Impressionen einer Reise nach Ungarn 2003
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Planung und Anreise
Schon im Frühjahr nehmen Walter und ich uns vor endlich wieder einmal einige Tage Urlaub zu machen. Raus aus dem Alltagstrott. In diesem Jahr soll nicht wieder nur Haus, Garten und die Imkerei den Ablauf bestimmen. Auf einer Geburtstagsfeier mit Freunden erzählen wir von unserem Vorhaben und bekommen Zustimmung. "Prima, wir könnten doch wieder einmal etwas zusammen unternehmen." Wir, das sind Karl und Lore, Bruno und Erika, Walter und ich. Alle erinnern wir uns gerne an gemeinsame Unternehmungen und die Frage ist nur noch, wohin soll die Reise gehen? Wir einigen uns auf Ungarn und freuen uns, dass Lore die Organisation übernimmt.
Siofok, eine kleine Stadt am Südufer des Plattensees soll unser Ziel sein. Wir nehmen das Angebot eines örtlichen Reiseunternehmers in Anspruch und buchen eine Busreise nach Siofok mit der Option eines Tagesausflugs nach Budapest. An einem Samstagabend um 21.00 h ist Abfahrt, geplante Ankunft in Siofok Sonntagvormittag 9.00 h. Auf der Autobahnroute über Nürnberg-Passau, läuft der Verkehr ruhig und ohne Behinderung.
Im Morgengrauen liegt das riesiges Lichtermeer von Wien vor uns. Ein beeindruckender Anblick. Wir kommen zügig voran, ein neuer sonniger Tag ist angebrochen und wir freuen uns auf das vorbestellte Frühstück im Hotel. Ein unliebsamer langer Aufenthalt an der österreichisch-ungarischen Grenze stellt unsere Geduld auf eine harte Probe. Fahrzeuge mit rumänischen Kennzeichen werden besonders intensiv kontrolliert. Nach drei endlosen Stunden sind wir in drei Minuten abgefertigt können endlich weiterfahren und erreichen Siofok gegen 12.30 Uhr. Unser Hotel liegt direkt am See. Frühstück müssen wir um diese Tageszeit natürlich abschreiben. Wir beziehen unsere Zimmer und essen eine deftige ungarische Suppe im nahe gelegenen Strandlokal.
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| Tihanyi |
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Ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug ist die am Nordufer des Balaton gelegene Halbinsel Tihanyi. Während der Überfahrt mit dem Schiff grüßen schon von weitem die Türme der 900 Jahre alten Kirche. Hoch oben auf dem Berg gelegen ist sie mit dem dazu gehörenden Kloster ein Schmuckstück der Baukunst. Es ist ein heißer Tag und der Aufstieg zur Kirche mühsam. Aber die Mühe wird belohnt. Das Innere der Kirche ist prächtig ausgeschmückt und besonders der herrliche Altar zieht alle Blicke auf sich. Nicht entgehen lassen wollen wir uns das Porzellan-Museum im Kloster. Wunderbare Arbeiten ungarischer Manufakturen aus früherer Zeit, aber auch moderne Kreationen sind zu sehen. Zu einem Bummel durch den kleinen Ort reicht die Zeit noch, aber dann müssen wir wieder zurück ins Tal, das Schiff nach Siofok steht schon im Hafen bereit.
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Schon von weitem grüßt die alte Kirche Besucher, die über den See ankommen |
| Der prachtvolle Altar im Innern der Kirche |
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Einen Besuch im Porzelan-Museum--- |
| ---sollte man sich keineswegs entgehen lassen |
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Tafelgedeck |
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Budapest
Höhepunkt unseres Urlaubs ist ein Tagesausflug mit dem Bus nach Budapest. Die deutschsprachige Reiseführerin holt uns vom Hotel ab und wir erfahren von ihr Wissenswertes über Land und Leute. Diese zauberhaft schöne Stadt im Rahmen eines kurzen Reiseberichtes angemessen beschreiben zu wollen, wäre vermessen.
