THEMA: Provokation zur gleichgeschlechtlichen Liebe.
Bisher 37 Antworten.
philos60
begann die Diskussion am 23.02.07 (10:55) :
Gleichgeschlechtliche Sexualität/Liebe ist Narzissmuss des eigenen Geschlechts... nach Freud: unbewusste Versagensangst gegenüber dem anderen Geschlecht. Heterosexualität sprengt Grenzen des eigenen Geschlechts und öffnet das Sinnverständniss in unserer dualen und polaren Welt.
Wie gesagt: das ist eine bewusste Provokation!
pilli
antwortete am 23.02.07 (11:17):
nun philos
für eine provokation hast du m.e. zu schwach argumentiert; magst nicht bissel fundierter mitteilen, was du diskutieren möchtest? doch wohl nicht nur zwei sätze; der dritte satz diente ja schon deiner erklärung einer provokation!?
:-)
mart
antwortete am 23.02.07 (11:29):
Interessanterweise kenne ich nur Männer und keine Frauen, die Probleme (bis zu Haßgefühlen) mit der Homosexualität anderer Menschen haben - ich interpretiere das als Ausdruck eigener Ängste.
Zu deinem Satz <<Heterosexualität sprengt Grenzen des eigenen Geschlechts und öffnet das Sinnverständniss in unserer dualen und polaren Welt.<< möchte ich folgendes Beispiel bringen, das für mich ein Schlüsselerlebnis war und das eben nicht damit übereinstimmt.
Zwei entfernte Bekannte waren da, um unseren Computer zu benutzen. Während sich zwischen dem einen und meinem Mann ein verbaler Kampf um die Dominanz entbrannte (Der Stierkampf lief unter dem Motto "Wer ist der Klügere und Erfahrenere", stand ich und der zweite junge Mann dabei - ein Blickkontakt und ein Lächeln! Da dachte ich mir, ob er nicht ein Homo sei, weil ich eine derartige nonverbale Kommunikation und Übereinstimmung mit einem Hetero noch kaum erlebt habe und weil dieser Mann so gar keine Anstalten machte ebenfalls dominierend sein Pfauenrad zu schlagen.
Nun, am nächsten Tag ergab sich ganz zufällig und ohne jeden Zusammenhang mit meiner Vermutung (da bin ich ja wirklich sehr vorsichtig), daß der Gedanke, der mir blitzartig aufgrund der Sensibilität dieses Mannes gekommen war, richtig war. (Der Partner war natürlich nicht derjenige, der mit auf Besuch war.)
philos60
antwortete am 23.02.07 (11:40):
Um das "Beispiel" gänzlich zu verstehen, muss ich wissen, ob die hinter "mart" versteckte Person männlich oder weiblich ist... Tut mir leid, mir ist dieser Deckname "mart" nicht so geläufig... Für mich "klingt" das männlich?
Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Internet-Benutzer ihr Geschlecht nicht verraten wollen...?
nasti
antwortete am 23.02.07 (12:26):
Eine Art Provokation finde ich gut aus Aspekt der „Mode“, jeder ist sehr demokratisch, und einverstanden mit allem. Ich bin amusisiert mit Homosexuellen, habe ich gar nicht dagegen, bin befreundet mit den Männern. Sie kommen zu mir und erzählen alle seine Geheimnisse, obwohl ich gar nichts frage, nur immer betone, das ich bestimmt in voriges Leben ein Man müsste sein, aber ein Homosexueller Man. Ein ganz brav zusammen lebende homosexuellen Paar ist mit mir dick befreundet und behaupten, ich bin die einzige Frau mit welcher so engen Kontakt haben. Darauf bin ich stolz. Mit lesbischen Frauen ist weniger witzig, die meiste bilden Sie sich ein, dass ich auch eine Lesbe bin wegen meiner männlichen Ausstrahlung. Die Schwierigkeiten damit verfolgen mich ständig auch jetzt, eine präsentiert Ihre Hassliebe zu mir Pausenlos. Sie versuchte paar Mal auch meine Klamotten auszulocken, zuletzt möchte mein Nachthemd als Geschenk bekommen, dann sah ich genau, das Sie krank ist schon. Ihre lesbische Partnerin warf Sie raus, Sie weinte vor meinen Türen, ich müsste fragen ob ich in Zoo bin oder was, es ist sehr belastend, versuche ich das beruflichen Kontakt brechen, mit wenig Erfolg, ewig ist etwas wo ich mit der Frau zusammen sein muss. Sie gibt nicht nach.
