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THEMA:   Was ein Hund sieht, wenn er seinen Namen hört.

 Bisher 21 Antworten.

nasti begann die Diskussion am 14.01.07 (12:21):



Die Stimme seines Besitzers zaubert beim Hund ein Bild vor das geistige Auuge

Wenn ein Hund eine vertraute Stimme hört, erscheint vor seinem geistigen Auge ein Bild des Sprechers. Das schließen japanische Verhaltensforscher aus den Ergebnissen einer Studie mit 28 Hunden, die mit den Stimmen ihrer Besitzer und denen Fremder konfrontiert wurden. Je nachdem, ob sie die Stimme kannten oder nicht, entwickelten die Tiere beim Hören unterschiedliche Erwartungshaltungen, entdeckten die Forscher: Nach einer vertrauten Stimme erwarteten sie, die zugehörige Person zu sehen, während sie beim Hören einer fremden Stimme offenbar nicht mit einem bekannten Gesicht rechneten. Demnach können Hunde deutlich besser unterschiedliche Sinneseindrücke miteinander kombinieren als bisher angenommen.

http://www.wissenschaft.de/wissen/news/273520


Vorlesefunktion  Gudrun_D antwortete am 14.01.07 (14:53):

Na,was da die japanischen Forscher entdeckt haben wollen,ist doch ein alter Hut!!

Hunde merken sich sehr wohl den unterschiedlichen Klang der Stimme und können auch an der Mimik vertrauter oder fremder Menschen erkennen,woher der Wind weht;-)

Rufe ich meinem weit voraus laufenden Hund ein kurzes 'Sitzzz' zu und bleibe selber stehen,schaut er zu mir hin und setzt sich.
Das 'Braaav' hört er dann gerne!
Rufe ich ihn aber zu mir hin mit nur einem lang gezogenen "hiiieeeer" ,kommt er zwar nicht immer gerne,
aber er kommt!
Auch hier ist 'braav' sehr gern gehört!
Hat er kurz gezögert,ob er gehorchen soll oder nicht,
kommt dann aber ohne 2. Aufforderung bekommt er ein kleines Hundeleckerli.
Der Kerle ist so raffiniert,dass er-wenn er mal lieber nicht hören "möchte",schaut,ob meine Hand in die linke Jackentasche greift!
(dort ist die Tüte mit den Kaufleischstreifen)

Und,wie ein geölter Blitz sitzt er vor oder neben mir und bleibt auch sitzen,bis zum Kommando: 'nu lauf'.

Versucht er abends beim apfelessen mir meine Stückchen aus dem Mund zu gucken,muss ich ihn nur auf eine bestimmte Art anschauen,und er legt sich ab und dreht seufzend den Kopf von mir weg.
Als er mit dieser abendlichen Bettelei begann,habe ich bei diesem Blick nur verächtlich gefragt:
schämst du dich nicht? pfuiii
heute nun genügt dieser Blick!
Seinen eigenen Apfel hat er während dieser "Zeremonie" zwischen seinen Pfoten liegen!!

Mir kann niemand weiss machen,im Kopf eines Hundes wären keine Denkvorgänge möglich!


Vorlesefunktion  angelottchen antwortete am 14.01.07 (23:00):

wohl wahr - es ist gar nicht wichtig, was ich sage sondern WIE ich es sage und meine Hunde können den Singsang zwischen tiefen, ruhigen Tönen, und hohen, fast gesungenen Tönen sehr gut unterscheiden und wissen jeweils genau, wer gemeint ist. Einige Wörter ausser ihrem namen kennen sie auch ganz genau:

Langgezogenes "goooooooood booooooooooy" entspannt sie wohlig, sie drehen sichauf den Rücken und geniessen das Lob und die Streicheleinheiten und wenn ich "good" sehr hoch und nach oben ziehe und das "boy" betont kurz hinterher, dann animiert es die Jungs und sie werden quicklebendig - in jedem Fall aber ist "good boy" immer etwas sehr positives, das wissen sie.


