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Nordlicht 55 .

hat auf das Thema RE: Krieg in Israel im Forum Internationale Politik geantwortet
Nach wie vor ist kein Ende in Sicht. Das ist himmelschreiend, meine ich. 

Textauszug aus "Spiegel":


"Nach einem israelischen Luftangriff im Süden des Gazastreifens mit Dutzenden Toten sind die Aussichten auf eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln der Hamas ungewiss.
Offenbar will die radikalislamische Hamas die Verhandlungen über eine Feuerpause vorerst abbrechen. Ein ranghoher Vertreter der Palästinenserorganisation erklärte am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP zufolge, der Chef des Politbüros der Hamas, Ismail Haniyyeh, habe internationale Vermittler über die Entscheidung informiert, dass die Verhandlungen abgebrochen würden. Grund seien »die mangelnde Ernsthaftigkeit« Israels und die »Massaker an unbewaffneten Zivilisten«.
Hamas-Militärchef angeblich unverletzt

Luftangriffe dauern an

Palästinensischen Angaben zufolge wurden am Samstag durch den israelischen Luftangriff mindestens 90 Menschen getötet. Über Nacht starben mindestens 17 weitere Palästinenser durch Luftangriffe auf verschiedene Ziele in Gaza-Stadt. Mindestens 50 Menschen wurden verletzt.

»Ein präziser Angriff«

Mindestens 300 weitere Menschen seien zudem in der humanitären Zone Mawasi verletzt worden, teilte die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde mit.

 »Es war ein präziser Angriff.« Keine der Angaben ließ sich unabhängig prüfen.

Ein Vertreter des Militärs räumte allerdings in einem Online-Briefing ein, dass das getroffene Objekt in der von Israel deklarierten humanitären Zone westlich der Stadt Chan Junis im Süden Gazas gelegen habe. Das Militär sei sich aber sicher, dass sich zum Zeitpunkt des Angriffs keine israelischen Geiseln dort befunden hätten.


Der Auslandschef der Hamas, Ismail Haniyyeh, warf Netanyahu vor, mit »abscheulichen Massakern« einen Waffenstillstand in dem Krieg zu blockieren. Er forderte die Vermittlerstaaten bei den indirekten Verhandlungen – Ägypten, Katar und die USA – auf, Israels militärisches Vorgehen im Gazastreifen zu stoppen.

Alle Optionen seien offen, aber die Hamas werde »Netanyahu weder das geben, was er will, noch ihm die Möglichkeit geben, sie für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich zu machen«, wurde al-Hayya vom arabischen Fernsehsender Al Jazeera weiter zitiert.

Was wird aus den Geiseln?

In Israel demonstrierten derweil erneut Tausende Menschen für ein Abkommen, um die noch rund 120 Geiseln in der Gewalt der Hamas nach Hause zu bringen. Die Teilnehmer der Kundgebungen in Tel Aviv und Jerusalem warfen Regierungschef Netanyahu vor, die indirekten Verhandlungen zur Erzielung einer solchen Vereinbarung zu sabotieren. »Wir fordern, dass Sie aufhören, das Abkommen zu sabotieren, wir fordern, dass Sie das Abkommen unterzeichnen«, wurde die Mutter einer Geisel von israelischen Medien zitiert.
»Netanyahu macht die Geiseln fertig«, stand auf einem riesigen Transparent, das Demonstranten in Tel Aviv vor sich hertrugen. Ein ehemaliger Entführter sagte: »Ich mag nach außen okay wirken, aber der Schmerz belastet mich mehr, als irgendjemand sich vorstellen kann.« Er sei noch einer der Glücklichen gewesen, die in einem Haus und nicht in einem Tunnel gefangen gehalten worden waren. »Wenn also ich an brutalen Bedingungen und Misshandlungen gelitten habe, was ist dann mit den anderen 120 Geiseln?«, sagte der Mann."

