Arno_Gebauer
begann die Diskussion am 16.02.07 (14:08) :
Hallo, ST-Beteiligte,
jung, dynamisch und mobil sollen die Arbeitnehmer sein. Zumindest wird dies noch heute verbreitet. Der öffentliche Nahverkehr hatte dadurch immer das Nachsehen. Jetzt soll sich die Bevölkerung umstellen, weil man weiß, daß Mobilität ein großer Klimakiller ist. Gefordert werden jetzt Bodenständigkeit, Schonung der Rohstoffe. Brauchen wir eine neue Werteordnung?
Viele Grüße Arno
Wolfgang
antwortete am 16.02.07 (21:15):
Mit 'Werten' (was immer das sein soll) hat das nichts zu tun, Arno. Die Energietraeger, die uns bisher ziemlich viel Wohlstand bescherten - also billiges Erdoel, Erdgas, Uran - gehen schnell aus und werden vorher richtig teuer. Sich einschraenken, sparen, ist trotz erneuerbarer Energien unausweichlich. Wenig mehr als die Haelfte des derzeitigen Energieverbrauchs wird kuenftig nur noch drin sein (soll es nachhaltig sein, ist sogar nur rund ein Drittel moeglich). Auch, wenn die meisten Menschen das derzeit gar nicht so sehen und auch nicht sparen wollen (deshalb haben gutgemeinte Sparappelle auch nie wirklich was genuetzt), sie werden sich einschraenken und sparen muessen. Vor allem auf die gewohnte Mobilitaet werden sie verzichten muessen. Dass sie aus dieser Not eine Tugend machen werden, ist menschlich und eine prima Sache und hilft bei der anfallenden enormen psychischen Anpassungsleistung. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. ;-)
hilf mir doch mal weiter... wie kommen sie dazu, ohne zu wissen was immer "werte" sein sollen, zu behaupten, dass sie nix damit zu tun haben. nach meiner überzeugung haben wir doch ständig mit werten zu tun, im großen und im kleinen. werte"ordnung" sehe ich kritisch, aber wertewandel ist notwendig.......im großen wie im kleinen. ferner steht für mich nicht fest, dass das sein das bewusstsein bestimmt(marx?). nach anderen philosophischen thesen bestimmt das bewusstsein das sein.
Wolfgang
antwortete am 16.02.07 (23:10):
@huhetto - Ich bringe hier halt meine Sicht der Dinge. Eine andere habe ich nicht. ;-)
ich glaube nicht , daß die BRD und andere high-tech Länder auf die Mobilität verzichten können. Nur durch die Mobilität ist die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung gewährleistet. Die Infrastruktur ist diesbezüglich durchorganisiert. Eine Veränderung der Mobilität bringt nur Verschlechterungen.
Ich bin davon überzeugt, daß wir eher eine Erhöhung der CO2- Konzentration in der Atmosphäre als eine Reduzierung der Mobilität hinnehmen werden!
Das ist die zu erwartende Anpassungsleistung für die Zukunft! Das Sein bestimmt das Bewußtsein.
Viele Grüße Arno
Tabaiba
antwortete am 22.02.07 (22:20):
Wohl dem, der auf die Mobilität verzichten kann. Ich will gar nicht philosophieren aber da ich mein Auto brauche um in die Nachbarstadt zu meinem 20 km entfernten Arbeitsplatz zu kommen, ist das für mich kein Thema. Mit Bus und Bahn wäre ich 1 Std. pro Tag länger unterwegs, das macht pro Woche 5 Std. aus. Da ist ja nicht nur der Job, sondern auch noch das bisschen Haushalt und da sind 5 Std. eine Menge Zeit.
perle
antwortete am 24.02.07 (20:27):
Nachdem ich die Beiträge gelesen hatte, fielen mir drei Berichte ein, die ich vor Jahren im Fernsehen gehört und irgendwo gelesen hatte und mich damals sehr bewegten und zum Nachdenken anregten. Als ich dann noch dem Tipp von Wolfgang folgte, und auch diese Beiträge durchgeschaut habe, fühle ich mich veranlasst, sie hier anzuführen, weil sie zu diesem Thema passen.
1966 verfolgte ich eines abends spät (da kommen leider erst solche Sendungen) am Fernsehen eine Diskussion in einem Wissenschaftsforum über unsere Weltverhältnisse. Dort fiel der Satz: „wir sitzen seit 1914 in einem Zug der unaufhörlich ins Verderben rast.“ Ich hielt mein viertes Kind, erst vor kurzem zur Welt gekommen, in den Armen, weil es krank war und dachte, in was für eine Zeit hinein habe ich meine Kinder geboren.
