kreuzkampus
begann die Diskussion am 16.02.07 (20:32):
Neue Presse Hannnover 16.2.07 Richter bestätigen Anordnung: Rottweiler Uncas soll sterben
HANNOVER. Rottweiler Uncas soll nach seiner tödlichen Beißattacke im Oktober getötet werden. In einer Eilentscheidung haben gestern Verwaltungsrichter die Auffassung der Region bestätigt. In dem Beschluss heißt es, der Hund sei gefährlich und wegen seines Aggressionspotenzials nicht für eine Ausbildung zum Sprengstoff- und Waffenspürhund geeignet. Die Richter folgten der Ansicht eines TiHo-Experten, der erklärt hatte, der von seinem früheren Besitzer misshandelte Hund sei unberechenbar. Eine Haltung hinter Gittern sei Tierquälerei. Heiko Schwarzfeld vom Tierschutzverein, der Uncas eine Chance geben wollte und geklagt hatte, will heute mit seinem Anwalt über das weitere Vorgehen beraten. Eine Rechtsbeschwerde ist noch möglich. Dann würde in einigen Monaten das Oberverwaltungsgericht neu entscheiden. Die Region werde die Rechtskraft des Eilverfahrens abwarten, so Sprecher Andreas Listing. aro
Medea.
antwortete am 20.02.07 (07:51):
Mich interessiert das Schicksal von Uncas sehr, auch unter dem Aspekt, wie wiedermal die Bestie Mensch aus einem vorher unschuldigen unverdorbenen Wesen einen Hund gemacht hat, vor dem sich nun die Leute fürchten müssen. Daß für Uncas eine lebenslange Haltung hinter Gittern droht, ist unter tierschützerischen Aspekten auch nicht verantwortbar - ich wünschte, es würde Heiko Schwarzfeld die Chance gegeben, die er seinerseits für Uncas vorgesehen hat.
kreuzkampus
antwortete am 20.02.07 (08:33):
Wer A sagt, muss auch B sagen. Soll heissen: Nun muss ich auch schreiben, dass es doch weitergeht: Neue Presse, hannover, 20.2.07: Kampf um Rottweiler Uncas geht in nächste Gerichtsrunde
HANNOVER. Uncas (4) soll leben! Der Vorstand des Tierschutzvereins hat gestern Abend einstimmig entschieden, im Fall des zum Tode verurteilten Rottweilers vor das Oberverwaltungsgericht Lüneburg zu ziehen. „Wir gehen weiter und wollen vor Gericht eine mündliche Einigung in dem Fall erzielen“, so Tierheimchef Heiko Schwarzfeld (54) nach der Entscheidung. Vergangene Woche hatte das Verwaltungsgericht in einer Eilentscheidung die Anordnung der Region bestätigt: Der Rottweiler Uncas soll nach seiner tödlichen Beißattacke im Oktober getötet werden. Die Begründung: Der Hund sei gefährlich und wegen seines Aggressionspotenzials nicht wie geplant für eine Ausbildung zum Sprengstoff- und Waffenspürhund geeignet. „Damit haben die Richter rein nach Aktenlage entschieden“, so Schwarzfeld. Tierschützer, die gestern zu einer Demo für Uncas aufgerufen hatten, überreichten dem Tierheimchef eine Unterschriftenliste. 120 Menschen sprachen sich damit gegen die Tötung des Rottweilers aus. bl