Hamas stellt nach israelischem Luftangriff Geiseldeal infrage - DER SPIEGEL
 






 
Danke @ Lenova, dass Du dieses erneute Verbrechen hier eingestellt hast!

Deutlicher kann nicht gezeigt werden, welchen Stellenwert die von der israelischen Armee ausgewiesenen "humanitären Zonen" haben! Nämlich gar keinen!
Für den "Herrn Ministerpräsidenten" scheint die Befreiung der Geiseln ebenfalls keinen hohen Stellenwert zu haben! Er tut alles dafür, dass Verhandlungen torpediert werden.
Mal sehen, wie lange seine Bevölkerung das so noch hinnimmt...

Ich habe heute aber noch eine andere Information zur Kenntnis genommen, die ich absolut unerträglich finde:

Seit Längerem gibt es ja eine Initiative deutscher Kliniken und Ärzte, schwerstverletzte palästinensische Kinder in Deutschland zu behandeln... Das war mir bekannt, wurde ja "großartig" in den Medien bekannt gemacht und ich dachte, dass das auch geschieht.
Nun lese ich heute (durch eine Forderung der Linkspartei), dass das Innenministerium seit Monaten "aus Sicherheitsgründen" keine diesbezüglichen humanitäre Visa ausgestellt werden!
Pro Kind sollte EINE(!) Begleitperson mit reisen dürfen.. - die jetzt ein ganz, ganz unmögliches Sicherheits risiko darstellen sollen.
„Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen weigert sich das Innenministerium seit Monaten, die notwendigen Einreisevisa auszustellen. Innen- und Außenministerium müssen die Visa schnellstmöglich vergeben, um den Weg für die helfenden Ärztinnen und Ärzte freizumachen“, sagte Wissler 
Frau Möhring (Sprecherin der Linken):
„Bei den Kindern handelt es sich um schwer verletzte Kriegsopfer, die nach Verbrennungen, Schäden der Weichteile, Verletzungen des Zwerchfells, der Eingeweide, der Gliedmaßen durch Explosionen und einstürzende Gebäude nun lebensrettende Maßnahmen benötigen. Es geht also um Leben und Tod“, sagte Möhring.

Es ist gut und richtig, dass Herr Lauterbach die Behandlung ukrainischer Kinder in Deutschland zugesagt hat - da stehe ich voll dahinter!
Aber nicht nur für Frau Möhring, sondern auch für mich ist es schwer erträglich, wenn gleichzeitig eine Frau Faeser bereits bestehende Möglichkeiten für palästinensische Kinder untersagt!
Eine ziemlich rassistische Aufteilung der Menschenrechte (finde ich)!!

Katja
hat auf das Thema RE: Es ist Krieg in Europa im Forum Internationale Politik geantwortet
Entschuldige Granka, aber das kann ich mir jetzt nicht verkneifen:

"In einer Diktatur" spielt Datenschutz keine Rolle! Es gibt darin Zugriff auf jegliche persönliche Daten, weiterhin wurden Briefe gelesen, Telefonate abgehört, Pakete geöffnet, persönliches Verhalten bespitzelt  u.ä.

Nun wundert es mich doch sehr, dass Du als "stolze, schon immer freie Bürgerin" Dich von dem Begriff Datenschutz (den Juro nicht benutzt hat) bedroht fühlst...😃
Ansonsten schließe ich mich der bereits gestellten Frage an: WOMIT "bedroht" Juro Dich denn ?!

Muss ich auch auswandern, weil ich meine Wahlfreiheit nutze und mich nicht verpflichtet fühle, darüber Rechenschaft abzulegen?
Kann es sein, dass Dir "die Instrumente einer Diktatur" doch ganz gut gefallen würden?