Vorlesefunktion  Karl antwortete am 15.01.07 (08:24):

"es ist gar nicht wichtig, was ich sage sondern WIE ich es sage "

Angelottchen, verallgemenernd hat das m. E. keine Gültigkeit. Es gibt schon Reizvokabeln wie "Spazierengehen", die können wir noch so beiläufig aussprechen, schon steht unser Ludwig in Hab-Acht-Stellung. Wir haben deshalb wie beim Vorgänger Barry begonnen, erst einmal unter uns auf Englisch die Frage zu klären, ob wir nun spazieren gehen möchten oder nicht, um nicht dem Hund die Entscheidungsgewalt zu geben. Die Fremdsprache kann er glücklicherweise noch nicht verstehen.


Vorlesefunktion  angelottchen antwortete am 15.01.07 (09:57):

Lieber Karl, deshalb sprach ich auch in ICH-Form und von meinen Hunden :-)

Natürlich gibt es auch Reizworte - so wie deder Hund seinen individuellen Namen kennt, so reagieren meine 3 gleichermassen mit nicht vorhandenem eingeklemmten Schwanz und Abtauchen unter den Tisch, wenn ich "COCHINO!" sage (Schweinchen). Die 5 adoptierten Chihuahuas kennen das Wort nicht und zeigen sich unbeeindruckt davon.
Jeder meiner 3 Hunde hat auch ein individuelles Lied. Wenn ich also anfange zu singen, freut sich immer der richtige Hund :-)
Mein ältester ist 7Jahre alt und dem habe ich schon als Welpen was vorgelesen - er guckte mich dann erst sehr aufmerksam an und schlief dann ein. Ich könnte auch irgendwas vor mich hinmurmeln, aber das monotone, leise Stimmengeräusch scheint sehr beruhigend zu wirken, denn die Englische Bulldogge, die ich ja als "hoch agressiven" Hund (weil Angstbeisser) vor 2 Jahren zu mir nahm, hat schulussendlich auch durch Stimme seine Angst verloren.


Vorlesefunktion  bongoline antwortete am 15.01.07 (10:13):

Wenn ich zu Bongo's Zeiten mit meiner Freundin telefonierte, dann spitze er schon die Ohren allein bei der Namensnennung und wedelte mit dem Schwanz. Wenn das Gespräch normal beendet wurde, entspannte auch er sich. Sagte ich aber zum Schluß des Gespräches - also bis gleich oder ähnliches, dann war er nicht mehr zu halten. Rannte immer in die Diele raus, starrte zur Eingangstüre, er wußte genau, sie kommt kurz auf einen Besuch vorbei.

Genauso wenn ich in den USA war und mit meiner Mutter, die Bongo in der Zeit bei sich hatte, telefonierte, war er außer Rand und Band und winselte und bellte und war fast nicht zu beruhigen. Wir starteten den Versuch, daß sie mich nicht mit Namen anredete, es nützte nichts.

Als er älter war, dachte ich manchmal, das Hören läßt nach. Zum Austesten setze ich mich an den Eßtisch und machte ganz, ganz leise - mmmhmmm. Ja so schnell konnte ich gar nicht schauen, stand er da und fixierte mal, ob da irgendwas auf dem Tisch war, was das Aufsetzen von bettelndem Blick rentierte und zog dann enttäuscht wieder davon, als er nichts entdecken konnte.


Vorlesefunktion  sammy07 antwortete am 15.01.07 (10:15):

....insbesondere reagiert und unterscheidet der Hund sehr gut phonetisch,dabei spielt es keine Rolle...WAS ihm gesagt wird...sondern WIE es ihm gesagt wird,hinzu kommt noch der Hundeinstinkt mit der er seine Umgebung (Frauchen bzw. Herrchen) in der jeweiligen Gemütsverfassung sehr gut erfassen kann.


Vorlesefunktion  Gerdi antwortete am 15.01.07 (11:19):

"Was ein Hund sieht, wenn er seinen Namen hört"

*lach* - ... und was meine Katze fühlt,
wenn ein bestimmtes Telefon klingelt, nämlich das Telefon mit der Nummer, die nur meine Tochter hat.