philos60
antwortete am 23.02.07 (12:40):
Ja, nasti, wer so offen ausspricht, wo er steht, trägt zu einer verständlichen zwischenmenschlichen Orientierung bei. Ich kenne viele, die sich tarnen oder hinter Fassaden verstecken... wollen aber verstanden werden. Wie soll das funktionieren? Ich als Mann liebe das "ewig Weibliche und Unnahbare". Es verschafft mir Inspiration und Kreativität. Das "Weibliche" ist ein formgebender Faktor in der Welt des Werdens...
Gerdi
antwortete am 23.02.07 (13:09):
"Narzissmuss des eigenen Geschlechts"
WOW! Welch eine Formulierung!
Ist Homosexualität nicht eher die unbewußte Hörigkeit zu Neben-Welten?
rhena
antwortete am 23.02.07 (13:11):
ich kenne in meinem umfeld einige homosexuelle menschen und ich bin zu der überzeugung gekommen das es, genau wie bei den heterosexuellen,sympathische und weniger sympathische menschen darunter gibt. das die männliche homosexuelität eher akzeptiert wird liegt m.E. daran das die eine größere lobby haben und oft finanziell gut gestellt sind. man braucht sich nur die modewelt, film und fernsehen, kunst und kultur angucken. die homosexuellen frauen dagegen outen sich immer noch nicht, außer ein paar mutige frauen. Ist doch egal wer wo und wann und mit wem seine sexualität lebt. Hauptsache mann/frau ist zufrieden dabei. Und nasti ich kenne lesben die überhaupt kein interesse an heterosexuellen frauen haben, ganz im gegenteil. Ich glaube eher das du unbegründete ängste hast, wie kann oder soll dir diese frau schaden? Und ich kannte auch schon heteromänner die gerne ein nachthemd oder anderes von mir haben wollten. und ich denke die rollenverteilung bei den homosexuellen menschen kommt doch daher dass wir alle, ausnahmslos alle in einer heterosexuellen Gesellschaft aufwachsen sind, wir übernehmen die rollenverteilung die uns vorgelebt wird, egal ob hetero oder homo. Ich persönlich bin froh das sich die situation allgemein gebessert hat und mehr menschen auch andere lebensformen akzeptieren.
Frage: "Die Selbstbefriedigung ist doch auch eine gleichgeschlechtliche Liebe, oder?
Wie stehst Du denn dazu?"
Viele Grüße Arno
nasti
antwortete am 23.02.07 (14:15):
Hi Rhena!
Mir war diese Frau immer sehr sympathisch. Nur in der letzten Zeit habe ich mich von Ihr abgewidmet, die andere lesbische Frau hat mich dazu gebracht und klar sich beschwert über verlorene Liebe. Das hat mich so angewidert, und fühlte mich ständig verfolgt danach. Ich hoffe das ich mich irre.
philos60
antwortete am 23.02.07 (15:17):
Hallo Arno, Selbstbefriedigung ist m. E. eine Ersatzbefriedigung mangels "besserer Gelegenheit". Lass Dir mal erzählen, woran der Masturbierende dabei denkt... Das ist eine vegetative Triebbefriedigung und keine Selbstliebe... selbstliebend sind Egoisten und Egomanen.
