Zur Seniorentreff Homepage
Google
Web  ST 

Aktuell Grußkarten ChatsPartnersucheFreundeKleinanzeigenLesenReisen ShopHilfe



Archivübersicht

Vorlesefunktion den ganzen Text zum Thema vorlesen

THEMA:   Twittern

 40 Antwort(en).

nasti begann die Diskussion am 01.08.07 (11:00) :



Wer möchte zwitschern nur so ohne Grammatik und Stilistik?
Gestern troff ich der Herr an Autobus stelle welcher so denkt und spricht wie ein freier Vogel , er sagte das er verpasste das Zug nach München wo einen Vortrag stattgefunden hatte über Georgien.
„Was hast du zu tun mit Georgien?“ fragte ich Ihm russisch, er ist ein Deutscher. Er könnte nicht russisch und behauptete das seine Vorfahren stammen aus Georgien.
„Hast du so Beweise oder watt?“ fragte ich wieder. „Ja“---„mein Gesicht, mein Gefühl“ mehr nicht, aber das ist genug, und auch Stalin stamm aus Georgien.
„Stalin ist mein Vater gewesen“ sagte ich Ihm, „der Dzjugaschwilli“. Seine Augen funkten sofort, er sah das ich mit Ihm auf eine Welle bin momentan, „wie denn? „ Fragte er, „ er hatte nur eine Tochter gehabt.“
„Schon in Kindergarten waren für uns Filme in Kino gezeigt mit Stalin, und Kakao mit Kuchen bekommen, war gesagt das er ist unser Vater, er schickte von Russland zu uns das Kakao und süße Kuchen.“ sagte ich. „Und er war so ein liebevoller Vaterchen, gibt uns essen,
in Kino streichelte er unten blühende Bäume die Kinderköpfe.“
Wir Kinder liebten Stalin, obwohl mein Großvater hätte eine Maschinengewähr, dann killte ihm lieber ab.
„Mein Stiefvater sah genauso aus wie Stalin“ erzählte ich „und nach paar Jahren beide fielen von der Sockel, eine Welt brachte in mir zusammen .In Sadam Husein habe ich beide Terroristen und Mörder erkannt, der Stalin und mein Stiefvater sahen genauso aus wie Sadam.

„Ich werde nach Georgien fahren müssen“ sagte der Mann, finden die Knochen von meiner Vorfahren“.
„Das kann dich aber viel kosten, die Ausgrabungen durchführen“ fügte ich zu, ich weiß es dass er total pleite ist, ein ehemaliger Kunstmaler, lebe von sozialen oder kranken Renten oder so etwas
„Tja,“, macht nichts“. „Wie alt sind die Knochen schon? „ fragte ich. „So Million Jahre alt!“
Da sah ich genau das er wider spinnt, er wüsste es nicht wo er wohnt so genau, gestern ist umgezogen. Ob er wirklich verrückt ist weiß man nicht, manchmal spricht er wie ein Diplomat.
Das zwitschern hat uns wohl gut getan, seine Augen funkten das er so eine gute Gesprächspartnerin gefunden hatte, möchte meine angebliche „ langweile“ mildern und mich besuchen.
Wie gewöhnlich habe ich Ihm kein Antwort gegeben zu der Thema. :_O))), zwitschern so o la la gefiel mir besser als ein Treff.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 01.08.07 (18:33):

B i t t e s e t z e n !
In der vorigen Woche fuhr ich nach Berlin, um mit meinem Vater auf den Friedhof zu gehen. Er hat das gern wegen der emotionalen Wärme und auch, weil er alleine Angst hat. Es ist nicht so, dass er sich vor den vielen Gräbern fürchtet, nein eher vor den noch Lebenden, die, wie man gelegentlich liest, alte Menschen um ihr Portemonnaie erleichtern. Wir nahmen wie gewohnt den Eingang Wasmuthstrasse, der meistens in der Sonne liegt und anheimelnder wirkt, als die anderen Eingänge.
Hier gibt es auch keinen Hauptweg, sondern eine Wiese über die jetzt die Eichhörnchen springen. Rechts und links befinden sich breite Pfade, wie immer nahmen wir den linken. Nach etwa 100 m sah ich in der Ferne Stühle stehen, nein, es waren eher Sessel, alle hatten Lehnen, sie waren mehrmals zu zweit angeordnet, standen sich gegenüber, drehten einmal die Sitzfläche nach Norden und umgekehrt. Der Nebel hing noch zu tief. Vater sah noch gar nichts aber ich konnte den Blick von diesen vielen und andersartigen Stühlen nicht mehr abwenden und erhöhte das Schritttempo ganz automatisch, erst an Vaters Atem merkte ich, dass ich zu schnell geworden war. Was sollte das bedeuten – es sah aus, als ob man eine Möbelmesse nach außen verlegt hätte. Ich suchte die Bäume ab, dachte an“ versteckte Kamera“ oder wollte irgendein Marktforschungsinstitut hier eine Statistik erheben, wer setzt sich ? Mehr Alte als Junge? Mehr Frauen als Männer? Nein, das würde ja sowieso zu keiner klaren Aussage führen, denn bekanntlich gehen Frauen mehr auf Friedhöfe und zwangsläufig gehen Alte mehr als Junge. Alte Frauen sind doch meistens die, die überbleiben und die kämen ja als Käufer für diese modernen Stühle überhaupt nicht infrage. Eine Kunstausstellung – das ganze ein Objekt – eine Performance, wenn man die sich Setzenden dazuzählte ? Oh, dann wäre Vater jetzt ein Bestandteil, der hatte es sich nämlich schon längst gemütlich gemacht, er fand die ganze Sache komisch aber nicht befremdend, schließlich saß er bestens. Aus beruflichen Gründen musste ich am Abend wieder fahren – nachlesen im Tagesspiegel hatte nichts ergeben – aber Vater versprach, der Sache auf den Grund zu gehen. Bei jedem Anruf erwähnte ich die Ausstellung und erinnerte ihn – aber überall wo Vater sich erkundigte, erhielt er nur Gelächter. Gleichaltrige lachten nicht aber sie staunten ungläubig. Es schien ganz so, als ob diese wunderbaren Sitzgelegenheiten nur für uns existent gewesen wären. Ich bin gespannt auf nächstes Jahr, vielleicht sehen wir dann Tische in allen Variationen.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 02.08.07 (11:09):

Hi Wanda!