Katja
Ach das wäre ja richtig toll! 😄
Weder in der DDR noch in Russland konnte oder kann man allerdings erfragen, wie reich die Führenden sind oder waren, oder wie krank Putin wirklich ist oder ob Putin gerade wirklich Putin spielt.
Nicht mal eine wahrheitsgemäße Antwort erhältst du, wenn du Putin oder seine Getreuen danach fragst warum er mehrere Kriege führt!
Die Antworten darauf, waren bisher nämlich alle gelogen!

Ansonsten finde ich deinen letzten Absatz völlig daneben, wenn man Demokraten die Demokratie beibringen möchte. Denn wer die Suppe der Bosheit kocht, atmet selbst am Ende viel davon ein!
Hattest du nun noch eine Rechnung offen, oder was sollte das?
 
Was wäre richtig toll @ Alkmar? 😄
Wenn ich auswandern würde? 😂
Und was habe ich denn von Putin geschrieben, dass Du meinst, mich mal wieder belehren zu müssen? 
Aber vielleicht kannst Du mir ja weiter helfen und die Stelle heraus suchen, an der Juro irgendeine Drohung gegen Granka äußert, über die sie sich ja mehrfach beklagt und damit "die Suppe der Bosheit kocht"?
Ich finde leider keine...

Katja
hat auf das Thema RE: Es ist Krieg in Europa im Forum Internationale Politik geantwortet
Hallo Granka,

weit gefehlt, ich drohe dir doch nicht. Womit denn auch? 
Wenn du solche Worte benutzt, ist das doch von dir so gewollt, dass man dich so versteht, wie du es ausgedrückt hast. Ich habe dich doch nur hinterfragt. 
Konsequenzen, die als Bedrohung daraus folgen könnten, welche sollten das denn in Hinsicht auf deine Person sein?

Oder glaubst du, dich vehement gegen irgendwelche Bedrohungen wehren zu müssen? Ist ein Gegenargument eine Bedrohung? Oder wenn jemand eine andere Meinung hat?

Ist es eine Bedrohung, wenn ich der Meinung bin, dass Zuhören der Kommunikation dienlich ist? Oder ist es eine Bedrohung, wenn ich darum bitte, meine Entscheidung in einer freien, fairen und geheimen Wahl mir zu überlassen und nicht nachzubohren und falsche Verdächtigungen auszusprechen? Hast du schon mal etwas von Datenschutz gehört?
Wenn du es genau wissen möchtest, wen und was ich gewählt habe, dann musst du dich an die Bundeswahlleitung wenden und die Offenlegung aller Wahlzettel mit der Preisgabe der zugehörigen Person fordern. Du wirst mit Verweis auf die Datensicherheit mindestens eine knallende Absage erhalten. Also komm jetzt hier nicht durch die Hintertür.

Juro
 
geschrieben von Juro
Deinen Unsinn muss ich mir nicht länger antun, nun kommst du auch noch mit dem Datenschutz, die nächste Drohung, lass es einfach sein.Kommst du dir nicht langsam selbst lächerlich vor, das sind die  Instrumente einer Diktatur, bist du stehen geblieben? Dann wach auf, auswandern ginge auch.
Ende
​​​​​
Entschuldige Granka, aber das kann ich mir jetzt nicht verkneifen:

"In einer Diktatur" spielt Datenschutz keine Rolle! Es gibt darin Zugriff auf jegliche persönliche Daten, weiterhin wurden Briefe gelesen, Telefonate abgehört, Pakete geöffnet, persönliches Verhalten bespitzelt  u.ä.

Nun wundert es mich doch sehr, dass Du als "stolze, schon immer freie Bürgerin" Dich von dem Begriff Datenschutz (den Juro nicht benutzt hat) bedroht fühlst...😃
Ansonsten schließe ich mich der bereits gestellten Frage an: WOMIT "bedroht" Juro Dich denn ?!

Muss ich auch auswandern, weil ich meine Wahlfreiheit nutze und mich nicht verpflichtet fühle, darüber Rechenschaft abzulegen?
Kann es sein, dass Dir "die Instrumente einer Diktatur" doch ganz gut gefallen würden?

