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Vorlesefunktion den ganzen Text zum Thema vorlesen

THEMA:   Heitere Geschichten (keine Literatur) zum Mitmachen.

 54 Antwort(en).

runner begann die Diskussion am 19.07.07 (10:07) :

Bei meinem running heute um fünfuhrdreißig begegnete ich einer Katzenmutter mit fünf Kindern, in harmonischer Gesellschaft mit einem dicken Igel, um einen Futternapf herum, den jemand an ein Kellerfenster gestellt hatte. Der Igel, mich da elefantig antraben sehend, machte sich sogleich auf seine Stummelbeinchen und rannte eilig – wie von einer Tarantel (oder einer Mücke?) gestochen in Richtung eines nahen Gebüschs. Ich dachte: wenn er „danke Lino“ kennen würde, müßte er weiter keine Bedenken haben. Doch wer schon würde ihm die Salbe zwischen die Stacheln reiben? – Eine eklige schwarze Schnecke am Rand des Futternapfes, die auch von der Nahrung partizipieren wollte, störte die Katzen nicht, - nur mich. Ich runnte weiter. Ein Feldhase hatte sich auf einer frisch gemähten Wiese ganz flach gemacht, um nicht gesehen zu werden. Aber da er die schützenden hohen Grashalme vermißte, hoppelte auch er davon. Ich dachte: heute mag mich wohl keiner. Solche Tage gibt es ja. Doch ich wußte: später, wenn ich wie manches Mal vor einer Buchhandlung in der Innenstadt auf einer Bank säße, darauf wartend, daß der Laden geöffnet wird, würden die Tauben dort nicht vor mir weglaufen. Ich würde mich wieder – egal welche Schädlinge sie sind – über die so unterschiedlichen Farben und Zeichnungen ihrer Gefieder freuen und mich auch wieder einmal wundern, weshalb manche von ihnen Ringe an den Füßchen tragen. Ausgebüchst wegen der vielen köstlichen Krumen, die diejenigen Menschen fallen lassen, die immer und überall fastfood vertilgen müssen? Eigentlich sind die wilden Tauben hübscher als die mit den Ringen. Das kennt man ja: manche Menschinnen versuchen doch auch, sich durch den Behang mit Preziosen ein attraktiveres Aussehen zu verschaffen. Ist’s das also bei den beringten Tauben? Shakespeare fällt mir dabei ein (als Philologe kann man solche Gedankengänge einfach nicht vermeiden): As You Like It. (Darf man es englisch schreiben?)
Zwischen den Fachwerkhäusern der Innenstadt brodelt noch die Hitze der letzten Tage. Aber seit heute sind hier Sommerferien.
runner – run der Sonne entgegen.


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Und was habt Ihr Heiteres zu berichten?


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 19.07.07 (17:40):

aha, aha, heiteres.

Während ich schnell die Panierkäse backe, sehe ich durch die Küchentüre ein Vogel an gegenüber krumm stehenden Baum, der ist, groß, schwarz-weiss, und ich habe keine Ahnung was für ein Vogel kurvt in Garte meines Freundes, wo ich mich monetan aufhalte.
"Komm hier" schreie ich aufgeregt, " du hast hier ein noch nie gesehenes Vogel", worauf er wirklich galoppiert zu.
Ich frage: "Na, kennst du diesen Vogel Art?" "Bin kein Ornitologe" sagte gelengweilt, weiter interessiert Ihm die Sache nicht mehr, eher die Panierkäse.
Ich verfolge weiter der ungewöhnlöchen Vogel, er flog in Nachbars Garte und ich renne vor die Türen, wo der Vogel verschwand, statdessen bückt sich bei der klein Garten arbeit die Nachbarin mit eine Möhren Figur /fast alle Damen haben die gleiche Figur in diesem Gebiet/, und wirft auf mich einen bedeckten Blick.
"Aaach haben Sie schöne Blummen" zwitschere ich freundlich, Sie zwitschert nicht zurück, das leichtigkeit des seins ist Ihr nicht in wiege gelegt worden, aber strikt sagt sie folgendes: "Es ist mit viel Arbeit verbunden" und guck mich an als eine moralpredikt gewöhnte strenge Lehrerin zu Ihre nutzlose Schülerin.
Ich gehe ins Haus rein, sage ich für mein Freund "denkst du das deine Nachbarin ist wieder für die Psychiatrie reif?", er sagte nur das Sie vor paar Wochen kam von der Psychiatrie, während die gegenüber wohnende jüngere Nachbarin befindet sich gerade in Psychiatrische Behandlung.
"Tja", sage ich , "in diesen stillen Gebiet ist auch kein Wunder das die Menschen drehen durch, nur ich weiss es nicht warum sind so unfreundlich?"
"hahaha" antwortet mein Freund "siehst du es nicht wie meine Garte sieht aus?" Ich gucke raus, die Garte ist ungepflegt und natürlich schön, und er sagte vor paar Tagen für die aus Psychiatrie ankommende Nachbarin, das seine Pflanzen freuen sich, Sie dürfen groß werden und nicht sofort abgeckilt mit die Rasenmehen Maschine. Die Frau regt sich pernament auf wegen Garte meines Freundes,
und wieder ist der ungewöhnliches Vogel da, er ist grösser wie eine Taube, mein Freund sagte: "Es ist eine Möwe!", ich antworte so" "Wenn eine Möwe, dann aber mit eine Krähe gekreuzt, und gewöhnlich befinden sich die Möwen nähe der Wasser und hier gibt kein Wasser", ist auch egal, wir sind keine Ornitologen und Gärtner, was sind wir überhaupt für Menschen?


Vorlesefunktion  carlotta antwortete am 19.07.07 (17:50):

hallo runner! nicht nur die "menschinnen" sind eitel, auch männer. was da so rumläuft mit perücken, geliftet, fett abgesaugt ist zum gotterbarmen. ich glaube fast, dass uns die männer in punkto eitelkeit schon den rang abgelaufen haben.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 19.07.07 (18:18):

das gefällt mir sehr - leider komme ich erst gerade nachhause und fahre ab morgen früh bis einschließlich Montag weg. Danach beteilige ich mich wieder.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 19.07.07 (18:50):

Wie gesagt, ich bin in Eile, habe aber woanders etwas geschrieben - keine Literatur - aber vielleicht erheitert es den einen oder anderen und so bin ich wenigstens nicht vergessen:


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 19.07.07 (18:55):

Der Count-Down läuft

Nur noch 4 Tage und dann wird es still werden hier bei .....
34 Mitglieder schreiben nicht mehr, lesen nicht mehr, das forum wird zur Nebensache, weil man sich ganz offiziell trifft.
Gedanklich befasse ich mich bereits mit den Vorbereitungen.
Grundsätzlich nehme ich auf Reisen ganz ganz wenig mit. Da geize ich mit jedem Kilo . Waschcreme, Hautcreme , make-up fülle ich um in ganz kleine Döschen aus der Apotheke.

Hier muss ich einfügen, dass ich immer mit der Bahn fahre, billig fahre und da muss man oft umsteigen.

