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THEMA: Hitzeparade und Gebrauchtwagen
5 Antwort(en).
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emilwachkopp
begann die Diskussion am 17.03.08 (02:31) :
Wenn Du Deine Ur-Urenkel nicht richtig an die Kandare nümmst, denn tanzen sie Dir leicht mal auf die Nase rum. Ich weiß das deshalb so genau, weil ich damit meine Erfahrung gemacht habe. Das war kürzlich. Ich hatte wieder so einen quatschigen Film in einem Weltraumkanal gesehen. 3 satt nannte der sich. Wer denn für einen Weltraumkanal verantwortlich ist, habe ich meinen Ur-Urenkel, den Foxie, gefragt, weil der doch büschen technisch veranlagt ist. „Gott“, antwortet da der Schnösel. Wenn man solche patzigen Antworten an den Latz geknallt kriegt, denn wagt man gar nicht mehr, weitere vitale Fragen zu stellen. Ich wollte nümlich eigentlich noch wissen, wo denn das Fernsehhaus oben im All hingebaut worden ist. Das kann doch nicht frei in die Luft rumschweben. Aber wer Emil so anflatzt, der hat bei ihm erst mal verschi… verspielt, wollt ich sagen.
Aber eigentlich fing die Geschichte da gar nicht an. Die fing damit an, dass ich ins ZDF rumgeschnüffelt habe. Und das war, weil man das Programm mit meinem neuen Fernseher einigermaßen empfangen kann. Büschen vernebelt und verflackert, aber man erkennt das Bild gerade eben noch. „Hitzeparade“ hieß die Sendung. Aber das was nichts Meteorologisches, wie man es erwarten musste, sondern das war was Musikalisches. So’n büschen in Richtung Operette, bloß noch verkommener. Jedenfalls kannte ich die Stücke und die Komponisten alle gar nicht. Nur den Sprecher, den habe ich mal persönlich gekannt. Dieter Heckmeck nannten wir ihn damals immer. Der hat mir, aber das ist schon sehr lange her, da hat er mir einen Gebrauchtwagen angedreht. Da ist gleich der Auspuff von abgefallen. Und als ich bremsen wollte, weil ich den Auspuff doch nicht auf die Straße liegen lassen konnte, da hat die Bremse so blockiert, dass ich zur Windschutzscheibe hinausgeschossen bin. Na, statt Heckmeck wegen dieses leidigen Vorkommnisses anzupflaumen, hab ich den Schrotthaufen dem Sohn von meinem Nachbarn, dem Revisor Waldemar Flimmer seinem Sohn, zum achtzehnten Geburtstag geschenkt. Soll der sich doch damit abärgern, hab ich mir gesagt. Der würde die Kiste so und so in höchstens einer Woche zu Schrott fahren. Und das hat er denn auch sogar noch viel früher hingekriegt. Schon zwei Tage später hat er sich auf der Landstraße in einer Kurve sechsmal überschlagen und kam kopfüber auf einem Acker zu liegen. Sämtliche Räder waren abgebrochen, die Scheinwerfer hingen raus wie lose Fischaugen, Dach und Fußboden waren aufgeschlitzt, und Türen, Motorteile und Kotflügel lagen über den ganzen Acker verstreut, weil ihm der Wagen, um dem I das Tüpfelchen aufzusetzen, auch noch explodiert ist. „Tut mir leid, Herr von Wachkopp“, sagte er reumütig, ganz schwarz im Gesicht und mit noch hie und dort sengenden Klamotten. „Sei nicht traurig“, sagte ich. „Die kurzen, komprimierten Geschichten enthalten die beste Würze. Den Wagen bringen wir dem Heckmeck zurück, da müsste doch büschen Garantie auf sein.“ „Nun, Herr von Wachkopp, das wird … äh … nicht ganz einfach werden.“ Tatsächlich nicht! Es hat zwei Tage gedauert bis wir alle Einzelteile, die über den ganzen Acker zerstreut herumlagen, zusammen hatten. Ich nahm es damit peinlich genau, denn der Wagen musste doch vollständig sein, wenn man ihn zurückgeben wollte.