Katja
hat auf das Thema RE: Sprüche zum Nachdenken im Forum Aktuelle Themen geantwortet
                                                    Es ist völlig egal,
                                                 wer vor Dir steht,
                                                 wenn Du weißt,
                                               wer hinter Dir steht.



 
hat auf das Thema RE: Es ist Krieg in Europa im Forum Internationale Politik geantwortet

Das gilt weitgehend auch heute noch und bildet  m.M. auch den Hintergrund, warum russische Deserteure oder KdVs keinen Anspruch auf ein Bleiberecht haben bzw. extrem hohe Hürden zu überwinden haben, um etwas Hoffnung auf eine erfolgreiches Asylbewerbung zu haben.

Wie forderte noch gleich der Bundestag am 27 .04.2022 die Bundesregierung auf ?
Sie solle "an russische Soldaten den Appell zu richten, die Waffen niederzulegen und darauf hinzuweisen, dass ihnen der Weg ins deutsche und europäische Asylverfahren offensteht". 
 

@ aixois,

erst einmal danke für Deine beiden Antworten!
Ja, ich weiß, dass dieses Chanson lange verboten war. Dass Vian den Text geändert hat, wusste ich allerdings nicht.

Ja, tatsächlich ist es so, dass Desertation nicht automatisch als Asylgrund angesehen wird.
Aber gerade in Bezug auf die russischen Kriegsverweigerer stehen solche Entscheidungen der Rechtsauffassung des UNHCR entgegen.
Danach gibt es für Deserteure und Militärdienstflüchtlinge durchaus einen Flüchtlingsschutz, wenn sich „die Art der militärischen Aktion, mit der sich der Betreffende nicht identifizieren möchte, von der Völkergemeinschaft als den Grundregeln menschlichen Verhaltens widersprechend verurteilt wird“.
Das trifft ja wohl auf den Ukrainekrieg absolut zu! Oder ist der dann plötzlich gar nicht mehr so zu verurteilen, wenn es darum geht russischen Menschen Schutz zu gewähren??

Was die Nicht-Umsetzung dieses Appels an russische Soldaten betrifft, kann es natürlich auch sein, dass man sich den Wünschen der ukrainischen Botschafter angeschlossen hat:
Herr Melnyk hatte damals ja geäußert, dass es eine "katastrophale Entscheidung wäre, wenn russischen Männern Asyl in der Bundesrepublik gewährt würde.
"Nur weil sie keinen Bock auf ihre eigene Ruhestätte in der Ukraine haben" 
Und Herr Makeiew schließt sich dem ja an, indem er sagt: es wäre "Falsch von Deutschland, russische Deserteure aufzunehmen."
 Schließlich wollten die sich bloß „vor dem Militärdienst drücken“ und „nur nicht im Krieg sterben“. 

Was sind das bloß für verquere Aussagen??
Wer nicht in der Ukraine kämpft, kann auch nicht in der Ukraine töten.
Wer sich nicht von Putin verheizen lässt, schwächt die Kampfkraft und die Moral der russischen Armee...
Aber das ist natürlich völlig gleichgültig - der Hass siegt über Nachdenken..

Katja
 
hat auf das Thema RE: Krieg in Israel im Forum Internationale Politik geantwortet
Ob das Drücken vieler Daumen hier wirklich etwas bewirken kann?
Wichtig ist natürlich auch, inwieweit die Hisbollah im Norden von Israel aus dem Libanon weiterhin das Land beschiessen und jüdische Israelis seit Monaten zu Flüchtlingen im eigenen Land machen.
Wenn sich der Krieg verlagert von Gaza in den  Norden mit iranischer Unterstützung und Beteiligung von Syrien, dem Irak usw. ist das letztendlich nur eine Verlagerung und kein Ende des Krieges. Olga
@ Olga,