Kaum klingelt das nämlich, rennt sie von meiner Seite weg, an die sie sich kuschelt, wenn ferngesehen wird, und verschwindet unter dem Sofa. Sie weiß: 'jetzt wird stundenlang gequatscht und vergessen, mich zu streicheln.'

Beim Klingeln des anderen Telefons rührt sie sich nicht von der Stelle: dort dauert das Gespräch nie lange.

:-))


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 15.01.07 (23:03):

Deine Katze Gerdi

ist reif für ein wissenschaftlichen Experiment. Woher weiss Sie es wer ruft an? Sieht Sie etwas was wir nicht sehen?


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 15.01.07 (23:13):

Hunde sind sehr sensibel. Und ich auch. Ich kann zum Teufel nicht vertragen, wenn ein Hund leidet. Wenn ich weg gehe ist der Hund sehr traurig, und ein Hund ist sehr oft traurig, eine ewige „glücklich“ sein kann ich für ein Hund nicht bereiten, muss ich mal fragen wer ist mehr animalisch, ich oder der Hund? Ich fühle jede Gedanke und Enttäuschungen von Hunde Seite, und damit verderbe ich meine eigene Laune.
Und deswegen habe ich kein Hund.


Vorlesefunktion  Gerdi antwortete am 16.01.07 (05:27):

nasti,
ich erwähnte ja, daß es bei mir zwei Telefonapparate gibt.

In den einen ist die Nummer eingespeichert, unter der meine Tochter anruft.

Auf dem anderen Apparat rufen unter einer anderen Nummer alle anderen Leute an.


Meine Katze kann halt die Klingel-Melodien der beiden Apparate unterscheiden oder die Richtung, aus der die Klingeltöne kommen.
Sie erkennt schließlich auch, wenn die Türklingel läutet: dann rennt sie - menschenscheu wie sie ist - in ein bestimmtes Versteck hinter einer Gardine, aus dem sie erst wieder hervor kommt, wenn ein eventueller Besucher die Wohnung wieder verlassen hat.
Wenn meine Tochter anruft, verschwindet sie unter dem Sofa, auf dem ich während des Telefonierens sitze.

----------------------------

"Sieht Sie etwas was wir nicht sehen?" (nasti)

Hat sich meine kleine Erzählung 'mal wieder nach "Lüge" angehört?
Ich lade jeden ein, es mitzuerleben.


Vorlesefunktion  Medea. antwortete am 16.01.07 (11:24):

Bein Klingeln an der Haus-/Wohnungstür reagieren meine Tiere auch unterschiedlich: Jettchen (Hund) rannte zur Tür, wollte sehen, wer da denn kommt - Tine-Thai (Katze) verschwindet sicherheitshalber unter dem Sofa. Hat sie für sich erkannt, daß der Gast in ihrem Sinne ist, kommt sie hervor und springt ganz lässig auf dessen Schoß. Was allerdings auch nicht immer zur Freude des Besuchers ist.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 16.01.07 (11:30):

Hallo Gerdi,

ich glaube Dir aufs Wort, sei nicht mißtraurisch. Die Tiere haben noch das, was wir schon lange verloren haben und das ist die gesunde Intuition.
Beweis dafür liefert die Tsunami Katastrophe, wo die meiste Tiere haben sich frühzeitig in die Sicherheit gebracht.
Was mich betrifft, ich habe auch eine starke Intuition, ob gesund, weiß ich das nicht, in jeden Fall habe ich sehr viele Menschen gerettet vor dem sicheren Tod und mein Schicksal ist, keiner hat sich dafür bedankt. Ich habe schon paar Minuten früher gewusst was droht, und interessante weise behalte ich in Krisen Situationen kühles und klares Kopf, fühle mich auch sehr wohl in solche Situationen.
Das liegt an meiner Kindheit, wo damals viele Kinder starben, war einfach gesagt: „ Der liebe Gott hat das Kind zu sich genommen.“
Ich war ein halb weisen Kind, und wuchs ich mit Tieren bei Großeltern. Einfach da war keine Zeit mich formen, oder unterrichten, keine Befehle oder Ratschläge, nur Prügeleien, war ich schon 3 mal klinisch tot als Kleinkind. Da habe ich mich gewöhnt der Taktik zum überleben, und selbständig naach meiner Phason denken.