Aus aktuellen zeit ist die Geschichte? Oder aus der Vergangenen? Lebt noch dein Vater?
Schade das du kein Fotoapparat hattest dabei, das wäre eine sehr gute Foto für die Performance. Kann ich mir ganz lebhaft vorstellen.

Mir ist immer und schon lange gesagt worden dass ich mit meine Vermutungen und „röntgen“ Augen sehe mehr als nötig ist, dabei meistens das negative. Unsere ehemalige Chefin in die Künstlergruppe habe ich 3 Jahre bevor Sie erwischt war damit verdächtigt, das Sie unsere Gelder veruntreut. 3 Jahre lang haben alle an mich geschimpft und schief gekuckt, und doch hatte sie am Ende mit paar Tausend Euro unsere Kasse erleichtert, und verschwand.
Voriges Jahr habe ich für eine Kollegin und fast Freundin gesagt das Sie eine Masochistin ist, sie genießt die Operationen, obwohl Sie bei der Erzählungen wie Sie leidet unendlich und Ihr Leid ist bald unerträglich , bockte, ich habe immer das Gefühl das Sie das ganze genießt. Und wieder alle guckten mich so an als wäre ich eine Paranoia.
Gestern bei dem Cafe erzählte ich für Sie wie ich in die Sonne geschaut hatte ohne Sonnenbrillen, und seitdem habe ich einen schwarzen Punkt vor den Augen. In diesem Moment bat sich Sie an mich begleiten nach München zum einem Augen Spezialist wo Sie schon ein OP Termin hat, Entfernung des grauses Starres. Das ist Ihre schon 12-te OP an verschiedenen teilen Ihres Körpers, es geht weiter mit Renovierung des Körpers.
Sie strahlte und sagte das wir können beide zu gleichen Zeiten operiert werden in München, und ich sagte –jaaaa, obwohl ich weiß es noch nicht ob ich der grauen Starr habe :O)))), war ich noch nicht bei der Augenarzt. Wir werden zusammen 2 Tage stationiert in Krankenhaus, wird nicht langwellig, ole-ola es wird operiert, Sie hat mich mit Ihre Freude angesteckt, angeblich könnte ich ohne Brillen danach existieren.
So gezwitschert…..
...... und dabei gelernt das wir alle Macken haben ganz verschiedene Art, besser ist da mit einverstanden sein als dagegen sprechen.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 02.08.07 (18:57):

hallo nasti, an dieser Geschichte stimmt nur der Wasgensteig und die Tageszeitung - alles andere ist eine Geschichte.
Ich hatte gerade Möbel im Kopf und warum sollte eine solche Ausstellung nicht florieren ???
Auf den großen Berliner Friedhöfen, die wie Parks sind, ließe sich vieles ausstellen und ich denke, die dort Liegenden hätten nichts dagegen.
Schöne Sachen, wie Antiquitäten, Bilder oder ganz besondere Sachen ließen sich dort gut präsentieren. Dann käme ein bisschen Leben dahin und Abwechslung.
Der Handel - also das Geld wechseln usw. - das könnte man ja dann aus Pietät vor dem großen Tore machen.
Ach, vieles liegt so brach, das ist ein Jammer, das anzusehen.

Für den Fall, dass Du Dich mitoperieren lässt, sag vorher Bescheid, ich könnte die Daumen drücken ......


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 03.08.07 (10:34):

Die Friedhöfe waren immer mein Heimat, so morbide war ich schon in Kindheit, bestimmt nicht ohne Grund.

Mein Friedhof war meine Heimat seit ich so 7 Jährige geworden bin bis so 25 , danach hörte es auf.
Durch die gemeinsame sehr lange Garte des großes Hofes von 8 Familien wo wir wohnten nach Ausbombardierung unseres 2 Etagiges Hauses könnte ich an Friedhof landen als Kind.
In Zaun einen Loch gemacht und sofort war ich bei der Grab meines Vaters, das Grab befand sich gerade dort. Ich dachte er lag schon ewig dort, und das waren nur 8 Jahre vergangen, war ich 1 Jährige wenn er starb. Meine Name habe ich an Grab gelesen—Gyurak—das wärmte mein Herz und ich versprach Ihm das seine Name wird nie sterben.
Jeden Tag begrüßte ich Ihm, und das war die Quelle meines Glücks am Friedhof, da hatte ich in die Reihe meines Vaters befreundete Soldaten von 2. ten Weltkrieg an Fotos, und alle haben mich mit einem freundlichem lächeln begrüßt, wirklich, ich fühlte mich an Friedhof wie in Paradies.
War ich an der Flucht von unserem Wohnung wo mein Stiefvater herrschte, er sah aus wie Stalin und Saddam Hussein, zuletzt habe mich auch in der Nacht an Friedhof aufgehalten wo mich die Polizei 2-mal gefunden hatte. Meine kleine Freundin Susa müsste mein Aufenthaltsort unten Bedrohungen und Schläge verraten, so war ich dann gefunden.
Die Geister am Friedhof waren meine befreundeten sehr liebevolle Wesen, nur die lebendigen können etwas antun war mir schon klar.
In Sommerzeit lag ich zwischen 2 Gräber in Graß und las ich Bücher, fühlte mich sehr geborgen. Diese Zeiten sollte ich auch irgendwie verarbeiten, keine alltägliche Geschehnisse, sehe ich das jetzt in altere Jahre zurückblickend, ich habe das abnormale normalisiert, und das tue ich weiterhin in anderen Form.