Zum Problem werden Schuhe, allein wegen des Gewichtes. Man überlegt, wenn ich diese Schuhe mitnehme, dann müsste es eigentlich diese Hose sein, aber diese Hose knüllt so, Leinen darf zwar knüllen, sieht aber doof aus, wenn total geknüllt.
Und überhaupt, weiß man, ob das Wetter anhält.
Für dieses Wetter habe ich ja die Klamotten aus Indien, die sind goldwert an solchen heißen Tagen.
An der Ostsee allerdings wirken sie sehr exotisch und man kommt in solcher Garderobe leicht in den Verdacht der Esoterik oder gar dem Buddhismus verfallen zu sein.
Und das muss nicht sein, dass ich beim ersten Treffen einer solchen Vermutung ausgesetzt bin. Also, das indische nehme ich nicht mit.
Dann kommen noch diese Oberteile mit dem Reißverschluss infrage, die sind unauffällig, knüllen nicht, müssen aber jeweils durch Schmuck aufgepeppt werden.
Die Perlenkette ? nein , passt nicht zur Ostsee. Gold oder Silber ? Gold macht immer so alt, Silber ist frischer. Bei der Hitze quellen die Finger – also möglicherweise gar keinen Schmuck – aber irgendwo habe ich mal gelesen, dass Schmuck und Pelze vom Gesicht ablenken, also doch in jedem Falle Schmuck. Vielleicht sollte ich das spontan entscheiden und wirklich erst das Wetter abwarten.
Brauche ich eigentlich einen Regenschirm, oder genügt der Anorak mit Kapuze ?
Wieviel Geld muss ich mitnehmen ?
Aber jetzt fällt mir ganz was anderes ein – ich sollte noch schnell zum Zahnarzt – der Zahnstein muss entfernt werden………..


Vorlesefunktion  uki antwortete am 19.07.07 (19:15):

Eure Geschichten sind köstlich. :-)))
Wanda, bei deiner habe ich besonders gelacht, weil ich wie in einen Spiegel gesehen habe. :-))

Auch nasti und runner habe ich mit Vergnügen gelesen. :-)

Leider habe ich selbst heute nichts Vergnügliches erlebt, was wert wäre aufgeschrieben zu werden. Ist es auch erwähnenswert, einen normalen, ohne schlechte Einflüsse verlaufenen Tag gehabt zu haben? Ich glaube, eher nicht. Trotzdem gefiel er mir.
Macht bitte weiter mit den netten Erlebnissen.
uki


Vorlesefunktion  runner antwortete am 19.07.07 (20:08):

Um das Schreiben zu erleichtern:

"Heiterkeit" in Geschichten bedeutet nicht,
daß andere unbedingt darüber lachen sollen.


Vorlesefunktion  uki antwortete am 19.07.07 (21:04):

Runner, lass mich darauf antworten, indem ich auf deine gefühlvolle, morgendliche Runninggeschichte, die du geschickt ausgeschmückt hast und die dadurch Leichtigkeit und verhaltenen Frohsinn ausstrahlt, eingehen.
Für mich wäre gerade das besonders schwierig, was du gekonnt gemacht hast. Aus einem im Grunde genommen normalen Jogginglauf, eine unterhaltsame kleine Geschichte zu machen.
Bin auf weitere gespannt, die von dir und anderen kommen.
uki


Vorlesefunktion  runner antwortete am 20.07.07 (06:54):

Das kannst Du mit Sicherheit auch, uki. Jeder hat so seinen eigenen Stil, und es kommt ja auch nur darauf an, andere (die Leser) an seiner eigenen Heiterkeit teilhaben zu lassen.
Was Du vielleicht erlebst und was Dich erheitert (ein witziges Kind in der Straßenbahn, ein freches Hündchen an einer Leine, ein bunter Heißluftballon am Himmel): schreib es einfach auf. Es geht um den Inhalt, nicht um die Form.

"Erheitern" im Sinne von "froh machen".
Siehe nasti: sie traut sich - und bestimmt mit Erfolg beim Leser.


Noch eine kleine Anregung: im Text viele Adjektive benutzen -, sie machen es spannend.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 20.07.07 (07:59):

mein Zug fährt 9.02, deshalb habe ich noch einmal hier reingeguckt.
runner, adjektive, bezw. viele, sind nicht mehr in, lt. kreativem Schreiben Proff. Ortheill !!!!!!


Vorlesefunktion  runner antwortete am 20.07.07 (08:55):

wanda,
"erlaubt ist, was gefällt".

Ich werde zum Vergleich zwei inhaltlich gleiche Texte hier einsetzen: mit und ohne Adjektive.
Danke für den Tipp.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 20.07.07 (08:58):

Ach sorry: ... und gute Fahrt!

Was genau heißt "lt. kreativem Schreiben Proff. Ortheill"?
Proff. = Prof.?
Ortheill dessen Name?


Vorlesefunktion  runner antwortete am 20.07.07 (09:33):

Eines (sonnigen und angenehm temperierten) Morgens wanderte ich durch die (menschenleeren) Straßen bis zur Grenze eines (südlichen) Städtchens, das ich hin und wieder zu einem (erholsamen, kreativen) Kurzurlaub auswählte. Es gab da einen (weißen, feinsandigen) Strand, an dem ich meine (kunstledernen) Schuhe auszog, um meine vom (heimatlichen) Stadtleben (chronisch) ermüdeten Füße in dem (warmen) Geriesel des (hellen) Sandes sich erholen zu lassen. Einige (fröhliche) Wanderer winkten mir (freundschaftlich) zu, ich winkte (angeregt) zurück. Der (wolkenlose, blaue) Himmel versprach einen (glänzenden) Tag, der das (manchmal benötigte) Auftanken von (dauerhaftem) Frohsinn (befriedigend) ermöglichen würde. Kleine (glitzernde) Wellen tummelten sich am Rand der (grünlichen) See, deren (warmes, klares) Wasser einlud, darin zu baden und zum (muschelreichen, bunten) Grund hinab zu tauchen. Als (für manches träge gewordener) Großstädter nahm ich mir (fest) vor, hier und diesmal einen (kurzen, schnellen) Kurs im Tauchen zu absolvieren, denn ich war (äußerst) neugierig, ob man da unten anders denken und fühlen würde als in einem (chemischen, stets gewohnten) Luftgemisch. Nach wenigen (erlebnisreichen, romantisch-beglückenden) Tagen würde ich dann, um einige (interessante) Erfahrungen reicher, (befriedigt) zurückkehren.

Eine (interessante) Fortsetzung dieser (dämlichen) Schilderung kann (traurigerweise) nicht versprochen werden.

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Und nun zu wanda: keine Ausschmückungen.
Kürzer der Text. Spannender?

Eines Morgens wanderte ich durch die Straßen bis zur Grenze eines Städtchens, das ich hin und wieder zu einem Kurzurlaub auswählte. Es gab da einen Strand, an dem ich meine Schuhe auszog, um meine vom Stadtleben ermüdeten Füße in dem Geriesel des Sandes sich erholen zu lassen. Einige Wanderer winkten mir zu, ich winkte zurück. Der Himmel versprach einen Tag, der das Auftanken von Frohsinn ermöglichen würde. Kleine Wellen tummelten sich am Rand der See, deren Wasser einlud, darin zu baden und zum Grund hinab zu tauchen. Als Großstädter nahm ich mir vor, hier und diesmal einen Kurs im Tauchen zu absolvieren, denn ich war neugierig, ob man da unten anders denken und fühlen würde als in einem Luftgemisch. Nach wenigen Tagen würde ich dann, um einige Erfahrungen reicher, zurückkehren.

Eine Fortsetzung dieser Schilderung kann nicht versprochen werden.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 20.07.07 (14:25):

Manchmal sitzt eine fette Taube im dichten Geäst der Bäume vor meinem Fenster und äugt mit kullerigen Seh-Organen herüber. Wie heute wieder. Ich dachte: man sollte sich tatsächlich die Dinge des Lebens auch einmal von der anderen Seite betrachten. Und ich ging hinaus, um damit anzufangen.

Auf einem der Balkons entsorgte gerade eine Dame die verblühten Ästchen aus den Blumenkästen, indem sie sie einfach hinunter warf auf den dortigen Grasstreifen. Gute Idee, dachte ich, was zueinander paßt, soll man zusammenführen. Pastoren, die eine Trauung zelebrieren, machen da manchmal Fehler. Einfach weil sie keine Gelegenheit haben zu prüfen, ob die vor ihm stehende Blume mit dem weißen Schleier in ihrem zukünftigen Ehemann wohl einen sanften Rasen vorfindet oder ob es sich da eher um einen potentiell Rasenden handelt.

