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THEMA:   Eheprobleme.

 Bisher 28 Antworten.

Mitternacht begann die Diskussion am 02.02.07 (13:52) :

Was würdet ihr tun bei Eheproblemen?
An wen würdet ihr Euch wenden?


Vorlesefunktion  Tabaiba antwortete am 02.02.07 (14:05):

Wenn ich keine Möglichkeit habe, meine Probleme alleine zu lösen, würde ich Hilfe von Dritten, z. B. Paarberatung, in Anspruch nehmen. Das schlimmste in einer Beziehung ist, nicht über die Probleme zu reden und da kann eine Paarberatung hilfreich sein. Evtl. mal bei pro Familia anfragen bzw. bei der Kirchengemeinde, die können da bestimmt helfen.


Vorlesefunktion  Mitternacht antwortete am 02.02.07 (14:25):

Kann man da auch alleine hin (Paarberatung)?


Vorlesefunktion  maggy antwortete am 02.02.07 (15:50):

Warum alleine hin??
Eheprobleme betreffen doch beide Ehehälften und ein gemeinsames Gespräch mit einer neutralen Fachperson kann sicherlich nichts schaden. Außerdem nennt es sich ja

Wenn Du Dich aber erst einmal alleine aussprechen möchtest, dann habe ich unter google einen link gefunden, wo Du das evtl. auch im internet tun kannst. Ich kann Dir aber nicht sagen, ob das hilfreich ist. Trotzdem setzte ich Dir mal eben den link dazu hier ein.

Internet-Tipp: http://www.kummernetz.de/


Vorlesefunktion  maggy antwortete am 02.02.07 (15:50):

habe im dritten Satz das Wort Paarberatung vergessen ;-)


Vorlesefunktion  Tabaiba antwortete am 02.02.07 (15:55):

@Mitternacht

Kann man da auch alleine hin (Paarberatung)?

Das entzieht sich meiner Kenntnis, aber macht es denn Sinn Eheprobleme alleine zu lösen, es geht doch beide an oder? Obwohl, es ist bestimmt möglich im Vorfeld Einzelgespräche zu führen. Hatte das Thema für mich zwar auch mal angedacht, es dann aber ohne Paarberatung geschafft.

Weiß zwar nicht, um welches Problem es sich handelt, aber manchmal hilft es auch, wenn man sich alles von der Seele schreibt und dem Partner dieses zu lesen gibt, wenn Reden nicht möglich ist. Mir hat's geholfen, aber das ist wohl von Fall zu Fall unterschiedlich. Noch ein Tipp, sollte man seinen Kummer schriftlich niederlegen, bitte ohne Schuldzuweisung auch wenn es schwer fällt, das führt nur zu weiteren Problemen.


Vorlesefunktion  Mitternacht antwortete am 02.02.07 (16:28):

Danke für den Rat.
Es wurde schon alles gesagt, geschrieben - wiederholt.
Es dreht sich immer im Kreis. Und im Grunde geht es um MEINE Grenzen. Es gibt da so bestimmte Verschiedenheiten, die sich wohl nicht auf einen Nenner bringen lassen. Und ich bin unschlüssig, wie ich damit umgehen soll.


Vorlesefunktion  tigrablue antwortete am 02.02.07 (16:54):

hallo, tabaiba,

zu dem punkt 'ohne schuldzuweisung' fallen mir besonders *zwei* kommunikationsregeln von ruth cohn ein. vereinfacht:

1. sage nicht 'man', wenn du von dir sprichst,
2. verallgemeinere nicht im stile von 'du hast', 'du bist', 'immer machst du', sondern sprich über dich, wie ein bestimmtes verhalten auf dich wirkt, welche schwierigkeiten du hast, mit diesem oder jenem verhalten des/der anderen umzugehen.

grüße - tigrablue


Vorlesefunktion  Ursula_J antwortete am 02.02.07 (17:10):

Hallo Mitternacht,

du kannst auch, wenn du magst im folgenden Forum darüber schreien oder nachlesen, wenn du Parallelen findest.

http://www.brigitte.de/foren/

Internet-Tipp: http://www.brigitte.de/foren/


Vorlesefunktion  Tabaiba antwortete am 02.02.07 (18:44):

Hallo tigrablue, Du hast es auf den Punkt gebracht. So genau konnte ich es zwar nicht definieren, meinte es aber so.


