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Soziales & Lebenshilfen
THEMA: Junges Pflegepersonal = Idealisten.
Bisher 43 Antworten.
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utelo
begann die Diskussion am 15.03.07 (16:23) :
Es wird ja soviel an jungen Menschen herum kritisiert. Was man halt nicht so schnell sieht, ist wieviele Tausende im Pflegeberuf tätig sind und sich 100 %ig selbst einbringen. Im Krankenhaus auf der Neurologie und der Neurochirurgie (andere Abteilungen natürlich auch) junge Männer und Frauen, mit einer Geduld und Liebe, ohne Hektik und Ungeduld, zigmal am Tag die Betten neu bezogen, wel gerade der Magen-Darmvirus uns alle befallen hat. 4x täglich die Zimmer neu desinfizieren und die Zimmer zur Isolierstation machen, zwischenddurch Essen ausgeben, und ganz viele andere wichtige Dinge. Soviel Idialismus von diesen vielen jungen Leuten sollte man doch auch einmal hervorheben und nicht nur die Negativtypen sehen.
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mart
antwortete am 15.03.07 (18:49):
Da stimme ich dir zu - es gibt gerade bei jungen Menschen wirklich noch sehr viel Idealismus, wohlhabend wird man in diesem Beruf wirklich nicht -
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Gerdi
antwortete am 15.03.07 (18:51):
Es braucht großherzige Menschen, die auch einmal auf solche "Nebensächlichkeiten" aufmerksam machen. So ein Mensch bist Du, utelo!
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Tabaiba
antwortete am 15.03.07 (20:02):
Liege zwar aktuell auf der chirurgischen Station aber ich kann utelos Erfahrungen nur bestätigen und das nicht nur von dem Krankenhaus, in dem ich mir derzeit befinde. Es gehört schon eine gute Portion Idealismus dazu, um für ein relativ geringes Gehalt diesen Job zu machen.
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utelo
antwortete am 16.03.07 (08:16):
Im normalen Alltag sieht man diese Helfer ja auch nicht. Erst wenn man selbst in die Situation kommt, erfährt man diese Aufopferungsbereitschaft. Man muss das einfach lobend hervorheben.
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ullika
antwortete am 16.03.07 (08:57):
Ich erlebe das dreimal wöchentlich, wenn die Damen der Caritas zu meiner Mutter kommen. Ich habe schon mehrmals erlebt, dass sie mit Tränen in den Augen vor der Tür standen, weil sie von einigen alten Menschen beschimpft, bespuckt und gekniffen wurden. Für ein lausiges Geld verrichten sie ihre Arbeit mit Geduld, Feingefühl und Freundlichkeit.
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schorsch
antwortete am 16.03.07 (10:04):
Pflegepersonal im Spital, im Altersheim oder als ehrenhalber angestellte ambulante Helferlein auf der einen Seite. Die andere Seite sind jene Ärzte, die ihr Wissen nur dazu einsetzen, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dazu zähle ich jene Gilde der Schönheits-Chirurgen, denen das wohl ihrer Schnipselopfer egal ist, weil nur der Mammon zählt.
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mart
antwortete am 16.03.07 (10:22):
Ullika, Ich hoffe, diese Damen haben eine gute Fortbildung bzg. der Probleme, die mit Demenzen und altersbedingten geistigen und körperlichen Einschränkungen einhergehen und eine gute Supervision -
Damit nicht nur der gute Wille da ist, sondern auch das Können. Selbst das kann ein Burnoutsyndrom nicht vollständig verhindern, aber doch die Interaktionen mit alten Menschen erleichtern.
Internet-Tipp: http://de.wikipedia.org/wiki/Supervision
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Tabaiba
antwortete am 16.03.07 (13:21):
@schorsch Die andere Seite sind jene Ärzte, die ihr Wissen nur dazu einsetzen, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Nicht nur die Schönheitschirurgen schorsch, auch die Chefärzte. Kommen 3 x am Tag machen ein bisschen small talk und das bekommen sie neben ihrer Behandlung bestimmt auch noch bezahlt. Das Personal buckelt sich krumm für ein paar Kröten und die Herrgötter in weiß stecken das große Geld ein.
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Gerdi
antwortete am 16.03.07 (13:42):
... und dabei wäret Ihr alle doch sooo gern Arzt geworden :-(
Insofern spricht aus Eueren Pauschalierungen doch der reine Neid.