Vorlesefunktion  angelottchen antwortete am 16.01.07 (12:30):

an der Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ein Namenswechsel einem Hund, der zB aus schlimmer Haltung kommt, immer nur gut tun kann. Ich habe diese Erfahrung schon mehrfach gemacht: Der Name weckt den "Pawlowschen Hund" und wenn mit dem Namen viele negative Erinnerungen wach werden, dann bekommt man einen schwer angeschlagenen Hund mit dem namen auch nicht mehr auf die Reihe. Das Beste Beispiel ist meine Englische Bulldogge, der ich gleich am ersten Tag einen neuen Namen gab (schon weil der alte Name mir nicht gefiel und auch nicht zärtlich gesagt werden kann). Ich bin mir ziemlich sicher, dass der neue Name viel mitgeholfen hat, den damals völlig verängtigten Hund zu beruhigen und seine kleine Hundeseele zu öffnen. Heute vertraut er mir blind und ist eine absolute Knutschkugel und draussen in der bösen Welt (zB beim Tierarzt) sitzt er entweder auf meinen Füssen wie auf einer Rettungsinsel oder ich muss ihn beim Untersuchen auf den Arm nehmen (16kg). Anbei die beschreibung und Vorraussetzung, unter der ich ihn vor 2 Jahren zu mir genommen habe. Ehrlich gesagt ist das der erste Hund, den ich aus purem Mitleid aufgenommen habe, die schreckliche Odysee von ihm musste einfach ein Ende haben ..) Er reagiert extrem auf meine Stimme und selbst, wenn ich im Büro sitze und er nebenan auf dem Sofa schnarcht, dann kommt zwischendurch ein ängstliches Gemurmel und sobald er mich hört, ist alles wieder gut. Auf Kinderstimmen und Männerstimmen reagiert er sofort mit Knurren - ein Spaziergang ohne Maulkorb ist deshalb gar nicht möglich.

Internet-Tipp: http://zergportal.de/baseportal/tiere/detail_HappyEnd&Id==8503


Vorlesefunktion  Gerdi antwortete am 16.01.07 (14:23):

"kissing spines" ...,
welch ein Glück, daß Hunde nicht geritten werden!

Wir hatten eine junge, importierte Blue-Roan-Stute aus Iowa, die western (zu-)geritten wurde. Bei der einen Prüfung bekam sie einen Pokal, bei der nächsten wurde sie wegen Zickigkeit überhaupt nicht plaziert (am selben Tag).
Bis wir 'mal den Rücken röntgen ließen.
Sie kam dann sofort auf eine Gnaden-Weide.
:-(


Vorlesefunktion  angelottchen antwortete am 16.01.07 (14:37):

auweh .. .aber wenigstens kam sie nicht zum Metzger ..
Üble Sache, bei Hund wie bei Pferd. Der Hund bekam eine Schmerztherapie und wird weiterhin täglich massiert , aber er hat einen runden Rücken und läuft so, als wenn die Hinterhand eben stärker belastet wird: Vorne sind die Krallen lang und werden durch Laufen kaum abgewetzt, hinten sind die Krallen schnell ganz extrem kurz gelaufen.. aber zum Glück braucht der Schnuffel nicht furchtbar viel Bewegung und rennt eh meist nur auf Gras oder Erde und nicht auf Beton usw.


Vorlesefunktion  Gerdi antwortete am 17.01.07 (05:56):

Na ja, Sattel und Reiter weg -, dann war die Blaue schmerzfrei :-)

Die Schmerzen hatte i c h noch eine Weile, auch ohne Sattel und Reiter auf dem Rücken, : ich mußte den Verlust von 17 OOO,- DM verschmerzen :-)

Eins hatten wir aber gelernt: zur Einkaufs-Untersuchung eines Pferdes außer Hufen und Sprunggelenken auf jeden Fall die Wirbelsäule röntgen lassen. Diese Erkenntnis hat mich in den letzten Jahren vor dem Kauf eines und dann eines anderen Pferdes bewahrt.