Vorlesefunktion  Kenny antwortete am 04.02.07 (09:24):

Was würde ich tun bei Eheproblemen?

Das ist eine gute und immer wieder unerschöpfliche Frage mit vielen Antworten.

Es gibt gar nicht so viele verschiedene Probleme in der Ehe (ich denke, dass wir von einer deutschen Ehe sprechen) doch die Lösungen sind sehr verschieden, weil jedes Paar in sich und im Vergleich zu anderen verschieden ist.

Nicht nur bei Paaren mit Trauschein, sondern auch bei allen anderen Paarungen treten fast immer die gleichen Probleme auf.

Bei heterosexuellen Paaren führen die naturgegebenen Unterschiede im Aussehen, Denken und Fühlen schon fast zwangsläufig zu Meinungsverschiedenheiten.

Wie Ihr schon richtig ausgeführt habt, kann nur in der Kommunikation ein bewußtmachen der Befindlichkeiten stattfinden.

Die Welt ist so bunt, weil die Welt bei jedem Menschen zuerst einmal im Kopf stattfindet.

Also, raus mit den Gedanken aus dem Kopf!!

Dafür gibt es viele verschiedene Wege und sie sind alle richtig, wenn sie nicht in Polemik und Schuldzuweisungen abgleiten.

Eine Einzeltherapie ist erfolgversprechend, um zu lernen, anders (besser) mit seinem/ihrem Partner umzugehen.

Ich wünsche allen Paaren mit Problemen in der Partnerschaft ein weiteres glückliches Zusammen-Leben.


Vorlesefunktion  plautus antwortete am 04.02.07 (17:03):

hallo, ihr problemfrachter,
in vielen alten,vorchristlichen kulturen gab es die institution der gruppenehe, anderenorts
traten paare nur zeitweilig zusammen.
unsere hochwohllöblichen christentumsverbreiter haben mit diesen friedensstiftenden unsitten gründlich aufgeräumt.
und hierzulande sind derartige versuche im höchsten grade verpönt, denn das ist ja eine kommune, und das riecht--oh graus, nach kommunismus,und der stammt ja nachgrad aus der untersten hölle!!!!!
viel spass im mief---plautus


Vorlesefunktion  Johanna3 antwortete am 08.02.07 (18:09):

Ich weiß nicht, ob diese gut gemeinten Ratschläge dir geholfen haben. Ich bin in den vergangenen 30 Jahren schon dreimal zur Eheberatung gegangen. Es war gut, sich auszusprechen, aber Ratschläge und Empfehlungen werden absichtlich nicht gegeben. Mein Mann ist einmal auf meinen Wunsch hingegangen, aber leider hat er mit mir nicht darüber gesprochen. Und gerade das ist unser größtes Problem, wir reden nicht mit einander. Wir sind jetzt 45 Jahre verheiratet und ich befasse mich mit dem Gedanken auszuziehen.
Ob ich das hin bekomme? Johanna


Vorlesefunktion  Mitternacht antwortete am 08.02.07 (19:11):

Bei uns ist es sicherlich ein Kommunikationsproblem.
Er redet von sich aus über nix Tiefgehendes. Und ich habe schon so viele Gesprächsversuche gemacht (ohne Stress zu machen usw., nach allen Regeln der Gesprächskunst usw.), dass ich mittlerweile eine Hemmschwelle habe, weitere Anläufe zu unternehmen. Aussitzen oder Ausschweigen ist aber auch keine Lösung.
Warum lassen sehr viele Männer lieber die Beziehung den Bach runtergehen, als auch nur einmal den Mund aufzumachen?