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eleonore
antwortete am 16.03.07 (14:22):
meine fast schwiegermutter leidet an fortschreitende alzheimer.
es ist eine grausame krankheit, und nich minder grausam für die angehörigen. zuschauen, wie ein mensch langsam zerfällt, ist belastend, schmerzlich und leider nicht umkehrbar.
die alte dame (79)ist zuhause, ihr mann (80) weigert sie in einen heim zu geben. sie leben in ein kleinstadt in niedersachsen.
der hausarzt, eine ganz normale feld-wald-wiesen-allgemein doktor, pfuscht an sie rum. er hielt es bis heute, für nicht nötig, sie zu ein neurologen zu überweisen, wegen eine diagnose. er stopft sie voll mit psychopharmaka, was ihr nicht bekommt, bzw. was diese mittel am nebenwirkungen hat, sie hat es. er sieht sie maximal einmal in monat,wenn überhaupt, sie bekommt aus andere gründe eine B12 spritze, was aber von schwester verabreicht wird.
er verordnete ihr, (die dame ist 160 groß, und wiegt so 40kg, das sie nur noch einen restmagen hat), jahrelang starke beta blocker. als wir nach eine diagnose fragten, wegen diese hammer, kam: er wäre der arzt.punkt. die alte dame hat 3 jahre gefroren wie sonstwas, ihr blutdruck war ständig in keller. 3 jahre haben wir gebraucht, dass diese unsinnige und ohne jede nutzen genommene zeug abgesetzt wurde.
als wir die pflegestufe bekamen, fragte uns die leiterin von pflegedienst, was am wichtigsten ist. wir gaben an: ihre körperhygiene, da sie es nicht mehr hinbekommt, sich zu waschen, usw.
danach kam jede morgen um 8 eine dame von pflegedienst, verschwindet mit ihr in bad, und nach 15 min ist sie fertig, und geht wieder. die gebrauchte waschlappen hängen fein säuberlich, für nächsten tag, in bad aufgehängt. ich habe mir diesen trauerspiel 3 tagelang angesehen. als ich diese pflegedame angesprochen habe, ob es ihr aufgefallen ist, dass mutter seit 3 tagen ein und dieselbe pullover anhat,und ob sie mal was von einweg waschlappen gehört hat, antwort: na und?? darum muss ich mich nicht kümmern, wird nicht bezahlt.
das war dann ihr letzte tag bei uns. wenn wir jetzt wieder nach niedersachsen fahren, werden wir ein arzt wechsel vornehmen.
es gibt solche und solche in jede beruf. wir haben halt nicht das beste erwischt. und neidisch auf ärzte??? ich bin beinahe eins geworden, hab aber mein studium geschmissen. und ich bin nicht traurig nachhinein.
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Gerdi
antwortete am 16.03.07 (15:15):
"es gibt solche und solche in jede beruf." (eleonore)
D a s eben meinte ich, als ich oben die Pauschalierungen ablehnte.
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schorsch
antwortete am 16.03.07 (19:03):
In der Schweizer Boulevardpresse ist im Moment gerade eine Serie über Ärzte, die sich selber die besten Kunden sind, weil sie am meisten Medis konsumieren. Es geht hier aber ausnahmslos um Ärzte die, wie z.B. die Hausärzte, überlange Arbeitstage haben mit Stress, der kaum auszuhalten ist. Auf der einen Seite haben wir also die "Modeärzte", die den Patienten die Kohle aus der Tasche ziehen und auf den Bahamas eine Luxusloft besitzen, und auf der anderen Seite die Haus- und Spitalsärzte, die kaum mehr ein Privatleben haben können vor überlangen Arbeitszeiten.
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Tabaiba
antwortete am 16.03.07 (19:52):
@gerdi und dabei wäret Ihr alle doch sooo gern Arzt geworden :-(
Es gibt auch bei den Ärzten wie in jedem Berufsstand schwarze Schafe, was ich geschrieben habe ist nicht als Diskriminierung des Standes zu verstehen, sorry ;-). Möchte als Beispiel nur meinen Hausarzt nennen und den Orthopäden, bei dem ich in Behandlung bin, zu denen habe ich vollstes Vertrauen. Leider habe ich auch schon andere Erfahrungen gemacht, aber wie gesagt, schwarze Schafe.....
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Tabaiba
antwortete am 16.03.07 (20:01):
@eleonore die gebrauchte waschlappen hängen fein säuberlich, für nächsten tag, in bad aufgehängt. ich habe mir diesen trauerspiel 3 tagelang angesehen. als ich diese pflegedame angesprochen habe, ob es ihr aufgefallen ist, dass mutter seit 3 tagen ein und dieselbe pullover anhat,und ob sie mal was von einweg waschlappen gehört hat, antwort: na und?? darum muss ich mich nicht kümmern, wird nicht bezahlt.
Das Trauerspiel ist, dass das Pflegedienstpersonal nur ein ganz enges Zeitfenster hat für die jeweilige Leistung und irgendwo schon der nächste Patient wartet. Was Deiner Schwiegermutter passiert ist, ist bestimmt nicht o.k., aber leider die Folge von Sparmaßnahmen im Pflege- und Gesundheitswesen.
Wir selber mußten diese traurige Erfahrung bei der Schwiegermutter nicht machen aber ich weiß, dass es diese Fälle gibt.