Medea.
antwortete am 23.02.07 (17:49):
Zu meinem Bekanntenkreis gehört eine Clique homosexueller Männer, die zum Teil seit Jahrzehnten mit ihren Partnern zusammenleben. Es sind feinsinnige gebildete Menschen, einige Künstler darunter, völlig unaufdringlich in ihrem Auftreten und durch die Bank liebenswert.
kreuzkampus
antwortete am 23.02.07 (19:23):
Muss ich wirklich verstehen, was Du mir mit Deinem Eingangsbeitrag sagen willt, philos60?
philos60
antwortete am 23.02.07 (19:37):
Hallo kreuzkampus, ich glaub nicht, dass Du das verstehen MUSST, mehr noch, Du MUSST es auch nicht lesen... Es ist meine freie Meinungsäußerung. Wenn Du anderer Meinung bist, kannst Du Dich ja äußern, aber Du MUSST nicht. Ich stelle eine rhetorische Gegenfrage: WILLST Du es denn verstehen? *smile*
Felix
antwortete am 23.02.07 (20:46):
Ich möchte die Verdienste Sigmund Freuds in keiner Weise schmälern, hat er doch mit seiner Tiefenpsychologie, Traumdeutung und Psychoanalyse wichtige Impulse vor ca. 100 Jahren eingebracht. Heute weiss man aber doch, dass auch Freud von diversen Faktoren in seiner Beobachtung beeinflusst war. z.B. hatte er es als Arzt und Psychiater vorallem mit kranken Persönlichkeiten zu tun. Seine Vorstellungen vom Sexualtrieb und seinen Pervertierungen sieht man heute etwas differenzierter. Oft sah er narzistische und inzestiöse Aspekte, in Beziehungen und Neigungen, die man heute eher als gesucht finden würde. Auch seine Aussagen über die Homo- und Heterosexualität würde ich nie so gelten lassen. Freud war auch nur ein Mensch, ein Mann mit einer nicht unproblematischen Geschichtlichkeit und einigen Knöpfen, die er in die Psyche anderer hineinprojizierte und als Erkenntnis interpretierte.
mart
antwortete am 23.02.07 (21:08):
Ach, philos60, ich bin weiblich, sonst hätte ich nicht "meinen Mann" erwähnt - ich glaube nicht, daß ein Schwuler in dieser Weise von seinem Partner sprechen.
Ich bin also weder schwul noch lesbisch und eigentlich interessiert mich dieses Thema sehr wenig.
Philos, gehe ich richtig in der Annahme, daß du männlich bist?:-)))
Mein Deckname ergab sich rein zufällig innerhalb kürzester Zeit, da mein Vorname besetzt war, ich dann den Namen meiner Tochter schrieb und mitten im Wort innehielt, weil ich mir doch nicht ihren richtigen Vornamen zulegen konnte. Ansonsten habe ich keine Sekunde darüber nachgedacht, daß die Nicks offenbar oft nach langem Nachdenken gewählt werden und offensichtlich die Eigeneinschätzung ausdrücken sollen - nicht wahr Philos?:-)
Ansonsten gehe ich davon aus, daß es gleich sein muß, ob ein Männlein oder ein Weiblein über ein Thema schreibt. Bei den vielen Nicks, die hier vertreten sind, habe ich mich nur ein Mal im Geschlecht getäuscht - obwohl ich mich gewundert habe, daß ein Mann derartig hilfbereit und auf Fragen eingehend antworten könne. *grins*
Ich erinnere mich noch, daß mich ein Teilnehmer einmal mit ewigen Fragen zu meinem Geschlecht gelocht hat - dabei ging es einzig und allein um eine naturwissenschaftliche Frage und seine Erklärung, daß seine Anworten je nach Geschlecht des anderen unterschiedlich ausfallen würden, ordnete ich und ordne es noch heute unter Sexismus ein. Alles klar?
pilli
antwortete am 24.02.07 (09:27):
weniger eine provokante dafür aber eine klärende frage an dich philos,
damit ich deine hier gezeigte nick-schubladen-denke besser verstehen kann: wie schwul bist du?