Vorlesefunktion  Marieke antwortete am 08.02.07 (19:21):

Johanna,
aber Reden i s t das Wichtigste!!
Willst du es nicht nochmals versuchen?


Vorlesefunktion  pilli antwortete am 08.02.07 (20:01):

und wie du das schaffen wirst johanna... :-)

wenn du es wirklich möchtest!

stell dir einfach vor, du erlebst nur noch ein einziges glückliches jahr...na...? :-)

wiegt das alleine nicht die entsetzlichen jahre auf? viel zu lange hast du m.e. schon gewartet; sage ein freundliches "Ade" nimm deinen koffer und lebe...endlich!

:-)


Vorlesefunktion  matti antwortete am 08.02.07 (21:53):

@ Johanna

Ich möchte mich Pilli unbedingt anschliessen. Es wird Zeit zu gehen und kein Jahr mehr zu verlieren, dabei weiss ich, wovon ich rede.

Keinen einzigen Tag habe ich bedauert mit 58 J. gegangen zu sein. Jetzt lebe ich endlich 'mein' Leben und ich geniesse jede Stunde davon. Sicher war es anfangs nicht einfach, aber es hat sich gelohnt und heute weiss ich: ich habe viel zu lange gewartet.

Alle guten Wünsche für dich und viel Kraft, aber mach´es, bevor du resigniert hast.

Grüsse für einen schönen Abend
von Matti


Vorlesefunktion  schorsch antwortete am 09.02.07 (10:29):

@ Mitternacht: "...Warum lassen sehr viele Männer lieber die Beziehung den Bach runtergehen, als auch nur einmal den Mund aufzumachen?..."

Vielleicht deshalb, weil sie zwar auch gern mal was sagen möchten, sie aber immer "überfahren" werden und mit der Zeit denken: Was ich auch sage - es ist sowieso falsch?


Vorlesefunktion  Johanna3 antwortete am 09.02.07 (13:03):

So viel Zuspruch hat mir sehr geholfen - danke!!
Mitternacht, ich würde dir gern eine Mail schicken, wäre es dir recht? Johanna


Vorlesefunktion  elena antwortete am 10.02.07 (13:08):

@ Johanna

Hier habe ich einen sehr schönen Spruch gefunden, den ich als sehr wahr empfinde:

>Freiheit in der Liebe ist eine Sache,
gelebte Freiheit ist noch besser:
Leben heisst *frei sein*<

Benoite Groult

Grüsse von Elena


Vorlesefunktion  pilli antwortete am 10.02.07 (15:43):

"Leben heißt frei sein" :-)

der roman von Benoite Groult unter mitwirkung von Josyane Savigneau, den sie mit der widmung:

"Für meine Enkelinnen Violette, Clementine und Pauline:

Sie sind ungewollt die Komplizinnen meiner Flucht in die Freiheit"

schrieb,

zeigt einige stationen auf dem weg:

"die Last der Traditionen, der Gewohnheiten und aller Arten von Konformismus aufzuzeigen, dazu die zermürbenden Schwierigkeiten, denen wir Frauen heutzutage alle begegnen, wenn wir bestimmte Grundentscheidungen in Einklang miteinander bringen wollen. Ich wollte aussprechen, was ich spät, aber nicht zu spät entdeckt habe: daß es wichtiger ist als alles andere, sich selbst zu verwirklichen. Mehr als die Geschichte meines Lebens ist dieses Buch die Geschichte der Bewußtwerdung und die Chronik einer Flucht aus der Gefangenschaft, einer Flucht, die es mir ermöglicht hat, die langen Lehrjahre der Freiheit anzutreten."
(zitiert aus "Ein Wort zuvor"; Seite 15)

...

vielleicht hast du den roman, Johanna,

der eine mischung aus autobiographie, gesprächen und feministischem essay ist, gelesen? als "Komplizin" :-) auf dem weg "Scheiden tut not" (Kapitel VII) mein tipp!