Auf einem anderen Balkon betrachtete ein Senior die Welt durch ein Fernglas. Ich hoffte, er würde den schneeweißen Kampfhund hinter mir, den ich eben gestreichelt hatte, ins vergrößerte Blickfeld rücken, möglichst aber nicht mich. Sicherheitshalber bemühte ich mich mit wenig Anstrengung um ein heiteres Lächeln und winkte fröhlich hinauf. Und tatsächlich: er winkte zurück. Eine neue Bekanntschaft? Prima. Hat nichts gekostet.

In einem geöffneten Fenster hatte es sich eine kugelrunde Dame mit einem ebenso kugeligen Kissen, auf ihre Unterarme gestützt, bequem gemacht. Sie harrte offensichtlich der Dinge, die da kommen könnten. Bestimmt fand sie das Fernsehprogramm ebenso uninteressant wie ich. So war sie mir gleich sehr sympathisch. Eine dicke Zigarettenrauch-Wolke entwich ihren gespitzten Lippen, was mich erneut zum Nachdenken brachte, wer wohl einst diesen Mund geküßt haben mochte. Oder es heute noch tut? – Schicksale.

Hinter manchen Fenstern waren dicke, farbige Vorhänge noch zugezogen. Menschen nach ihrem Nachtdienst? Leute, die nicht wollten, daß die frühe Sonne ihre Teppiche ausbleicht? Babys nach dem Morgentrunk und einem melodisch klingenden Bäuerchen im seligen Schlaf?
Jemand, der - aus welchen Gründen auch immer – einfach nur die Welt aussperren möchte?

Dieses würde ein Tag des Interesses und des vielen Nachdenkens werden. Vielleicht auch des Aufschreibens. Ich verließ meinen „Posten der dicken äugenden Taube“ und nahm mir vor, einfach öfter einmal so manches Geschehen, wenn es denn vielleicht unangenehm ist, von einer anderen Seite zu betrachten, um Heiterkeit nicht sterben zu lassen.



(Foto: copyright runner)

Internet-Tipp: http://img460.imageshack.us/img460/9563/fettetaubecm5.jpg


Vorlesefunktion  runner antwortete am 20.07.07 (14:31):

wanda,
unter "Ortheil" mit einem l
und Prof. mit einem f
habe ich einen Honorarprofessor für Kreatives Schreiben in Hildesheim gefunden.

Mit dem würde ich mich gern einmal über den Nutzen von Adjektiven bei kreativem Schreiben unterhalten.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 20.07.07 (18:01):

Hallo Runner,

bin begeistert mit deine fast Lektionen, wie das schreiben entsteht. Ich lese, wenn ich mal lese ,kurze Erzählungen. Wenn ich eine von schreiben lebende Person wäre, dann hätte ich ein Vorbild, und das der amerikanische Schriftsteller O Henry.
Einige Erzählungen habe ich in slowakische und ungarische Sprache schon geschrieben und auch veröffentlicht, leider die deutsche Sprache habe ich nicht erlernt und sieht nicht so aus, das ich das in Zukunft schaffen werde, habe ich vor jetzt englisch lernen. :O)))).
Aber schreiben tue ich trotzdem sehr gerne manchmal , so ganz einfach, es waren schon einige auch gute Schriftsteller mit so einfachem Stil.

Internet-Tipp: http://www.evakunst.de.vu


Vorlesefunktion  uki antwortete am 20.07.07 (19:19):

runner antwortete am 20.07.07 (09:33)
Hallo, runner, ich habe beide Erzählungen, gleichen Inhalts, einmal reichlich ausgeschmückt, einmal mehr sachlich von dir geschrieben, gerne gelesen.
Wenn du noch eine dritte Variante zur Verfügung gestellt hättest, könnte es sein, dass mir die dann am Besten gefallen hätte. Also eine Mischung aus der 1. und der 2.
Für meinen Geschmack fehlen bei der etwas nüchtern wirkenden 2. Variante einige, wie beiläufig eingefügte Adjektive.
Könnte es sein, dass bei einer längeren Erzählung tatsächlich zu viele Adjektive auch ermüden können?
Keinesfalls soll meine Bemerkung zu der Geschichte mit dem unterschiedlichen Gebrauch der Adjektive eine Beurteilung sein. Ich habe mir nur Gedanken darüber gemacht und mich selbst nach meinem Geschmack gefragt, der aber nicht von Belang ist.
Dagegen wirkt die Geschichte "aus der Sicht der Taube" ganz normal gut, ohne Übertreibung auf mich.

Danke für den interessanten Einblick in die Kunst des Schreibens.

Gruß von uki


Vorlesefunktion  runner antwortete am 20.07.07 (21:07):

uki,
diese Geschichte ist dämlich, weil übertrieben konstruiert. Daher kann k e i n e der beiden Fassungen gefallen. Ich dachte nur, wo man etwas deutlich machen möchte, muß man ein bißchen überzeichnen.

Das Ganze war eher ein Scherz als Antwort auf Prof. Ortheil (lt. wanda), daß Adjektive nicht mehr "in" sind. Ich persönlich benutze gern Adjektive zur textlichen Darstellung von Emotionalem, von sogenannten "Stimmungsbildern". Ich finde "einen grünen Baum" einfach ausdrucksvoller als "einen Baum". Auch wenn ich damit "out" bin.


Vorlesefunktion  uki antwortete am 20.07.07 (21:15):

Na, das ist ja timing, gerade schaue ich hier wieder rein, und eine Minute vorher kam deine Antwort, die mich beruhigt. Sehe ich doch, dass ich mit meinem Gefühl so ziemlich richtig lag.

Es machte mir Spaß einen kleinen, folgenden, Unsinn vorzubereiten, der auch der letzte sein wird. Versprochen. :-)

Mein erster und letzter Versuch :-)

Sinnend aus dem wieder trockenem Fenster, gegen das vor einer knappen Stunde, wie so oft in den letzten beiden Wochen, der warme Sommerregen schlug und seine Spuren in Form von angetrockneten Regentropfen hinterließ, schaue ich hinaus in die dicken, dunklen Wolken, deren Umrisse sich hell, durch den Strahl der untergehenden Sonne, abheben. Dazwischen blitzt das helle Blau des Himmels für heute zum letzten Mal, ehe der Abendstern zu sehen sein wird.
Mein sehnlichster Wunsch wäre es, eine kleine, feine Begebenheit des heutigen Tages, in lesenswerter Form mit einer gewissen Leichtigkeit versprühend, zu schreiben.
Ich ahne, es fehlt mir einfach die blühende, übersprudelnde Fantasie, die künstlerische Begabung, das angeborene Talent und das gelernte Wissen um die Voraussetzungen in adäquater Weise erfüllen zu können.
Mit dem Ausdruck einer gewissen Enttäuschung meiner Fähigkeiten, richten sich meine Augen von der geplagten Tastatur wieder aus dem etwas trüben Fenster, in den nun schon langsam dunkler erscheinenden Tag, der die nun wirklich letzten roten Sonnenstrahlen zum Tagesausklang verschenkt, ehe die Nacht beginnt.
Ich gebe etwas entmutigt auf und wünsche allen einen besonders schönen Abend.

Ich lese eure Geschichten gerne.
Gruß von uki


Vorlesefunktion  runner antwortete am 21.07.07 (07:41):

Wollte gestern schneller sein als uki und folgenden Text einsetzen:

salve!
Résumée – summary – Zusammenfassung.

