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THEMA:   Bettelei

 3 Antwort(en).

Lars begann die Diskussion am 22.06.07 (13:46) :

Nach Genf werden laut Medienberichten ganze Trupps aus Rumänien zum betteln beordert, das meiste Geld bekommen die Bosse. Finde das höchst bedenklich, für schwerstbehinderte ist das aber eine traurige Angelegenheit, werden sicher ausgenützt.
In Genf ist betteln erlaubt, in Zürich nicht, höchstens wenn sie musizieren, dann dürfen sie es tun.


Vorlesefunktion  jolli antwortete am 22.06.07 (18:20):

Was denn: jetzt erst? In Berlin gibt es diese Bettel-Banden schon seit vielen Jahren: Frauen, denen Kinder in den Schoß gelegt werden und die viele Stunden so auf dem Asphalt des Ku-Damm sitzen und betteln. Oder Einbeinige oder als Blinde Deklarierte (ob sie wirklich nicht sehen können, kann ich nicht sagen).

In den Neunzigerjahren habe ich es erlebt, wie kleine Kinder mitten in der Nacht durch Gaststätten geschickt wurden zum Betteln. Ich saß mit Freunden in so einem Restaurant, als ein kleines Bürschchen (ca. 8 Jahre alt) durch die Tischreihen ging und die Hand aufhielt (immer aber auch das herumlaufenden Personal beobachtend). Dann tönte von draußen ein scharfer Pfiff: Der Pate war gerade mit einem riesigen Mercedes vorgefahren und sammelte alle Kinder aus den umliegenden Restaurants ein. Unser Kleiner auch, er rannte wie ein Wiesel hinaus und kletterte in den Wagen.


Vorlesefunktion  carlotta antwortete am 22.06.07 (19:40):

ich habe immer ein schlechtes gewissen, wenn ich diesen bettlern nichts gebe. immer wieder von neuem muss ich mir vor augen halten, dass ich ja mit einer spende nicht diese armen menschen unterstütze, sondern nur deren bosse. und auf gut deutsch gesagt, das stink mir.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 22.06.07 (20:45):

ich kann mich auch nicht davon freimachen und wechsele immer die Straßenseite, wenn da jemand sitzt und bettelt.
Straßenmusikanten belohne ich immer, da wird ja was geleistet und oft bleibe ich stehen. Besonders die Menschen aus dem Osten musizieren mit Herz und da muss ich stehen bleiben.
Häufig werde ich auch angesprochen auf Bahnhöfen z.B. oder auch in der Fußgängerzone, ob ich etwas Kleingeld hätte, aber da sage ich nein, auch wenn das Herz klopft.
Im Grunde kann bei uns jeder überleben ohne zu betteln.
Ganz schlimm ist es in Indien, da rutschten an bestimmten Orten die Amputierten rum, man bekommt lepröse Glieder fast ins Gesicht gereicht und da kann man nicht anders, sonst kommt man nicht weiter.