:-)


Vorlesefunktion  Mitternacht antwortete am 14.02.07 (19:32):

Hallo Johanna3: Gerne kannst Du mir eine mail schicken!


Vorlesefunktion  dutchweepee antwortete am 15.02.07 (05:54):

ich habe selten im ST sooooo offene worte gelesen wie die von JOHANNA. ich bin regelrecht betroffen.

helfen kann man in so einem fall wahrscheinlich nicht. immerhin wissen wir nicht, was johanna für eine person ist. aber ich bin mein leben lang (bislang 44 jahre) gut gefahren, wenn ich einfach unverstellt meine meinung gesagt habe.

wenn meine partnerin damit nicht umgehen konnte, war sie die falsche und ich hatte die TV-fernbedienung wieder alleine in der hand.

vielleicht denken einige von euch anders, aber ich lebe lieber alleine und selbstbestimmt, als mich von einem falschen partner täglich verärgern zu lassen.

.


Vorlesefunktion  Lissi antwortete am 15.02.07 (15:36):

Johanna grüß Dich,
bin jetzt erst auf diese Seite gekommen.
Ich willmich bemühen Dir gewissenhaft zu schreiben,
immerhin ist es ein sehr ernstes Thema.
Mal vom Gefühl her, würde ich Dir empfehlen, eine Trennung auf Zeit zu vereinbaren. Innerhalb von 3 Monaten etwa, konnte jeder Partner "nachdenken" viel mehr überarbeiten, was notwendig ist in so einer Krise.
Falls Du dann die Entscheidung zu einer endgültigen Trennung treffen solltest, kann Du von einen gut überlegten Schritt reden.
Eine vereinbarte Trennungszeit beinhaltet für mich eine faire Chane für beide Partner.
Gutes Gelingen, schau mutig hin, was Du selber an unbrauchbaren Emotionen dabei ausmisten kannst.
Gruß Lissi


Vorlesefunktion  Johanna3 antwortete am 15.02.07 (19:31):

Ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die so lieb und für mich ermutigend geschrieben haben. Bin selbst gespannt, wie ich mich entscheide. Johanna


Vorlesefunktion  seewolf antwortete am 16.02.07 (01:05):

Wer über seine wahren Bedürfnisse schweigt, begibt sich der CHANCE, sie erfüllt zu bekommen. Wer ein Gespräch verweigert, ist es nicht wert, einen Partner an sich binden zu wollen.

Wer partnerschaftlich leben möchte, muß bereit sein, beider Bedürfnisse gleichermaßen zuzulassen.


Vorlesefunktion  huhetto antwortete am 16.02.07 (21:05):

@ plautus

hallo, du vorgeschichtler,
du schreibst mir nix neues aus der geschichte. empfehle dir aber, wieder anzukommen.... im hier und jetzt.
mit viel spaß
huhetto
p.s.: plautus (250-184 vor unserer zeitrechnung)

@ an die anderen bisherigen teilnehmer

ich freue mich über die einfühlsamen beiträge von euch.

huhetto


Vorlesefunktion  Marieke antwortete am 18.02.07 (13:04):

Internet-Tipp: http://www.theratalk.de/partnerschaftstest.html


Vorlesefunktion  doris16 antwortete am 11.03.07 (00:42):

Johanna, von meiner Perspektive aus gesehen kann ich, ohne zu zoegern, den Schritt in die Freiheit befuerworten. Allerdings ist dabei zu bedenken, ob man die persoenliche Freiheit sucht oder nur einer unbefriedigenden "Zweiheit" entrinnen will. Ich wohne 15 Jahre nach meiner Trennung alleine und geniesse meine Unabhaengigkeit. Meine Schwester dahingegen, ist seit ihrer Scheidung vor mehr als 20 Jahren noch immer, und unaufhoerlich erfolglos, auf der Suche nach einem Mann.



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