Jede(r) bestimmt über die eigenen Daumen und muss sie ja nicht drücken..
Ich hoffe sehr, dass die neu aufgenommenen Verhandlungen Erfolg haben werden und endlich wieder Geiseln frei gelassen werden!!
Ob es dahin kommt, steht in den Sternen, denn Netanjahu stellt ja nun pünktlich genau im sensiblen Zeitpunkt der Wiederaufnahme von Verhandlungen Bedingungen, die alle anderen Beteiligten sehr "verärgern".
Während die Vermittler um Formulierungen ringen, mit denen die Kluft in den noch strittigen Positionen überbrückt werden könnten, grätscht er natürlich dazwischen...
Die Tausenden seit Wochen Protestierenden in Israel werfen ihm die Behinderung der Verhandlungen vor - womit sie Recht haben könnten!
Außerdem wird nun auch wieder in Gaza-Stadt gekämpft. Bei einem großen Panzerangriff aus allen Richtungen wurden zahlreiche Menschen getötet oder verletzt. Rettungskräfte haben keine Möglichkeit, dorthin zu kommen...
Übrigens sind auch in Gaza ca. 2 Mill. Menschen auf dauerhafter Flucht im eigenen Land, ohne Möglichkeit irgendwo Sicherheit zu finden.
Ich hoffe trotzdem, dass es irgendwie gelingt und endlich wieder noch lebende Geiseln befreit werden können!
Aber von einem "Frieden in Gaza" kann noch lange keine Rede sein...

Katja
hat auf das Thema RE: Es ist Krieg in Europa im Forum Internationale Politik geantwortet
 

Es ging mir um die Aussage Olgas, dass irgendwann in diesem Russland nur noch alte Menschen leben werden, weil die Jungen, gut ausgebildeten allesamt flüchten werden...
Und ja, vielleicht hätte sie (in abgeschwächter Form) sogar Recht - wenn man diese Menschen denn lassen würde..
Aber, gleichgültig wohin sie kommen, werden ihnen ausschließlich Steine in den Weg gelegt.
In den Schengenraum flüchten nur Wenige, was mit fehlenden Fluchtwegen "zu uns" und der sehr restriktiven Visavergabe der EU Länder zu tun hat.
Die Wenigen, die es dann doch mit Touristenvisum schaffen, werden kaum unterstützt.
Z.b. in Deutschland gibt es für diese Menschen kaum Hilfe und nach Ablauf des Touristenvisums müssen sie wieder gehen.

Ich habe dafür kein Verständnis! 
Da wünschen wir uns, dass sich möglichst viele Russen von Putins Politik abwenden - und wenn sie es dann tun, werden sie in jeder Form abgelehnt aus dem einzigen Grund : 
Weil sie Russen sind!


Katja
Da scheinen grosse Missverständnisse und auch Unkenntnis über die Einreisemöglichkeiten von Russen in die EU oder andere REgionen auf unserer Welt vorzuherrschen:

Zum einen hat Russland die Ukraine angegriffen - es war nicht umgekehrt. Und deshalb sind Russen auch nur bedingt Kriegsflüchtlinge, im besten Falle Deserteure, wenn sie der Wehrpflicht ihres Kriegsherrn entfliehen wollen. Die meisten gingen bisher ins Nachbarland Georgien. Aber dort fürchtet man auch die Rache Putins,die der dann vermutlich mit dem Argument verkaufen würde: "in Georgien leben zu viele Russen, man muss ihnen helfen - und weitere Annexionsbemühungen des unersättlichen Putin folgen könnten". Ein schlimmes Vorzeichen ist aktuell bereits,dass die Wünsche der jungen Bevölkerung Georgiens ignoriert werden, die Bestandteil der EU werden wollen. Soeben wurden dieGesetze in Georgien verschärft, was umgekehrt einen Stop über die Aufnahmeverhandlungen Georgiens in die EU derzeit stoppen lässt.