ich bin nach dem im link angezeigten test zu 36% schwul, wie ist dein ergebnis? ich wage mal zu schätzen:
der prozentanteil wird höher sein? :-)
weniger der olle Freud sondern u.a. Ph. Chesler hat mich schon vor jahren mit:
"veröffentlichten Erlebnissen und Erfahrungen, der Nennung vieler historischer Quellen, Biografien, Darstellungen der der bildenden Kunst und Gestalten der Literatur sowie mit den Aussagen von Hunderten männlicher Interviewpartner"
angeregt zu der überlegung, wie sehr sich der mann bewußt ist über die eigene homosexualität und deren ausstrahlung auf frauen?
ich habe den eindruck, dass männer oft überzogen sachlich argumentieren zum thema:
"Männerbündnisse-Männerfreundschaften"
was manche nicht daran hindert, sich im fussball-stadion euphorisch zu umarmen und später dann an der theke einer kneipe, dem letzten frauensicheren ort (?) diese umärmelung "unter sich" weiter auskosten. bözer gedanke? :-)
Chesler berichtet aus einem interview mit einem 30jährigen mann, aus dem ich die aussage dieses mannes zitiere:
"Ich habe das Gefühl, dass sehr viele Männer Angst davor haben, homosexuell zu sein. Wir unternehmen ungeheuer viel, um diese Möglichkeit abzuwehren. Wir beobachten uns gegenseitig, um sicherzugehen, dass wir in Ordnung sind."
und dann:
"Ich glaube, dies ist einer der Gründe dafür, daß Männer soviel Zeit miteinander verbringen" (S. 270 und ff. Ein Versuch über die Männer/Männerbündnisse)
...
ich bin gespannt philos
ob du deinen nick zu recht trägst oder vielleicht doch eher bei den singenden jungz der "Fleischerzunft-Köln", deine töne schmetterst? deren männlich markante chorgesänge sind weit über die grenzen von Köln bekannt und beliebt! :-)
Hallo pilli, für mich sind Schwule "vom anderen Ufer", aber als toleranter Demokrat sollen sie machen, was ihnen gut tut...
pilli
antwortete am 24.02.07 (10:18):
bitte philos :-)
die wirklich tiefgründelnden *heim-und-welt-fülosofien* in männlicher runde haben leider in der vergangenheit ohne meine anteilnahme stattgefunden; magst du den hehren philosophischen schleier heben, der deine art der schreibweise:
"vom anderen Ufer"
umschwebt? bist du denn vom anderen ufer? lebst und wohnst du links- oder rechtsrheinisch?
:-) p.s. philos hast du nur vergessen, den prozentanteil deines eigenen schwulseins bekanntzumachen oder bist zu feige, das ergebnis zu lesen? :-)
p.s. p.s. da ich deine persönliche bekanntschaft machen "durfte" (nasti zu liebe und zum gefallen) und weil du meines empfindens mit *nasti am händchen* dich allzu weiblich neugierig einem "frauentreffen" angeschlossen hast, darf ich dir verraten philos,
dass ich dich nach deiner ausstrahlung auf mich, bei den männern, mit weit über 60% vermute. :-)
philos60
antwortete am 24.02.07 (10:36):
Pilli, Deine Art, mit Unterstellungen und vorweggenommen Vermutungen jemanden zu Antworten zu zwingen, lehne ich ab!!! Du hast doch schon jetzt ein Vorurteil und willst nur darin bestätigt werden.
philos60
antwortete am 24.02.07 (10:40):
Hallo mart, danke für die klärende Antwort. Natürlich bin ich männlich und habe das an verschiedenen Stellen hier im Forum vermittelt. Im u.g. Link kannst Du sehen und hören, wer ich bin.