Schön, daß sich unsere Sprache noch durch Großschreibungen aus allen Sprachen der Welt heraushebt. Wird sie es bewahren können?
Das war so ein Nebengedanke, als ich heute zu schreiben begann.

Zu einer Zusammenfassung bin ich gekommen:
das Thema dieses Threads war ein Versuch, das Forum durch vieles Mitmachen zu beleben. Wer will von sich behaupten, niemals etwas Heiteres erlebt zu haben? Dann möge dieser doch einfach zum Poeten werden und etwas erfinden, um andere zu erfreuen. Hier sind nicht Geniale gefragt. Hier geht es um „Menschen wie du und ich“.

Aber der Versuch ist mißlungen. Es haben sich nicht ganz viele gemeldet, überlaufend von dem Wunsch, Heiteres mitzuteilen. Wahrscheinlich nicht einmal, Heiteres lesen zu wollen. Vielleicht, weil „Heiterkeit“ zu sanft ist, - zu wenig reißerisch, nicht sensationell. Ein Thema „Auf legale Weise an Drogen kommen“ mag mehr Aufmerksamkeit erregen. Gemeint wäre damit: joggen bis zum Ausschütten von Endorphinen, welche körpereigen und nicht teuer sind. Sich für sich selbst verantwortlich fühlende Jogger würden bis an diese Grenze nicht gehen und sich Heiterkeit niemals auf solche Art verschaffen. Auch hier ist das Sucht-Potential groß. Für andere aber übertragenes Konsum-Denken: immer mehr und noch mehr. Haltlos. Starr. Irgendwie traurig.
Solch eine Erörterung stört an dieser Stelle, nicht wahr?

Dieses war mein letzter Beitrag zu den „Heiteren Geschichten“. Ich möchte sie erleben, aber werde sie nicht mehr aufschreiben. Sie sollten ja nichts Demonstratives sein, nichts Egozentrisches, sondern nur Anregung.
Wo aber seid Ihr geblieben, Ihr Mitschreiber? „Was wollt Ihr d e n n ? MAOAM?“ Um nicht auf dem Federhalter kauen zu müssen, weil Euch nichts einfällt, was Ihr schreiben könntet?

Hier sehe ich Lange-Eichbaum bestätigt, der u.a. das Problem des Schaffens behandelt, welches nach Heyde am Mangel des „Erwirkens von Neuem“* scheitert. (Siehe auch mein Thema „Irr-Sinn“ unter „Kunst, Literatur & Kultur“.) Und unter „neu“ ist ja vielleicht ein hartes Stimulans wie „Sensation“ zu verstehen. Was uns heute noch anregt, ist nicht mehr Lyrik, sondern Drama.

So, und nun halte ich es mit einem beliebten Slogan: auf zu neuen (= anderen) Taten.

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* Wilhelm Lange-Eichbaum & W. Kurth „ Genie, Irrsinn und Ruhm“, Reprint der einbändigen Ausgabe von 1967/1997, Seite 54


***********************************************************
Auf ukis Beitrag vom 20.07.07, 21:15, komme ich noch zurück, falls ich wieder "Heiterkeit zum Schreiben in einem Forum" aufbringen kann.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 21.07.07 (08:30):

uki, Deine Geschichte sollte nicht Deine letzte sein!! Nimm den gleichen Mut wie carlotta zur Wiederaufnahme ihres Joggings und schreib’ Neues. Deine Geschichte es es wert!

Und die (sparsam) gesetzten Adjektive ergeben ein ansprechendes Stimmungsbild „wie es sein soll“ -, auch wenn dieses durch die Selbst-Zweifel nicht an allen Stellen „heiter“ ist.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 21.07.07 (11:32):

hi runner,

Amen und MAOAM,

wartet auf dich das Neu Forum
TEAM.


Vorlesefunktion  uki antwortete am 21.07.07 (12:45):

Hallo, runner,
ich möchte mich bei dir für die freundlichen, aufmunternden Worte bedanken.
Nastis Vorschlag, dich mit dem neuen ST vertaut zu machen, kann ich mich nur anschließen. Dort tummeln sich all die,
die sich einst hier sehr wohl gefühlt haben und noch einige mehr.
Eigentlich kannst du mit dem Beteiligungsergebnis deines Vorschlags, hier kleine Geschichten einzusetzen, sehr zufrieden sein. Zähle die paar Leute zusammen, die sich hier noch einfinden, und davon haben doch die meisten mitgemacht. Zumindest es versucht. :-)

Es steht einem bei einer Registrierung im neuen ST dieser hier immer noch offen, so dass beide mitbenutzt werden können.
uki


Vorlesefunktion  uki antwortete am 21.07.07 (12:50):

Vielleicht noch eins, kleine Ärgernisse gab es hier, gibt es auch im neuen ST und mit ihnen muss wohl immer und in jedem anderen Forum auch, gerechnet werden.
Einfach nicht zu viel erwarten, dann kann man doch noch positiv überrascht werden.
Immerhin bleibt ein großer Teil der Teilnehmer dem ST seit Jahren treu.
Darum auch dir die kleine Aufmunterung, mach weiter.....
uki


Vorlesefunktion  runner antwortete am 21.07.07 (12:53):

Ja uki, nun aber weiter ran –
und nutze die verborgenen Talente, von denen man oft lange selbst nichts weiß!

PS: Auch über „Talent“ und dessen Definition kann man Interessantes bei dem von lola so geschmähten Wilhelm Lange-Eichbaum lesen. Siehe meine ebenfalls geschmähten Texte im Thema „Irr-Sinn“ unter „Kunst, Literatur & Kultur“.

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Vielen Dank, nasti und uki, für die "Einladung".
Aber ich zähle mich nicht zu Eliten und "blühe" lieber im Verborgenen.
So richtig heiter gemeint!


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 22.07.07 (13:12):

Tschüs, ich gehe nach Casablanca!

Das Aug der Himmels ist so blau wie eine herrlich verlogene Auge einer Dirne in KA in Düsseldorf. Mein Gott, ist Sie schön, die nackige Busen aus weise Bluse so raffiniert herausguckend, und die Augen, blau in blau und mit grüne Farbe betont, jemand sagt das sie eine Dirne ist.
Ich sage noch, sind Sie schöööön die Dirnen und Kokotten, falle ich aber nicht in solche Extase wie von Kölner Dom gestern. Das Majestätische männliche Gotik herrlich braun und wir unten mit unsere kleinliche Tätigkeiten, bin allein ohne Anhang das heisst, kann ich mich so wirklich fühlen als wäre ich eine Dirne einem Tempel Ritter, wahrscheinlich haben Sie das Kölner Dom finanziert ohne eine Frau. Sie haben alle Dirnen umgebracht, die unterdrückte Sexualität schläge in Hass und Mord wie beim Hitler /Die Psychologie einem sexuellen Krüppel/, aber alles nur Theorien, keine Beweise.
Was die Mörderische Tempel Ritter hier gelassen hatten ist wie eine Pyramide der berühmte Vergangenheit, ich gucke hoch und gleichzeitig falle in ein Alfa Zustand, bin ein Vogel mit riesige Flügel und umarme ich die Türme der Kölner Dom, danach plötzlich bekam ich eine De-ja-vou Gefühl, aha, denke ich, Spuren einer Epilepsie welcher ist bei mir noch nicht ausgebrochen :O))), mamma mia, solltest du nicht so viel Bild Zeitung lesen und billige Nachrichten aus PC verschlucken altes Mädchen.
Stelle fest,muss ich weg fahren obwohl ich mit Kölner Dom am liebsten die Nacht verbrauchen möchte, so umarmen und schlafen mit die gotische Gebäude und irgendwie fühle mich auch /sexuell ? /aufgeregt an ganzen Körper. Unsere Erogene Zonen sind in ganzen Körper verteilt.
Das Aug der Himmel heute guckt mich so verlogen an, es ist mir gesagt worden das ich nicht ganz dicht bin, kümmere mich nicht um meine Rechnungen. Was stimmt überhaupt nicht,ich bin satt mit diese spießbürgerlichen Welt, ich gehe wieder nach die Strassen und werde ich vor Kölner Dom auf der Pflaster malen, jaaaa, das werde ich tun und danach fliege ich nach CASABLANCA, eine neue unbekannte Welt ist wie ein Neugeburt.
Wer möchte mit mir, sollte sich melden.