Es gibt aber sicherlich Möglichkeiten für junge, gut ausgebildete Russen - hauptsächlich aus dem IT-Bereich- wo internationale Firmen ihre eigenen Beziehungen spielen lassen und somit solchen Menschen Einreisevisa ermöglichen. Diese hängen dann mutmasslich an dem jeweiligen Arbeitgeber und gelten auch nur so lange, wie so ein gwünschter Russe in diesem Unternehmen arbeitet. Verlässt er dieses, verliert er auch eine solche temporäre Aufenthaltsgenehmigung.

Es ist m.W. nur bedingt eine Abwendung von Putins Politik, wenn aus verständlichen Gründen diese jungen Menschen das Land verlassen. Theoretisch wünschenwert wäre sicherlich, dass die Menschen in Russland ihre Bereitschaft zeigen, Putins Handlungen und Grausamkeiten ein Ende aufzuzeigen. Will heissen,dass das russische Volk sich laut und deutlich äussert, dass es damit nicht mehr einverstanden ist - denn am Ende wird das Volk sowieso dafür in Regress genommen und haftbar gemacht werden. Den Präsidenten wird es vermutlich aus vielen Gründen nicht mehr direkt treffen.
Aber das ist gefährlich und kann mit dem Tode enden, wenn schon Demonstranten, die ein leeres Blatt Papier in die Luft halten,verhaftet werden und viele andere, unbegreifliche staatliche Massnahmen ergriffen werden.

Ich bin auch verunsichert, wenn Sie solche pauschalen Vorwürfe (gegen unsere westlichen LÄnder aber weniger gegen Putin) hier darlegen, weil ich nirgendwo erkennen kann, welche Beweise Ihnen vorliegen.
Eine Tatsache betrifft ja nun mal die gesamte EU,dass sich die Bevölkerung dieses Staatenverbundes strikt weigert, noch mehr Geflüchtete aufzunehmen - und dazu gehören natürlich auch die,die vor Putins Krieg fliehen, der nicht in ihrem eigenen Land, sondern im unschuldigen Nachbarland stattfindet.
Diese Unterscheidung sollten Sie bitte schon bedenken. Olga
@ Olga,

ich staune nicht zum ersten Mal, wie leicht es Ihnen fällt, die eigenen vorherigen Aussagen genau ins Gegenteil zu verändern, wenn das für Sie "angenehmer" erscheint... 😅
Hatten Sie den Traum geäußert, dass nur noch ein paar alte Menschen in Russland bleiben werden und sich die Jungen neue Existenzen außerhalb Russlands aufbauen werden - oder ich?! 😉
Ich denke, in diesem Moment gab es Ihrerseits eine Menge Unkenntnis bzgl. der Schwierigkeiten, die auf solche jungen Menschen warten, wenn sie sich gegen Putins Krieg entscheiden. Viele hatten das bereits direkt nach dem Überfall auf die Ukraine 2022 getan.
Ihre Antwort an mich lese ich als eine einzige Rechtfertigung von Kollektivbestrafung und pauschaler Verurteilung und Abwertung russischer Menschen - einfach, weil sie Russen sind...
Ein Artikel der TAZ aus dem Jahr 2022 drückt haargenau meine Meinung zu diesem Thema aus:

https://taz.de/Aufnahme-russischer-Deserteure/!5880272/

"Es ist zynisch. Anders kann man das Verhalten der russischen Anrainerstaaten Lettland, Litauen und Finnland nicht erklären. Denn kaum hat Wladimir Putin es geschafft, mit seinem kriegstreiberischen Wahnsinn wenigstens Teile der eigenen Bevölkerung gegen sich aufzubringen, kaum packen – endlich, endlich – Hunderte, nein Tausende Rus­s:in­nen ihre Koffer, um das Land zu verlassen, um der Zwangsrekrutierung für diesen mörderischen Angriffskrieg zu entgehen, um Njet zu sagen zu Putins Krieg, da schlagen ihnen die Nachbarstaaten die Tür vor der Nase zu. Deserteure? Kommen hier nicht rein!"