Kleiner Tipp: http://www.philos60.de anklicken und dann in der Bildgalerie "Eva Schmitt". Dann ist schmunzeln erlaubt. Wers dann noch nicht erraten hat, dem sei verraten: Die kennen wir doch...... (;-)
mart
antwortete am 24.02.07 (15:46):
Ja philos, das ist der kleine Unterschied zwischen dir und mir - ich weiß relativ gut, was und bei welchen Themen du etwas geschrieben hast - deiner Aufmerksamkeit bin ich bis jetzt entgangen. - Betrübt mich keineswegs, habe hier eh schon viel zu viel geschrieben - aber die "Heterosexualität sprengt Grenzen des eigenen Geschlechts und öffnet das Sinnverständniss in unserer dualen und polaren Welt." scheint damit in Hinsicht auf deine Person widerlegt zu sein. :-)
philos60
antwortete am 24.02.07 (16:25):
Hallo mart, kannst Du mir bitte auch eine Begründung dafür liefern, was meine Person in dem u. g. Zusammenhang betrifft? Bin sehr gespannt! Du schreibst mit einem Zitat von mir: "...aber die "Heterosexualität sprengt Grenzen des eigenen Geschlechts und öffnet das Sinnverständniss in unserer dualen und polaren Welt." scheint damit in Hinsicht auf deine Person widerlegt zu sein."
Wenn man behauptet, dass etwas widerlegt ist, dann sollte auch eine Begründung das bestätigen, oder? Man lernt nie aus.:-)
mart
antwortete am 24.02.07 (17:15):
Ja, siehst du, hier fangen die Schwierigkeiten an - nämlich mit Erklärungen, wo ich meine, daß meine Gedankengänge sehr einsichtig und klar sind -
Ich weiblich, weiß, was in etwa, was du hier geschrieben hast und wie du dich präsentierst und daß du männlich bist, stand für mich immer klar auch ohne daß es deinerseits einer Vorstellung bedurfte -
Du, männlich, offensichtlich eindeutig heterosexuell, weißt von mir gar nichts, nicht einmal mein Geschlecht und liest es auch nicht aus meinem oberen Posting, sonders meinst, ich würde mich so wie viele anderen unter einem Decknamen verbergen.
Du argumentierst, daß Heterosexualität den Sinn wacher macht und das Verständnis für beide Aspekte des Menschsein, weibliche und männliche Seiten, den weiblichen und männlichen Pol öffnet. Das heißt für mich, wieder in meinen Worten, die Sensibilität für den anderen, insbesondere für weibliche Seiten würde wachsen.
Davon merke ich von dir nicht viel - aber ich habe wenig Hoffnung, daß du meinen assoziativen Gedankengängen folgen kannst -
philos60
antwortete am 24.02.07 (17:35):
Mart, jetzt habe ich Dich richtig verstanden. Genau so sehe ich das "...daß Heterosexualität den Sinn wacher macht und das Verständnis für beide Aspekte des Menschsein, weibliche und männliche Seiten, den weiblichen und männlichen Pol öffnet." Allerdings ist das in der Praxis manchmal ein langwieriger Verständigungsprozess, sonst gäbe es nicht so viele Spannungen und Missverständnisse zwischen Mann und Frau. Man sollte nie die Hoffnung aufgeben...
Felix
antwortete am 24.02.07 (17:43):
Ich möchte noch etwas Grundsätzliches dazu sagen. Der Mensch neigt generell dazu, die Welt dualistisch in einer Polarität zu sehen. GUT-BÖSE, HELL-DUNKEL, MÄNNLICH-WEIBLICH etc. Schon die alten Chinesen kannten im Taoismus (auch Daoismus geschrieben), in <der Lehre des Weges> das dualistische Prinzip von YIN und YANG. Die ganze Welterfahrung liess sich in dieser Polarität beschreiben: YIN................YANG weiblich...........männlich Schatten...........Licht dunkel.............hell kalt...............warm Mond...............Sonne unten..............oben Luft...............Himmel Welt...............Geist etc. Um nur einige Beispiele zu zeigen!