Und das ist nicht erfunden, wahr getwittert……


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 03.08.07 (17:17):

hallo nasti - der Begriff "twittern" ist mir fremd, ich kenne nur pottern, aber jetzt gehe ich davon aus, Du möchtest etwas reales erzählt haben.

Auf meiner Terrasse steht ein blauer Liegestuhl, da sein Gestell aus Aluminium besteht, kann er stehen bleiben, also ich muss ihn nicht abends zusammenklappen und wegräumen.
Auf diesem Liegestuhl möchte ich manchmal ausruhen. Vogelstimmen, Blätter die rauschen, eine Melodie, die von irgendwo herüberschwappt sind alles normale Geräusche, die mich nicht irritieren. Seit drei Tagen höre ich aber ein Rascheln aus einem Sack, der Erde enthält und unter einem kleinen Tisch verborgen steht. Es ist eine Tüte Blumenerde, die gleich platzte und die ich deshalb noch einmal mit einer Plastiktüte ummantelte. Ich konzentrierte mich auf das Rascheln und von Mittagsruhe konnte keine Rede mehr sein. Kann das der Wind sein ? dachte ich oder ein Vogel, eine Maus und dann hielt ich es wieder für belanglos und es störte mich nicht mehr.
Heute habe ich mich mit einem Besenstil bewaffnet der Tüte genähert, vorsichtig daran rumgestochert, aber es sprang mir nichts ins Gesicht.... Da holte ich den Sack nach vorne und nahm den Erdsack aus der Tüte und da sah ich einen Schmetterling unten liegen, er wirkte wie im Koma und ich nahm in mit der Hand ganz vorsichtig heraus, setzte ihn auf die warmen Steine und da kam er wieder zu sich und flog davon.....


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 04.08.07 (11:37):

Hallo Wanda,

Du hörst den Schmetterling Geruch? Muss du sehr guten Gehör haben und eine unendliche Ruhe auf Balkon.

Zwitschern nach meiner Meinung nach niederschreiben das, was kommt in Dein Kopf plötzlich, ohne Überlegung. In neu ST war schon damit angefangen, / nicht meine Idee/ gefiel mir sehr, sogar in ganzen Welt üben die Leute das twittern.


Totentänze.

Für ein
Toten in Gesellschaft -welche Pein.
Sich lebend und beseelt zu geben!
Jedoch, für die Karriere muss man leben,
Da Knochenklappern Darf nicht hörbar sein……

Nacht. Alles schläft. Dem Sarg entsteigt ganz leise
Der Tote, geht zum Bank, und zum Gericht……
Die Nacht ist weiß, und schwärzer ist das böse,
Die Federn kratzen stolz und feierlich.

Tagsüber schreibt der Tote mühsam reden….
Und nach getaner Arbeit flüstert er,
Vor dem Senator fährt zum neunen Unsinnstaten
Ein heftig knarrendes Taxomobil.

Mein müder Freund, wie seltsam ist das ganze,
Mein müder Freund, das Grab ist kalt und trüb,
Schon Mitternacht. Sie haben mich zum Tanze N.N. geladen,
die in Sie verliebt….

Ein fremder Klang in ihren Ohren liegt:
Die Knochen klappern unablässig.
----
Ein gekürztes Gedicht von Alexander Blok, mein russischen Lieblings Dichter, er war das verkörperte Schönheit, ein Apollo, er schrieb so theatralisch das er gefragt war: „Bist du ein Künstler oder Marktschreier?“
Nach seinem elenden Tote /nach d. Revolution lassen Ihm die Kommunisten verhungern/ bis jetzt gehört er zum dem beste klassische Dichter der Welt.

Wie ich stelle fest, du fühlst sich an Friedhöfe auch geborgen, schließlich ist diese klassische ST auch ein Friedhof. :O)))))


Vorlesefunktion  runner antwortete am 04.08.07 (15:19):

"schließlich ist diese klassische ST auch ein Friedhof" von nasti


Dazu frei nach Bill Clinton:

Der hiesige Webmaster ist wie ein Friedhofsverwalter: er hat eine Menge Leute unter sich, aber keiner schreibt etwas.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 04.08.07 (16:08):

nasti, ich hatte mir überlegt, dass wir ja auch eine Briefgeschichte schreiben können, runner es ist gut, dass Du wieder da bist, aber davor hatte ich nicht mit Dir gerechnet und da dachte ich Nasti und ich, wir könnten ein Liebespaar simulieren, dass sich gerade kennen lernt, oder kennen lernen möchte. Einer spielt den Mann, einer die Frau. Zu dritt könnten wir natürlich auch so etwas machen, evtl. eine Dreiecksbeziehung, oder aber eine Mutter, die ihren Sohn nicht loslassen möchte, also alles in Briefform. Möglicherweise ist das eine Schnapsidee aber ich bin total nüchtern. Vorigen Herbst hatte ich so etwas Nettes mit einem Mann und wir erzählten uns alles in Haikus, aber das ist karg, da gibt es nicht viel zu lesen.
So, jetzt habe ich wohl getwittert und jetzt schau ich mir den russischen Dichter an. Euch beiden ein schönes WE.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 04.08.07 (16:19):

nast - danke und hier für dich



Im Restaurant
Ich vergesse es nie (er mochte nun sein oder nicht,
Dieser Abend): das Dämmern im Fernen
Verbrannte und weitete blass die himmlische Schicht,
Und im gelblichen Dämmer – Laternen.

