja auch einen Stoff-Kleiderschrank mit Reißverschluß zulegen, falls dir das Geld für einen kompakten Schrank - es lohnt sich vielleicht nicht mehr - zu schade ist.
Es gibt Sachen, die man zum Wohlbefinden behalten möchte.
Weshalb sollte man sie dann wegschmeißen?
Ich bin übrigens ein Weggeber, -schmeißer oder gar Vernichter.
Dafür habe ich mir vor kurzem extra eine große (240 l)Restmülltonne angeschafft.
schorsch
antwortete am 04.02.07 (18:29):
Meine Frau macht das schlauer: Immer wenn sie ein neues Stück kauft, wandert ein altes in die Kleidersammlung....
....das Dumme an der Geschichte: Sie wirft dann nicht etwa ihre Kleider weg, sondern die meinigen ):-(