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eleonore
antwortete am 17.03.07 (05:56):
@tabaiba,
Pflegestufe I (Erhebliche Pflegebedürftigkeit):
Hierzu gehören jene Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Beweglichkeit für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens 1x täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand für die Hilfe bei der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung muss im Tagesdurchschnitt mindestens 1,5 Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen müssen. quelle:http://www.pflegestufenberatung.de/pflegestufen.html ____________________________________________________________
wir haben jetzt stufe 2 beantragt, und bekommen:
Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftigkeit):
Zu dieser Gruppe zählen Menschen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens 3x täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
Der Zeitaufwand für die Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung muss im Tagesdurchschnitt mindestens 3 Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 2 Stunden entfallen müssen. quelle:s.o.
die pflegedienst rechnet die volle zeit mit den kassen ab.
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Gerdi
antwortete am 17.03.07 (06:14):
Manchmal ist die Art und Weise, wie jemand vom Pflegedienst seinen (bezahlten) Pflichten nachkommt, wirklich ein Skandal.
Ich erlebte es bei meiner Nachbarin:
da war es einigen Damen des Pflegedienstes sogar zuviel nachzusehen, ob die Tabletten-Dös'chen für tagsüber richtig befüllt waren. "Ich kenne mich da nicht aus."
Eine Dame verschlief morgens grundsätzlich, weil - wie sie selbst sagte - sie nachts am PC saß. Sie kam dann auf Kosten der zu Pflegenden mit dem Taxi, brachte frische Brötchen mit, kassierte dafür erst einmal das Geld, bereitete dann das Frühstück (vor irgendwelcher Durchführung einer Körper-Hygiene), nahm ebenfalls am Frühstück genüßlich teil und verklönte dabei ihre Arbeitszeit.
Eine andere weigerte sich, den kleinen Müllbeutel mit zur Tonne zu nehmen, an der sie sowieso vorbei kam. Das gehöre nicht zur "Pflege".
Und so weiter: da gäbe es noch allerhand "Liebevolles" zu berichten :-((
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pilli
antwortete am 17.03.07 (07:06):
"Eine andere weigerte sich, den kleinen Müllbeutel mit zur Tonne zu nehmen, an der sie sowieso vorbei kam. Das gehöre nicht zur "Pflege"."
richtig, das gehört tatsächlich nicht dazu; egal wie oft der weg an einem mülleimer vorbeiführt! die zur verfügung stehende zeit ist eh viel zu knapp bemessen und das ist doch nicht die schuld der pflegekraft oder des pflegedienstes!
meine mum hat aber "privat" verschiedene leistungen gegen rechnung bei der verwaltung der pflegediensteinrichtung geordert und dazu gehörte auch "Müll entsorgen". sie wollte nicht mal uns damit betreuen, weil hat der betrag dafür an die verwaltung des pflegedienstes sehr gering war.
die zuteilung der tabletten wird doch auf tageszetteln eingetragen, die von der zu pflegenden abzuzeichnen sind und kontrolliert werden?
ich weiß nur "liebevolles" zu berichten und das von allen(!) pflegekräften, egal wer damit betraut war. liebevoll haben sich nach den berichten der mum die ladies zeit genommen, auch mal ein privates wort zu sprechen; mal eine blume mitzubringen und anderes mehr.
darf ich das zum thema bemerken :-)
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Gerdi
antwortete am 17.03.07 (07:42):
* Wunsch-Denken *
Wie war zu Köln ** es doch vordem Mit Pflegediensten *** so bequem! Denn, war man krank ***, man legte sich Hin auf die Bank und pflegte sich: Da kamen bei Nacht, Ehe man´s gedacht, Die Pfleger *** und schwärmten Und klappten und lärmten, Und rupften Und zupften, Und hüpften und trabten Und putzten und schabten Und eh ein Kranker *** noch erwacht, War all sein Tagewerk - bereits gemacht!
(frei nach August Kopisch)
** Cölln an der Spree *** korrigiert zu Aktualität
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eleonore
antwortete am 17.03.07 (07:44):
es ist grauenhaft, wenn ein mensch reduziert wird.........kämmen 3,50€......waschen 14,38€.....usw.
und es ist genauso hundsgemein, was für ein schindluder mitunter getrieben wird mit pflege bedürftigen.