Vorlesefunktion  kropka antwortete am 22.07.07 (21:21):

'Tschüs, ich gehe nach Casablanca!'

Hey, das meinst DU nicht ernst? Das ist bestimmt noch eine deine neue schöne heitere Geschichte, nicht wahr, liebe Nasti?.....

Internet-Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=SFWs5kWP-us


Vorlesefunktion  runner antwortete am 23.07.07 (05:46):

Bleib' hier, nasti,
Casablanca hat keinen Kölner Dom zum Umarmen.

Danke für diese Geschichte, durch die man sich in die Frivolitäten am Hof Ludwigs IVX versetzt fühlt und in deren Unbekümmertheiten. Manchmal braucht auch einen Heiterer einen Erfrischungs-Born.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 23.07.07 (08:24):

Auf dem Weg zum Bahnhof gestern hob ich eine Feder auf. Eine graue Feder mit weiß-schwarzen Flaumbüscheln am Kiel.
Taube -, danke. Du hast sie nicht mehr gebraucht. Mich erfreut sie. Mich erinnert sie. An die Effie meiner Geschichten, die am offenen Fenster mit einer Feder in ihr Tagebuch schreibt, während der Schleier vieler Pastellfarben um ihr Haar weht. Wie ich hineingehe in diese erfundene Hütte aus Steinen und ihr zusehe, weil die Hand einer Person, die ich nicht sehen konnte, mich vom Rand des Flusses hinweg dorthin geführt hat. Erstes Bedauern, den kleinen Wellen, die vom gegenüberliegenden Ufer zu mir zurückkommen, nicht mehr zusehen zu können, verliert sich. Zurückgesetzt in eine Zeit, in der man sich die Farbe für seine Texte aus einem zierlichen Tintenfaß entlieh und sie auf pergamentenem Papier zu Worten schnörkelte.

Ich hatte die Feder aufgehoben und sie vorsichtig in meine Geldtasche gelegt, um sie heute zu fotografieren, sie so unsterblich zu machen und dann in einen kristallenen Behälter zu stellen, der mein Bücherregal schmücken würde. Vielleicht sogar vor einem Buch mit dem Titel: „Verabredung mit mir selbst“ von Patricia Tudor-Sandahl.

Es sind so oft die kleinen Dinge, die dich heiter machen.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 23.07.07 (10:33):

Der Regen hat die Blüten geköpft.
Oh arger Feind. Und doch
haben Pflanzen neue Kräfte geschöpft,
sich emporgerichtet aus trockenem Joch,
um morgen knospend Neues zu schenken
und des Menschen Blick wieder auf sich zu lenken.

Sieh da: wie Perlen an einer Kette
liegen Regens Tropfen auf einem Blatt,
als wenn dies sich eifrig bemühet hätte,
den Blick, den man dorthin gerichtet hat,
zu erfreuen, wer schließlich vorübergeht
und den Kopf oft nach solchen Kleinheiten dreht.

Sieh noch: des Spektrums Farben am Himmel,
in einem Halbkreis hochgezogen ...
Zwischen Sonne und dunklem Wolken-Gewimmel
spannt sich nun ein Regenbogen,
strahlt Heiteres in die Welt und Buntheit allen,
denen solche Dinge wie Wunder gefallen.


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Tut mir leid. Heiteres in Verse zu setzen liegt mir nicht so.
Aber diese reim-dich-oder-ich-freß-dich-Zeilen sollen anderen Mut machen zu Aktionen, von denen so mancher meint, „er könne so etwas nicht.“

Also weiter gilt das Motto aus der Überschrift: mitmachen!


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 23.07.07 (12:16):

Hallo Kropka,

wenn ich das über Casablanca geschrieben hatte, meinte ich das todernst.Und heute spiele ich wieder mit der Gedanken, obwohl ohne Gotik
werde ich schwer haben wie Runner hat das ganz gut beobachtet.
Wäre sehr gut eine verrückte Gruppe finden welche sich in eine längere Reise begibt, vielleicht mit Bildende Künstler? So zeichnen,malen, musizieren unterwegs,
oder auch nicht, so genau steht in meinem Kopf noch nicht die Idee.
Jede möchte profitieren, die Profi MalerInnen wie ich bin, locken mit Angebote die möchte gerne malende, so interessiert mich das ganze nicht. Jede auf sein eigenes Budget angewiesen,und dabei die Welt erkunden mit viel Abenteurer, so stelle mir das vor.
Mich lockt die Ferne, ob es überhaupt noch realisierbar wäre? Die Gruppe sollte aus Menschen nach 55+ sein, die schon in Rente oder Frührente oder Selbständige sind,
die Zeit und Raum vergessen, mit Zug, Flugzeug, Rakete, Schiff und U Bot sollte gereist werden, mit alle Mitteln.
Von Ibiza nach Malaga, Rabatt und Casablanca, danach Kairo und Asien. In Florenz und Rom bisschen europische Erholung, dann ab nach Mexiko, wo Minimum 2 Monate lang müssen wir hausern damit wir so genau durchstudieren können die Lebensweise, welcher auf uns in Europa wartet. :O))))

Grüßt

Nasti


Vorlesefunktion  uki antwortete am 23.07.07 (13:22):

Vom Seniorentreff der runner,
ist so bescheiden - - - dabei kann er
was er will, - - - Geschichten schreiben
und auch reimen,
fällt ihm nicht schwer,
Ja, dieser Mister runner, was er will, das kann er, fällt ihm nicht schwer, seht nur her.

- - - - - -
Oh Nasti, deine Zukunftsträume, voll Elan, Fantasie und Energie, du sprühst förmlich über, so scheint mir. Beeile dich, sonst reicht dir das eine Leben, das dir zur Verfügung steht nicht, um alles in die Tat umzusetzen. Selbst wenn sich nicht alles erfüllen sollte, was du dir noch erträumst, allein die Gedanken und Vorstellungen davon sind abenteuerlich.
Egal, was draus wird. Ich wünsche dir viel Glück.
Noch bist du hier und berichtest, schön so. :-)
uki


Vorlesefunktion  kropka antwortete am 23.07.07 (21:10):

Hi Nasti,

wenn Du noch zwei, drei Jahre auf mich wartest, dann komme ich mit, (am liebsten zu Fuß! :-)) Und wenn fliegen, dann weit: ich liebe Ostafrika! (und Robert Redford :-)) Jetzt kann ich aber nicht weit reisen, jetzt ist es noch nicht möglich.. (Du erinnerst dich: mein kleiner Sohn, mein großer Hund ;-))
Und es ist sooo schön hier, Nasti, ein herrliches, heiteres Chaos!.. Runner ist hier, (und macht Fotos!) Lola ist auch da (und macht Probleme!)... Was wollen wir mehr?!.. Wo willst Du hin?.. Wir haben noch so viel Zeit!.. Das ganze Leben...