Ich sehe die Welt nicht so. Ich sehe, ... um das Beispiel der Geschlechter zu nehmen ... ,oft wesentlichere Gegensätze zwischen einzelnen Männern oder einzelnen Frauen als grundsätzliche zwischen den Geschlechtern. Oder anders ausgedrückt: Gewissen Männern gegenüber fühle ich mich wesensfremder als gewissen Frauen gegenüber... und umgekehrt! Die Geschlechtsunterschiede spielen emotionell oft eine untergeordnete Rolle. Homosexualität ist also bei mir rein auf die sexuelle Neigung reduziert. Deshalb komme ich mit Schwulen und Lesben auch problemlos aus.
Tabaiba
antwortete am 24.02.07 (21:27):
@mart Interessanterweise kenne ich nur Männer und keine Frauen, die Probleme (bis zu Haßgefühlen) mit der Homosexualität anderer Menschen haben
Die gleiche Beobachtung habe ich auch schon gemacht, dass Männer schlechter damit umgehen können und gerne dumme Sprüche klopfen. Habe im Kollegenkreis Homosexuelle und auch Lesbierinnen erlebt, aber nie Probleme mit diesen Menschen gehabt, auch mein Friseur ist ein Homo, na und. Ein wenig Toleranz wäre hier schon am Platze. Bins selber Hetero und verheiratet, aber warum sollte ich diese Menschen ausgrenzen bzw. sie schräg von der Seite ansehen?
Tabaiba
antwortete am 24.02.07 (21:27):
@mart Interessanterweise kenne ich nur Männer und keine Frauen, die Probleme (bis zu Haßgefühlen) mit der Homosexualität anderer Menschen haben
Die gleiche Beobachtung habe ich auch schon gemacht, dass Männer schlechter damit umgehen können und gerne dumme Sprüche klopfen. Habe im Kollegenkreis Homosexuelle und auch Lesbierinnen erlebt, aber nie Probleme mit diesen Menschen gehabt, auch mein Friseur ist ein Homo, na und. Ein wenig Toleranz wäre hier schon am Platze. Bins selber Hetero und verheiratet, aber warum sollte ich diese Menschen ausgrenzen bzw. sie schräg von der Seite ansehen?
schorsch
antwortete am 25.02.07 (10:31):
Dass es besonders Männer mit der Akzeptanz der Schwulen schwer haben, ist absolut unverständlich. Schliesslich sind ja nicht die Homosexuellen ihre Rivalen, sondern die Hetero.
pilli
antwortete am 25.02.07 (11:27):
die angst einiger heteros schwul zu sein, macht es für mich verständlich, dass hassgefühle entstehen könnten, die dazu führen, die eigene denke derart zu blockieren, dass mann meint, schwule an das "andere Ufer" stellen zu müssen und sie damit auszugrenzen. das schützt selbstgerechten mann vor quälenden überlegungen zur eigenen person.
nicht zu verstehen ist aber für mich, wenn heterosexualität grenzen das eigenen geschlechts sprengen und sinnverständnis in der dualen und polaren welt öffnen soll, wie wenig...wenn nicht sogar kein... sinnverständnis zeigt sich hier offensichtlich für gleichgeschlechtliche liebe?
beweist das nicht widersprüchliches denken?