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pilli
antwortete am 17.03.07 (10:22):
richtig eleonore und sie gehören an den pranger gestellt, diejenigen, die unmenschliche bestimmungen in politischen gremien und ausschüssen beschlossen haben; aber ebenso diejenigen meine ich manchmal, die sie gewählt haben, ohne nachzudenken, morgen könnte ich es sein, die ihr leben beschließt und darauf angewiesen ist, wie vernunftgetragen die mitarbeiter der privaten pflegedienste nun handeln.
der Medizinische Dienst sieht sich neuerdings grosser kritik ausgesetzt ob der minutiösen katalogisierung der hilfeleistungen und das ist gut so; augetragen wurde der deal eh auf dem rücken der pflegenden...
egal ob bei den privaten pflegediensten oder den unter öffentlicher verwaltung stehenden heimen. die pflegenden wurden und werden noch gehetzt von haus zu haus oder von bett zu bett...je nachdem wo es gilt, pflegebdürftige in wenigen minuten zu versorgen!
genau so entsetzlich fehlgeschlagen empfinde ich die vorgeschriebene einstufung in die jeweilige pflegekasse und da vorallem die lange wartezeit, bis die entsprechenden zahlungen nach gewährung der nächsthöheren pflegekasse eintrudeln! ob man da eher hofft, die zu pflegenden werden zwischenzeitlich gestorben sein?
mehr als sechs monaten brauchte es z.bsp. bis meine mum die nachzahlung des differenzbetrages von der pflegestufe 1 zur pflegestufe 2 erhielt und das erst nach mehrmaligem erinnern! das aber wiederum ist nicht sache und grund, den pflegenden nun nur "bözes" nachzusagen vielmehr möchte ich aufmerksam machen, es hat auch andere und sehr verantwortlich arbeitende pflegekräfte!
:-)
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Gerdi
antwortete am 17.03.07 (10:29):
Nun, eleonore, die Kosten, die Du da aufführst, sehe ich eigentlich nicht so als "Reduzierung" eines hilflosen Menschen. Ähnlich müßte er ja auch zahlen, wenn er zum Friseur ginge.
Für mich ist die größte "Hundsgemeinheit" aber, wenn der betreffende Mensch nicht die geringste (psychologische) Zuwendung bekommt von Pflegern. Na klar: die wird ja nicht bezahlt :-((
Und in diese kaltschnäuzige Richtung geht auch der Kommentar oben von p. hierzu:
""Eine andere weigerte sich, den kleinen Müllbeutel mit zur Tonne zu nehmen, an der sie sowieso vorbei kam. Das gehöre nicht zur "Pflege"." (gez. Gerdi)
richtig, das gehört tatsächlich nicht dazu; egal wie oft der weg an einem mülleimer vorbeiführt! die zur verfügung stehende zeit ist eh viel zu knapp bemessen und das ist doch nicht die schuld der pflegekraft oder des pflegedienstes!" (gez. pilli)
Menschlichkeit? Es sind doch immerhin (fast) alles unsere Eltern! Aber nein: "Dienst nach Vorschrift" -- und oft nicht einmal das (bring' deinen Müll selbst hinunter, du hast doch deinen Rollator). :-((
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Tabaiba
antwortete am 17.03.07 (19:12):
Nachdem was ich hier alles so lese, muss man ja Angst haben, alt und hilfbedürftig zu werden. Habe durch meinen Krankenhausaufenthalt so einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie es ist, wenn man dies nicht darf und das nicht darf "DARF" nicht kann. Das reicht schon um mit Grausen an Hilfsbedürftigkeit im Alter zu denken. So wie ich das Gelesene interpretiere, sind doch alle nur auf den schnellen € aus und der Mensch kommt erst an 2. Stelle oder später.
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eko
antwortete am 17.03.07 (21:01):
Wie wäre es denn, wenn die Beitragsschreiberinnen, die hier alles Mögliche und Unmögliche am Pflegedienst bemängeln, einmal s e l b s t eine Zeitlang diesen Dienst übernehmen würden. Ich meine, eben nur so zum Kennenlernen. (;-)))
Die Leute machen das ja nicht so, weil sie kaltschnäuzig oder gefühllos wären. Letztlich sind sie alle gewissen Zwängen unterworfen, der Pflegedienst genauso wie die Stellen, die das Geld dafür geben und zuschauen müssen, dass es auch überall noch reicht.
Wir werden in Zukunft noch weitaus mehr Geld für die Pflege aufwenden müssen und es wird den einzelnen Bürger immer stärker treffen.
Natürlich gibts überall schwarze Schafe, aber an denen sollte man die Sache nicht aufhängen. Meine ich.
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Gerdi
antwortete am 18.03.07 (05:24):
"Wie wäre es denn, wenn die Beitragsschreiberinnen, die hier alles Mögliche und Unmögliche am Pflegedienst bemängeln, einmal s e l b s t eine Zeitlang diesen Dienst übernehmen würden." (eko)
I c h habe -, jahrelang!
Hast D u auch?
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"Die Leute machen das ja nicht so, weil sie kaltschnäuzig oder gefühllos wären. Letztlich sind sie alle gewissen Zwängen unterworfen," (eko)
Welch eine lächerliche Entschuldigung. Zuwendungs-Fähigkeit und -Wollen unterstehen keinen Zwängen!
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Gerdi
antwortete am 18.03.07 (05:35):
Tabaiba, was i c h berichtet habe, ist in der Nachbarschaft Beobachtetes. Noch viel Übleres könnte ich aus einem "gehobenen" Wohnstift berichten, in dem sich meine Mutter aufhielt.