Jetzt aber Nasti: Kopf hoch und laß uns t a n z e n !

http://www.gogolbordello.com/
http://www.gogolbordello.com/chronicles/video/notacrime/

Internet-Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=wJlGutqFqfg


Vorlesefunktion  runner antwortete am 24.07.07 (07:00):

Indirekt hat kropka mich in einem anderen Thread auf eine Idee gebracht:
wenn wir hier mindestens zwanzig Geschichten von mindestens zehn Schreibern sammeln könnten, wäre ich bereit, sie als kleines Kompendium auszudrucken und zu binden. Jeder Poet könnte noch Bilder hinzufügen – und bekäme dann so ein Exemplar zugeschickt.

Als Titel könnte ich mir vorstellen:
„NEUE GESCHICHTEN AUS DEM ALTEN ST“.
Bitte weitere Vorschläge.

Ich würde auf Spirale binden, so daß immer wieder – wenn es denn der dichterische Überschwang der Schreiber anbietet - neue Blätter eingefügt werden können.


Freunde -, macht Euch unsterblich!


Vorlesefunktion  runner antwortete am 24.07.07 (10:02):

Ich ließ es mir erzählen -, und an manchen Stellen fand ich mich sogar selbst wieder.

„Der Wind, sagte sie, war noch nie ein Liedermacher für mich. Manchmal weiß ich schon vorher, daß er kommen wird: er kommt dann von Osten, und ich bin krank. Eine Homöopathin fragte mich einmal: sind Sie wetterfühlig? Und ich sagte: Ja, bei Ostwind und vor Gewittern geht es mir schlecht. Sie nahm es sehr ernst. Vielen mag es übertrieben klingen. Aber schon 1962, als ich Staatsexamen machte, waren der Föhn und seine Folgen für Herz und Kreislauf – besonders im Raum München – im Buch eines Pathologen explizit erwähnt worden. Dabei finde ich das Heulen ums Haus und unter den Türen hindurch gar nicht einmal uninteressant. Sicherlich ist es physikalisch erklärbar ... oder sonstwie. Davon verstehe ich nichts. Aber nach manch einem Urlaub – an den Küsten Dänemarks – mußte ich mich erst wieder vom Wind erholen. Ein keineswegs „himmlisches Kind“ ist er für mich, da Kinder nichts Arges und nichts Boshaftes an sich haben. Winde sind meine Feinde. Daher können sie auch nicht „himmlisch“ sein. Gott schickt keine Feinde in die Welt. Sogenannte Feinde erzeugen sich selbst. Oft sind es Menschen ohne Heiterkeit: verklemmt, böse (auch mit sich selbst), frustriert, machtbesessen, laut. ...“

Sie erzählte noch, da schlug der Wind eine Tür zu. Laut. Ich fuhr zusammen. Doch sie erschrak dabei nicht. „Windsbraut“ -, das Wort fiel mir ein. Sind das Menschen – vom Winde verweht?
Sie lächelte mich an. Heiter.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 24.07.07 (12:27):

Hallo Uki,

hast du Recht, Runner kann sehr viel und ganz suggestiv erzählen, er hat das gewisse "etwas" und auch die Kenntnisse und reichlich deutsche Wortschätze.
Du kannst auch sehr gut schreiben, hätte ich eure Kenntnisse......könnte ich trotzdem NICHT schreiben, dazu braucht man "Sitzfleisch", sagte mein ehemalige Kollege, ein Gott gegebenen Talent. Er verließ die Bühne der Literatur wegen sein unruhigen und Lebenshungrigen Naturell.
In jedem künstlerischen Beruf muss man seine Haut da lassen, nur so kommt etwas zustande, einfach muss seine Leben opfern dafür. Nicht jeder ist Opferbereit. :O))).
Der zweite Kollege, ein ebenfalls gottgegebenen Talent trank und schrieb, schrieb und trank und starb sehr elend, total verarmt und früh. Wenn ich an Ihm denke, sticht in mein Herz. Sein Talent, wenn er in einem anderem Land geboren wäre und nicht in Ostblock, wäre international bekannt. Seine Werke geschriebene in ungarische Sprache sind nicht übersetzt, sein Sohn ebenfalls ein Alkoholiker und Künstler endet in Obdachlosen Heim, seine Frau mit Demenz in Heim. Ich habe vor seine Werke zu illustrieren, wage mich nicht wegen seinem Sohn. Er ist ein bessere Grafiker als ich bin, nur unfähig etwas tun wegen alkoholismus. Einmal waren wir sehr gut befreundet. So viel Elend sehe ich beim der exzessiven Leben einiger guten Künstler, auch die Biografien sind voll davon. Der Ludwig Kirchner mein Lieblings Maler war auch einer davon, hat sich früh umgebracht.

Was betrifft meine Fantasieren und Pläne, von 10 Plänen kann ich manchmal 1 Plan realisieren,und diesen realisierten Plan sieht ganz anders aus wie das geplant war.
Aber was, von Chaos kommt die Ordnung, die Zeit scheint weniger zu sein, sterben am rennen und mit 20 unrealisierte Pläne finde ich besser als ruhig auf das tot warten.

Nasti


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 24.07.07 (15:27):

Ihr Lieben, ich bin gesund von der Ostsee zurück, aber mein Rechner hat mich im Stich gelassen und muss repariert werden. Hoffentlich sind nicht alle Dateien futsch. jetzt sitze ich in einem Internet-Cafe bei einem Araber. runner nicht auf Fehler achter, die Schrift ist hier sehr sehr klein. Ansonsten bin ich zu allem bereit, habe nur die letzten beiden Beiträge gelesen. Hoffentlich zum WE mehr.
Eure Wanda


Vorlesefunktion  runner antwortete am 24.07.07 (15:51):

nasti,
ich möchte gern das „Sitzfleisch“, das Du erwähnst, ansprechen. Denn mir fiel da etwas ein bzw. auf: Du hattest weiter oben einen Link angegeben (http://www.evakunst.de.vu), den ich zunächst überlas, hinter dem sich aber eine schöne und sehr interessante Homepage öffnet, nämlich die einer Künstlerin, die für all das, was sie geschaffen hat, eine Menge „Sitzfleisch“ gehabt haben muß. Und zwar sowohl formal-lokal als vor allem im übertragenen Sinn.

Wer ist das?
Bist Du es?
Dann kann ich nur meinen Hut vor Dir ziehen und Dir virtuell einen Strauß Rosen überreichen.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 24.07.07 (15:55):

wanda, schön, daß Du zurück bist.
Aber Männer wie den Rechner sollte man nicht lange aus den Augen verlieren, damit sie einen nicht einfach so "im Stich lassen" können.


Vorlesefunktion  uki antwortete am 24.07.07 (16:38):

@nasti 24.07.07 (12:27):

Was du nicht sagst, liebe nasti, du könntest nicht schreiben- - - - - - und wie du kannst :-)
Auch wenn die Sätze kein fehlerfreies Deutsch aufweisen und oft Anlass zum Schmunzeln geben, so sprühen sie doch vieeeeeeel Fantasie aus. :-)
Wer schreibt schon fehlerfrei, ich nicht.
Was deine Pläne angeht, mach weiter so und setze so viel wie möglich in die Tat um. Das macht das Leben bunt und vielfältig.
Doch solltest du dich nicht vor dem Ruhig werden fürchten, sollte es mal dazu kommen. Dann wirst du genug Erinnerungen haben, um darin, in den Erinnerungen, mit einem verträumten Lächeln auch ruhige Zeiten genießen zu können. :-)
Gruß von uki


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 24.07.07 (22:01):

stellt Euch vor - ich habe den Rechner wieder und auch alle Eure Beiträge gelesen. Nasti, das ist jetzt kein Scherz, als wir im Rückwandererheim in der Schweiz waren 1946, da hatte meine Mutter die Chance mit uns nach Casablanca zu gehen... eine lange Geschichte. Mit Dir und ein paar anderen würde ich das wagen, alleine nicht. Sag Bescheid, wann es losgehen soll, damit ich hier alles kündige, die Zeitung, die Vereine usw.