Am Fenster saß ich im prallvollen Saal.
Streicher sangen ein Liebeslied.
Eine Rose, tiefschwarz, sandt' ich dir im Pokal
Von Gold, wie der Himmel, voll mit Ay.

Du schautest. Ich hielt, zwar verwirrt, doch erfahrn
Deines Blicks Arroganz, und verbeugte mich tief.
Du sagtest, an den gewandt, der bei dir war,
Absichtlich spitz: »Auch der ist verliebt«.

Zur Antwort erschollen die Saiten und lachten,
Es sangen die Streicher entbrannt...
Doch du warst bei mir voll junger Verachtung.
Nur spürbar am Zittern der Hand...

Sprangst auf, wie ein ängstlicher Vogel zum Himmel,
Und gingst vorbei, wie mein Träumen so leicht,
Es seufzten die Düfte, es träumten die Wimpern,
Erregendes flüsterte Seide.

Aus der Tiefe der Spiegel warfst du mir Blicke
Und schriest noch im Werfen: »Fang dies!..«
Doch die Halskette klirrte, jemand tanzte bestrickend,
Die Dämmerung kreischte ein Liebeslied.

19. April 1910



Alexander Blok


Vorlesefunktion  runner antwortete am 04.08.07 (16:32):

"Nasti und ich, wir könnten ein Liebespaar simulieren, dass sich gerade kennen lernt" von wanda

"Simuliert" und zwitschert nur weiter -, ich störe Euch nicht.
Nur: da ich mir noch immer Beiträge von hier mailen lasse, las ich, was nasti vom "ST-Friedhof" schrieb und fand es witzig. Billy fiel mir ein, und ich mußte 'mal schnell um die Ecke lugen.

Bin dort, wo ich "fremdgehe", in sehr interessanten - insbesondere philosophischen - Diskussionen voll beschäftigt.

Euch hier im "wanda-nasti-Treff" wünsche ich fröhliches Tirilieren.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 04.08.07 (22:17):

Hi Runner,

du störst uns nicht
wenn du hier reinguckst,
jeder hat Recht sich das finden was Ihm auch interessiert,
ich bin mit „realen“ beschäftigt, und das heißt das ich male oder mit Messer schneide in Holz und Linoleum oder in Stein zeichne ich /Lithographie/ ganz „reale“ Dinge, eine echt „reale“ Arbeit, am ende ist das 3 dimensional , kann man anfassen, ausstellen, und verkaufen manchmal auch die Dinge,
das heißt
das ist eine REALE Arbeit auf Basis der totalen Phantasierungen,
viele „Künstler“ verblöden dabei, nicht jede Künstler ist ein Philosoph,
obwohl es waren und auch sind einige,
aber die beste könnten nicht mal flüssig sprechen, und einige stottern sogar.
Der Webmaster ist nicht schuld daran das hier ist ein Friedhof, die Menschen sind wie die Wölfe, fühlen Sie sich in Rudel geborgen,
und immer finden sich auch so einsame Wölfe sehr gern durch die Friedhöfe rennende,
und ich frage ob die Promis brauchen die Philosophie?
Ich glaube Sie kommen sehr gut aus auch ohne, obwohl die Koketterie mit Philosophie sehr gut tut, Sie lassen die Bücher für die anderen schreiben mit gute Philosophische Kentnissen in seinen Namen, das Geld dazu ist da.
Ich wünsche Dir gute Unterhaltung mit Philosophierenden Chatter , wir twittern hier nur so wie uns die Schnabel ist gewachsen, es ist nicht unsere Hauptbeschäftigung, für uns ist das wie Frühstücken :O)))) auf Balkon.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 04.08.07 (22:33):

Hi Wanda,

mit Briefgeschichte habe ich keine Erfahrungen, wenn du so anfangst, werde ich kapieren wie es geht.
Vielleicht wird mir etwas einfallen , Gedichte in Deutsche Sprache kann ich überhaupt nicht kreieren, dazu fehlt mir das Wortschatz.
In ungarische und slowakische Sprache habe ich einige Gedichte geschrieben in jungen jahren, unglaublich, ich habe Sie alle hier noch, nicht übel, denke ich jetzt nach so viele Jahre, ich hatte bischen Talent dazu gehabt.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 05.08.07 (06:31):

"Der Webmaster ist nicht schuld daran das hier ist ein Friedhof" von nasti

Lach, nasti,
das habe ich auch nicht behauptet.

Ich habe lediglich einen Spruch von Bill Clinton etwas abgeändert, der da lautet:

'Ein Präsident ist wie ein Friedhofsverwalter. Er hat eine Menge Leute unter sich, aber keiner hört zu.'

Und letztlich ist auch ein Friedhofsverwalter nicht schuld an dem Friedhof, auf dem er arbeitet.

*****
Wenn man gelegentlich 'mal in die neue "Community" schaut, tummeln sich dort zu jeder Stunde tatsächlich eine Menge Lebewesen. Aber ob das alles Wölfe (im besten Sinne) sind?