Das alles aber bedeutet ja nicht, daß man es generalisieren muß.
Übel ist nur dran, wer Übles nicht abstellen kann. Ich habe damals meine Mutter woanders untergebracht, nachdem ich - es dauerte ein bißchen - als "ambulanter" Besucher die Machenschaften des Personals hatte durchschauen können. Denn die behaupteten immer, alles sei gar nicht so, sondern lediglich den fixen Ideen einer teil-dementen Frau zuzuschreiben.
Wer solche und ähnliche Vorkommnisse beschönigt oder gar entschuldigt ("gewisse Zwänge", siehe oben), hat selbst wohl wenig oder keine Ahnung.
Viele von uns Senioren stehen ja vor diesem "Was-wird sein, wenn". Wir müssen einfach hoffen, daß wir Positives erleben dürfen oder Negatives dann ertragen können.
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eleonore
antwortete am 18.03.07 (06:51):
"Wie wäre es denn, wenn die Beitragsschreiberinnen, die hier alles Mögliche und Unmögliche am Pflegedienst bemängeln, einmal s e l b s t eine Zeitlang diesen Dienst übernehmen würden. Ich meine, eben nur so zum Kennenlernen. (;-)))"(zitat eko)
ich sehe zwar keinen grund , mich zu rechtfertigen, aber einige anmerkungen mach ich trotzdem.
ich lebe in hauptstadt. meine "fast" schwiegermutter in niedersachsen. dass heisst für mich: spätestens alle 4-5 wochen 720km hin und zurück zu fahren. meine aufenthalt richtet sich nach der dortige zustände, dass heisst: ich komme an, bewaffne mich mit allmögliche putzuntensilien, und erstmal 2 tage putzen wie irre, 2 wohnungen, und in sommer auch noch ein garten zu pflegen.
ja , ich höre schon, die sollen ein putzfrau nehmen. leichter gesagt, als getan. die alte dame neigte früher schon zu gewisse *messi* allüren, und alles zu verstecken, dass niemand sieht, was man so hat.
dass hat sich im zuge ihre krankheit noch verschlimmert. entschuldigung, wenn ich unappetitilich werde, aber als beispiel: ich finde ihre gebrauchte inkontinenz binden überall, ob in töpfe in küche oder unterm telephonbuch. andere menschen habe 2-3 regenschirme, dort hab ich zuletzt 17 stück gezählt.
auf deutsch, die bude ist gnadenlos vollgekramt. ihr mann schämt sich deswegen, und dass wiederum hat zu folge, dass er keine putzhilfe reinlassen will. ich schrieb es auch schon vorhin, er weigert sich, seine frau in ein heim zu geben. also muss ich dran, wenn wir nicht wollen, dass die beiden in schmuddel versinken. ich werde die reise zu diesen vergnügen demnächst erneut antreten.
@eko, ich denke, wenn nicht soviele familien angehörige pflege leisten würden, ohne murren und fisimatenten, sehe es um einiges schlimmer aus. und nochwas........ich mache es, ohne ein cent dafür zu bekommen. nebenbei fahre ich regelmässig auch zu mein 84 jährige mutter nach ungarn, wass dann eine fahrerei von 1300km sind, sie ist geistig und körperlich fit, aber manches kann sie auch nicht mehr 100%. da hab ich wenigtens soviel erleichterung, dass ich dank easy jet öfters dass fahren ersparen kann.
ausserdem bin ich überzeugt, dass einige die damen, die hier schreiben, (man entnahm es auch diverse beiträge), ihre "pflegedienste" ebenfalls geleistet haben.
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eleonore
antwortete am 18.03.07 (06:52):
PS:
wegen "fast" schwiegermutter: mein zukünftiger ex mann und ich leben in fidele sünde zusammen, ohne segen und stempel.
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Gerdi
antwortete am 18.03.07 (08:06):
"mein zukünftiger ex mann" (eleonore)
*lach* -, lieser traurige Thread braucht wirklich auch einmal etwas Lustiges :-))
(Ich hoffe, eleonore, Du verstehst das richtig und deutest es nicht wieder als Affront.)
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Gerdi
antwortete am 18.03.07 (08:15):
Um die Hilfesbereitschaft der Menschen untereinander ist es ja auch nicht nur im Pflege-Bereich manchmal recht mager bestellt.
Kürzlich miterlebt:
In einem 16-Familien-Haus bat eine weit über 70jährige Frau mittels Aushang die Mitbewohner, ob ihr ein freundlicher Mensch beim Herunterschleppen eines Polsterbettes aus der 2. Etage bis zum Straßenrand für die (kostenlose) Sperrmüll-Abfuhr helfen würde, da sie fürchte, daß sie im Alleingang könnte die Wände des Treppenhauses beschädigen. Sie war sich einer Hilfe eigentlich sicher, da sie im Haus oft wochenlang fremde Katzen betreute oder für alle Berufstätigen Pakete entgegen nahm u.a.. Aber niemand war bereit. Sie mußte für 47 € ein Transport-Unternehmen beauftragen.