Eine kleine Geschichte von meiner Reise - runner sie muss nicht in Deine geplante Sammlung aber ich habe einfach jetzt Lust dazu.

Erst kürzlich fuhr ich an die Ostsee. Ich nehme immer die preiswerten Züge, also Nahverkehr und Metronom. Am vorigen Freitag war das eine Katastrophe, weil nichts klappte. Der Metronom nach Lüneburg hatte arge Verspätung und dann hieß es kurz vor Lüneburg, der Anschlusszug nach Lübeck konnte nicht warten - Reisende nach Lübeck - und dazu gehörte ich - bitte sitzen bleiben und erst in Hamburg-Harburg aussteigen. Von dort fährt ein Zug direkt nach Lübeck.
Kurz vor Hamburg-Harburg hieß es dann - Reisende nach Lübeck bitte bis Hamburg Hauptbahnhof durchfahren. Von dort fährt ein Zug nach Lübeck. In Lüneburg war der Platz neben mir im vollbesetzten Zug frei geworden und dann stieg in Hamburg-Harburg ein Mann ein, ein Mann so zwischen Globetrotter und Penner, offen gestanden ungepflegt, aber mit sehr guten und pfiffigen Augen, er ging an mir vorbei, ca. fünf Schritte, etwa zwei Meter, dann drehte er um, kam zurück und sagte "excuse me, ca vas ?"
Reflexartig sagte ich "mais oui, ca vas" - das beglückte ihn und er ging weiter.
Ich fühlte mich erkannt, geadelt und irgendwie zugehörig, ganz ähnlich empfinde ich, wenn man mich in Polen und da speziell in Sagan, für eine Polin hält.
Das ist für mich ein riesiges Kompliment - möglicherweise kann das keiner verstehen, aber ich fühle es, da brauche ich keinen Verstand.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 25.07.07 (06:06):

Na, hier sprüht ja die Begeisterung ...

War auch nur so eine Idee - das mit dem Kompendium.
Noch lebt ja das "alte Forum" und braucht keinen Nachruf.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 25.07.07 (06:32):

"wie der Ostwind, von dem Du nicht so.. heiter ... erzählst" von kropka

kropka hat (nachzulesen im zerfledderten Thema „Irr-Sinn“ an anderer Stelle) recht: obiges Thema müßte ich eigentlich abändern in "Geschichten um die Heiterkeit".

Da nämlich käme jene "Regel" zum Tragen, daß der Inhalt einer Geschichte immer dann zum Thema paßt, wenn die Worte des Titels darin vorkommen.

Ich habe noch so eine Geschichte, die nicht wörtlich "heiter" ist, lediglich hoffnungsvoll auf das Erlangen von Heiterkeit. Um keine Mißverständnisse zu erzeugen, werde ich sie aber besser (hier) nicht posten.


Vorlesefunktion  uki antwortete am 25.07.07 (11:08):

Nicht heiter, nicht sentimental, einfach nur:
Ein Lächeln

Ein Lächeln, verschenkt an einen Menschen neben dir,
kann Wunder bewirken, das glaube mir.
Es lindert Kummer und Schmerzen,
nur muss es kommen aus deinem Herzen.

Ein liebes Wort noch dazu,
lässt Sorgen vergessen im Nu.
Drum zaudre nicht, es kostet kein Geld,
und kann doch verändern manch Leid auf der Welt.

Hass wird zu Liebe, Ärger zu Freud,
drum fange gleich an, fange an, noch heut,
zu öffnen dein Herz mit frohem Mut,
die Welt wird schöner ohne Hass und Wut.
Hab Vertrauen in dich,
schenk es weiter an mich.

Drum lächle jetzt und zürne nicht,
das steht dir besser zu Gesicht. :-)
in diesem Sinne, sei stets heiter,
fällt´s dir auch schwer, es geht schon weiter.

uki


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 25.07.07 (12:38):

Ob ich dich verstehen kann liebe Wanda!

Eine Zugehörigkeit ist großartige Sache, mit mir ist das ganz schlimm, ich möchte überall zugehören als wäre ich eine multiple Person.
Vor 15 Jahren lud ich an Meine Vernissage in Holiday In die Bürgermeister und die Sahne von Passau, gleichzeitig meine gute Bekannte Straßenmusikanten und einige echte Penner.
Der Chef der Holiday In spendete 5 tausend Euro für das Buffet, was binnen halbe Stunde mit meine Penner Bekannten war geplündert. Der damalige Bürgermeister und gleichzeitig mein Laudant fühlte sich beleidigt, ich war auch enttäuscht.
Ein Penner hatte vor mich in mein Atelier vergewaltigen, ich brachte Ihm fast die Nase, warf Ihm raus /war ich stärker*g*) und beklagte mich beim Haupt Penner, ein sehr korrekten alten Mann. Er sah genauso aus wie Platon. Der verbannte Ihm von Penner Kollektiv, weil das gehört nicht zum Penner Ehre, er hat ein gewaltigen Mißt gebaut.
Mein Sohn der General Direktor machte um mich eine Kurve wenn ich das Café in Tchibo mit Pennern trank. Diese Penner sind schon alle tot, alle sind gestorben ohne Ausnahme. Und ich halte mich jetzt fern von Penner, obwohl einer reizt meine Phantasien. Ein sehr gut aussehenden Man, ein von PUMA Sohn, lebt in Passau schon jahrelang, ernährt sich von d. Mülltonne, aber sein Mantel ist immer sauber. Er spricht mit niemandem. Wenn er mich sieht dann wendet er mir ein langen Blick, und ich fühle mich damit sehr geehrt , keine Ahnung warum.
Wo ich nicht mehr zugehören kann, das ist die junge Gesellschaft. Meine "leichte" Paranoia gaukelt mir das ewig ein, das ich NUR geduldet bin, und ich möchte flüüüüchten sehr weit weg, ich möchte NICHT geduldete sein, ich möchte eine gleichberechtigte sein und nicht so wie eine alte, aber wie eine jüngere.
Sowieso bin ich ewig an der Flucht.
Ich glaube langsam werde ich packen Richtung Casablanca, wir warten noch an Kropka, und für Runner und Uki und einige Sympathisanten bleiben wir online aktive. :O))))


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 25.07.07 (12:56):

Danke Dir Runner


für das Strauß Rosen. Das war auch mein Beruf, und ich habe mich pernament verkauft, was ich nicht bereue, schließlich habe ich auch meine Familie davon ernährt und ganz gut, und auch in die Rentner Kasse bezahlt. Habe ich viel dabei gelernt, erlebt eine Menge,
das handwerkliche geschicklichkeit hilft mir beim Realisierungen meiner Phantasien.
Das Die Bildende Künste sind in eine fast "endstation" Phase angekommen, wo Bussinnes und Kunst sind das gleiche Phänomen, und außerdem jeder versucht sich mit die Künste auszudrucken und befreien, und als Psychotherapie ist auch verwendet, und, und, und die Künstler wachsen wie die Pilze in Wand,
deswegen nenne mich lieber als eine Karikaturistin. Ich möchte gerne eine gute Karikaturistin sein, was bleibt aber nur ein Wunsch.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 25.07.07 (18:38):

Oh, nasti - Schwester im Geiste - die junge Generation, da können wir nicht dazugehören, aber doch akzeptiert werden.
In der Uni habe ich das Gefühl akzeptiert zu werden von den jungen Studenten. Bei der Expo 2000, immerhin war ich da auch schon alt, hatte ich einen Job, alles unterstand Amerikanern und die kündigten ununterbrochen. An einem Tag wurden oft 200 Leute entlassen - aber ich nicht - dann wurden 400 entlassen - ich immer noch nicht. Meine Kinder wunderte das sehr - mich auch - und dann sagte ich irgendwann, ich glaube ich bin für die so etwas wie ein Maskottchen - aber dann wurde ich auch entlassen.
Und ich weiß auch nicht, ob man sich damit abfinden kann, ein Maskottchen zu sein, dann doch lieber eine schrullige Alte, oder ??