Vorlesefunktion  kropka antwortete am 06.08.07 (00:22):

Hallo Rotkäppchen Nast ;-)

ich habe etwas für Dich gefunden, zum lesen, auch zum hören, wenn magst?
Niemals wird eine Übersetzung das Original ersetzen (manchmal wird es aber besser als Original hi hi ..)
Gerne hätte ich Deine Gedichte gelesen, nie habe ich welche geschrieben, als Kind aber ein paar Preise für das Vortragen bekommen.. Ja, ja, Theater liebte ich schon immer :-)

Hier "mein Dichter":
Sergej Esenin (1895 – 1925)
* * *
Auf Wiedersehn, mein Freund, auf Wiedersehn!
Du bist, mein Liebster, noch in meiner Brust.
Der vorbestimmt war, sagt, der Scheideweg,
Dass eine Neubegegnung kommen muss.

Auf Wiedersehn, mein Freund, nicht Wort und Hand,
Zerfurche nicht vor Trauer dein Gesicht, –
Im Diesseits war das Sterben längst bekannt,
Und, wirklich, gar so neu ist leben nicht.
1925
(deutscher Übersetzung von Eric Boerner).

http://home.germany.net/100-163279/illeguan/esenin3.htm
http://home.arcor.de/berick/illeguan/index.htm

Sergej Jessenin (1895-1925)
Freund, leb wohl. Mein Freund, auf Wiedersehen.
Unverlorner, ich vergesse nichts.
Vorbestimmt, so wars, du weißt, dies Gehen.
Da's so war: ein Wiedersehn versprichts.
Hand und Wort? Nein, laß - wozu noch reden?
Gräm dich nicht und werd mir nicht so fahl.
Sterben -, nun, ich weiß, das hat es schon gegeben
doch: auch Leben gabs ja schon einmal.
1925
Übersetzt von Paul Celan
Literatur: Russische Lyrik. Gedichte aus drei Jahrhunderten. Ausgewählt und eingeleitet von Efim Etkind; Serie Piper 1987
http://members.aol.com/maxstasch/jess17.htm

Sergei Yesenin
The Last Poem

Good-by, my dear, good-by.
Friend, you are sticking in my breast.
The promised destinies are weaving
the thread from parting to a meeting.
Good-by, my dear, no hand or word,
Do not be sad, don't cloud your brow,
To die - in life is nothing new,
But nor is new, of course - to live.
(1925)
http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/RUSyesenin.htm

http://it.wikipedia.org/wiki/Sergej_Esenin
http://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Alexandrowitsch_Jessenin
http://commons.wikimedia.org/wiki/Sergei_Yesenin?uselang=de

Internet-Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=RapXktmkh88


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 06.08.07 (09:30):

Guten Morgen Euch allen, kropka, gerade habe ich Deinen link gespielt und mich so sehr an Sibirien erinnert gefühlt. Danke und ich bewundere Dich, dass Du sowas alles kannst, also das raussuchen u´nd auch einstellen.
Nasti, die Idee mit den Briefen ist wahrscheinlich doch nicht so prall, weil man dann alle anderen ausschließen würde. Es sei denn, das alle mitmachen, aber das ist wieder zu gewollt und zu verpflichtend. Deine Twitterei ist wahrscheinlich sozialer oder was meinst Du ?


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 06.08.07 (10:52):

Hi Wanda

keine Ahnung, habe ich null Erfahrungen mit Rollen Spiel, für Theater nie eine besondere vorliebe gehabt. Und auch keine Schauspielerin Ambitionen. Kann sein das ich das kann. :O)).
Twittern kann man immer, die Vogel wie Sie so zwitschern kann ich gut nachvollziehen.

Kropka lief

auch manchmal gerne durch den Friedhof, die Dichter sind nicht tot, die goldenen Stäube in Luft in Altweiber Sommer ist Beweis dafür das Sie weiter leben.
Mit Jesenin komme ich letzte Zeit nicht klar, Ihm habe nur in original gelesen und war ich als junges Mädchen begeistert. Jetzt habe ich das Buch wieder, eine Schwiegertochter Kandidatin aus Russland hat mir das hergebracht. Die Texte verstehe ich nicht so gut wie früher, besser gesagt habe ich russisch fast vergessen, ich finde den Reiz nicht wieder.
Apropo, jetzt habe ich eine arabische Schw. Tochter Kandidatin und ein Geschenk, eine Glas Pyramide aus Kairo. Die vorige war eine Polin, hatte schon 2 Gedichts Bücher in Berlin herausgebracht, Sie gefiel mir wahnsinnig gut das Mädchen, aber war auch Schluss mit die Liebe, manchmal frage mich was ist mit meinem jüngerem Sohn los?
Macht er lebendige Experimente mit verschiedenen Nationalitäten? Das Problem ist, das die Mädchen möchten Ihm heiraten, und er flüchtet wie mit Biene gestochen, möchte gar nichts hören über ein Heirat.

A. Puschkin

Liebesgedicht

Я Вас любил:Я Вас любил: -
Ich liebte Sie любовь еще, быть может,
В душе моей угасла не совсем;В душе моей угасла не совсем;
-
erlösch in meiner Seele nicht

Но пусть она Вас больше не тревожит;не тревожит; -
bekümmern
Я не хочу печалить Васпечалить Вас -
Sie traurig machen ничем.

müsste ich der Text kürzen


1829
Ich liebte dich; und liebe wohl noch immer,
Denn ganz erstarb's in meiner Seele nicht;
Doch möge dies Gefühl dich nicht bekümmern;
Ich stellte es nicht gern in schlechtes Licht.
Ich liebte schweigend, ohne Zuversicht,
Von Schüchternheit, von Eifersucht gequält;
Ich liebte dich so innig und so zärtlich,
Gott mit dir, wird der andre so beseelt.
(Übersetzung von Eric Boerner.)