Und meine Tochter - *lach* - hat erst einmal den Wunsch nach einem neuen Pferd aufgegeben und sich stattdessen einen von den Besitzern ungeliebten Pflegehund und eine Tierheim-Katze zugelegt. Und statt zu reiten, "besichtigt" sie jetzt nur noch: nämlich unsere Trakehner-Stute, 23 Jahre, die - äußerst jugendlich wirkend - sich als Leittier auf einer anderen Gnadenweide eine kleine Herde von anbetenden Wallachen um sich versammelt hat :-).

***


(Sorry, aber bei unseren persönlichen Tier-Erlebnissen finde ich - wenn ich berichte - nie ein Ende :-)
Es gibt sogar ein Buch von uns:
"Die ganz anderen Tiergeschichten - Wahrheiten für Erwachsene".)
:-)


Vorlesefunktion  angelottchen antwortete am 17.01.07 (09:35):

was, habt ihr keinen Sxchadenersatz bekommen? Auch wenn es ein Handel mit den USA war..aber irgend ein recht hättet ihr da doch gelten machen können? Bei Feststellung eines der Hauptmängel (Dummkoller, Dämpfigkeit, Koppen, usw) geht das dochauch ohne weiteres ..?

Aber es ist schon eine Sauerei, was einem da manches mal vertickt wird - da steht das Töchterlein dann daneben und ist schon verliebt in IHR neues Wort und leider nutzen manche Pferdehändler das immer wieder aus .. Tricks gibt es genug ..

Wenigstens beim Hundekauf bestimmter Rassen kann man sich durch Gesudheitsnachweis (HD usw) einigermassen versichern aber eine Garantie ist das leider auch nicht :-(

Und wenn es denn so einen armen Hund erwischt wie meinen oben beschriebenen, dann gehen die armen Viecherl wirklich auf eine Odysee und erfahren nicht viel Gutes..

Eine trakehnerstute durftre ich auch einmal mein eigen nennen - ich kaufte sie von einer Frau, die Alkoholikerin war und ins Delirium kam - bzw ihre Mutter wickelte den Verkauf an mich ab. Das Tier stand schon bis über die Sprunggelenke im Kot und die Beine waren angeschwollen... ein Bild des Jammers, sie sollte eigentlich zum Abdecker. Aber dank meiner wunderbaren Nachbarin, einer 82jährigen Bäuerin, die von Pferden alles wusste, und ihrer selbstgemachten Ringelblumensalbe und vielen kalten Güssen haben wir ds Tier wieder hinbekommen. Im Dorf (Hessen, alle hatten natürlich Hess. Vollblüter) nannte man mein Pferd einen Tieflader und fand es hässlich - na das war mir aber egal :-) ... gibts Dein Buch noch im Handel?


Vorlesefunktion  Gerdi antwortete am 17.01.07 (11:24):

Na ja, wir waren ja selbst schuld, dieses 'verkorkste' Pferd so schnell gekauft zu haben. Wir hätten dort, wohin es importiert worden war, an Ort und Stelle auf einer Einkaufs-Untersuchung bestehen müssen.
Wir waren einfach zu vertrauensselig, daß uns ein über die EWU "berühmter" Western-Mensch schon nichts Schlechtes andrehen wird.

Wie sich später noch heraus stellte, war die Stute nicht einmal fähig, daß aus ihr weitere blue horses gezüchtet werden konnten: sie nahm nicht auf, na ja, dann ergab sich, daß die inneren Fortpflanzungsorgane nur Symbol-Charakter hatten.
Blaue Pferde gab es damals nur sehr wenige in Deutschland. Unsere Kleine fiel auf den Turnieren immer sehr auf. Sie hätte als Zuchtstute eine Geld-Quelle sein können *lach*.