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emilwachkopp
antwortete am 17.03.08 (02:35):
Ich lud den ganzen Schrott auf einen Anhänger, spannte unseren neuen Traktor vor diesen und tuckerte in Richtung Hamburg. „Wir nehmen solche zerrupften Wagen nicht in Kommission“, winkte Heckmeck hektisch ab, als ich auf den Hof fuhr und hätte mir von diesem am liebsten gleich wieder vertrieben. „Wer Emil so ein Pulverfass andreht, der muss auch dafür geradestehen, wenn’s kracht.“ „Wie soll sich denn aus diesem Atomstaub noch erkennen lassen, was er einmal gewesen und ob er – was immer er gewesen – in unserem Unternehmen erworben ist?“ „Hier ist der Kaufvertrag.“ „Lassen Sie ihn mich bitte sehen. … Richtig, vorige Woche haben Sie hier tatsächlich einen Wagen … Ist, … ich meine, war der das?“ „Auf mein Wort.“ „Aber wie konnten Sie denn den schönen Wagen in so kurzer Zeit so scheußlich zurichten?“ „Gar nichts habe ich zugerichtet. Der Wagen hat sich selbst so zugerichtet. Der ist nümlich explodiert. Aber im Vertrag steht Auto, nicht Wasserstoffbombe. Ich könnte Euch jetzt wegen illegalem Waffenhandel anzeigen.“
Der neue Gebrauchtwagen war nach drei Tagen auch schon wieder hinüber. Wie der Rabauke das hingekriegt hat, ist mir heute noch ein Rätsel. Aber der ist irgendwie auf die Seiteplanke geraten, ist mit dem Fußboden auf dieser entlang geglitscht und hat den Wagen so in zwei Teile zerschnitten. Das mach ihm erst mal einer nach! Als die Teile auseinanderklappten, da ist er im linken Teil liegen geblieben, während der rechte die steile Böschung heruntergekullert ist. Aber er war nicht etwa tot oder verletzt, sondern er schlief den Schlaf des Gerechten. Das war, weil er doch ganz schön einen in der Kiste hatte. Aber das hat ihm die Polizei, die ihn dort in seinem halben Auto mitten auf die Straße, schnarchend aufgefunden hat, nicht verübelt. Das war nümlich damals noch alles viel liberaler als wie heute. 16 Promille waren damals die erlaubte Grenze, glaub ich, falls ich mir noch richtig erinnere. Oder waren es 1,6? Nein, 1,6 Promille können es schon deshalb nicht gewesen sein, weil das zu meiner Zeit schon morgens der normale Blutgehalt der meisten Autofahrer war. Jedenfalls der der Bierkutscher. Na, ich lass die Frage mal offen. Aber der Rabauke hatte gar keinen Führerschein. Das war der Fehler. Man soll nümlich einen Führerschein haben, wenn man solche Zicken macht. Oder man muss unauffälliger fahren, denn ist ein Führerschein nicht so wichtig.
Ich habe den Wagen nicht noch mal zum Heckmeck gebracht. Ein Wagen kann immer mal explodieren. Aber wie soll ich glaubhaft machen, dass das Auto sich selber in zwei Teile zerschnitten hat?
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wanda
antwortete am 18.03.08 (09:34):
oh Emil, es ist so herrlich, dass ich nümlich mal eine vitale Frage habe ? Darf ich das evtl. kopieren ?? Ganz liebe Grüße Wanda
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eleisa
antwortete am 18.03.08 (18:36):
Ach Emil, gerade zur rechten Zeit,um mich wieder etwas aufzumuntern...danke.
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emilwachkopp
antwortete am 19.03.08 (23:58):
Hallo Wanda und Eleisa,
eigentlich braucht man zum Kopieren meiner Texte die schriftliche Genehmigung meines älteren Bruders, dem "unterirdischen Unternehmer". Aber der muss ja nicht alles wissen, find ich. Jetzt um Ostern herum ist bei dem wull auch Hochsaison und er ist so beschäftigt, dass man ihn mit Kleinigkeiten nicht belästigen darf. Kopier darum man immer op los.
Frohe Ostern wünsche ich Euch.
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plumpudding
antwortete am 20.03.08 (21:08):
ach emil, kannste nich ein bisschen öfter schreiben ? schöne ostern
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