Jahre später in der Sendung „Zeitzeugen“, in der angesehene Persönlichkeiten interviewt wurden, die sich auf irgendeinem Gebiet einen guten Namen gemacht haben, sagte der alte Herr, dessen Namen ich nicht mehr weiß, auf die Frage: „Wie sehen sie die Zukunft der Menschen heute?“ ‚ „An und für sich bin ich kein Optimist, aber aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, dass sich die Menschen nur schwer aus den bequemen festgefahrenen Schienen drängen lassen; und wenn, dann nur einzelne. Warnungen werden in den Wind geschlagen. Was nicht sein darf, kann für sie auch nicht sein“ Er verglich unsere Lage mit einem Abhang, der ins Rutschen kommt, langsam, kaum merklich, bis zu dem Punkt, wo ein solcher Schub dahinter steckt, dass der Abgang nicht mehr aufzuhalten ist. Er schloss sein Statement ab mit dem Satz: „Erst, wenn der Einzelne selbst den Druck zu spüren bekommt, wird er begreifen und sich gezwungen fühlen an seinen Lebensverhältnissen etwas ändern. Aber ich fürchte, dass es dann zu spät ist.“
Bei einem Gespräch zwischen dem Philosophen Heidegger und dem Wissenschaftler Weizsäcker zu dem Thema „Fluch und Segen der Technik“ kamen beide zu dem Schluss: „Die Geister, die wir riefen, werden wir nicht mehr los. Nur noch ein Gott kann uns retten.“
Die Vernunft sagt uns, dass Gott bald handeln muss, um die Erde vor weiterem verderblichen Handeln des Menschen zu bewahren, und genau das bestätigen auch die biblischen Prophezeiungen. Die Bibel sagt, dass er „die verderben wird, die die Erde verderben“ Wie ein Vermieter einen Mieter hinauswirft, der alles zerstört, so wird Gott diejenigen „hinaus-werfen“, die seine wunderbare Schöpfung, die Erde, verderben. In der Bibel heißt es: „Was die Bösen betrifft, von der Erde werden sie weggetilgt; und die Treulosen, sie werden davon weggerissen“ Als Schöpfer der Erde hat Gott das Recht, zu entscheiden, wer sie bewohnt. Er hat auch das Recht, den Menschen für seine Handlungs-weise zur Rechenschaft zu ziehen. Würde Gott dem Menschen gestatten, seinen Lauf unkontrolliert fortzusetzen, wäre die Erde bald völlig verdorben, und ein Leben darauf wäre unmöglich. Doch dadurch, dass Gott ‘die verdirbt, die die Erde verderben’, bewahrt er unser irdisches Erbe für Menschen, die Wertschätzung dafür haben. Die Bibel verheißt: „Die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrig bleiben werden. Leben wir nicht in der Zeit, in der die Erde verdorben wird?
mart
antwortete am 24.02.07 (22:51):
Dann ist doch eh alles dank Gottes Allwissenheit und Allmacht wunderbar geregelt, perle.
Da du Vertrauen in das göttliche Ausleseverfahren hast, daß nur die verderben werden, die die Erde verderben, kann unmöglich etwas schief gehen. Also ein Halleluja und Daumen drück, daß Gott sich nicht verschaut und ein paar Nichtrechtschaffene leben läßt und ein paar Untadelige vom göttlichen Zorn getroffen werden.
Also ... nächstes Jahr in Jerusalem?
pilli
antwortete am 24.02.07 (23:32):
die lady Vernunft flüstert mir gerade ins ohr, dass es zeit wird, vorausschauend mit engelsflügel in allen grössen zu dealen; je weißer desto teurer, denn der rächer-vision von perle nach, werden all die kleinen sünderlein auf erden sich sputen, datt flatterzeuch bei mir zu kaufen um nicht "weggerissen" zu werden!
vielleicht denke ich noch ein tatoo mit "Satan weiche!" als zugabe an, damit Gott die auslese erleichtert wird?
:-)
schorsch
antwortete am 25.02.07 (10:33):
mart, da Gott ja alles in seiner Allmacht bestens richtet, wird es auch richtig sein, dass die Erde durch Klimakiller zugrunde geht.....sonst würde er sich doch wehren!?
perle
antwortete am 25.02.07 (22:14):
Erstaunlich welche Emotionen die Worte „Gott“ und „Bibel“ bei einigen im Forum hervorrufen. Geistesblitze flammen auf, die mich aber keineswegs verstummen lassen. Diese Reaktionen bestätigen nur die Wahrhaftigkeit der Voraussagen in der Bibel. Zum einen, dass Spötter mit ihrem Spott auftreten werden und zum anderen, dass „superfeine Apostel“ falsche Lehren einführen werden, wodurch der Weg der Wahrheit gelästert wird. Auch ich muss meinem Zorn Raum geben über die, die sich als Gottes Diener ausgeben, das Lehramt für sich in Anspruch nehmen, den Menschen aber ein ganz verkehrtes Gottesbild vermitteln. Die respektlosen Gefühlsausbrüche dürfen wohl größtenteils darauf zurückzuführen sein. Christenheit ist nicht gleich Christentum.
Die Lage, in der wir stecken, ist mir zu ernst, dass ich darüber frotzeln könnte. Erst vergangene Woche fiel im Fernsehen von wissenschaftlicher Seite der Satz: „Es ist nicht erst zehn vor zwölf, sondern schon 10 nach zwölf.“ Auch sagte dieser Wissenschaftler, dass die Folgen der Klimaveränderung schneller eingetroffen sind als angenommen wurde und eine kritische Situation sich global anbahne. Das aber ist nur eins von vielen Problemen, deren die Menschen nicht mehr Herr werden. Jesus sagte voraus, was dem Eingreifen Gottes vorangehen wird, nämlich eine große Drangsal. Die Menschen würden nahezu ohnmächtig werden über das, was über den ganzen Erdkreis hereinbrechen wird. Sollten wir nicht froh und dankbar sein, dass es einen Gott gibt, der uns einen Weg der Rettung aufzeigt und nicht zulassen wird, dass der wunderschöne Planet Erde, unsere alte Heimat Erde, unbewohnbar wird.