Sie können das richtig finden - ich persönlich finde es grundfalsch!
Wir erhärten damit Putins Propaganda im eigenen Land.

Mich erinnert dieses Thema an das Chanson " Le Deserteur" von Boris Vian, einst von Herrn Biermann ins Deutsche übersetzt:

 „Bevor die Hähne kräh’n / Verrammel ich die Türen / Ich will mein Leben spüren / Und mach’ mich auf den Weg“, „Mon­sieur le President / Ihr seid für’s Blutvergießen? / Allez! Lasst Eures fließen / Das wär ’ne gute Tat!“

Katja

 
hat auf das Thema RE: Es ist Krieg in Europa im Forum Internationale Politik geantwortet

Woher weißt Du das? Du schreibst das so bestimmt als ob Du mittenmang wärst unter den russischen Flüchtlingen, dabei schreibt TELEPOLIS das alles im Konjunktiv, Zitat:
Es wird geschätzt, dass sich die Abwanderung inzwischen umgekehrt haben könnte, d. h. dass mehr Menschen nach Russland zurückkehren als auswandern. Bis zu 45 Prozent der im ersten Kriegsjahr Geflohenen könnten demnach wieder in Russland sein."
 

@ Edita,

nein, ich bin nicht "mittenmang" unter den russischen Flüchtlingen 😉, schließlich bin ich ja Keiner..
Es gibt zahlreiche Artikel zu diesem Thema, die nicht in der Möglichkeitsform schreiben.
Es ging mir um die Aussage Olgas, dass irgendwann in diesem Russland nur noch alte Menschen leben werden, weil die Jungen, gut ausgebildeten allesamt flüchten werden...
Und ja, vielleicht hätte sie (in abgeschwächter Form) sogar Recht - wenn man diese Menschen denn lassen würde..
Aber, gleichgültig wohin sie kommen, werden ihnen ausschließlich Steine in den Weg gelegt.
In den Schengenraum flüchten nur Wenige, was mit fehlenden Fluchtwegen "zu uns" und der sehr restriktiven Visavergabe der EU Länder zu tun hat.
Die Wenigen, die es dann doch mit Touristenvisum schaffen, werden kaum unterstützt.
Z.b. in Deutschland gibt es für diese Menschen kaum Hilfe und nach Ablauf des Touristenvisums müssen sie wieder gehen.
Zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine stellen PRO ASYL und Connection e. V. fest:
Deserteur*innen und Militärdienstentzieher*innen aus Russland erhalten in Deutschland nach wie vor kaum einen Schutzstatus. Das ist asylrechtlich sowie friedenspolitisch gesehen ein Skandal.

Wobei "friedenspolitisch" ja sowieso ein verhängnisvolles Wort ist in diesen "kriegspolitischen" Zeiten...

Ich habe dafür kein Verständnis! 
Da wünschen wir uns, dass sich möglichst viele Russen von Putins Politik abwenden - und wenn sie es dann tun, werden sie in jeder Form abgelehnt aus dem einzigen Grund : 
Weil sie Russen sind!

Katja
hat auf das Thema RE: Es ist Krieg in Europa im Forum Internationale Politik geantwortet

Und von so einem Land,d as dem Untergang entgegentaumelt, soll Europa allen Ernstes festhalten? 