:-)
nasti
antwortete am 25.02.07 (11:57):
Ich bin gesperrt in meinem eigenem Welt, / Staffelei und Cafes/ , kann ich keine Tiefgrundliege Theorien zu diese Thema liefern. Homosexuelle Männer habe ich immer gemocht, könnte ich lange und gute Gespräche mit die Männern führen, da war kein Absicht mich so anbaggern, was in meine junge Jahre sehr typisch war, die Männer versuchten mich in Bett zu kriegen, hatten meistens so ein Absicht. /Damit ist schon vorbei, kann ich problemlos mit Männer sprechen :O)))/ Als pubertierende Mädchen war ich mit meiner eigenen Freundin heiß geküsst, es war mir sehr unangenehm. Das Mädchen hat sich normal entwickelt, war Sie keine lesbische, in Pubertät ist das fast normal. Später hatte ich wirklich sehr große Schwierigkeiten mit lesbischen Frauen, Sie haben mich erkannt als auch eine Lesbische. Und ich war nicht. Nach meiner Meinung nach ist das biologisch bedingt, hormonell. Habe ich darüber nur gelacht, dann ist passiert, das eine Lesbe mir angeboten hatte ein Joghurt, ich sollte mit Ihr zusammen ein Joghurt lecken. Das hat mich sehr angewidert, und in diesem Moment kam mein Man rein in Atelier und äußerte sich so: „Hast du wieder eine Lesbe an Hals?“ Die Frau hatte mein Man böse angegriffen, Ihm als Trottel bezeichnet und schimpfte wie ein Brigadier. Weil ich als Karikaturistin 20 Jahre lang an der Öffentlichkeit gearbeitet hatte, war ich fast wöchentlich konfrontiert mit Lesbische Frauen, ich zog Ihnen an wie Honig die Bienen, müsste ich klar reden. Mir war x Mal gesagt worden, dass ich so eine Wirkung habe wie eine Lesbe. Ich beobachte die schöne Frauen mit leuchtenden Augen, und das stimmt. Und ich beobachte das schöne gotische Gebäude auch mit leuchtenden Augen. Mich zog das schöne magisch an. Ich müsste mit Akt Zeichnungen aufhören so arg war ich verdächtigt das ich eine lesbische bin. Ich bezahlte für Akt Modelle pro Stunde, hat mir Spaß gemacht so lange wenn sich das durch die Stadt nicht breitete wie eine fiese Lesbierin bin. Hatte ich wirklich viele Problemen damit, jetzt zeichne ich nur nach Bestellung Akt, meistens verlange ich ein Partner dabei sein, bin satt damit. Eine ältere Dame äußerte sich so: „ Du bist keine Lesbe, es ist langweilig, ich habe es gehofft das du wirklich eine bist. Das gehört zu deiner Künste.“ Es ist in und modisch. Wäre ich gerne eine, meine Biologie erlaubt das nicht, bin so eine langweilige Heterosexuelle. Zeichne ich die Frauen wirklich sehr gern, sexuell erotisch stoßen mich ab. Philos ist auch eindeutig kein Homosexuell, ist gesperrt wie ich in eine heterosexuelle Beziehung, ob nicht besser wäre sprengen die Grenzen? :O))))
nasti
antwortete am 25.02.07 (12:36):
Hi Schorsch!
Was hast du so schmunzelndes entdeckt bei Philos Homepage mit meiner Galerie zusammen? Wäre wirklich interessant das hören. :O))))))). Muss ich auch manchmal darüber denken wenn ich sehe die blutjunge, und leicht bekleidete online Sängerinnen auf Fotos, mit welcher sich Philos total „online“ umgibt. Er kennt persönlich keine einzige, hat wirklich auch keine Interesse dafür, was mich so verblüfft, wie kann ein Mensch sich so ein fantastischen online Welt aufbauen, und warum deshalb braucht er das. Ich interpretier es so: „ Er hat 30-40 ??? Jahre seines Lebens in einem Beruf verbracht, wo er die graue Welt erlebte, nur Disziplin und Arbeit, Mobbing und alles was dazu gehört. Nach Befreiung stürzte sich in ein farbiges, fantastische Welt, wo Ihm keiner widerspricht, und baute sich eine Traumwelt, so etwas was er nie hatte, aber vielleicht wünschte Sie sich das? In jedem Fall ist das besser als gar nichts tun in Rente, und die Musik hat Ihm viel angetan. So holt er sich die verdrängten Wünsche mit PC nach. Ich arbeite in 3 dimensionalen Basen, es ist auch nur eine Illusion, eine Betäubung gegen leere des Lebens? Das suche nach das „Schönen“ hat sich bei mir eingefleischt, es ist meine Leben geworden die Illusion, das Unterschied ist das Materiellen-Geld, was ich damit verdiente und auch noch verdiene. In diesem Moment bin ich rehabilitiert wenn die Illusion auch das Materielle bringt. Hätte ich Millionen auf dem Konto, male ich trotzdem weiter. Philos ist gut versorgt, kann sich erlauben so spinnen wie er auch will. Wir Menschen sind ganz bunte Vogel des Gottes.