Qualitäten zum Reitpferd hatte sie ja. Mit 3 Jahren wurde sie aus allen Western-Jungpferden Deutschlands nach entsprechenden Vor-Prüfungen zusammen mit 9 anderen zur Deutschen Meisterschaft eingeladen und belegte dort einen dritten und einen fünften Platz.

Dagegen war unsere Trakehner-Stute so hektisch, daß sie sich selbst vor jeder größeren Meisterschafts-Veranstaltung lahm machte, um nicht hin zu müssen. Sie brachte einige Pokale und viele Schleifen von Turnieren mit. Aber wenn sie pinkeln mußte, vergaß sie in der Arena ihre guten Western-Manieren und zappelte sich aus der Wertung :-))) Auf offenen Paddocks legte sie sich nachts nie hin, sondern paßte auf alle anderen schlafenden Pferde auf - und war morgens immer entsprechend müde. Ich auch. Weil ich nachts immer wieder von meinem Strohlager im Pferdehänger um die Ecke guckte, ob sie sich nicht vielleicht doch einmal hinlegt. Später haben wir ihr immer Boxen gemietet.

Na, und dann erst die Geschichten von unserem Beagle-Mix, der morgens immer entschwand und den anderen Turnier-Teilnehmern die Frükstücks-Brötchen von den Camping-Tischen klaute ...

Oder als auf der sonntäglichen Fahrt mit beiden Pferden von einem Turnier in Berlin zurück nach Göttingen auf der Autobahn ein Reifen unseres Pferdehängers in Brand geriet und wir keinen Ersatzreifen hatten ...


'Leben mit Tieren' - soooo schön :-)


Vorlesefunktion  Gerdi antwortete am 17.01.07 (12:10):

Ich hab' ganz vergessen, aufs Thema zurückzuführen:
"Was ein Hund sieht, wenn er seinen Namen hört"

Unser oben erwähnter Beagle-Mix sah, wenn er seinen Namen hörte, grundsätzlich woandershin.

So z.B. an einem Sonntag auf einem Reiterhof, wo unsere Pferde untergebracht waren:
ich rief ihn und fand ihn etwas entfernt im hohen Gras, wo er den in der Küche der Besitzerin geklauten Sonntagsbraten kurz ansah und dann zerlegte.

Ich wurde vergattert, für Mittagessens-Ersatz zu sorgen, klar. Aber das am Sonntag, an dem ich im nächsten Dorf leider nur Curry-Wurst und Pommes bekam :-)))


Vorlesefunktion  Tabaiba antwortete am 29.01.07 (11:29):

@Gerdi
'Leben mit Tieren' - soooo schön :-)

Da hast Du ein wahres Wort gelassen ausgesprochen Gerdi. Kann mir ein Leben ohne meine Katzen gar nicht vorstellen.

Zu den Hunden kann ich aus Erfahrung sagen, dass sie nicht nur Stimmen sondern auch bestimmte Geräusche, wie z. B. Autos wahrnehmen und entsprechend reagieren. Freunde meiner Eltern hatten einen Hund, der hörte Herrchens Auto schon von weitem und lief zur Türe, während wir Menschen noch gar nichts davon mitgekriegt hatten. Ebenso der Hund meines frühren Chefs, wenn seine Mutter auf den Hof fuhr, die sich immer sehr um den Hund kümmert, war Sherry außer Rand und Band. Bei jedem anderen Auto blieb er liegen und es interessierte ihn nicht.


Vorlesefunktion  Gerdi antwortete am 30.01.07 (05:30):

"Freunde meiner Eltern hatten einen Hund, der hörte Herrchens Auto schon von weitem und lief zur Türe, während wir Menschen noch gar nichts davon mitgekriegt hatten."


Wir auch :-).
Es war unser erster Hund: ein Labrador.
Unser Auto damals: ein Mercedes mit nur minimalen Motoren-Geräuschen.
"Kissi" hörte es schon, wenn unser Auto ziemlich weit entfernt von unserem Haus um die letzte Ecke bog. Sie bellte dann ganz aufgeregt, und wir ließen sie hinaus, damit sie Herrchen am Gartentor begrüßen konnte.

"Leben mit Tieren" ... :-)



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