Alle anderen Möbel - wie z.B. Küchen-Unterschränke, die man nicht auseinandernehmen konnte, oder Stühle, einen Tisch und einen großen Teppich – hat sie allein hinausgeschleppt. Dabei wurde sie auch noch angemault, daß einer der Hunde im Haus (gebellt hat keiner, obwohl da sogar einige Dauer-Kläffer leben) in der Wohnung „unruhig geworden“ sei (es war Sonntag, aber die Möbel müssen immer bis 6 Uhr morgens des Abfuhrtages am Straßenrand stehen).
Vielleicht hätte es mit dem Angebot ‚guter Bezahlung’ geklappt, daß sich wenigstens einer der jungen männlichen Hausbewohner hätte aufraffen können, sich den Anschein einer eingefleischten Hilfsbereitschaft zu geben?
[Um einigen tendenziösen p.- und e.-Erwiderungen gleich „den Wind aus den Segeln“ zu nehmen: ich wohne zwar im Nebenhaus, konnte aber – obwohl noch 3 Jahre jünger als jene Frau – wegen einer deftigen Kniegelenks-Entzündung leider auch nicht helfen.[
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hugo1
antwortete am 18.03.07 (09:33):
Gerdi, nun weiß ich zwar nicht wo Du wohnst. Aber Dein Bericht über die Frau die keine Hilfe fürs Entsorgen ihre Möbel, trotz Aushang bekam, hat uns sehr betroffen.
Meine Frau und meine Kinder wollen das fast nicht glauben. Die meisten hier wohnen üblicherweise in Mehrfamilienhäusern, ja, sogar in städtischen Plattenbauten denen man neuerdings nachsagt, das dadurch leider anonymes Wohnen mit wenig Kontakten zu den Nachbarn gefördert wird.
Aber solchen "Fall" haben wir in den letzten 50 Jahren niemals beobachten müssen. Das ist hier total unüblich und wir hoffen, das der hiesige Menschenschlag sich seine Hilfsbereitschaft erhält und es nicht durch die allgemein zunehmende menschliche Gefühlskälte zu ähnlichen Verhaltensmustern kommt.
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mart
antwortete am 18.03.07 (09:49):
Ich kann mir eine Reihe von Gründen denken, warum dieser Fall, falls er sich so abgespielt hat wie berichtet, eben so abgelaufen ist.
Ich habe dergleichen noch nie gehört.
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eleonore
antwortete am 19.03.07 (06:18):
@gerdi,
nein, ich verstand es nicht als affront. ich nenne den herren so, er weiss es, und lacht darüber.
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Gerdi
antwortete am 19.03.07 (08:01):
ok -, dann gestatte ich mir, auch über diese Formulierung zu schmunzeln ;-)
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Gerdi
antwortete am 19.03.07 (08:27):
"mart antwortete am 18.03.07 (09:49): Ich kann mir eine Reihe von Gründen denken, warum dieser Fall, falls er sich so abgespielt hat wie berichtet, eben so abgelaufen ist. Ich habe dergleichen noch nie gehört "
Manches, mart, hört oder liest man eben zum ersten Mal!
Da besteht kein Grund, den Wahrheitsgehalt eines Berichtes anzuzweifeln, wie Du das tust (vermutlich, um mir wieder einmal "einen reinzuwürgen", wie p.das immer tut, wenn sie mich als "Lügnerin" betitelt).
Dein Denken um die "Gründe" ist ja sehr geheimnisvoll, aber vielleicht falsch?
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Man könnte sogar noch mehr berichten - und sogar beweisen: daß nämlich von einem jungen Mann eine Mail mit einem Hilfsangebot an die Frau einging, genau einen Tag, n a c h d e m sie die Hilfe gebraucht hätte.
Für mich ist der ganze Ablauf eine Lehre: ich selbst stehe demnächst vor einem Umzug und hatte vor, mittels Aushang die Anrainer zu bitten, für ein paar Stunden eines bestimmten Tages ihre Autos von der Einfahrt zur Haustür wegzustellen, damit wenigstens die schweren Eichenmöbel nicht so weit getragen werden müssen.
Aber ich denke, so eine Bitte wird hier in der Gegend wahrscheinlich wieder nichts oder nur wenig bringen: es müßten mindestens 3 Auto-Besitzer sich angesprochen fühlen und mitmachen wollen.
Nach meinem Umzug werde ich kein Internet mehr haben, aber dennoch versuchen, Euch hier mitzuteilen, ob die Autobesitzer meiner Bitte nach einer Einfahr-Lücke für das Transport-Auto nachgekommen sind.