doris16
antwortete am 11.03.07 (00:21):
. . . und was haltet Ihr nun von gleichgeschlechtlichen Ehen (legal in gewissen Gegenden in Kanada zum Beispiel)?
. . . und wie wuerdet Ihr reagieren, wenn ein Sohn oder eine Tochter von Euch "schwul" waere?
dutchweepee
antwortete am 11.03.07 (03:34):
mein neffe ist schwul - er besucht mich regelmässig am ersten augustwochenende und wir besuchen die GAYPRIDE in amsterdam. das ist ein schwulen- und lesbenspektakel - vergleichbar mit der loveparade nur auf entsprechenden booten und kähnen.
schorsch
antwortete am 11.03.07 (10:22):
Ich bin jedem Schwulen dankbar, der mir Hetero nicht Konkurrenz bei Frauen spielt.
pilli
antwortete am 11.03.07 (11:49):
" und was haltet Ihr nun von gleichgeschlechtlichen Ehen (legal in gewissen Gegenden in Kanada zum Beispiel)?
. . . und wie wuerdet Ihr reagieren, wenn ein Sohn oder eine Tochter von Euch "schwul" waere?"
sorry Doris
vielleicht habe ich deine beiden fragen nicht richtig verstanden? warum sollen gleichgeschlechtliche ehen sich anders darstellen? was unterscheidet denn das zusammenleben zweier gleichgeschlechtlicher menschen von dem der heteros, dass es erwähnenswert wäre, darüber nachzudenken?
auch bei gleichgeschlechtlichen ehen oder partnerschaften zeigt sich ein "babyboom" :-)wie ein artikel in der ZEIT belegt:
"Wie viele homosexuelle Eltern in Deutschland leben, darüber gibt es keine verlässlichen Zahlen, die sexuelle Orientierung wird in keiner Bevölkerungsstatistik erhoben. Ausgehend von Daten aus den USA, schätzt Lela Lähnemann, die Leiterin des Fachbereichs für gleichgeschlechtliche Lebensweisen beim Berliner Senat, dass jede dritte Lesbe und jeder fünfte Schwule Kinder haben. Dies entspräche in Deutschland rund einer Million schwul-lesbischer Eltern, wobei die meisten Kinder dieser Eltern allerdings aus früheren heterosexuellen Beziehungen stammen. Doch der Anteil jener Kinder, die aus homosexuellen Partnerschaften hervorgehen, steigt, wie viele Indizien belegen"
mehr davon im u.a. link
deine zweite frage kann ich dir, ohne auch nur einen moment nachdenken zu müssen, beantworten Doris:
ich freue mich in gleicher weise, wie ich es empfinden würde, wenn tochter oder sohn sich hetero entwickeln; wozu da unterscheiden?
guten morgen, ich bin männlich und heterosexuell. über vereinigungsgefühle -und darum geht´s ja wohl schlussendlich- anderssexueller (homo- wie auch bisexueller) menschen kann ich nix schreiben. ich habe aber nicht das gefühl, dass da versagensgründe eine rolle spielen, die man therapieren könnte. eher hat das was mit genetik zu tun und die evolution wird´s fortführen solange es ihr gefällt. mit freundlichen grüßen ohne unterschied an alle (hetero, homo, bi) huhetto