Die Stadtrundfahrt beginnt für uns auf dem Gellertberg. Die Stadt liegt zu seinen Füßen und von hier oben bietet sich ein unvergeßlicher Anblick. Die Stadtteile Buda und Pest links und rechts der Donau gelegen sind von den weltberühmten Brücken miteinander verbunden. Eine von ihnen überqueren wir, um noch der Fischerbastei und der Matthiaskirche einen Besuch abzustatten, bevor wir noch Gelegenheit haben in der Fußgängerzone zu bummeln. Unsere Reiseführerein rät uns unbedingt die Markthalle zu besuchen. Das Angebot an den vielen Verkaufsständen ist überwältigend und die Männer meinen, dass sie lieber ein Bier trinken würden. Wir Frauen haben nichts dagegen einzuwenden und so können wir in aller Ruhe durch die Auslagen schlendern und besonders die kunstvoll bestickten Tischdecken bewundern.
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Blick vom Gellert-Berg auf Budapest |
| Brückenstadt Budapest |
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Blick von der Fischer-Bastei |
| Denkmal auf der Fischer-Bastei |
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Ein Erinnerungfoto muß sein |
| Ungarn, ein Eldorado für Stickerei-Liebhaberinnen |
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Peperoni zum Tocknen an der Hauswand |
| In der Markthalle in Budapest |
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Siofok
Siofok ist ein ca. 2 km am See entlang gezogener Ort und bei Urlaubern, wie es scheint sehr beliebt, denn am Ufer entlang steht ein Hotel am anderen. Der Wasserstand des Sees ist in diesem Jahr der großen Hitze wegen außergewöhnlich niedrig und wer schwimmen möchte, muss zunächst Mal einige hundert Meter durchs Wasser waten. Aber diese kleine Mühe lohnt sich. Die Wassertemperatur ist ideal und wir genießen ausgiebig diese herrliche Erfrischung. Das flache Wasser in Ufernähe ist mit 35 Grad C ein riesiges Planschbecken, so richtig nach dem Geschmack der kleinen Gäste, die sich stundenlang im Wasser tummeln können.
Siofok hat nicht nur einen schönen Badestrand, viele Hotels und wie die meisten Ferienorte eine Flaniermeile an der zahlreiche Geschäfte, Diskos und Restaurants ihre Gäste erwarten, sondern auch einige Sehenswürdigkeiten. Zu ihnen gehört eine alte Holzkirche mit einem bemerkenswerten äußeren Anblick und einer schlichten, aber architektonisch interessanten Innenkonstruktion. Im kleinen Park des Städtchen ganz in der Nähe des Bahnhofs ist dem berühmten Komponisten, Emerich Kalman, ein Denkmal gesetzt.
Herrlich sind die milden Abende im Garten des Strandrestaurants. Menschen, die vorbei flanieren, die letzten Badegäste und den Sonnenuntergang beobachten, ein kühles Getränk genießen und einen schönen Urlaubstag ausklingen lassen, was will man mehr?
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Für große und kleine Badegäste geeignet |
| Eine Gitarrenspieler-Figur lädt ins Lokal ein |
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Ein außergewöhnlicher Kircheneingang |
| Innenraum mit Altar |
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Bronzestatue von Emerich Kalman |
| In gemütlicher Runde |
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Abendstimmung |
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Abschied
Viel zu schnell sind die schönen Urlaubstage vergangen. Wir treten mit vielen neuen Eindrücken und neuem Wissen über Land und Leute die Heimreise an. An der Grenze bleibt uns dieses Mal eine lange Wartezeit erspart, denn die rumänischen Fahrzeuge werden über eine separate Fahrspur durch den Grenzübergang geleitet. Der Verkehr läuft ohne Zwischenfall. Wir sind dankbar für zwei längere Pausen, um die Beine vertreten zu können und kommen nach knapp 15 Std. zu Hause an. Die Heimat hat uns wieder.
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