 

Russland hat nur eine Chance, sich möglichst bald aus den Klauen dieser Diktatur zu befreien, den Wünschen und Ambitionen der jungen Bevölkerung entgegenzukommen und sich neu aufzustellen. Geschieht es das nicht, verbleiben in dem Riesenland nur noch alte, politisch desinteressierte Menschen, die dann mehr und mehr grausame Not erleiden müssen. Olga

@ Olga,

was heißt denn "an so einem Land festhalten"?
Wann hätten wir denn jemals an Russland "festgehalten"? Darum geht es aber doch auch gar nicht. 
Es bleibt uns aber gar nichts Anderes übrig, als anzuerkennen, dass dieses Riesen-Land (gleichgültig, wie "zwergenhaft" Sie es darstellen möchten) mit eben seinem System in unserer Nachbarschaft existiert und auch weiterhin existieren wird.

Zu Ihrem letzten Absatz:
Es stimmt, dass sehr viele hochqualifizierte Menschen aus Russland zunächst geflüchtet sind.
Aber es kehren längst immer mehr von ihnen zurück! 
Ca. die Hälfte der Geflüchteten waren bereits im letzten Jahr zurück in Russland und es hat sich der Trend der Abwanderung umgekehrt. D.h., dass mehr Menschen zurück kehren, als auswandern.
Wirtschaftlich macht sich die Rückkehr bemerkbar. Nach Schätzungen von Bloomberg Economics trägt sie zwischen einem Fünftel und einem Drittel zum jährlichen Wirtschaftswachstum Russlands bei. Im vergangenen Jahr wuchs die russische Wirtschaft um 3,6 Prozent.
Das geschieht nicht etwa, weil diese Menschen plötzlich begeistert sind von Putins Krieg, sondern weil sie in den Fluchtländern nicht gewollt sind.
Russische Auswanderer müssten im Ausland feststellen, dass sich "die Welt buchstäblich gegen sie verschworen hat", sagte die Soziologin Anna Kuleshova gegenüber Bloomberg.
Kuleshova lebt in Luxemburg und ist Soziologin bei der Social Foresight Group, die russische Einwanderer befragt. Sie wird mit den Worten zitiert:
"Sie kehrten mit einem Gefühl der Verbitterung zurück und dem Gefühl, dass ‚Putin doch nicht so falschlag. Die hassen uns wirklich.‘"

Tja, nicht nur russische Sportler (oder auch Künstler) werden diskriminiert, sondern auch Menschen, die sich eigentlich von Putins Politik los gesagt hatten...
Nicht gut, aber so ist es wohl.

Katja

 
hat auf das Thema RE: Krieg in Israel im Forum Internationale Politik geantwortet

Es scheint doch endlich wieder Hoffnung und Bewegung in die Verhandlungen über Geiselbefreiung und eine befristete Waffenruhe in Gaza zu geben.
Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas ist nach Angaben eines ranghohen Vertreters dazu bereit, mit Israel ohne eine „vollständige und dauerhafte Waffenruhe" über die Freilassung von Geiseln und ein Ende des Krieges im Gazastreifen zu verhandeln. Der ranghohe Vertreter, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, die Forderung der Hamas, dass Israel „einer vollständigen und dauerhaften Waffenruhe" zustimmen müsse, um Gespräche über einen Austausch von Geiseln gegen Häftlinge zu beginnen, sei „überholt". 

Die Gespräche sollen in den nächsten Tagen in Ägypten weiter gehen. Grundlage dafür bleibt der Vorschlag  Herrn Bidens vom Ende Mai diesen Jahres.

Drücken wir die Daumen!!

Ein hochrangiger Mitarbeiter der palästinensischen Regierung, der mit den Verhandlungen vertraut ist, sagte am Samstag Reuters, der Vorschlag könne zu einem Rahmenabkommen führen, mit dem der seit neun Monaten andauernde Krieg im Gazastreifen beendet werde.
Im israelischen Verhandlungsteam hieß es, es bestehe nun eine reelle Chance, eine Einigung zu erzielen. 

https://www.faz.net/aktuell/politik/krieg-in-nahost/israel-krieg-im-liveticker-hamas-akzeptiert-verhandlungen-ueber-geiseln-ohne-dauerhafte-waffenruhe-faz-19589481.html

Katja


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