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 06.08.07 (11:19):

Huhu Kropka,

gerade habe ich das Lied von Jesenin gehört, was du reingestellt hattest. Sage ich immer auch! Die Russen haben die KULTUR in Knochen, so romantisch klingt, schon wieder habe ich Ihm, der Jesenin verstanden,
außerdem die Landschaftsbilder Video Fotos erinnern mich an Levitan, mein Lieblings Maler. Muss ich immer nachdenken, wie kommt das das die Russen sind ein angeborenes Kulturvolk?
Ich sagte zuletzt an einer Vernissage –„Die sibirische Schamanen“ für den russischen Professor an Uni dass die 70% Russe in Russland schreibt Romane oder Gedichte, nach die neuste Statistik. Er bekam deswegen Lachanfälle, das Licht ging aus und ich flüsterte in Professor Ohren weiter:
„Dass ist die Rache der Sibirischen Schamanen“, und er lachte so stark, das der russischen Studenten galoppierten zu Ihm und brachten für die mit tränen lachenden Augen ein Tempotaschentuch.
„Wer ist die Frau? „ Fragte er stark lachend meine fast Freundin, eine begeisterte Sibirien Besucherin, die Organisatorin des Ausstellunges. Dann zu mir: „Sind Sie auch eine Russin?“
Das weiteren Gespräch verlief sehr Hap


Vorlesefunktion  runner antwortete am 06.08.07 (15:37):

Hallo Ihr Damen, wie ist das mit Euch?

Sollten wir uns nicht in den nächsten Tagen in Bonn treffen
zur Ausstellung „Rußlands Seele“ in der Kunst- und Ausstellungshalle der BRD?

Internet-Tipp: http://www.bundeskunsthalle.de


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 07.08.07 (08:42):

oh ja, so etwas spontanes mag ich - am 16.8. kann ich nicht.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 07.08.07 (09:05):

Schade Runner

Für die Ausstellung, nur im September bin ich in NRW, den ganzen August Zuhause direkt, meine eigene Erziehung zum Geduld üben.
Ich hatte das in Visier, inzwischen besuchte ich ganz andere Ausstellungen und Bonn vergessen, die Informations- Quellen sind gewaltig groß.
Ende August ist die Ausstellung schon vorbei. Jeder Maler welcher stellt aus kenne ich aus Bücher, einige habe ich und Tretjkakow Galerie auch. Die Russe waren eigentlich meine Vorbilder. Russisch lernen war in Schule ein Zwang, 17 Jahre lang müsste mich mit die russische Kultur beschäftigen, und am ende habe mich in die Kultur verliebt. So ist das manchmal mit Zwänge.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 07.08.07 (09:19):

Hi Wanda!

Fang mal an mit die Briefgeschichte, vielleicht kann ich auch Rollenspiel mitmachen.

"...in meiner Ehe war alles tot. ....Schon seit Jahren....Ich weiß auch nicht, wieso....Oh, doch, ich weiß es....
Es ist das zweite Gesetz der Thermodynamik. Früher oder später wird alles zu Scheiße."

Woody Allen

auch mein lieblings literator, von Ihm habe ich schon Drehbücher gelesen

Und auch von Jasmina Reza, Sie ist auch nach meinem Geschmack.

Leider viel lesen habe ich wenig Zeit.


Vorlesefunktion  kropka antwortete am 07.08.07 (12:06):

Liebe Wanda Runner Nasti:
Spontan gerne aber doch nicht auf diese 999 km Entfernung!.. Ihr seid doch am A.... der Welt :-) und ich morgen schon ab 7 Uhr unterwegs Richtung Schweiz. Dann in ca. 2,5 Wochen Berlin Abschied von George Tabori. Im September gerne, im September könnte ich es mit Kassel verbinden. Habe wegen der ev. Verlängerung dieser Ausstellung nachgefragt. Mal sehen.

Wanda: Die Idee mit den Briefen ist sehr gut uns sozial auch, jeder kann sie schreiben wer mag und Lust + Zeit dazu hat.
Bitte bewundere mich nicht. 'raussuchen' – 'einstellen' ist kein Problem. Du tippst www.google.de und dann das gesuchte Wort. z.B. 'Jesinin' oder 'Katyn' oder 'Sibirien' usw. Das Problem ist die Zeit. Du musst das alles rausgesuchte auch genau LESEN...
Apropos 'Sibirien': Mamas Schwester wurde im 2. Weltkrieg dorthin 'verschleppt'. Mamas Bruder wurde 1940 in Katyn ermordet, erschossen. Mit vielen Anderen. Ein Massengrab. Viele Massengräber...
http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Katyn

Friedhöfe?... Ja, Nasti.. Die ganz alten am liebsten. Engel suche ich dort.. Und die Stille. Erinnerungen?.. Schön ist
dort der 1. und 2. November. Mein schlechtester Urlaub (Lloret de Mar – Katalonien) rettete ein altes Friedhof am Camí del Repos. U.a. Gräber, die von Schülern Gaudís entworfen wurden.
Und in Berlin..
Aber ich bin eigentlich viel viel lieber.. introvertiert :-)

Ist, Nasti, Dein jüngere Sohn-Experimentator auch ein Künstler wie Du? Was hat die polnische Schwiegertochter Kandidatin Dir geschenkt? Hoffentlich nicht den Warschauer Stalins Kultur Palast?


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 08.08.07 (08:19):

Liebe Marie, von Deinem Bruder erfuhr ich, dass Du ein Wahnsinns-Abi hingelegt hast, 1,8 da gratuliere ich Dir - tolle Sache. Wie Du weißt bin ich seit Januar hier in Kabul stationiert - alles kann ich nicht schreiben - allein die Tatsache, dass wir zu 6. auf dem Zimmer sind - wird dich nachempfinden lassen, wie das so ist.
Noch 10 Monate und die muss ich durchstehen. Heute ist ein Tag, an dem es gar nicht hell wird.
Hast du schon einen Studienplatz ?
Es grüßt dich herzlich Lukas

Ps. Oft und gerne denke ich an die Tanzstunde zurück.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 08.08.07 (09:24):

"Fang mal an mit die Briefgeschichte, vielleicht kann ich auch Rollenspiel mitmachen." von nasti

"Rollenspiel"?
Würde das bedeuten, man identifiziert sich mit den Briefe schreibenden Personen?
Männer werden zu Frauen und umgekehrt?