----------------------------------------------------- hugo1, Ihr könnt es ruhig glauben: am Abend des Aushang-Tages tauchte bei der Frau eine junge Mitbewohnerin auf und sagte, daß sie natürlich helfen werde. Aber es ist eine sehr zarte Frau, und die Betroffene lehnte - wenn auch dankbar - dieses Angebot im Hinblick auf das schwere Bett ab. Immerhin wohnen genügend junge bis mittelalterliche Männer im Haus. Die Betroffene nebenan und ich hier sind die letzten Senioren in den Wohnblöcken.
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eleonore
antwortete am 19.03.07 (09:07):
@ gerdi,
lies bitte den link durch. vielleicht hiflt es bei deinen umzug.
Internet-Tipp: http://www.moveasy.de/bestellen.php
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hugo1
antwortete am 19.03.07 (09:24):
Gerdi, meine diesbezüglichen Erfahrungen sind: Hier bei uns im Osten bildeten sich und entstanden Hausgemeinschaften oft aus mehrfachen Gründen heraus völlig anders als im Westen (z.B. bei meinen vielen Verwandten und Bekannten an Rhein, Neckar und Trave usw.)
Erstens wurden sie hier von Staatswegen gefördert. (über die Gründe, bis hin zu besseren Kontrolle usw. könnte man lang und breit spekulieren und diskutieren) Es wurden Posten (Hauswart usw.) vergeben usw.
Zweitens bot es sich wegen der Mangelwirtschaft regelrecht an, das sich Nachbarn beim Beschaffen nötiger Güter und Waren gegenseitig behilflich sind und somit zwangsläufig mehr zusammenschschweißten.
Drittens war das Leben kein Zuckerschlecken. Das Verlangen nach Abwechselung vom Alltag somit ungeheuer groß und jede sich bietende Gelegenheit zum Feten und Feiern wurde gerne wahrgenommen bzw wurden solche Gründe zuhauf noch zusätzlich erfunden und angestrebt.
Diese Gründe konnte ich bei meiner Westverwandtschaft nicht ausmachen und somit (zumal es ja Überfluss gab, jeder mit sich selber zu tun hatte und jeder Andere und Nachbar eher eine Art Konkurrent ist) kam auch niemals diese enge Bezugsgemeinschaft zustande wie eben in der DDR.
Die Fälle im Westen, wo sich eine sehr gute nachbarschaftliche Beziehung herausbildete bis hin zu gemeinsamen Grillpartys und Sylvesterfeten mit 5 oder 10 oder noch mehr Familien sind da eher selten und kommen wohl eher durch zufällige Situationen zustande. Da sich einige Nachbarn eben gut leiden können, merken, dass sie zusammenpassen, einer darunter ist der eine gesellige Ader hat und ein Organisationstalent ist usw. Andere Gründe fallen mir dazu nicht ein.
Mir fällt immer wieder auf, das Wessis oft ihr eigenes Süppchen kochen, gern auf sich selber gestellt sind, (selbst ist der Mann) gerne auch auf Unabhängigkeit stolz und erpicht sind,,,
Zumindest meine neuen Bekannten sind immer wieder erstaunt wenn sie mal hier sind und -als wär es nie anders gewesen- unvermittelt in eine hiesige Feier Runde integriert werden und sich in fröhlicher Ostler Runde wiederfinden.
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pilli
antwortete am 19.03.07 (09:24):
eine blühende fantasie zeigt dein beispiel...hihi Gerdi
und eine derart konstruierte geschichte braucht fantasie; auch bei der leserschaft, nicht laut zu lachen!
eine über 70 alte lady soll so dumm sein, zwar 47€ für den transportunternehmer zu zahlen damit ein (!) bett getragen wird anstatt eine kostenlose kleinzeige im wochenblättchen aufzugeben, dass sie hilfe sucht und bereit ist, die arbeit von zwei stunden mit 40€ zu entlohnen???
sollte sie aber tatsächlich auf kostenlose hilfe gehofft haben, braucht sie sich doch nicht zu wundern?
mal helfen beim tragen ist ja okay; aber doch nicht gleich eine wohnung entrümpeln? wie oft sollte das denn deiner meinung nach in einem 16 familienhaus geschehen? da hat doch bald jeder irgendwatt zu tragen? werden die dann auch verteufelt, die nicht gleich zur stelle sind?
merke fein Gerdi:
hilfsbereitschaft ist ein geschenk aber darauf besteht kein anspruch! vielleicht hättet du der lady besser einen entsprechenden tipp vorher gegeben?
:-) p.s. wenn ich bitten dürfte, beginne jetzt bloss nicht mit endlosen beiträgen; vielleicht fällt dir auch watt juutes ein; so war das thema von utelo doch eigentlich gedacht?
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utelo
antwortete am 19.03.07 (12:03):
Danke Pilli für den Hinweis, dass mein positiv gemeinter Beitrag in solche Negativbeisiele abdriftet. Es gibt noch ganz viele junge Menschen, die sich engagieren für gute Zwecke, nur leider werden diese kaum wahrgenommen, weil man das schon wieder als normal sieht.