Vorlesefunktion  runner antwortete am 26.07.07 (08:03):

Geschrieben irgendwann um fünfuhrdreißig.

Eine Aus-Zeit sollte man sich nehmen, wenn man sie für angebracht hält und wenn man es sich leisten kann.

Einige hiesige Selbstschilderungen zur Person zeugen von so viel Wert, daß viele – und ich – wohl wenig Gleichartiges entgegenzusetzen haben mögen. In kritischen Stimmungsphasen, wie sie jeder einmal hat, kann das tatsächlich einen Einbruch des Selbstwertgefühls bewirken. Also anders orientieren, ehe es so weit kommt. Untertauchen in der Menge, in der nicht jeder jeden so unbedingt krass beobachtet und eine sentimentale Träne nicht ablehnt, sondern als das akzeptiert, was sie sein will.

Nach hin und wieder unabänderlich üblen Nächten, in denen der Schlaf nur kurz bemessen und von drückenden Träumen besetzt ist, wäre ich dieser Tage sowieso kein Diskussionspartner wie man ihn haben möchte.

Mach dich auf, runner, to run away. Draußen empfängt dich Morgenröte -, des Dichters Gespielin.


Vorlesefunktion  kropka antwortete am 26.07.07 (15:10):

runner, was ist los?
Du weißt nicht was Du willst? (she: "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera)
Warum auch noch Du bedrückst mich, bedrückst meine Stimmung in diesen durch Tod und Krankheiten überschatteten Tagen? Ich kenne dich nicht, doch sage: wer so sehen, denken, schreiben kann wie Du, der setzt auch a l l e s in Bewegung und.. publiziert.. und verkauft.. und träumt glücklich.. und ist glücklich! :-)
Das wünsche ich, das erwarte ich von dir, runner.

Mach dich auf, runner, - ruft heiter eine 'Windsbraut' - to run der Sonne entgegen!


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 26.07.07 (18:45):

mir fällt heute keine heitere Geschichte mehr ein und gewollt muss ich ja nicht schreiben.
Wo ist Lola, frage ich mich ?


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 26.07.07 (19:22):

Hallo Kropka,

es ist gut wenn jemand in seiner Kindheit ist schon durch die Hölle gegangen. Alles anderes scheint einem sehr heiter zu sein, das Leben an Asfalt ist herrlich, die Enttäuschungen spielen keine Rolle mehr, man geht durch das Leben wie ein Fakir. :O))))).
Trotzdem kann ich mit Dir intenisv fühlen, das ist mir noch geblieben.
Eher jagt mir Angst der Gedanke einem 100m hohen Tsunami nach einem Meteorit Schlag auf die Erde. Stellte mir heute x mal vor, horrroooor, die lange Minuten vor der Näherung einer Wasser Welle welcher reicht bis der Himmel, könnte in sich die Angst der ganze Universum haben, Gott schützt uns davon.

Grüssle

Nasti


Vorlesefunktion  runner antwortete am 08.08.07 (12:38):

Runnend entdeckte ich kürzlich eine große Wiese, die eigentlich wieder einmal hätte gemäht werden müssen. Am Rand stand ein Schild mit der Aufschrift „ST“ -, was wohl soviel heißen mochte wie „Sorgen-Traufe“. Unterhalb dieser beiden Buchstaben war zu lesen: ‚Der Verein hat in einem klassischen Bereich hunderte eingetragene und davon vier aktive Mitglieder - sowie zwei Gäste.’ Auf der Wiese befand sich zu dieser Zeit niemand: es war wohl noch zu früh am Morgen. Ich betrat nun die Grasfläche und fand sie unterteilt in allerhand Areale, an denen jeweils ein erklärendes Schild aufgestellt war wie etwa „Kunst- und Literatur-Forum“, „Spielwiese“ oder „Biologie: Tiere und Pflanzen“. Zentral gelegen sah ich eine Art flächiges Regierungsgebäude mit dem Schild „Politik & Gesellschaft“. Mich interessierte am meisten der Biologie-Bereich. Aber betreten konnte ich ihn nicht: eine unsichtbare Maschine verlangte von mir eine Legitimation, die ich mir erst hätte beschaffen müssen.

Die Wiese hatte ziemlich viel hellblaues Gras, was nicht so sehr meinen Farbwünschen entsprach -, aber häßlich sah es nicht aus. In jedem Areal lagen große Findlinge, und beim Nähertreten sah ich eingeritzte Texte, die wohl von den aktiven Mitgliedern stammten. Viele Worte waren es nicht, und nicht alle erweckten mein Interesse, mehr davon zu lesen. Um das gesamte Areal herum gab es allerhand Werbe-Plakate nach Art solcher, wie man sie an den Spielfeld-Rändern von Fußballplätzen finden kann. Wem – wie mir – der Ausdruck „Forum“ nicht so sehr behagte (mich erinnerte es heftig an Rom), der konnte sich in einem besonderen Gemach beschweren, wurde dort jedoch nochmals einer strengen Personen-Kontrolle unterzogen. Ich verzichtete darauf hineinzugehen: Gemecker mitzubekommen hätte mir die Laune für den ganzen Tag verdorben.

In einem frisch gemähten und sorgfältig gepflegten Bereich konnte man erfahren, daß an dieser Stelle vor nicht allzu langer Zeit eine „Community“ entstanden sei. Was auch immer das ist. Ich nahm an, daß es sich um Räumlichkeiten der gehobenen Gesellschaft handele. Durch ein Fenster konnte man sehen, wieviele und welche Personen sich in den Räumen aufhielten, und große Leinwände übertrugen ihre Gespräche für den, der hier kein eingetragenes Vereins-Mitglied war. Nun ja, auch die Elitären unserer Gesellschaft sind nicht frei von Streitereien. Insofern unterschied sich dieser Bereich nach einigem Hinsehen auch nur unwesentlich von den anderen.



Dann runnte ich weiter.
Was es doch alles gibt, dachte ich.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 08.08.07 (18:42):

Das dachte ich auch und runnte quer durch diese Wiese, die wirklich irgendwann hätte gemäht werden müssen. Das Gras ging mir bis über die Kniekehlen, Milben zerstachen mich, Zecken blieben an der Hautoberfläche - ich bemerkte sie noch nicht, da ich total mit meinem Kopf beschäftigt war. Runnen kann ich per reflex aber denken nicht. Ich beschäftigte mich damit zu erklären, dass der Wolf ein Wolf ist - auch polnisch startete ich einige Versuche, die aber im Sande verliefen. Als ich die Wiese durchquert hatte traf ich auf einen anderen runner, der aber nur das runnen im Sinn hatte, starr vor sich hinsah und den Puls fühlte. Mir schlug das Herz ebenfalls bis zum Hals, aber ich war mir sicher, dass das meinem Puls nichts ausmachen würde und lief weiter, bis ich auf einer Bank eine Dame sah, die ganz vertieft an einer Rose roch und dadurch ebenfalls anzeigte, dass Gespräche nicht erwünscht waren. Herzhochschlagend runnte ich weiter, weiter und weiter bis am Ende jemand stand der malte. Da endlich blieb ich stehen und guckte zu und da konnte ich sprechen - über das Leben über diese komischen Schilder und Einteilungen und natürlich auch über den Wolf.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 11.08.07 (06:11):

runnend erlebe ich die Welt, sage Füchsen und Hasen 'Guten Morgen' - und ziehe bei solchem Regen wie heute nur die Kapuze tiefer über die Stirn.