Dann könnten diese Briefe so recht eine bestimmte Form von Psychotherapie sein!?
Nicht ganz ungefährlich, meine ich 'mal.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 08.08.07 (10:33):

Hallo liebe Nathalie!

Heute Nacht habe ich folgendes geträumt:
Ich lebte in Russland, und war ich eine hochgestellte politische Person, wahrscheinlich ein Minister. Ein vom meinen Angestellten, ein Man hat sich auf mich verliebt. Du weiß es das ich kein Schwul bin, nicht mal in Traum, und ich lehnte Ihm ab, worauf er sehr brutal reagierte, er zog die Kopfhaut von mir ab, ich blutete wie ein Schwein.“
Danach bin ich schweißgebadet aufgewacht und sofort reifte in meinem Schädel eine Idee. Du bist die Russin meiner Träume, dein Gesicht ist Honig und Milch, deine Brüste wie kleine Tauben in meinem Hand, aber du wirkst wie ein Mann mit Peitsche auf mich so stehend, und ich weiß bescheid, das wir haben uns schon in voriges leben kennen gelernt. Der Angestellte Schwule warst du, du bist wiedergeboren wegen mich, du müsstest mich herumkriegen einfach.

Dein Heribert


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 08.08.07 (18:25):

Liebe Nasti, dein Brief ist einfach umwerfernd im doppelten Sinne...... aber es war anders gemeint. Ich hätte es sicher besser erklären sollen. Gemeint war, dass Du als gerade abiturhabende Marie Deinem Tanzstundenpartner nach Kabul schreibst. Aber nicht so etwas Gewaltiges, das haut den armen Kerl ja um, der ist gerade 20 und ziemlich am Boden.

runner, was soll daran schlecht oder gar gefährlich sein ?
Man schlüpft vorübergehend gedanklich in eine andere Figur, ob die nun männlich oder weiblich, jung oder alt ist, ist total egal . Mit etwas Phantasie ist das gar kein Problem.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 08.08.07 (19:01):

"runner, was soll daran schlecht oder gar gefährlich sein ?" von wanda

Ich habe nichts davon geschrieben, daß es "schlecht" sei.

Wo ein Rollenspiel ohne Aufsicht "gefährlich" sein könnte: dazu möchte ich mich aus Zeitmangel nicht äußern.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 09.08.07 (08:10):

hallo nasti, ich glaube wir fangen noch einmal an mit der ganzen Geschichte. Suche Du bitte die Personen aus - es muss ja kein Liebespaar sein - kann Mutter und Tochter sein, Schwiegervater mit einer Geliebten usw. usw. und dann suche bitte auch die Zeit aus, soll es in der Jetztzeit spielen, oder 1940 oder 1820 usw. und dann such Dir auch aus, welche Person Dir am meisten liegt, ich nehme dann die andere. LG wanda


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 09.08.07 (08:13):

Lieber runner, das hier ist ein Spiel, ein sogenanntes Schreibspiel, da weiß man, dass man in eine Rolle schlüpft, ohne dass man sich selbst verliert.
Kurz nach Weihnachten habe ich die Rockaby auf der Bühne gespielt. Sie stirbt dort. Mit dem letzten Ton wusste ich, dass ich lebe und ich bin. Das ist kein Problem, nur, wenn wir ausnahmsweise 2 Vorstellungen am Tag hatten, habe ich gedacht, drei mal möchte ich es nicht machen.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 09.08.07 (11:34):

wanda, unter dem terminus technicus "Rollenspiel" verstehe ich etwas anderes als "das Spielen einer Rolle" auf einer Bühne.
Solches ist natürlich ungefährlich. Man wird sich nie so weit mit z.B. der Rolle des Othello identifizieren, daß man anschließend zum Selbstmörder wird.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 09.08.07 (13:03):

Hi Wanda!

Jetzt habe ich verstanden, wir sollen beide in die Figuren reinschlüpfen. Bereitet mir das keine Sorgen, ich denke ich kann das. War mir einmal gesagt, das ich verweise sehr große Schauspielerische Talente, von einem Profi. :O))).
Ich war und ich bin mit Papier begeistert, das ist eine Besessenheit, glaube kommt auch von Kindheit, nach 2 ten Weltkrieg war ein Papiermangel bei uns, seitdem bin ich so etwas wie Papiersammlerin, ob Leinwand oder hier das Detskop /sieht nach Papier aus / ist auch egal, verschmutzen und beschmieren das Papier ist meine Aufgabe. :O))).
Nur noch eine Frage. Sollte ich in eine Figur reinschlüpfen, oder in zwei Figuren? Wäre für mich gut, wenn du die Figur gibst an, ich werde mich arrangieren nach meiner Vorstellung.
Damit muss du rechnen das bei mir gibt es keine Mitte, ich balanciere von Glück bis Unglück, bin dumm und klug, Jung und alt, reich und arm, traurig oder lustig, die Mitte in seinen feinen Nuancen entgeht mir immer.
Schön dass du Schauspielerisch tätig bist, möchte ich gerne einige Fotos aus Theater sehen, Finde ich faszinierend.
Ich bin auch ein Homo Ludens, aber ich bevorzuge so lebendige Spiele, die PC Spiele interessieren mich überhaupt nicht. Meine einige fast Freundinnen verbringen damit Ihre ganzen zeit, vielleicht ist das für etwas was ich nicht verstehe, auch gut.