Hilfsbereitschaft kann ich nur von anderen erwarten, wenn ich selbst auch investiere -wie der Spruch lautet: Wie man in den Wald reinruft, so kommt es heraus. Also bitte nicht nur meckern, sondern rechtzeitg selbst was tun.
Schönen Tag noch.
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Gerdi
antwortete am 20.03.07 (07:46):
Vielen herzlichen Dank, eleonore, für Deinen wertvollen Link :-)
Ich werde mir überlegen, ob ich die 99 € für solch eine Sperre berappen möchte ..., ist aber wohl die beste Lösung.
Woher weiß man, daß es so etwas gibt? Super!
-------------- [Das Geschmier von pilli dagegen hat - wie üblich und nicht nur im Vergleich mit Deinem Tipp - jedenfalls nicht den geringsten Wert. Vielleicht fällt sie ja einmal über ein paar Fettnäpfchen und niemand hilft ihrem gebrochenen Schenkelhals beim Aufstehen :-(( .]
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Gerdi
antwortete am 20.03.07 (08:07):
utelo, es ist ja nur ein - selbst erlebtes - Beispiel, wie sich manchmal eben doch noch vorhandene mangelnde Hilfsbereitschaft auswirkt. Dies im Anschluß an berechtigte (!) Kritiken an der Ausübung von Pflege.
Es ging lediglich um e i n Bett, nicht um - wie p. da oben pauschalisierend labert - das "Entrümpeln einer ganzen Wohnung". Die Wohnung dieser Frau sollte "umgeräumt" werden, um eine Möglichkeit für das Mit-Wohnen einer Pflegerin zu schaffen und um sie mehr behindertengerecht zu gestalten.
Und es war einfach traurig, dann die Ignoranz von Mitmenschen erleben zu müssen.
Mein Beitrag sollte aber keineswegs Dein Thema in eine Liste von "Negativ-Beispielen abdriften" lassen.
Es hat nichts mit den Menschen zu tun, die Du eingangs erwähnt hast -, und siehe dazu bitte meinen Beitrag vom 15.03.07 (18:51).
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Gerdi
antwortete am 20.03.07 (08:14):
Hugo1, manchmal habe ich den vagen Eindruck, daß es uns „Westlern“ nach dem Krieg zu schnell zu gut gegangen ist, um so etwas wie spontane Hilfsbereitschaft zu einem selbstverständlichen Wert auszubauen.
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Gerdi
antwortete am 20.03.07 (08:43):
pilli, so oft, wie Du Dein lautes Gelächter über andere Diskussions-Teilnehmer äußerst, läufst Du Gefahr, daß Dein orbicularis oris streikt und Du eine Kiefer-Sperre erleidest ...,
... was allerdings vielleicht gar nicht so schlecht wäre :-))
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hugo1
antwortete am 20.03.07 (11:01):
naja, gerdi, das es den Westlern sehr schnell sehr gut ging, trifft in gewissem Sinne auch auf die Ossis zu.
Wenn ich dran erinnern möchte, das es den Russen und Polen noch ziemlich mies ging, als wir uns schon recht gut aufgerafft hatten (trotz Reparationen usw.)
Ich glaube sogar die Franzosen, die eigentlich den Krieg gewonnen hatten und sich als Sieger fühlten, hinkten noch lange hinter der BRD hinterher, was den Wirtschaftsaufschwung betraf.
Aber die eigene Einstellung zu Menschen wird nicht nur beim Geholfenem sondern auch beim Helfenden sehr durch bestimmte Momente beeinflusst.
Ich möchte sogar soweit gehen und den Amis unterstellen das sie noch 2 Generationen nach dem Einmarsch in Deutschland und dem dabei Erlebten Jubel, von wegen Befreiung,,falsche Rückschlüsse für späterer politische Entscheidungen treffen.
So kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, der dämliche Busch ging doch tatsächlich davon aus das seine Truppen im Irak mit gleicher Begeisterung und Untertäniger Obrigkeistduseligkeit empfangen werden wie die Rosinenbomber in Westberlin.
Das die damals (die Amis) keinesfalls hier mit Hilfsgütern landeten wegen ihres angeborenen Hilfeinstinkts für Ärmere und Bedürftige sondern knallharte außenpolitisch-strategische Eigeninteressen verfolgten, konnte damals von den Westdeutschen nicht erkannt werden (und wird auch heute noch fälschlicherweise zungeschnalzend als Die Soldaritätsbezeugung der selbstlos hilfswilligen Amis schlechthin gewertet.
(hab ich selber hier im Forum bedauerlicherweise erleben und für meine Meinung erhebliche Kritik einstecken müssen, sogar an feuchten Keksen und Erbsensuppe zogen sich die "Begeisterten Lobspender" noch heute hoch)) *g*
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