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 10.08.07 (07:48):

nasti, danke und schauspielerisch tätig bin ich nur selten, meistens für Diplomarbeiten von Studenten.
Mit der Festlegung der Figuren, d.h. sie werden ja nicht festgelegt, sondern nur geschaffen, möchte ich doch wenigstens wissen, was Du bevorzugst, möchtest du lieber als Mann schreiben oder als Frau ? Vielleicht macht ja doch noch Kropka oder runner oder jemand ganz anderes mit.
Dann wäre das jetzt die letzte Aufforderung. Heute kann ich nicht mehr reinsehen, ich fahre gleich nach Hannover und bleibe da auch bis zum Abend. Habt alle einen schönen Tag. wanda


Vorlesefunktion  runner antwortete am 10.08.07 (07:57):

Einigt Euch doch vielleicht auf die Formulierung "Rundbriefe".

Da könnte jeder - wenn er will - beim nächsten Schreiben die (virtuelle) Identität ändern, was eine Riesenanzahl von "Teilnehmern" ergäbe. Für dieses magere Forum vielleicht eine - wenn auch nur scheinbare - Belebung.


Vorlesefunktion  nasti antwortete am 10.08.07 (10:45):

Hallo Wanda,

möchte eher ein man sein und lässt sich Zeit, wir MÜSSEN nicht immer twittern , vogelfrei nach Lust und Laune.
Oder wie Runner gesagt hatte, wechseln die Rollen, die Identität ändern.
Bei uns regnet pausenlos und Donau leicht steigt, wir nicht gerne Zuhause sitzende / und wir kennen uns sehr gut, viele PolitikerInnen sind auch dabei fast immer/ treffen uns heute auch bei mir in Atelier, danach Cafe nehmen wir zu uns wie gewöhnlich in verschiedene befreundetet Nachbarn Restaurants / und danach gehen wir zusammen an eine Vernissage, das ist unser Alltag. So ist für mich fast festlich wenn ich mal Zuhause bleibe ganztägig.
Viele PolitikerInnen sind auch so ähnlich ruhelose Menschen wie die Bildende „Künstler“ hier in Provinz. Unsere Kreise breiten sich fast täglich, kommen immer neue dazu, haben Sie kein Geduld Zuhause hocken. :O)))).


Vorlesefunktion  wanda antwortete am 11.08.07 (08:57):

runner, bitte erkläre doch mal, was Du genau unter Rundbriefen verstehst. Ich kenne nur den Schlagabtausch, bezw. das Ping-Pong-Spiel zweier oder dreier Personen, die aber immer ihre angenommene Persönlichkeit behalten.
Ferner kenne ich eine Art Fortsetzungsbrief, da können ganz viele dran teilnehmen.
Nast, gut dass Du schreibst, es hat Zeit, denn wie Du siehst, dauert es eben länger.
Hier regnet es auch, aber Hochwasser haben wir noch nicht.
Mein ältester Sohn holt mich nachher ab, wir fahren zu meinem Enkel, der am 22.8. für ein Jahr nach Kanada geht.
Abschiede sind immer etwas belastend.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 11.08.07 (12:25):

"runner, bitte erkläre doch mal, was Du genau unter Rundbriefen verstehst."

wanda, diese Frage habe ich mit einem neuen Thread beantwortet.

Solche sogenannten "Foren-Rundbriefe" sind ja eher eine Spielerei und gehörten daher eigentlich ins "Reise-, Freizeit- und Spiele-Forum". Aber ich habe den Eindruck, daß unsere geistigen Füße zu müde sind, uns immer dorthin zu bewegen, und daß wir lieber "allgemein" bleiben.


Vorlesefunktion  kropka antwortete am 11.08.07 (15:02):

Hmmm.. Ich dachte noch gestern Abend, als ich das a l l e s hier las, an: "Briefe die nie abgeschickt wurden"... ohne Regeln, ohne 5 x 5 usw... Aber OK! "Runnbriefe" finde auch nicht schlecht :-)


Vorlesefunktion  runner antwortete am 11.08.07 (15:20):

kropka,
es bleibt Dir doch unbenommen, einen eigenen Thread zu eröffnen über eine Methode, Briefe zu schreiben ... ohne Vorschriften, anstatt vor Dich hin zu flüstern, was Du gut findest und was nicht und daß Du irgendwem zuliebe "natürlich" alles mitmachen wirst.

Mir reicht es jetzt langsam, immer wieder neue Tipps zu geben oder neue Threads zu eröffnen mit unterschiedlichen Überschriften ..., jeweils in der Hoffnung, daß jemand Lust hat, mehr zu schreiben als es hier im Forum usus ist.

J e t z t seid Ihr 'mal dran.
Ich wünsche Euch, daß Euere Threads nicht gleich nach den ersten paar mageren Beiträgen (wenn überhaupt) wieder versacken.


Vorlesefunktion  kropka antwortete am 11.08.07 (15:32):

Runnomann, was hat Dich so verärgerrrt?! Nicht "irgendwem zuliebe natürlich", sondern Dir. Natürlich. Verstehe nicht, bin zu selten hier?.. Ich dachte Du wirst lachen, Dich freuen? Und ich flüstere viel lieber als dasss ich schreie. :-p Verzeih. Wünsche das Gleiche.


Vorlesefunktion  runner antwortete am 11.08.07 (16:04):

"Nicht "irgendwem zuliebe natürlich", sondern Dir." von kropka

Ja eben.
Völlig überflüssig.